John Locke: "Über die Regierung"
Der Naturzustand nach Locke
Im Gegensatz zu Hobbes beschreibt Locke den Naturzustand als einen Zustand der Freiheit und Gleichheit. Die Menschen haben das Recht:
- Ihre Handlungen selbst zu lenken
- Über ihren Beruf und ihre Person frei zu verfügen
- Sich selbst und andere zu erhalten
Highlight: John Locke Menschenbild einfach erklärt: Der Mensch ist von Natur aus frei und vernunftbegabt.
In Lockes Naturzustand gibt es keine höhergestellte Macht, und alle Menschen sind gleich. Es herrscht Frieden, solange kein Krieg eintritt.
Example: Im Naturzustand Locke können Menschen frei über ihr Eigentum verfügen und haben das Recht, Straftäter gerecht zu bestrafen.
Unterschiede zu Hobbes' Naturzustand
Die Hauptunterschiede zwischen Lockes und Hobbes Naturzustand sind:
- Bei Locke achten die Menschen aufeinander und nicht nur auf sich selbst
- Es herrscht Freiheit, aber nicht die Freiheit, andere zu zerstören
- Ein Kriegszustand tritt nur ein, wenn tatsächlich Krieg geführt wird
- Die Menschen haben bereits im Naturzustand gewisse Bürgerrechte
Entstehung politischer Gemeinschaften nach Locke
Locke sieht die Entstehung politischer Gemeinschaften als freiwilligen Zusammenschluss von Menschen mit gemeinsamen Zielen. Ziele sind:
- Ein behagliches, sicheres und friedliches Miteinander
- Größerer Schutz von Eigentum und Sicherheit
In diesen Gemeinschaften gilt das Mehrheitsprinzip, und politische Parteien sowie Gewaltenteilung sind möglich.
Vocabulary: Vertragstheorie: Theorie über die Entstehung des Staates durch einen Vertrag zwischen den Bürgern.





