Erzählperspektiven und ihre Merkmale
Es gibt verschiedene Erzählperspektiven, die jeweils unterschiedliche Effekte auf die Erzählung und den Leser haben:
- Auktorialer Erzähler (Third-person omniscient narrator):
- Erzählt die Geschichte von außen
- Kennt die Gedanken und Gefühle aller Charaktere sowie den Hintergrund der Geschichte
- Kann das Verhalten der Charaktere kommentieren
Definition: Der auktoriale Erzähler ist eine allwissende Erzählinstanz, die über umfassendes Wissen über die erzählte Welt verfügt.
- Personaler Erzähler (Third-person limited narrator):
- Scheint die Geschichte von außen zu erzählen
- Kennt die Gefühle und Gedanken eines Charakters, ist aber nicht identisch mit diesem
Highlight: Die personale Erzählperspektive ermöglicht es dem Leser, sich stark mit einem bestimmten Charakter zu identifizieren.
- Ich-Erzähler (First-person narrator):
- Der Erzähler ist identisch mit einem Charakter
- Bringt den Leser nah an die Gefühle und Gedanken dieses Charakters heran
Example: Ein Beispiel für die Ich-Perspektive wäre: "Als ich an jenem Morgen erwachte, ahnte ich noch nicht, welche Abenteuer mir bevorstanden."
Jede dieser Erzählperspektiven hat ihre eigene Wirkung auf den Leser und beeinflusst, wie viel Information über die Charaktere und die Handlung preisgegeben wird. Die Wahl der Erzählperspektive ist daher ein wichtiges Stilmittel in der Literatur und ein wesentlicher Aspekt bei der Erzähltechnik Analyse.



