Charakterisierung der Protagonisten und moralische Konflikte
Die beiden Hauptfiguren in Borcherts "Die Kegelbahn" werden als Soldaten dargestellt, die sich in einem moralischen Dilemma befinden. Sie führen Befehle aus, indem sie auf unbekannte und unschuldige Menschen schießen, obwohl sie innerlich mit dieser Aufgabe hadern.
Example: Die Soldaten erschießen Menschen, deren Sprache sie nicht einmal verstehen, was ihre Distanz zu den Opfern und gleichzeitig ihr moralisches Unbehagen verdeutlicht.
Der Autor zeigt geschickt die innere Zerrissenheit der Charaktere. Einerseits führen sie die Befehle aus Angst oder Pflichtgefühl aus, andererseits spüren sie Mitleid mit ihren Opfern. Diese Ambivalenz wird durch subtile Andeutungen und innere Monologe der Figuren vermittelt.
Highlight: Die psychologische Tiefe der Charaktere wird durch ihre Reflexionen über die Sinnlosigkeit des Tötens und die Belohnung für effizienteres Töten deutlich.
Borchert nutzt literarische Mittel wie Antithesen, um die emotionale Bindung des Lesers zu den Opfern zu verstärken und gleichzeitig die plötzliche Änderung von Leben zu Tod zu verdeutlichen.
Quote: "Er hatte eine Nase (...) er konnte kein Parfüm mehr riechen, (...)" (Z.9 ff.)
Diese Passage illustriert eindrucksvoll die Brutalität und Endgültigkeit des Todes im Krieg und lässt den Leser die Tragik jedes einzelnen verlorenen Lebens spüren.





