Der Text: "Die Kirschen"
Borcherts Geschichte spielt direkt nach dem Zweiten Weltkrieg und gehört zur Trümmerliteratur. Ein kranker Junge mit hohem Fieber hört nebenan ein Glas zerbrechen und denkt sofort: "Jetzt isst mein Vater meine kalten Kirschen!"
Die Geschichte wird aus der Sicht des fiebernden Sohnes erzählt. Seine Gedanken kreisen obsessiv um die Kirschen, die seine Mutter extra vor das Fenster gestellt hat, damit sie schön kalt werden. Durch das Fieber kann er nicht klar denken.
Als er schwankend in die Küche geht, sieht er seinen Vater auf dem Boden sitzen - mit Kirschsaft an der Hand. Für den kranken Jungen ist das der "Beweis", dass der Vater ihn bestohlen hat. In Wahrheit hat sich der Vater nur an einer zerbrochenen Tasse geschnitten.
Wichtig: Die ständigen Wiederholungen ("Ich hab das Fieber", "die kalten Kirschen") zeigen, wie das Fieber das Denken des Jungen beeinflusst.






