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Peter Bichsel - Die Tochter

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Textanalyse
28.11.20
Die Kurzgeschichte ,,Die Tochter" von Peter Bichsel, aus dem Jahr 1964, rausgebracht vom Walter-Verlag,
handelt von ein
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28.11.20
Die Kurzgeschichte ,,Die Tochter" von Peter Bichsel, aus dem Jahr 1964, rausgebracht vom Walter-Verlag,
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Textanalyse 28.11.20 Die Kurzgeschichte ,,Die Tochter" von Peter Bichsel, aus dem Jahr 1964, rausgebracht vom Walter-Verlag, handelt von einem Elternpaar, das ihre Tochter langsam loslassen muss, da sie erwachsen wird. Das Elternpaar wartet jeden Abend am Tisch, um mit ihrer Tochter zu Abend zu essen. Diese wird aber Erwachsen, hat einen Job und verbringt ihre Nachmittage in der Stadt, ein Umzug in eine eigene Wohnung ist auch schon geplant. Die Eltern warten trotz allem immer noch jeden Abend am Esstisch und stellen sich vor, was ihre Tochter im Leben so macht, bis sie verspätet nah Hause kommt und sie zusammen als Familie essen können. Der Schwerpunkt liegt darin, dass die Eltern langsam ihre Tochter loslassen müssen und ihre eigene Routine im Leben, unabhängig von der Tochter führen müssen. Die Eltern sind jedoch nicht bereit dafür. Die Tochter an sich wirkt eher distanziert für den Leser, die Eltern erzählen und denken viel an sie und was sie vielleicht machen könnte. Man merkt aus den Erzählungen der Eltern, dass die Tochter gerade ins Selbstständige Leben übergehen möchte (Z. 23 ,,Sie ist den ganzen Tag unterwegs" oder Z.37, sie zieht bald aus). Hinzufügend ist, dass die Tochter sich immer mehr von den Eltern ablöst und nach ihrem Rhythmus lebt (Z.5, die Eltern warten täglich eine Stunde auf ihre...

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Alternativer Bildtext:

Tochter). In Z. 13-16 erfahren wir, dass sie einen Plattenspieler, verschiedene Fläschchen, Döschen und sogar einen marokkanischen Hocker besitzt. Das zeigt ein hohes Interesse an ausgefallen Sachen, die nicht jeder hat. Die Eltern sind sehr geduldig und gleichzeitig auch sehnsüchtig nach ihrer Tochter, da sie jeden Abend auf sie warten (z. 1,5,7, 12,...). In der Kurzgeschichte reden die Eltern nur über ihre Tochter und ihre Vorstellungen über ihr Leben (z.33 ,,und dann stellten sie sich vor...). Das Elternpaar scheint nicht mehr viel miteinander zu kommunizieren, die Tochter, über die sie sich beide Gedanken machen und zwischendurch über sie reden, was sie gerade wohl so macht, scheint sie wohl noch zusammen zu halten und ihnen ein Gesprächsthema zu geben. In z.49 hat der Autor einen Paratax verwendet ,,Sie wird auch heiraten, dachte er, sie wird in der Stadt wohnen", durch diese Aneinanderreihung zweier Hauptsätze wirkt es so als würde der Vater realisieren, was in naher Zukunft wahrscheinlich auf ihn zu kommt und er seine kleine Tochter nicht loslassen möchte. Durch den Satz ,,Die Bahnverbindungen sind schlecht" in Z. 2, können wir darauf schließen, dass die Eltern etwas außerhalb der Stadt wohnen und der Text dazu nicht all zu alt ist, sondern in naher Realität an der heutigen Zeit liegt. Anderseits, wenn über den Vater gesprochen wird fallen Wörter wie ,,Lohntüte", ,,Bürofräulein" und ,,Rechenmaschine" Z.18-20, was darauf schließen lässt das der Vater noch zu früheren Zeiten gearbeitet hat und jetzt vermutlich schon im Wohlstand ist. In z.50-52 reden die Eltern darüber, dass ihre Tochter mal etwas auf Französisch sagen soll, worauf die Mutter aufgeregt erwidert ,,Ja, sag mal etwas auf Französisch", diese Wiederholung zeigt den Stolz der Eltern, wie klug ihre Tochter doch zu scheinen mag. In z.44-45 haben wir eine Alliteration ,,weißt du noch, wie schön deine Schwester singen konnte?" was in Verbindung zu dem Vergleich in z.43 ,,Sie ist wie deine Schwester" seht. Denn über die Schwester des Vaters wird auch gut geredet, was ebenfalls den Stolz widerspiegelt. Dieses Sprachlichen Auffälligkeiten bestätigen die Vermutung, dass die Eltern nicht bereit sind ihre Tochter loszulassen und ein selbstständiges Leben führen zu lassen. Sie haben ihre Tochter das ganze Leben großgezogen und jetzt wird sie bald ein selbstständiges Leben führen und voraussichtlich wegziehen. Die Eltern wollen des so lange wie möglich warten und sich noch nach ihrer Tochter richten, egal was das für Konsequenzen das mit sich zieht. Die Problematik, die der Autor mit der Kurzgeschichte veranschaulichen will, ist die, dass Eltern ihre Kinder oftmals nicht loslassen können, wenn diese Selbstständig werden, einen festen Job haben, oder bald ausziehen wollen. Irgendwann werden die Eltern nicht mehr immer an Ort und Stelle sein können und alles sofort über ihre Kinder und ihr Leben erfahren, dass ist der Moment wo Eltern sich auf ihr eigenes Leben konzentrieren können (und vielleicht auch wieder seit langem dürfen) und ihre Kinder loslassen müssen, da diese jetzt einen eigenen Alltag mit eigenen Verpflichtungen und Terminen besitzen. Diesen Moment wird jedes Elternteil irgendwann Erleben und diesen Innerlichen Konflikt der Eltern wird es ebenfalls in jeder Generation geben. In der Kurzgeschichte wird es meiner Meinung nach wirklich extrem dargestellt, da die Eltern beide kein wirkliches Leben mehr führen, bis auf über ihre Tochter zu reden und auf sie zu warten bis sie wieder kommt aus der Stadt. Ich finde, man kann über seine Ängste und Sorgen reden, um sie mit der Zeit zu akzeptieren. Letztendlich sollte man aber auch seinen Lebensstil als Elternpaar pflegen und sich nach den persönlichen Zeiten richten, wenn die Kinder langsam erwachsen werden.