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Elisabeth Schmitz

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Elisabeth Schmitz

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Elisabeth Schmitz ist eine Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus aus den
Reihen der Bekennenden Kirche. Sie

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Aufsatz zu einer Persönlichkeit des christlichen Widerstands zur Zeit des Nationalsozialismus

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Elisabeth Schmitz Elisabeth Schmitz ist eine Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus aus den Reihen der Bekennenden Kirche. Sie hat sich mit der Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier" hervorgetan, in der sie schon 1935 völlig zutreffend prognostizierte, was auf die Juden in Deutschland zukommen würde. Ihr Versuch die evangelische Kirche und insbesondere die Bekennende Kirche zum Wiederstand gegen die Judenverfolgung aufzurütteln blieb erfolglos. Sie wurde am 23. August 1893 in Hanau als jüngste von drei Töchtern des Gymnasialprofessors August Schmitz geboren. Elisabeth Schmitz besuchte die Schillerschule in Frankfurt am Main, wo sie 1914 ihr Abitur ablegte. Danach studierte sie an der Universität Bonn und ab 1915 an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin Geschichte, Germanistik und Theologie. 1921 schloss sie das Studium mit dem Ersten Staatsexamen in Berlin ab. Während des anschließenden schulischen Vorbereitungsdienstes absolvierte Schmitz ein Ergänzungsstudium an der theologischen Fakultät. Sie bezeichnete sich zeitlebens trotzdem als Historikerin und nicht als Theologin. Sie gehörte zu der ersten Generation von Frauen in Deutschland, die studieren konnten. Nach ihrem zweiten Staatsexam 1923 konnte sie zunächst sechs Jahre lang nur mit Zeitverträgen an verschiedenen höheren Mädchenschulen in Berlin unterrichten. Erst am 1. April 1929 wurde sie am Luisengymnasium in Berlin-Moabit als Studienrätin fest angestellt. Ab 1933 erlebte Elisabeth, wie jüdische oder politisch unliebsame Lehrer oder Lehrerinnen aus den Schulen entfernt wurden. Dazu gehörte...

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auch ihre sozialdemokratische Direktorin. Mit dem neuen Direktor bekam sie bald Schwierigkeiten, wegen ihrer Ablehnung des Nationalsozialismus. Aus diesem Grund wurde Elisabeth 1935 an die Auguste Sprengel Schule in Berlin-Lankwitz versetzt. Die neuen Lehrpläne 1938 hatten als oberstes Richtziel die „Formung des nationalsozialistischen Menschen". Da Elisabeth Schmitz aber gegen den Nationalsozialismus war, wollte sie diesen Lehrplänen nicht nachkommen. Die Novemberpogrome 1938 waren Anlass, dass sie zum 31. Dezember um die Versetzung in den Ruhestand bat. Ihre Begründung hierfür war ebenso mutig wie Lebensbedrohend. Gemeinsam mit einem Kreis ehemaliger Kolleginnen und Schülerinnen leistete Schmitz nach Beginn der Massendeportation Hilfe für versteckt lebende Juden und stellte zeitweise ihre Wohnung als Quartier zur Verfügung. 1934 trat sie der Bekennenden Kirche bei. Ab 1936/37 schloss sie sich der Bekenntnisgemeinde in Dahlem an. Als im April 1933 die Ausgrenzung der Juden begonnen hatte, wandte sich Schmitz an den Theologen Karl Barth. Ihr Briefwechsel stammte hauptsächlich aus den Jahren 1933 bis 1936. Dabei erhob sie schwere Vorwürfe wegen öffentlichen Briefen der evangelischen Kirchen die mit diesen Adolf Hitler ihre Loyalität signalisierten. Außerdem forderte sie eine aktive seelsorgische Betreuung der der Verfolgten in den Konzentrationslagern. Sie versuchte Barth zu einer öffentlichen Stellungnahme zu bewegen. Für Barth war die „Judenfrage“ jedoch nur eine Teilfrage in seiner Auseinandersetzung mit dem NS-Staat. Daher lehnte er eine öffentliche Stellungnahme ab. Zugleich begann Schmitz an einer Denkschrift über die Lage der Juden unter den Nationalsozialisten zu arbeiten, welche sie im September 1935 abschloss und den Titel „Zur Lage der deutschen Nichtarier“ gab. In diesem Bericht verband sie die nüchterne Darstellung der alltäglichen Diskriminierung mit einem eindringlichen Appell an die verantwortlichen Männer der Kirche, auch und gerade der Bekennenden Kirche, gegenüber Volk und Staat gerecht zu werden. Um das Risiko der eigenen Verfolgung zu mindern, verfasste sie die Denkschrift anonym. In ihrer Denkschrift bezog sie sich nicht nur auf die getauften ,,Nichtarier", sondern forderte die Solidarität der Kirche mit allen Verfolgten und rief zum Widerstand gegen die staatliche Judenverfolgung auf. Im Jahr 1943 wurde die Berliner Wohnung von ihr durch Brandbomben zerstört und sie verlor fast alles. Deshalb kehrte sie1943 in ihre Geburtsstadt Harnau zurück. 1946 konnte sie ihre Tätigkeit im Schuldienst wieder aufnehmen wurde jedoch 1958 pensoniert. Danach war sie im Hanauer Geschichtsverein aktiv. Am 10. September 1977 starb sie in Offenbach am Main. Ich finde ihre Aktionen sind bewundernswert. Sie hat schon früh erkannt, was passieren würde und hat versucht die Gesellschaft darauf aufmerksam zu machen. Dass ihre Aktionen erfolglos blieben lag nicht an ihr oder ihrer Denkschrift, sondern an den Menschen die ihre Warnung ignorierten oder sie einfach nicht ernst nahmen. Sie hat ihr bestmöglichste getan um den Juden zu helfen, hatte aber nicht die Möglichkeiten und den Einfluss um wirklich was zu bewirken. Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema habe ich gelernt, dass nicht immer alles so funktioniert wie man es sich vorstellt, egal wie sehr man es möchte. Man ist immer auf die Hilfe anderer Leute angewiesen die mehr Macht und Einfluss auf die Gesellschaft haben. Denn solange dich nicht jemand unterstützt und genauso überzeugt von dem Gedanken ist wie du, wird es schwierig andere Menschen von diesem Gedanken zu überzeugen. Elisabeth Schmitz - Wikipedia Gedenkstätte Deutscher Widerstand - Biografie (gdw-berlin.de)

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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