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TGA "Das Holz für Morgen"

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 Musterlösung TGA zu ,,Das Holz für morgen" von Wolfgang Borchert
(Einleitung, Inhaltsangabe, Textsortenanalyse, Personencharakterisierung,
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TGA Aufbau und Musterlösung zu der Kurzgeschichte "Das Holz für morgen" mit Tipps Merkmale einer Kurzgeschichte ganzer Text "Das Holz für morgen"

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Musterlösung TGA zu ,,Das Holz für morgen" von Wolfgang Borchert (Einleitung, Inhaltsangabe, Textsortenanalyse, Personencharakterisierung, Autorenabsicht) mit Tipps Tipps für Einleitung Titel Autor - - Quellenangaben Kernsatz Textsorte Die Kurzgeschichte „Das Holz für morgen“ wurde von Wolfgang Borchert verfasst. Der Autor lebte von 1921 bis 1947 und wurde durch den 2. Weltkrieg geprägt und ist dadurch der bekannteste Vertreter der Trümmerliteratur. Der Text handelt von einem Kriegsheimkehrer, der sich umbringen wollte, aber dann doch wieder einen Sinn in seinem Leben sah. Tipps für Inhaltsangabe sachlich formuliert (keine Spannung) Präsens als Zeit auf das Wichtigste Konzentrieren oftmals fasst man literarische Texte ohne und journalistische Texte mit Sinnabschnitten zusammen Zu Begin geht ein junger Mann den Dachboden hinauf mit dem Ziel sich das Leben zu nehmen. Er fühlt sich von seiner Familie nicht verstanden, da er als Kriegsheimkehrer unter einem Trauma leidet. Auf dem Weg nach oben belauscht er ein Gespräch zwischen seiner Mutter und wahrscheinlich seiner Schwester. Beide unterhalten sich darüber, dass sie Wäsche waschen wollen und froh sind, dass der Junge schon unterwegs ist Holz zu holen, um den Vater zu entlasten. Durch dieses Gespräch erkennt der Mann seine Bedeutung für die Familie und fühlt sich gebraucht. Er bricht sein Vorhaben ab, um das besagte Holz zu holen. Tipps für Textsortenanalyse einfach Merkmale aus der Tabelle (Merkmale Kurzgeschichte - innere/sprachliche Merkmale) nehmen und diese mit dem Inhalt des Textes verbinden einleitender...

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Satz der Reihe mit den Merkmalen durch den Text arbeiten Der Text weist viele Merkmale der Kurzgeschichte auf. Typischerweise beginnt er mit einer offenen Einleitung, da man keine näheren Infos erhält und nur weiß, dass ein Mann das Vorgaben hat sich umzubringen. Zu dieser Hauptperson gibt es keine näheren Angaben als die Vermutung, dass es sich um einen Kriegsheimkehrer handelt. Im Text kommt wenig Handlung, dafür viel innerer Monolog, da der Mann sein Vorhaben überlegt. Die Geschichte besitzt keinen Spannungsaufbau, das Vorhaben sich umzubringen wird geradlinig erzählt. Auch sprachlich erkennt man die Kurzgeschichte an vielen Wortwiederholungen von ,,das“, „Holz“ oder „Junge“. Zahlreiche Ellipsen, besonders am Ende, verkürzen die Handlung und sind ebenso typisch. Kurz vor Schluss befindet sich der Wendepunkt, indem die Hauptperson ein Gespräch belauscht, neuen Lebenswillen schöpft und sich auf den Weg macht, das Holz für den Waschtag zu holen. Somit endet die Kurzgeschichte typisch offen. Tipps für Personencharakterisierung Infos zu Person (Geschlecht, Alter, Beruf, auch Interpretationen z.B. Kriegsheimkehrer) Aussehen (Person z.B. Haare etc., Kleidung) Verhalten (Adjektive, Textinterpretationen, Situationen) Zur Charakterisierung der Hauptperson ist zu sagen, dass es sich um einen jungen Mann handelt, der nicht näher beschrieben wurde, aber der bei seinen Eltern und vermutlich seiner Schwester wohnt. Wegen den schlaflosen Nächten, in denen er Schüsse hört, vermutet man, dass er ein Kriegsheimkehrer ist. Außerdem hat der wegen diesem Trauma Selbstmordgedanken. Er fühlt sich von seiner Familie unverstanden und ausgeschlossen. Er ist verzweifelt und dabei sich am Dachboden das Leben zu nehmen. Als er das Gespräch zwischen seiner Mutter und der Schwester hört, fühlt er sich gebraucht und integriert. Deswegen schöpft er neuen Mut, so dass er fast fröhlich die Treppe nach unten läuft. Tipps für Autorenabsicht Soll zum Nachdenken anregen Soll Leser unterhalten Sich in Gefühle/Gedanken der Hauptperson zu versetzen (hier habe ich leider keine schreiben können, sowie keinen Schluss der eh die eigene Meinung wiederspiegelt) Wolfgang Borchert Das Holz für morgen Er machte die Etagentür hinter sich zu. Er machte sie leise und ohne viel Aufgebens hinter sich zu, obgleich er sich das Leben nehmen wollte. Das Leben, das er nicht verstand und in dem er nicht verstanden wurde. Er wurde nicht von denen verstanden, die er liebte. Und gerade das hielt er nicht aus, dieses Aneinandervorbeisein mit denen, 10 die er liebte. Aber es war noch mehr da, das so groß wurde, dass es alles überwuchs, und das sich nicht wegschieben lassen wollte. Das war, dass er nachts weinen konnte, ohne dass die, die er liebte, ihn hörten. Das war, dass er sah, dass seine Mutter, die er liebte, älter wurde, und dass er das sah. Das war, dass er mit den anderen im Zimmer sitzen konnte, mit ihnen lachen konnte, mit ihnen lachen konnte und dabei einsamer war als je. Das war, dass die 20 anderen es nicht schießen hörten, wenn er es hörte. Dass sie das nie hören wollten. Das war das Aneinandervorbeisein mit denen, die er liebte, das er nicht aushielt. Nun stand er im Treppenhaus und wollte zum Boden hinauf gehen und sich das Leben nehmen. Er hatte die ganze Nacht überlegt, wie er das machen wollte, und er war zu dem Entschluss gekommen, dass er vor allem auf den Boden hinaufgehen müsse, denn da wäre man allein und 30 das war die Vorbedingung für alles andere. Als er die Etagentür leise hinter sich zugezogen hatte, fasste er, ohne zu zögern, nach dem Treppengeländer und ging langsam nach oben. Das kegelförmige Glasdach über dem Treppenhaus, das von ganz feinem Maschendraht wie von Spinnengewebe durchzogen war, ließ einen blassen Himmel hindurch, der hier oben dicht unter dem Dach am hellsten war. Fest umfasste er das saubere hellbraune 40 Treppengeländer und ging leise und ohne viel Aufhebens nach oben. [...] Unten ging eine Tür. Er hörte, wie seine Mutter sagte: „Und dann sag ihr, sie soll das Seifenpulver nicht vergessen. Sag ihr, dass der Junge extra mit dem Wagen los ist, um das Holz zu holen, damit wir morgen waschen können. Sag ihr, das wäre für Vater eine große Erleichterung, dass er nicht mehr mit dem Holzwagen los braucht und dass der Junge wieder da ist. Der Junge ist extra los heute. Vater 50 sagt, das wird ihm spaß machen. Das hat er die ganzen Jahre nicht tun können. Nun kann er Holz holen. Für uns. Für morgen zum Waschen. Sag ihr das, dass er extra mit dem Wagen los ist und dass sie mir nicht das Seifenpulver vergisst" Er hörte eine Mädchenstimme antworten. Dann wurde die Tür zugemacht und das Mädchen lief die Treppen hinunter. Er konnte ihre kleine rutschende Hand das ganze Treppengeländer entlang bis unten verfolgen. Dann hörte er nur ihre Beine noch. Dann 60 war es still. Man hörte das Geräusch, das die Stille machte. Er ging langsam die Treppe abwärts, langsam Stufe um Stufe abwärts. Ich muss das Holz holen, sagte er, natürlich, das hab ich ja ganz vergessen. Ich muss ja das Holz holen, für morgen. Er ging immer schneller die Treppen hinunter und ließ seine Hand dabei kurz hintereinander auf das Treppengeländer klatschen, Das Holz, sagte er, ich muss ja das Holz holen. Für uns. Für morgen. Und 70 er sprang die letzten Stufen mit großen Sätzen abwärts. Ganz oben ließ das dicke Glasdach einen blassen Himmel hindurch, Hier unten aber mussten die Lampen brennen. Jeden Tag. Alle Tage. Info Der Textauszug stammt aus der Kurzgeschichte „Das Holz für morgen" von Wolfgang Borchert (1921-1947). Borchert wurde durch die Kriegsjahre entscheidend 80 geprägt. Er gilt heute als Repräsentant der so genannten Trümmerliteratur und als Wegbereiter der Nachkriegsliteratur. Aufbau - TGA Textgebundener Aufsatz A: Einleitung: Titel Autor, Quellenangaben, Kernsatz, Textsorte B: Hauptteil: Texterschließung und weiterführende Aufgaben 1. Texterschließung 1. Inhaltsangabe (mit/ohne Sinnabschnitte) 2. Layoutbestimmung/Personencharakterisierung (journalistischer/literarischer Text) 3. Textsortenanalyse 4. Autorenabsicht 5. Sprachanalyse II. Weiterführende Aufgaben 1. Erörterung 2. Kreative Aufgabe (z.B. Brief, Rede, Appell, Dialog) C: Schluss: Eigene Meinung ! Jeder Lehrer wählt andere Aufgabenbereiche d.h. man sollte aber trotzdem alle können ! Kurzgeschichte Textsortenmerkmale - Kurzgeschichte Innere Merkmale offene Einleitung/Schluss wenig Hauptpersonen/meist keine Namen Wendepunkt kurz vor Ende (>Verhaltensänderung) kein Spannungsaufbau (geradlinige Handlung) wenig Handlungen innerer Monolog kurzer Ausschnitt aus einer Alltagssituation Äußere Merkmale 1 (Fließtext) Sprachliche Merkmale Wortwiederholungen kurze Hauptsätze Ellipsen (unvollständiger Satz) Alltagssprache (einfach, teilweise Umgangssprache (Dialekt))

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Musterlösung TGA zu ,,Das Holz für morgen" von Wolfgang Borchert (Einleitung, Inhaltsangabe, Textsortenanalyse, Personencharakterisierung, Autorenabsicht) mit Tipps Tipps für Einleitung Titel Autor - - Quellenangaben Kernsatz Textsorte Die Kurzgeschichte „Das Holz für morgen“ wurde von Wolfgang Borchert verfasst. Der Autor lebte von 1921 bis 1947 und wurde durch den 2. Weltkrieg geprägt und ist dadurch der bekannteste Vertreter der Trümmerliteratur. Der Text handelt von einem Kriegsheimkehrer, der sich umbringen wollte, aber dann doch wieder einen Sinn in seinem Leben sah. Tipps für Inhaltsangabe sachlich formuliert (keine Spannung) Präsens als Zeit auf das Wichtigste Konzentrieren oftmals fasst man literarische Texte ohne und journalistische Texte mit Sinnabschnitten zusammen Zu Begin geht ein junger Mann den Dachboden hinauf mit dem Ziel sich das Leben zu nehmen. Er fühlt sich von seiner Familie nicht verstanden, da er als Kriegsheimkehrer unter einem Trauma leidet. Auf dem Weg nach oben belauscht er ein Gespräch zwischen seiner Mutter und wahrscheinlich seiner Schwester. Beide unterhalten sich darüber, dass sie Wäsche waschen wollen und froh sind, dass der Junge schon unterwegs ist Holz zu holen, um den Vater zu entlasten. Durch dieses Gespräch erkennt der Mann seine Bedeutung für die Familie und fühlt sich gebraucht. Er bricht sein Vorhaben ab, um das besagte Holz zu holen. Tipps für Textsortenanalyse einfach Merkmale aus der Tabelle (Merkmale Kurzgeschichte - innere/sprachliche Merkmale) nehmen und diese mit dem Inhalt des Textes verbinden einleitender...

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Somit endet die Kurzgeschichte typisch offen. Tipps für Personencharakterisierung Infos zu Person (Geschlecht, Alter, Beruf, auch Interpretationen z.B. Kriegsheimkehrer) Aussehen (Person z.B. Haare etc., Kleidung) Verhalten (Adjektive, Textinterpretationen, Situationen) Zur Charakterisierung der Hauptperson ist zu sagen, dass es sich um einen jungen Mann handelt, der nicht näher beschrieben wurde, aber der bei seinen Eltern und vermutlich seiner Schwester wohnt. Wegen den schlaflosen Nächten, in denen er Schüsse hört, vermutet man, dass er ein Kriegsheimkehrer ist. Außerdem hat der wegen diesem Trauma Selbstmordgedanken. Er fühlt sich von seiner Familie unverstanden und ausgeschlossen. Er ist verzweifelt und dabei sich am Dachboden das Leben zu nehmen. Als er das Gespräch zwischen seiner Mutter und der Schwester hört, fühlt er sich gebraucht und integriert. Deswegen schöpft er neuen Mut, so dass er fast fröhlich die Treppe nach unten läuft. Tipps für Autorenabsicht Soll zum Nachdenken anregen Soll Leser unterhalten Sich in Gefühle/Gedanken der Hauptperson zu versetzen (hier habe ich leider keine schreiben können, sowie keinen Schluss der eh die eigene Meinung wiederspiegelt) Wolfgang Borchert Das Holz für morgen Er machte die Etagentür hinter sich zu. Er machte sie leise und ohne viel Aufgebens hinter sich zu, obgleich er sich das Leben nehmen wollte. Das Leben, das er nicht verstand und in dem er nicht verstanden wurde. Er wurde nicht von denen verstanden, die er liebte. Und gerade das hielt er nicht aus, dieses Aneinandervorbeisein mit denen, 10 die er liebte. Aber es war noch mehr da, das so groß wurde, dass es alles überwuchs, und das sich nicht wegschieben lassen wollte. Das war, dass er nachts weinen konnte, ohne dass die, die er liebte, ihn hörten. Das war, dass er sah, dass seine Mutter, die er liebte, älter wurde, und dass er das sah. Das war, dass er mit den anderen im Zimmer sitzen konnte, mit ihnen lachen konnte, mit ihnen lachen konnte und dabei einsamer war als je. Das war, dass die 20 anderen es nicht schießen hörten, wenn er es hörte. Dass sie das nie hören wollten. Das war das Aneinandervorbeisein mit denen, die er liebte, das er nicht aushielt. Nun stand er im Treppenhaus und wollte zum Boden hinauf gehen und sich das Leben nehmen. Er hatte die ganze Nacht überlegt, wie er das machen wollte, und er war zu dem Entschluss gekommen, dass er vor allem auf den Boden hinaufgehen müsse, denn da wäre man allein und 30 das war die Vorbedingung für alles andere. Als er die Etagentür leise hinter sich zugezogen hatte, fasste er, ohne zu zögern, nach dem Treppengeländer und ging langsam nach oben. Das kegelförmige Glasdach über dem Treppenhaus, das von ganz feinem Maschendraht wie von Spinnengewebe durchzogen war, ließ einen blassen Himmel hindurch, der hier oben dicht unter dem Dach am hellsten war. Fest umfasste er das saubere hellbraune 40 Treppengeländer und ging leise und ohne viel Aufhebens nach oben. [...] Unten ging eine Tür. Er hörte, wie seine Mutter sagte: „Und dann sag ihr, sie soll das Seifenpulver nicht vergessen. Sag ihr, dass der Junge extra mit dem Wagen los ist, um das Holz zu holen, damit wir morgen waschen können. Sag ihr, das wäre für Vater eine große Erleichterung, dass er nicht mehr mit dem Holzwagen los braucht und dass der Junge wieder da ist. Der Junge ist extra los heute. Vater 50 sagt, das wird ihm spaß machen. Das hat er die ganzen Jahre nicht tun können. Nun kann er Holz holen. Für uns. Für morgen zum Waschen. Sag ihr das, dass er extra mit dem Wagen los ist und dass sie mir nicht das Seifenpulver vergisst" Er hörte eine Mädchenstimme antworten. Dann wurde die Tür zugemacht und das Mädchen lief die Treppen hinunter. Er konnte ihre kleine rutschende Hand das ganze Treppengeländer entlang bis unten verfolgen. Dann hörte er nur ihre Beine noch. Dann 60 war es still. Man hörte das Geräusch, das die Stille machte. Er ging langsam die Treppe abwärts, langsam Stufe um Stufe abwärts. Ich muss das Holz holen, sagte er, natürlich, das hab ich ja ganz vergessen. Ich muss ja das Holz holen, für morgen. Er ging immer schneller die Treppen hinunter und ließ seine Hand dabei kurz hintereinander auf das Treppengeländer klatschen, Das Holz, sagte er, ich muss ja das Holz holen. Für uns. Für morgen. Und 70 er sprang die letzten Stufen mit großen Sätzen abwärts. Ganz oben ließ das dicke Glasdach einen blassen Himmel hindurch, Hier unten aber mussten die Lampen brennen. Jeden Tag. Alle Tage. Info Der Textauszug stammt aus der Kurzgeschichte „Das Holz für morgen" von Wolfgang Borchert (1921-1947). Borchert wurde durch die Kriegsjahre entscheidend 80 geprägt. Er gilt heute als Repräsentant der so genannten Trümmerliteratur und als Wegbereiter der Nachkriegsliteratur. Aufbau - TGA Textgebundener Aufsatz A: Einleitung: Titel Autor, Quellenangaben, Kernsatz, Textsorte B: Hauptteil: Texterschließung und weiterführende Aufgaben 1. Texterschließung 1. Inhaltsangabe (mit/ohne Sinnabschnitte) 2. Layoutbestimmung/Personencharakterisierung (journalistischer/literarischer Text) 3. Textsortenanalyse 4. Autorenabsicht 5. Sprachanalyse II. Weiterführende Aufgaben 1. Erörterung 2. Kreative Aufgabe (z.B. Brief, Rede, Appell, Dialog) C: Schluss: Eigene Meinung ! Jeder Lehrer wählt andere Aufgabenbereiche d.h. man sollte aber trotzdem alle können ! Kurzgeschichte Textsortenmerkmale - Kurzgeschichte Innere Merkmale offene Einleitung/Schluss wenig Hauptpersonen/meist keine Namen Wendepunkt kurz vor Ende (>Verhaltensänderung) kein Spannungsaufbau (geradlinige Handlung) wenig Handlungen innerer Monolog kurzer Ausschnitt aus einer Alltagssituation Äußere Merkmale 1 (Fließtext) Sprachliche Merkmale Wortwiederholungen kurze Hauptsätze Ellipsen (unvollständiger Satz) Alltagssprache (einfach, teilweise Umgangssprache (Dialekt))