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In dem Gedicht „Dämmrung senkte sich von oben" von Johann Wolfgang von Goethe aus dem
Jahre 1827 geht es
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In der Klausur (14 NP) wurden zwei Gedichte miteinander verglichen (siehe Aufgabenstellung).

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1. Klausur Deutsch - Textvergleich In dem Gedicht „Dämmrung senkte sich von oben" von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahre 1827 geht es um eine Beschreibung und die gleichzeitige Reflexion eines stattgefundenen Nachtanbruchs. Es lässt sich die Hypothese aufstellen, dass der Autor damit die Wirkung der abendlichen Zustände auf den Menschen verdeutlichen möchte. Das Gedicht hat zwei Strophen und insgesamt 16 Verse, welche gleichmäßig zu je acht Versen auf die Strophen verteilt sind. In den Strophen lässt sich durchgehend ein Kreuzreim mit jeweils vier Versen erkennen. Zudem lässt sich ein vierhebiger Trochäus bestimmen, welcher sehr erzählend wirkt, da der Vorgang der Abenddämmerung beschrieben wird. Im Verlaufe des Gedichts tritt das lyrische Ich nur einmal direkt auf, jedoch bemerkt der Leser, dass eine Person die Dämmerung durchgehend beobachtet und auf sich wirken lässt. Die erste Strophe behandelt inhaltlich den begonnenen Nachtanbruch, wobei die Dunkelheit sich ausbreitet. Zudem wird beschrieben, dass die Sterne am Himmel stehen (Vgl. V. 3 f.) und sich Nebel ausbreitet (Vgl. V. 6). In Strophe 2 beschreibt der lyrische Sprecher den Mondglanz, der noch Licht in die Dunkelheit bringt (Vgl. V. 10). Außerdem umschreibt er, dass die Kühle der Nacht durch die Wirkung des Mondes das Herz berührt (Vgl. V 15 f.). Im Anbetracht des inhaltlichen Aufbaus lassen sich folgende sprachliche Mittel...

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erkennen. In Vers 2 benutzt der lyrische Sprecher die entgegengesetzten Begriffe „alle Nähe fern“ (V. 2), womit verdeutlicht wird, dass durch den Anbruch der Nacht die Nähe zum Tag und den Ereignissen, die im Laufe des Tages passierten, langsam verschwinden und man sich nun andere Gedanken macht und zur Ruhe kommt. Durch das Wort „emporgehoben“ (V. 3) wird der Aufgang des „Abendstern[s]" (V. 4) personifiziert. Damit wird der strahlende Sternenhimmel mit dem Licht der Sterne beschrieben und aufgezeigt, dass es mittlerweile dunkler sein muss, damit die Sterne zu sehen sind. Durch den Vers 5 mit den Worten „Alles schwankt ins Ungewisse" wird dargestellt, dass in der Nacht vieles passieren kann, man jedoch nie weiß, was es genau sein wird. Im nächsten Vers lässt sich erneut eine Personifikation mit ,,schleichen" (V. 6) bestimmen. Dieses Wort beschreibt, wie sich der Nebel über das Land ausbreitet. Er ist nicht unmittelbar da, sondern „schleicht“ langsam in die Höhe und bedeckt dann das Land. „Schwarzvertiefte Finsternisse" (V. 7) verstärkt durch eine Hyperbel die eigentliche Dunkelheit der Nacht. Zudem wird durch den ruhenden See (Vgl. V. 8) verdeutlicht, dass es still ist und nicht die Idylle der Nacht stört. Zusätzlich scheint es keinen Wind zu geben, der den See in Bewegung versetzt. Zu Beginn der zweiten Strophe vermutet das lyrische Ich am „östlichen Bereiche" (V. 9) ,,Mondenglanz und Glut" (V. 10) zu sehen. Durch die „Glut“ (V. 10) verstärkt der Sprecher die Helligkeit des Mondes am Himmel, der trotz der eigentlichen Dunkelheit die Nacht erhellt. Der „Mondenglanz“ (V. 10) spiegelt die subjektive Betrachtung des Ichs wider, da mit dem Wort ,,Glanz" meist etwas Schönes und auch Beruhigendes assoziiert wird. Durch den Neologismus „Haargezweige“ (V. 11) symbolisiert der Sprecher die Krone der vorher benannten Weide. In Vers 14 lässt sich ein weiterer Neologismus mit dem Wort „Zauberschein“ ausmachen. Durch den Schein des Mondes, der sich durch die „Haargezweige“ (V. 11) der Weide bewegt, wird das lyrische Ich scheinbar verzaubert. Zusätzlich wird die Bewegung des „Zauberschein[s]" (V. 14) durch das Wort „zittert“ (V. 14) personifiziert. Das Wort „zittern“ steht allerdings im Kontrast zu der beschriebenen Ruhe, die der lyrische Sprecher empfindet und der ruhende See (Vgl. V. 8) ausstrahlt, da zittern keine ruhige, gleichmäßige Bewegung ist. Weiterhin wird die „Kühle“ (V. 15) personifiziert, welche sich „ins Herz hinein“ (V. 16) „schleicht“ (V. 15). Damit wird verdeutlicht, dass auch die „Kühle“ (V. 15) und das „Ungewisse" (V.5) der Nacht das Herz berühren. Jedoch steht die „Kühle (V. 15) und das beschreibende Adjektiv „sänftigend“ (V. 16) im Kontrast, da Kühles nicht sanft schleichend erscheint oder eintritt. Im Text wird direkt im ersten Vers Bezug auf den Titel genommen, da mit dieser Phrase die Beschreibung des lyrischen Ichs der Dämmerung schon begonnen hat und sie sich bereits von oben herabsenkte (Vgl. V. 1). Aufgrund der direkten Beschreibungen der Natur und deren Wirkung und Verbindung zum Menschen lässt sich das Gedicht der Weimarer Klassik zuordnen. Wie anfangs schon in der Deutungshypothese beschrieben, lässt sich nun sagen, dass das Gedicht die Wirkung der Nacht auf den Menschen darstellt. Das lyrische Ich hat sich die Zeit genommen, um den Prozess der Abenddämmerung zu beobachten und zu beschreiben. Es hat sich zu Ruhe gesetzt und will womöglich die Geschehnisse des Tages ausklingen lassen, indem es sich auf die Ungewissheit der Nacht einlässt. Mit Wörtern wie ,,Mondenglanz“ (V. 10) oder ,,Zauberschein" (V. 14) lässt er seine persönliche Reflexion und Empfindungen einfließen. Durch den letzten Vers ,,sänftigend ins Herz hinein" (V. 16) lässt sich feststellen, dass die Natur dem Sprecher als wichtig und sehr berührend erscheint. Anschließend werde ich das Gedicht „Dämmrung senkte sich von oben" mit dem Gedicht „Nachricht" in Bezug auf die Situation des lyrischen Sprechers vergleichen. Das zu vergleichende Gedicht „Nachricht“ von Wolf Biermann aus dem Jahre 1968 thematisiert das Erwachen am Morgen und das Wahrnehmen von alltäglichen Nachrichten aus aller Welt. Zunächst ist das Gedicht in fünf Strophen gegliedert. Allerdings sind die 17 Verse ungleich auf diese verteilt. Die erste und fünfte Strophe bestehen aus jeweils vier Versen, wobei Strophe 2 bis 4 aus drei Versen bestehen. Strophe 1 und 5 stellen eine Wiederholung dar, womit das Gedicht begonnen und abgeschlossen und somit abgerundet wird. Die zweite Strophe handelt davon, wie der lyrische Sprecher am Morgen aufwacht (Vgl. V. 5 f.) und erstaunt darüber ist, noch am Leben zu sein. Die dritte Strophe thematisiert die Wahrnehmung des Sprechers von täglichen Radiomeldungen über den Krieg (Vgl. V. 8 f.) und erneut die Erkenntnis, dass die Menschheit noch am Leben ist. Strophe 4 beschreibt, wie das lyrische Ich Nachrichten aus der ,,Abendzeitung" (V. 11) entnimmt (Vgl. V. 11 f.). Grundsätzlich lässt sich in Teilen des Gedichtes keine feste Struktur erkennen, was an dem modernen Schreibstil Biermanns liegt. Im ganzen Verlauf gibt es keine feste Satzstruktur und Satzzeichen wurden fast komplett vernachlässigt. Daher wirkt das Gedicht wie eine Aufreihung von Gedanken zu bestimmten Tagespunkten, zunächst am Morgen und zum Ende am Abend. In Strophe 1 und 5 wird der Sonnenaufgang mit der Nacht in Bezug genommen, da diese täglich stattfinden. Der Ausruf „Erstaunlich!“ (V. 5) verdeutlicht stark das Erstaunen des Sprechers darüber, dass er noch lebt (Vgl. V. 5 f.) und die Erde allgemein noch bevölkert ist (Vgl. V. 7). Bezug auf den Titel wird in Vers 8 durch „Radiomeldungen“ und in Vers 11 durch die „Abendzeitung" genommen. Es wird zwar nicht direkt das Wort „Nachricht“ verwendet, jedoch veranschaulicht der Sprecher, dass er „über Fortschritte der kleineren Kriege“ (V. 8 f.) informiert wird. Im Vergleich zu Gedicht 1 steht der lyrische Sprecher in Gedicht 2 stark im Vordergrund, da durchweg Handlungen und Erkenntnisse seinerseits beschrieben werden. In Goethes Gedicht taucht der lyrische Sprecher einmal direkt auf, wobei man trotzdem merkt, dass er seine Empfindungen und Beobachtungen beschreibt. In Biermanns Gedicht hingegen hat man das Gefühl, an den Gedanken des Ichs teilhaben zu können, wenn er seine Erkenntnisse ausdrückt. Bezüglich des ersten Gedichtes ist der Sprecher mehr ein stiller Beobachter eines Naturereignisses. Im zweiten Gedicht hingegen wird von Sprecher nicht die Natur beschrieben, sondern es werden eher momentane Ereignisse wahrgenommen und indirekt kritisiert. Gemeinsamkeiten lassen sich nur in Bezug auf die Erwähnung „dunkle Nacht“ (V. 3, 16) erkennen. In diesem Aspekt liegt jedoch auch ein Unterscheid, da das erste Gedicht die Nacht beschreibt und auf den lyrischen Sprecher wirken lässt und das zweite Gedicht den Einbruch der Nacht als etwas ansieht, was „noch“ (V. 3, 16) stattfindet, aber womöglich irgendwann nicht mehr. Der Sprecher des zweiten Gedichtes verwendet oft das Wort „noch“ (V. 3, 7, 10, 12), womit dargestellt wird, dass die beschriebenen Begebenheiten vergänglich sind und mit der Zeit nicht mehr eintreffen werde. Im Gegenzug sieht der Sprecher von Gedicht 1 den Einbruch der Nacht als selbstverständlich und macht sich keine Gedanken über deren möglichen Ausfall. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das zweite Gedicht sehr kritisch gegenüber den Menschen geschrieben ist. Es wird kritisiert, dass die Menschen irgendwann die Erde zerstören werden und somit zur eigenen Ausrottung beitragen. Wenn Menschen Fortschritte kleinerer Kriege (Vgl. V. 9) als selbstverständlich hinnehmen und beruhigt damit umgehen können, ist der erstaunte Ausruf des lyrischen Sprechers berechtigt, wenn er überrascht ist, dass die Erde noch bevölkert ist. Es ist vermutlich auch der Zeit geschuldet, in denen die jeweiligen Gedichte geschrieben worden sind, dass sich die Sprecher unterschiedlich mit der Situation auseinandersetzen. In der Zeit von Goethes Gedicht um 1827 wird die Natur und die Umgebung anders wahrgenommen und man machte sich vermutlich nicht allzu viele Gedanken über die zukünftige Situation, sondern genoss einfach den Moment und ließ alles auf sich wirken. Um 1968, als Biermanns Gedicht veröffentlicht wurde, herrschten andere Umstände. Die Menschen in der DDR lebten anders und machten sich womöglich mehr Gedanken über ihre Zukunft und wie schnell alles vorbei sein könnte, da nun schon zwei Weltkriege vergangen waren. Im Allgemeinen wird in beiden Gedichten unterschiedlich mit der Thematik umgegangen, und zwar bezüglich auf die pure Wahrnehmung der Natur und der Selbstverständlichkeit der Nacht und der möglichen Vergänglichkeit und Beendigung des menschlichen Lebens und der Erde. Thema: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832): Dämmrung senkte sich von oben (1827) Wolf Biermann (*1936): Nachricht (1968) AUFGABE: Interpretieren Sie das Gedicht „Dämmrung senkte sich von oben" von Johann Wolfgang von Goethe. Vergleichen Sie das Gedicht ,,Dämmrung senkte sich von oben" mit Wolf Biermanns Gedicht ,,Nachricht" im Hinblick auf die Situation des lyrischen Sprechers. Gehen Sie in Ihrem Vergleich auch auf formale und sprachliche Aspekte ein. Der Schwerpunkt der Gesamtaufgabe liegt auf der Interpretation. Straphe Metrum Thema Beschreibung. Reflexion aber Альгиси J Johann Wolfgang von Goethe: Dämmrung senkte sich von oben Tiel bezug dinkle Етраницу der Nacht Wirkung den Mensche Duranychypotion. -Naturrolle? 5 Dämmrung senkte sich von oben, Schon ist alle Nähe fern; Doch zuerst emporgehoben Holden Lichts der Abendstern! Alles schwankt ins Ungewisse] Nebel schleichen in die Höh'; d Hype(Schwarzvertiefte Finsternisse verstärken Widerspiegelnd ruht der See. Dunkelheit 10 15 lyricam 5 Sprecher 10 15 Wolf Biermann: Nachricht Nun im östlichen Bereiche Ahn ich Mondenglanz und Glut, Schlanker Weiden Haargezweige Scherzen auf der nächsten Flut Durch bewegter Schatten Spiele Zittert Lunas Zauberschein, Trozhāns entgegengesetzt 1 C Und durchs Auge schleicht die Kühle Sänftigend ins Herz hinein. Luna (weibl.) - der Mond Noch findet er statt der Sonnenaufgang Die dunkle Nacht, noch wird sie veranstaltet Aus dem Zyklus ,,Chinesisch-deutsche Jahres- und Tageszeiten", Gedicht Nr. VIII Noch findet er statt der Sonnenaufgang Die dunkle Nacht, noch wird sie veranstaltet Den Radiomeldungen über die neuesten Fortschritte der kleineren Kriege kann ich beruhigt entnehmen: Noch dauert an die Existenz der Gattung Mensch Ausgerottet, lese ich in der Abendzeitung hat sich heute noch nicht, was da alltäglich nach Frieden schreit Erstaunlich! Auch diese Früh fand ich mich wieder am Leben. Erleichtert auch merkte ich auf den Atem dicht neben mir: Die Erde ist also immer noch bevölkert 2 LG 7 1 Straphen Verse Strophe hort Thema Sterne, Kribile i f 2. Strophe. begouren Dunkelheit toe trifft ein 8 Ниденісте Luna M pr- Aubruch Mondglanz Helligkeit alle Nebel schwanked ins 36 St nawen Каше der Nacht berührt durch Moudes Wirkung. Menschen im Herz Erwachen Могава + wahruchumer tägl. Nachrichten der Welt 6 166 & Moud. Nabel bring Dunkel- aussterbe Aus: Ludwig Reiners (Hg.): Der ewige Brunnen. Ein Hausbuch deutscher Dichtung, München 2005, S. 408. Mensche

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

In der Klausur (14 NP) wurden zwei Gedichte miteinander verglichen (siehe Aufgabenstellung).

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1. Klausur Deutsch - Textvergleich In dem Gedicht „Dämmrung senkte sich von oben" von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahre 1827 geht es um eine Beschreibung und die gleichzeitige Reflexion eines stattgefundenen Nachtanbruchs. Es lässt sich die Hypothese aufstellen, dass der Autor damit die Wirkung der abendlichen Zustände auf den Menschen verdeutlichen möchte. Das Gedicht hat zwei Strophen und insgesamt 16 Verse, welche gleichmäßig zu je acht Versen auf die Strophen verteilt sind. In den Strophen lässt sich durchgehend ein Kreuzreim mit jeweils vier Versen erkennen. Zudem lässt sich ein vierhebiger Trochäus bestimmen, welcher sehr erzählend wirkt, da der Vorgang der Abenddämmerung beschrieben wird. Im Verlaufe des Gedichts tritt das lyrische Ich nur einmal direkt auf, jedoch bemerkt der Leser, dass eine Person die Dämmerung durchgehend beobachtet und auf sich wirken lässt. Die erste Strophe behandelt inhaltlich den begonnenen Nachtanbruch, wobei die Dunkelheit sich ausbreitet. Zudem wird beschrieben, dass die Sterne am Himmel stehen (Vgl. V. 3 f.) und sich Nebel ausbreitet (Vgl. V. 6). In Strophe 2 beschreibt der lyrische Sprecher den Mondglanz, der noch Licht in die Dunkelheit bringt (Vgl. V. 10). Außerdem umschreibt er, dass die Kühle der Nacht durch die Wirkung des Mondes das Herz berührt (Vgl. V 15 f.). Im Anbetracht des inhaltlichen Aufbaus lassen sich folgende sprachliche Mittel...

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erkennen. In Vers 2 benutzt der lyrische Sprecher die entgegengesetzten Begriffe „alle Nähe fern“ (V. 2), womit verdeutlicht wird, dass durch den Anbruch der Nacht die Nähe zum Tag und den Ereignissen, die im Laufe des Tages passierten, langsam verschwinden und man sich nun andere Gedanken macht und zur Ruhe kommt. Durch das Wort „emporgehoben“ (V. 3) wird der Aufgang des „Abendstern[s]" (V. 4) personifiziert. Damit wird der strahlende Sternenhimmel mit dem Licht der Sterne beschrieben und aufgezeigt, dass es mittlerweile dunkler sein muss, damit die Sterne zu sehen sind. Durch den Vers 5 mit den Worten „Alles schwankt ins Ungewisse" wird dargestellt, dass in der Nacht vieles passieren kann, man jedoch nie weiß, was es genau sein wird. Im nächsten Vers lässt sich erneut eine Personifikation mit ,,schleichen" (V. 6) bestimmen. Dieses Wort beschreibt, wie sich der Nebel über das Land ausbreitet. Er ist nicht unmittelbar da, sondern „schleicht“ langsam in die Höhe und bedeckt dann das Land. „Schwarzvertiefte Finsternisse" (V. 7) verstärkt durch eine Hyperbel die eigentliche Dunkelheit der Nacht. Zudem wird durch den ruhenden See (Vgl. V. 8) verdeutlicht, dass es still ist und nicht die Idylle der Nacht stört. Zusätzlich scheint es keinen Wind zu geben, der den See in Bewegung versetzt. Zu Beginn der zweiten Strophe vermutet das lyrische Ich am „östlichen Bereiche" (V. 9) ,,Mondenglanz und Glut" (V. 10) zu sehen. Durch die „Glut“ (V. 10) verstärkt der Sprecher die Helligkeit des Mondes am Himmel, der trotz der eigentlichen Dunkelheit die Nacht erhellt. Der „Mondenglanz“ (V. 10) spiegelt die subjektive Betrachtung des Ichs wider, da mit dem Wort ,,Glanz" meist etwas Schönes und auch Beruhigendes assoziiert wird. Durch den Neologismus „Haargezweige“ (V. 11) symbolisiert der Sprecher die Krone der vorher benannten Weide. In Vers 14 lässt sich ein weiterer Neologismus mit dem Wort „Zauberschein“ ausmachen. Durch den Schein des Mondes, der sich durch die „Haargezweige“ (V. 11) der Weide bewegt, wird das lyrische Ich scheinbar verzaubert. Zusätzlich wird die Bewegung des „Zauberschein[s]" (V. 14) durch das Wort „zittert“ (V. 14) personifiziert. Das Wort „zittern“ steht allerdings im Kontrast zu der beschriebenen Ruhe, die der lyrische Sprecher empfindet und der ruhende See (Vgl. V. 8) ausstrahlt, da zittern keine ruhige, gleichmäßige Bewegung ist. Weiterhin wird die „Kühle“ (V. 15) personifiziert, welche sich „ins Herz hinein“ (V. 16) „schleicht“ (V. 15). Damit wird verdeutlicht, dass auch die „Kühle“ (V. 15) und das „Ungewisse" (V.5) der Nacht das Herz berühren. Jedoch steht die „Kühle (V. 15) und das beschreibende Adjektiv „sänftigend“ (V. 16) im Kontrast, da Kühles nicht sanft schleichend erscheint oder eintritt. Im Text wird direkt im ersten Vers Bezug auf den Titel genommen, da mit dieser Phrase die Beschreibung des lyrischen Ichs der Dämmerung schon begonnen hat und sie sich bereits von oben herabsenkte (Vgl. V. 1). Aufgrund der direkten Beschreibungen der Natur und deren Wirkung und Verbindung zum Menschen lässt sich das Gedicht der Weimarer Klassik zuordnen. Wie anfangs schon in der Deutungshypothese beschrieben, lässt sich nun sagen, dass das Gedicht die Wirkung der Nacht auf den Menschen darstellt. Das lyrische Ich hat sich die Zeit genommen, um den Prozess der Abenddämmerung zu beobachten und zu beschreiben. Es hat sich zu Ruhe gesetzt und will womöglich die Geschehnisse des Tages ausklingen lassen, indem es sich auf die Ungewissheit der Nacht einlässt. Mit Wörtern wie ,,Mondenglanz“ (V. 10) oder ,,Zauberschein" (V. 14) lässt er seine persönliche Reflexion und Empfindungen einfließen. Durch den letzten Vers ,,sänftigend ins Herz hinein" (V. 16) lässt sich feststellen, dass die Natur dem Sprecher als wichtig und sehr berührend erscheint. Anschließend werde ich das Gedicht „Dämmrung senkte sich von oben" mit dem Gedicht „Nachricht" in Bezug auf die Situation des lyrischen Sprechers vergleichen. Das zu vergleichende Gedicht „Nachricht“ von Wolf Biermann aus dem Jahre 1968 thematisiert das Erwachen am Morgen und das Wahrnehmen von alltäglichen Nachrichten aus aller Welt. Zunächst ist das Gedicht in fünf Strophen gegliedert. Allerdings sind die 17 Verse ungleich auf diese verteilt. Die erste und fünfte Strophe bestehen aus jeweils vier Versen, wobei Strophe 2 bis 4 aus drei Versen bestehen. Strophe 1 und 5 stellen eine Wiederholung dar, womit das Gedicht begonnen und abgeschlossen und somit abgerundet wird. Die zweite Strophe handelt davon, wie der lyrische Sprecher am Morgen aufwacht (Vgl. V. 5 f.) und erstaunt darüber ist, noch am Leben zu sein. Die dritte Strophe thematisiert die Wahrnehmung des Sprechers von täglichen Radiomeldungen über den Krieg (Vgl. V. 8 f.) und erneut die Erkenntnis, dass die Menschheit noch am Leben ist. Strophe 4 beschreibt, wie das lyrische Ich Nachrichten aus der ,,Abendzeitung" (V. 11) entnimmt (Vgl. V. 11 f.). Grundsätzlich lässt sich in Teilen des Gedichtes keine feste Struktur erkennen, was an dem modernen Schreibstil Biermanns liegt. Im ganzen Verlauf gibt es keine feste Satzstruktur und Satzzeichen wurden fast komplett vernachlässigt. Daher wirkt das Gedicht wie eine Aufreihung von Gedanken zu bestimmten Tagespunkten, zunächst am Morgen und zum Ende am Abend. In Strophe 1 und 5 wird der Sonnenaufgang mit der Nacht in Bezug genommen, da diese täglich stattfinden. Der Ausruf „Erstaunlich!“ (V. 5) verdeutlicht stark das Erstaunen des Sprechers darüber, dass er noch lebt (Vgl. V. 5 f.) und die Erde allgemein noch bevölkert ist (Vgl. V. 7). Bezug auf den Titel wird in Vers 8 durch „Radiomeldungen“ und in Vers 11 durch die „Abendzeitung" genommen. Es wird zwar nicht direkt das Wort „Nachricht“ verwendet, jedoch veranschaulicht der Sprecher, dass er „über Fortschritte der kleineren Kriege“ (V. 8 f.) informiert wird. Im Vergleich zu Gedicht 1 steht der lyrische Sprecher in Gedicht 2 stark im Vordergrund, da durchweg Handlungen und Erkenntnisse seinerseits beschrieben werden. In Goethes Gedicht taucht der lyrische Sprecher einmal direkt auf, wobei man trotzdem merkt, dass er seine Empfindungen und Beobachtungen beschreibt. In Biermanns Gedicht hingegen hat man das Gefühl, an den Gedanken des Ichs teilhaben zu können, wenn er seine Erkenntnisse ausdrückt. Bezüglich des ersten Gedichtes ist der Sprecher mehr ein stiller Beobachter eines Naturereignisses. Im zweiten Gedicht hingegen wird von Sprecher nicht die Natur beschrieben, sondern es werden eher momentane Ereignisse wahrgenommen und indirekt kritisiert. Gemeinsamkeiten lassen sich nur in Bezug auf die Erwähnung „dunkle Nacht“ (V. 3, 16) erkennen. In diesem Aspekt liegt jedoch auch ein Unterscheid, da das erste Gedicht die Nacht beschreibt und auf den lyrischen Sprecher wirken lässt und das zweite Gedicht den Einbruch der Nacht als etwas ansieht, was „noch“ (V. 3, 16) stattfindet, aber womöglich irgendwann nicht mehr. Der Sprecher des zweiten Gedichtes verwendet oft das Wort „noch“ (V. 3, 7, 10, 12), womit dargestellt wird, dass die beschriebenen Begebenheiten vergänglich sind und mit der Zeit nicht mehr eintreffen werde. Im Gegenzug sieht der Sprecher von Gedicht 1 den Einbruch der Nacht als selbstverständlich und macht sich keine Gedanken über deren möglichen Ausfall. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das zweite Gedicht sehr kritisch gegenüber den Menschen geschrieben ist. Es wird kritisiert, dass die Menschen irgendwann die Erde zerstören werden und somit zur eigenen Ausrottung beitragen. Wenn Menschen Fortschritte kleinerer Kriege (Vgl. V. 9) als selbstverständlich hinnehmen und beruhigt damit umgehen können, ist der erstaunte Ausruf des lyrischen Sprechers berechtigt, wenn er überrascht ist, dass die Erde noch bevölkert ist. Es ist vermutlich auch der Zeit geschuldet, in denen die jeweiligen Gedichte geschrieben worden sind, dass sich die Sprecher unterschiedlich mit der Situation auseinandersetzen. In der Zeit von Goethes Gedicht um 1827 wird die Natur und die Umgebung anders wahrgenommen und man machte sich vermutlich nicht allzu viele Gedanken über die zukünftige Situation, sondern genoss einfach den Moment und ließ alles auf sich wirken. Um 1968, als Biermanns Gedicht veröffentlicht wurde, herrschten andere Umstände. Die Menschen in der DDR lebten anders und machten sich womöglich mehr Gedanken über ihre Zukunft und wie schnell alles vorbei sein könnte, da nun schon zwei Weltkriege vergangen waren. Im Allgemeinen wird in beiden Gedichten unterschiedlich mit der Thematik umgegangen, und zwar bezüglich auf die pure Wahrnehmung der Natur und der Selbstverständlichkeit der Nacht und der möglichen Vergänglichkeit und Beendigung des menschlichen Lebens und der Erde. Thema: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832): Dämmrung senkte sich von oben (1827) Wolf Biermann (*1936): Nachricht (1968) AUFGABE: Interpretieren Sie das Gedicht „Dämmrung senkte sich von oben" von Johann Wolfgang von Goethe. Vergleichen Sie das Gedicht ,,Dämmrung senkte sich von oben" mit Wolf Biermanns Gedicht ,,Nachricht" im Hinblick auf die Situation des lyrischen Sprechers. Gehen Sie in Ihrem Vergleich auch auf formale und sprachliche Aspekte ein. Der Schwerpunkt der Gesamtaufgabe liegt auf der Interpretation. Straphe Metrum Thema Beschreibung. 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VIII Noch findet er statt der Sonnenaufgang Die dunkle Nacht, noch wird sie veranstaltet Den Radiomeldungen über die neuesten Fortschritte der kleineren Kriege kann ich beruhigt entnehmen: Noch dauert an die Existenz der Gattung Mensch Ausgerottet, lese ich in der Abendzeitung hat sich heute noch nicht, was da alltäglich nach Frieden schreit Erstaunlich! Auch diese Früh fand ich mich wieder am Leben. Erleichtert auch merkte ich auf den Atem dicht neben mir: Die Erde ist also immer noch bevölkert 2 LG 7 1 Straphen Verse Strophe hort Thema Sterne, Kribile i f 2. Strophe. begouren Dunkelheit toe trifft ein 8 Ниденісте Luna M pr- Aubruch Mondglanz Helligkeit alle Nebel schwanked ins 36 St nawen Каше der Nacht berührt durch Moudes Wirkung. Menschen im Herz Erwachen Могава + wahruchumer tägl. Nachrichten der Welt 6 166 & Moud. Nabel bring Dunkel- aussterbe Aus: Ludwig Reiners (Hg.): Der ewige Brunnen. Ein Hausbuch deutscher Dichtung, München 2005, S. 408. Mensche