Das British Empirewar eines der größten und mächtigsten Kolonialreiche... Mehr anzeigen
The British Empire: From its Origins to the Commonwealth




Die britischen Kolonialreiche
Das First British Empire (1607-1776) umfasste Kolonien in der Karibik (Jamaika, Bahamas, Bermudas), Kanada (Neufundland, Hudson Bay, Nova Scotia), Indien (Bengalen) und Europa (Gibraltar). Diese Gebiete wurden hauptsächlich durch Kriege mit Frankreich und Spanien gewonnen.
Die wichtigsten Kolonien waren die nordamerikanischen Siedlungen an der Ostküste, die in drei Regionen unterteilt waren: die religiös geprägten New England Colonies um Boston, die multikulturellen Middle Colonies um New York und die von Plantagenwirtschaft geprägten Southern Colonies. Der Siebenjährige Krieg brachte Großbritannien zwar kanadische Besitztümer, führte aber zu hohen Staatsschulden.
Gut zu wissen: Die berühmte Boston Tea Party von 1773 war eine Reaktion auf britische Steuern ohne amerikanische Vertretung im Parlament und führte letztlich zum Unabhängigkeitskrieg.
Nach dem Verlust der amerikanischen Kolonien 1783 begann Großbritannien, ein zweites Empire (das viktorianische Empire) aufzubauen. Im 19. Jahrhundert änderte sich die britische Kolonialpolitik zu einem aggressiveren Imperialismus. Wichtige Kolonien waren nun Indien, Singapur (1819), Hongkong (1841), Malta (1800), Australien (1813), Neuseeland (1839) und verschiedene afrikanische Gebiete.
Während Kanada, Australien und Neuseeland zu Siedlungskolonien mit europäischer Prägung wurden, versuchten in Afrika und Asien britische Händler, Verwalter und Missionare, westliche Werte und die englische Sprache zu verbreiten – oft mit der Vorstellung, die "rückständigen Einheimischen" zu zivilisieren.

Vom Empire zum Commonwealth
Der Niedergang des British Empire war das Ergebnis einer langen inneren Entwicklung in den Kolonialgebieten. Der Übergang von Kolonie zur Unabhängigkeit verlief meist friedlich, in Gebieten mit großer einheimischer Bevölkerung jedoch oft konfliktreich.
Die Entwicklung zur Unabhängigkeit durchlief typischerweise drei Stufen: zunächst Kronkolonie (vollständig von London regiert), dann selbstverwaltende Kolonie (innere Souveränität) und schließlich Dominion (autonome Nationen, bei denen die Krone oft symbolisches Staatsoberhaupt blieb). Die ersten Dominions waren Kanada (1867), Australien (1900), Neuseeland (1907), Südafrika (1910) und Irland (1922).
Merke: Der Slogan "The sun never sets on the British Empire" entstand, weil das Empire so ausgedehnt war, dass immer irgendwo auf britischem Territorium die Sonne schien.
Die großen Dekolonisierungsbewegungen begannen erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute existieren noch 15 "Dependencies" (Abhängigkeiten), wie die Bermudas, die Falklandinseln und Gibraltar, die weitgehend selbstverwaltet sind, deren Verteidigung und Außenpolitik jedoch von Großbritannien kontrolliert werden.
Der Commonwealth of Nations entstand offiziell durch das Statut von Westminster und ersetzte den Begriff "Empire". Er ist ein freiwilliger Zusammenschluss von 54 unabhängigen ehemaligen Kolonien. Zu den wichtigsten Mitgliedern zählen Australien, Kanada, Indien, Südafrika und natürlich Großbritannien selbst.
Die Prinzipien des Commonwealth umfassen Demokratie nach britischem Vorbild, gemeinsame Sprache und Kultur, wirtschaftliche und sportliche Verbindungen sowie Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit. Die britische Monarchie fungiert als symbolisches Oberhaupt des Commonwealth, wobei die Queen bzw. heute King Charles III als Head of the Commonwealth dient.

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The British Empire: From its Origins to the Commonwealth
Das British Empire war eines der größten und mächtigsten Kolonialreiche der Geschichte, das auf seinem Höhepunkt etwa ein Viertel der Weltfläche beherrschte. Diese Übersicht erklärt die Entwicklung vom ersten britischen Empire über das viktorianische Zeitalter bis hin zum heutigen Commonwealth.

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Die britischen Kolonialreiche
Das First British Empire (1607-1776) umfasste Kolonien in der Karibik (Jamaika, Bahamas, Bermudas), Kanada (Neufundland, Hudson Bay, Nova Scotia), Indien (Bengalen) und Europa (Gibraltar). Diese Gebiete wurden hauptsächlich durch Kriege mit Frankreich und Spanien gewonnen.
Die wichtigsten Kolonien waren die nordamerikanischen Siedlungen an der Ostküste, die in drei Regionen unterteilt waren: die religiös geprägten New England Colonies um Boston, die multikulturellen Middle Colonies um New York und die von Plantagenwirtschaft geprägten Southern Colonies. Der Siebenjährige Krieg brachte Großbritannien zwar kanadische Besitztümer, führte aber zu hohen Staatsschulden.
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Der Commonwealth of Nations entstand offiziell durch das Statut von Westminster und ersetzte den Begriff "Empire". Er ist ein freiwilliger Zusammenschluss von 54 unabhängigen ehemaligen Kolonien. Zu den wichtigsten Mitgliedern zählen Australien, Kanada, Indien, Südafrika und natürlich Großbritannien selbst.
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