Woyzeck Analyse Szene 8

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Woyzeck Analyse Szene 8

 Woyzeck - Analyse Szene 8
Die zu analysierende Szene stammt aus dem im Jahre 1879 veröffentlichten und 1913
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Kurze Analyse zu Büchners "Woyzeck" Szene 8 im Deutsch GK

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Woyzeck - Analyse Szene 8 Die zu analysierende Szene stammt aus dem im Jahre 1879 veröffentlichten und 1913 uraufgeführtem Dramenfragment „Woyzeck“ von Georg Büchner und handelt von Franz Woyzeck, einem armen Soldaten, welcher, nachdem er von seiner Geliebten Marie betrügt und von seinen Vorgesetzten ausgenutzt wird, immer weiter seinem psychischem Wahn verfällt und schlussendlich Marie ermordet. Das Werk kann durch seine zeitliche Entstehung der Literaturepoche des Vormärz zu geordnet werden und spiegelt auch einige der epochentypischen Merkmale, wie die Kritik an Gesellschaftsordnung und sozialen Verhältnissen der Unterschicht, wider. Im Folgenden wird Szene acht „Beim Doktor" näher betrachtet. In der gegebenen Szene führen der Soldat Woyzeck und der Doktor, an wessen Ernährungsexperiment er teilnimmt, ein Gespräch über Woyzecks vertragsmissachtendes Verhalten, woraufhin dieser anfängt zu philosophieren und von seinen Wahrvorstellungen erzählt. Der Doktor erklärt ihn anschließend für geistig verwirrt. In dieser Szene wird Woyzecks Abhängigkeit von dem Doktor deutlich und zeigt, inwiefern dieser auch Woyzecks untergeordnete Position ausnutzt. Zu Beginn der gegebenen Szene konfrontiert er Woyzeck, er hätte „auf den Straß gepisst, an die Wand gepisst wie ein Hund“ (s. 15 Z. 9f.). Dies verärgert den Doktor, da Woyzeck laut des Vertrags eigentlich seinen Urin einhalten soll, um ihn dann als Probe dem Doktor für seine wissenschaftlichen Erkenntnisse überlässt. Direkt zu Beginn wird seine Abneigung gegenüber Woyzeck durch diese direkte...

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Wortwahl deutlich. Für die Teilnahme am Experiment, der Erbsendiät, und der Abgabe seiner Urinproben wird Woyzeck auch entsprechend bezahlt (vgl. S. 15 Z. 10f.). Jedoch erwidert er, dass er seinen Harndrang nicht unterdrücken konnte, da ihm die Natur gekommen ist (vgl. S. 16 Z. 13). Dieses Argument weist der Doktor verachtend ab und legt seine vorherigen Forschungen dar, in welchen er feststellen konnte, dass der Mensch seinen Blasenschließmuskel selbst kontrollieren kann. Hierbei verweist er auf die Freiheit und Willenskraft des Menschen durch die Unterwerfung des Körpers und stellt sich somit als Idealist dar (vgl. S. 15 Z. 14-18). Ihm scheint nicht bewusst oder vielleicht sogar egal zu sein, dass diese Freiheit abhängig von dem sozialen Hintergrund und entsprechenden finanziellen Möglichkeiten eines jeden ist. Der Doktor ist nur fixiert auf seine wissenschaftlichen Erkenntnisse und Revolution dieser. Deshalb fragt er Woyzeck anschließend mehrmals für eine Probe zu urinieren. Als Woyzeck dies nicht kann, wird der Doktor wütend (vgl. S. 15 Z. 26ff.). Dies zeigt, dass der Erfolg des Experiments und Erhalten der Urinwerte für das Fortschreiten seiner Wissenschaft des Doktors wichtiger ist als Woyzeck, einem Menschen. „[...] ich ärgre mich nicht, Ärger ist ungesund, ist unwissenschaftlich“ (S. 16 Z.1f.), redet sich der Doktor ein, um sich wieder zu beruhigen. Er verspottet Woyzecks Figur, indem er sagt, man solle sich schon eher über eine krepierende Eidechse ärgern, anstatt über einen Menschen (vgl. S. 16 Z. 4ff.). Somit stellt er da, dass Woyzeck für ihn nur ein Objekt zum Zwecke seiner wissenschaftlichen Interessen ist. An dieser Stelle äußert sich Woyzeck und versucht sich vernünftig auszudrücken, was ihm aber offensichtlich durch seine eher wirre Wortwahl und nervöse wirkende Gestik schwerfällt (vgl. S. 16 Z. 7ff.). Der Doktor ignoriert diese Äußerungen und diagnostiziert bei Woyzeck, auch nach erneutem Versuch seinerseits sich auszudrücken, eine Geistesverwirrung (vgl. S. 16 Z. 17). Schon fast freudig redet der Doktor über Woyzecks „schönste[r] abberatio mentalis partialis“ (S. 16 Z. 22) und scheint sich hierbei weder um das Wohlbefinden Woyzecks, noch die Ursachen oder mögliche Komplikation durch die Erbsendiät zu sorgen. Es wird deutlich, dass der Doktor sich nicht um Woyzeck kümmert, sondern ihn nur ausnutzt. Er gewährt Woyzeck eine Zulage unter der Voraussetzung, dass er weiterhin die Vertragsanforderungen erfüllt. Woyzeck erwähnt, dass er immer seine Erbsen ordentlich esse und so seiner Frau Marie das übrig gebliebene Geld seiner Menage überlassen könnte (vgl. S. 16 Z. 29f.). Damit wird erneut klar, dass sich Woyzeck auf Grund seiner schwierigen finanziellen Lage dem Doktor anbietet, um so seine Freundin und sein uneheliches Kind besser unterstützen zu können. Der Doktor nutzt an dieser Stelle Woyzecks Situation skrupellos für sein eigenes Interesse aus. Die letzte Frage des Doktors, ob er seinen Dienst tue, beantwortet Woyzeck nur mit: „Jawohl“ (S. 16 Z. 32). Woyzecks Unterwürfigkeit, sowie Bereitwilligkeit jeglichen Anweisungen zu folgen, um somit eine kleinere Besserung seiner Lebenslage zu erhalten, wird deutlich. Durch die wiederholte Nutzung lateinischer Fachsprache des Doktors und Bezeichnung Woyzecks als ,,interessanter casus“ und „Subjekt“ (S. 16 Z. 33) wird wieder die Reduzierung von Woyzecks Menschlichkeit unterstrichen. Außerdem wird durch die Sprache des Doktors und seiner Wortwahl die Differenz zwischen ihm und Woyzeck, einem einfachen Soldaten, illustriert. Sowohl durch Wissen und Bildung, als auch Stellung in der Gesellschaft, herrscht zwischen den beiden, ähnlich wie bei Woyzeck und dem Hauptmann, eine Konstellation der Überlegenheit des Doktors und Unterlegenheit Woyzecks. Abschließend kann gesagt werden, dass wie zu Beginn festgestellt, in dieser Szene Woyzecks Abhängigkeit durch seine schwierige finanzielle Lage gezeigt wird. Diese weiß der nach Erkenntnissen suchende Doktor auszunutzen und macht den Soldaten zu seinem persönlichen Versuchskaninchen, welches er auch mit entsprechenden Gefühlslosigkeit behandelt. Durch diese Abhängigkeit Woyzecks steht er definitiv als untergeordnete Figur dar, während der Doktor ihm überlegen ist. Der Doktor handelt eigennützig und skrupellos. Dabei richtet er sich nach seinen Idealen, nämlich der Erkenntnis, dass der Mensch frei ist und tun kann, was er will. Für den Doktor sind diese Freiheiten auch umzusetzen. Woyzeck auf der anderen Seite ist durch seine finanzielle Not gezwungen diese vermeintliche Freiheit des Menschen zu ignorieren und materialistisch zu handeln, um sich selbst und seine Familie zu versorgen. Er handelt eher der Natur und den gegebenen Verhältnissen nach, wie auch schon in Szene fünf thematisiert. So wird in dieser Szene erneut deutlich gemacht, wie abhängig ein Mensch von seiner sozialen Lage ist und dementsprechend, wie der Doktor jemand anderen zu seinen Zwecken ausnutzen kann, oder wie Woyzeck sich zusätzlich unterwerfen und abhängig von einer weiteren Person machen muss, um über die Runden zu kommen.

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Woyzeck - Analyse Szene 8 Die zu analysierende Szene stammt aus dem im Jahre 1879 veröffentlichten und 1913 uraufgeführtem Dramenfragment „Woyzeck“ von Georg Büchner und handelt von Franz Woyzeck, einem armen Soldaten, welcher, nachdem er von seiner Geliebten Marie betrügt und von seinen Vorgesetzten ausgenutzt wird, immer weiter seinem psychischem Wahn verfällt und schlussendlich Marie ermordet. Das Werk kann durch seine zeitliche Entstehung der Literaturepoche des Vormärz zu geordnet werden und spiegelt auch einige der epochentypischen Merkmale, wie die Kritik an Gesellschaftsordnung und sozialen Verhältnissen der Unterschicht, wider. Im Folgenden wird Szene acht „Beim Doktor" näher betrachtet. In der gegebenen Szene führen der Soldat Woyzeck und der Doktor, an wessen Ernährungsexperiment er teilnimmt, ein Gespräch über Woyzecks vertragsmissachtendes Verhalten, woraufhin dieser anfängt zu philosophieren und von seinen Wahrvorstellungen erzählt. Der Doktor erklärt ihn anschließend für geistig verwirrt. In dieser Szene wird Woyzecks Abhängigkeit von dem Doktor deutlich und zeigt, inwiefern dieser auch Woyzecks untergeordnete Position ausnutzt. Zu Beginn der gegebenen Szene konfrontiert er Woyzeck, er hätte „auf den Straß gepisst, an die Wand gepisst wie ein Hund“ (s. 15 Z. 9f.). Dies verärgert den Doktor, da Woyzeck laut des Vertrags eigentlich seinen Urin einhalten soll, um ihn dann als Probe dem Doktor für seine wissenschaftlichen Erkenntnisse überlässt. Direkt zu Beginn wird seine Abneigung gegenüber Woyzeck durch diese direkte...

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Als Woyzeck dies nicht kann, wird der Doktor wütend (vgl. S. 15 Z. 26ff.). Dies zeigt, dass der Erfolg des Experiments und Erhalten der Urinwerte für das Fortschreiten seiner Wissenschaft des Doktors wichtiger ist als Woyzeck, einem Menschen. „[...] ich ärgre mich nicht, Ärger ist ungesund, ist unwissenschaftlich“ (S. 16 Z.1f.), redet sich der Doktor ein, um sich wieder zu beruhigen. Er verspottet Woyzecks Figur, indem er sagt, man solle sich schon eher über eine krepierende Eidechse ärgern, anstatt über einen Menschen (vgl. S. 16 Z. 4ff.). Somit stellt er da, dass Woyzeck für ihn nur ein Objekt zum Zwecke seiner wissenschaftlichen Interessen ist. An dieser Stelle äußert sich Woyzeck und versucht sich vernünftig auszudrücken, was ihm aber offensichtlich durch seine eher wirre Wortwahl und nervöse wirkende Gestik schwerfällt (vgl. S. 16 Z. 7ff.). Der Doktor ignoriert diese Äußerungen und diagnostiziert bei Woyzeck, auch nach erneutem Versuch seinerseits sich auszudrücken, eine Geistesverwirrung (vgl. S. 16 Z. 17). Schon fast freudig redet der Doktor über Woyzecks „schönste[r] abberatio mentalis partialis“ (S. 16 Z. 22) und scheint sich hierbei weder um das Wohlbefinden Woyzecks, noch die Ursachen oder mögliche Komplikation durch die Erbsendiät zu sorgen. Es wird deutlich, dass der Doktor sich nicht um Woyzeck kümmert, sondern ihn nur ausnutzt. Er gewährt Woyzeck eine Zulage unter der Voraussetzung, dass er weiterhin die Vertragsanforderungen erfüllt. Woyzeck erwähnt, dass er immer seine Erbsen ordentlich esse und so seiner Frau Marie das übrig gebliebene Geld seiner Menage überlassen könnte (vgl. S. 16 Z. 29f.). Damit wird erneut klar, dass sich Woyzeck auf Grund seiner schwierigen finanziellen Lage dem Doktor anbietet, um so seine Freundin und sein uneheliches Kind besser unterstützen zu können. Der Doktor nutzt an dieser Stelle Woyzecks Situation skrupellos für sein eigenes Interesse aus. Die letzte Frage des Doktors, ob er seinen Dienst tue, beantwortet Woyzeck nur mit: „Jawohl“ (S. 16 Z. 32). Woyzecks Unterwürfigkeit, sowie Bereitwilligkeit jeglichen Anweisungen zu folgen, um somit eine kleinere Besserung seiner Lebenslage zu erhalten, wird deutlich. Durch die wiederholte Nutzung lateinischer Fachsprache des Doktors und Bezeichnung Woyzecks als ,,interessanter casus“ und „Subjekt“ (S. 16 Z. 33) wird wieder die Reduzierung von Woyzecks Menschlichkeit unterstrichen. Außerdem wird durch die Sprache des Doktors und seiner Wortwahl die Differenz zwischen ihm und Woyzeck, einem einfachen Soldaten, illustriert. Sowohl durch Wissen und Bildung, als auch Stellung in der Gesellschaft, herrscht zwischen den beiden, ähnlich wie bei Woyzeck und dem Hauptmann, eine Konstellation der Überlegenheit des Doktors und Unterlegenheit Woyzecks. Abschließend kann gesagt werden, dass wie zu Beginn festgestellt, in dieser Szene Woyzecks Abhängigkeit durch seine schwierige finanzielle Lage gezeigt wird. Diese weiß der nach Erkenntnissen suchende Doktor auszunutzen und macht den Soldaten zu seinem persönlichen Versuchskaninchen, welches er auch mit entsprechenden Gefühlslosigkeit behandelt. Durch diese Abhängigkeit Woyzecks steht er definitiv als untergeordnete Figur dar, während der Doktor ihm überlegen ist. Der Doktor handelt eigennützig und skrupellos. Dabei richtet er sich nach seinen Idealen, nämlich der Erkenntnis, dass der Mensch frei ist und tun kann, was er will. Für den Doktor sind diese Freiheiten auch umzusetzen. Woyzeck auf der anderen Seite ist durch seine finanzielle Not gezwungen diese vermeintliche Freiheit des Menschen zu ignorieren und materialistisch zu handeln, um sich selbst und seine Familie zu versorgen. Er handelt eher der Natur und den gegebenen Verhältnissen nach, wie auch schon in Szene fünf thematisiert. So wird in dieser Szene erneut deutlich gemacht, wie abhängig ein Mensch von seiner sozialen Lage ist und dementsprechend, wie der Doktor jemand anderen zu seinen Zwecken ausnutzen kann, oder wie Woyzeck sich zusätzlich unterwerfen und abhängig von einer weiteren Person machen muss, um über die Runden zu kommen.