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Terror: Dialoganalyse erster Akt - Verhör Lauterbach

16.2.2021

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Dramenszenenanalyse
S. 42, Z. 7 bis S. 46, Z. 9
Mittwoch, 27. Mai 2020
Das Drama ,,Terror" von Ferdinand Schirach wurde 2015 veröffentlicht
Dramenszenenanalyse
S. 42, Z. 7 bis S. 46, Z. 9
Mittwoch, 27. Mai 2020
Das Drama ,,Terror" von Ferdinand Schirach wurde 2015 veröffentlicht

Dramenszenenanalyse S. 42, Z. 7 bis S. 46, Z. 9 Mittwoch, 27. Mai 2020 Das Drama ,,Terror" von Ferdinand Schirach wurde 2015 veröffentlicht und handelt von der Gerichtsverhandlung des Kampfpiloten Lars Koch, der gegen den Befehl seiner Vorgesetzten auf ein von einem Terroristen entführtes Flugzeug schießt, bevor es in die besetzte Allianz-Arena stürzen kann, und somit alle Passagiere tötet. Der Autor fordert den Leser direkt zu Beginn zu einer eigenen Urteilsbildung auf. Die im Folgenden analysierte Szene beginnt inmitten des Verhörs des Zeugen Lauterbach durch den Vorsitzenden, welches im Anschluss weiter fortgeführt wird. Thema der Befragung sind die Befehle des Generals kurz vor dem Flugzeugabsturz, sowie Lars Kochs Reaktionen darauf. Der Vorsitzende hat als Richter die Aufgabe der Rechtsprechung sowie die Ermittlung der Tatsachen, wobei er unparteiische agieren muss. Daraus ergibt sich, dass er im Verhör stets sachlich bleibt und lediglich Fragen zum Tathergang stellt. Dennoch stellt er nicht nur oberflächliche Fragen im Bezug zu den Geschehnissen (vgl. S.42,Z.13/Z.18), sondern ,,versuch[t] [sich] die Situation vorzustellen." (S.44,Z.21). So strebt der Richter also auch an, die Emotionen der Beteiligten während des Vorfalls besser nachzuempfinden, indem er beispielsweise fragt „Hinterfragten Sie den Befehl des Generals [...]?" (S.44,Z.12). Lauterbach ist als Zeuge dazu verpflichtet, die Wahrheit zu sagen und antwortet das ganze Gespräch über neutral, jedoch merkt man ihm an, dass die Situation ihn etwas nervös macht, denn er...

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muss den Vorsitzenden mehrmals bitten, seine Frage zu wiederholen oder verständlicher auszudrücken (vgl. S.42,Z.25/S.43,Z.22). Auffällig sind ebenfalls die teilweise sehr kurzen Antworten des Zeugen (vgl. S.43,Z.5/ S.44,Z.4/S.45,Z.4), welche aber lediglich zeigen, dass er unbeeinflusst berichtet und keine Andeutungen oder Ähnliches macht. Lauterbach merkt auch an, dass die Ansicht des Bundesverfassungsgerichts ,,damals überall in der Truppe diskutiert [wurde]" (S.43,Z.17). Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts spielt besonders in der heutigen Zeit eine große Rolle, weshalb Lars Kochs Situation an Terroranschläge wie Charlie Hebdo und den 11. September angelehnt ist. Nachdem Lauterbach erklärt, dass er und seine Kollegen 28 Minuten auf einen Befehl gewartet haben (vgl. S.44,Z.25) reagiert der Vorsitzende verwundert und fragt „So lange?" (S.45,Z.2). Daraufhin 1 Mittwoch, 27. Mai 2020 kommt erneut die Nervosität des Zeugen zu Vorschein, so beginnt er einen Satz, aber fängt an zu zögern und beendet ihn nicht (vgl. S.45,Z.12). Er berichtet davon, dass Lars Koch zweimal nachgefragt habe, ob er alles richtig verstanden hat (vgl. S.47,Z.16f.) und die Verbindung klar war, da der Angeklagte es selbst wiederholt habe (vgl. S. 46, Z.2). Die bereits vorher bemerkbare Anspannung wird am Ende der Szene sehr deutlich, indem Zeuge Lauterbach nach einem Glas Wasser bittet (vgl. S.46,Z.3). Das Verhör behandelt auf sachlicher und neutraler Ebene die Geschehnisse vom Tag des Flugzeugabschusses aus der Sicht des Vorgesetzten von Lars Koch. Lauterbach berichtet durchgehend unparteiisch über den Vorgang und scheint lediglich am Ende sehr nervös zu sein. Als bedeutungsvoll oder sonderlich wichtig kann diese Szene nicht eingestuft werden, da sie zwar genau beschreibt, welche Befehle erteilt wurden, jedoch keine Informationen über Lars Kochs Reaktion und Tat beinhaltet. 2