Die britischen Kolonialreiche
Das First British Empire umfasste Kolonien in der Karibik (Jamaika, Bahamas, Bermudas), Kanada (Neufundland, Hudson Bay, Nova Scotia), Indien (Bengalen) und Europa (Gibraltar). Diese Gebiete wurden hauptsächlich durch Kriege mit Frankreich und Spanien gewonnen.
Die wichtigsten Kolonien waren die nordamerikanischen Siedlungen an der Ostküste, die in drei Regionen unterteilt waren: die religiös geprägten New England Colonies um Boston, die multikulturellen Middle Colonies um New York und die von Plantagenwirtschaft geprägten Southern Colonies. Der Siebenjährige Krieg brachte Großbritannien zwar kanadische Besitztümer, führte aber zu hohen Staatsschulden.
Gut zu wissen: Die berühmte Boston Tea Party von 1773 war eine Reaktion auf britische Steuern ohne amerikanische Vertretung im Parlament und führte letztlich zum Unabhängigkeitskrieg.
Nach dem Verlust der amerikanischen Kolonien 1783 begann Großbritannien, ein zweites Empire (das viktorianische Empire) aufzubauen. Im 19. Jahrhundert änderte sich die britische Kolonialpolitik zu einem aggressiveren Imperialismus. Wichtige Kolonien waren nun Indien, Singapur (1819), Hongkong (1841), Malta (1800), Australien (1813), Neuseeland (1839) und verschiedene afrikanische Gebiete.
Während Kanada, Australien und Neuseeland zu Siedlungskolonien mit europäischer Prägung wurden, versuchten in Afrika und Asien britische Händler, Verwalter und Missionare, westliche Werte und die englische Sprache zu verbreiten – oft mit der Vorstellung, die "rückständigen Einheimischen" zu zivilisieren.




































