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Hausarbeit über Dietrich Bonhoeffer

Hausarbeit über Dietrich Bonhoeffer

 Hausarbeit im Fach ev. Religion über
Dietrich Bonhoeffer
eingereicht am 13. April 2018 9a
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung......
Die Situatio

Hausarbeit über Dietrich Bonhoeffer

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11/12/10

Ausarbeitung

eine Hausarbeit (GFS) über Dietrich Bonhoeffer aus Klasse 10 (sein Leben, sein Schaffen, Mitwirken im Widerstand gegen den NS, ...)

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Hausarbeit im Fach ev. Religion über Dietrich Bonhoeffer eingereicht am 13. April 2018 9a Inhaltsverzeichnis: Einleitung...... Die Situation.......... Hausarbeit über Dietrich Bonhoeffer Anhang.. Quellen ev. Religion 2 3 Bonhoeffers Lebenslauf Verwicklung in die Attentate auf Hitler und die Vereinbarung derer mit der Religion........... 7 Persönliche Meinung... 3 4 8 10 12 9a Hausarbeit über Dietrich Bonhoeffer ev. Religion Einleitung Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) war ein Theologe zur Nazi-Zeit und widersetzte sich dem Nationalsozialismus. Um sein ganzes Leben und Wirken nachvollziehen zu können, muss man sich erst einmal klarmachen zu welcher Zeit Dietrich Bonhoeffer lebte, weshalb ich zuerst die Situation erklären werde. Danach folgt Bonhoeffers Lebenslauf. Im Anschluss daran werde ich auf seine Verwicklung in die Attentate auf Hitler und die Vereinbarung derer mit der Religion eingehen. Darauf folgt meine persönliche Meinung zu Bonhoeffer. Zum Schluss gibt es noch einen Anhang mit einigen Fotos aus Bonhoeffers Leben und zwei bekannten Werke von ihm. Die Situation In seinem Leben bekam Bonhoeffer beide Weltkriege mit, den 1. Weltkrieg erlebte er als Kind, den 2. Weltkrieg im erwachsenen Alter. Obwohl auch der 1. Weltkrieg Dietrich Bonhoeffer geprägt hat (siehe Lebenslauf), werde ich hauptsächlich auf den 2. Weltkrieg und das dritte Reich eingehen, weil er sich unter anderem auch selbst aktiv gegen den Nationalsozialismus stellte. Adolf Hitler wurde am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt. Er versprach den Leuten, alles besser zu machen als davor. Doch tatsächlich hatte er die ganze Zeit nur ein...

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Ziel vor Augen: er wollte einen Krieg und diesen gewinnen! 1933 fing er an, die Juden auszugrenzen, indem er ihre Geschäfte boykottieren und irgendwann schließen ließ. Weiter ging es damit, dass er Zeitungen, die in bestimmte Richtungen gingen, verbot, kritische Künstler durften ihre Arbeit nicht mehr ausüben (→Gleichschaltung) und viele jüdische Beamte wurden einfach entlassen. Außerdem bereitete er Deutschland schon lange vor dem Beginn des Krieges auf ihn vor, unter anderem durch den Bau der Autobahnen. Gleichzeitig ließ er Juden, politische Gegner von ihm und Behinderte verhaften und brachte diese in sogenannte Konzentrations- oder Vernichtungslager. Dort mussten sie entweder hart arbeiten oder wurden sofort umgebracht. Der 2. Weltkrieg begann 1939 und dauerte bis 1945 an. Während dieser Zeit litten Millionen Menschen unter Hitler und viele von ihnen mussten sterben. Einer von ihnen war auch Dietrich Bonhoeffer, einer der mutigen Menschen, die sich gegen Hitler und seine Methoden gestellt haben. 3 9a Hausarbeit über Dietrich Bonhoeffer ev. Religion Bonhoeffers Lebenslauf Dietrich Bonhoeffer und seine Zwillingsschwester Sabine Bonhoeffer wurden am 4. Februar 1906 in Breslau geboren. Er war das sechste von acht Kindern und der jüngste der vier Jungen. Er wuchs wohl und behütet bei seinen Eltern, Karl und Paula Bonhoeffer auf. Karl Bonhoeffer war Psychiater und Neurologe, seine Frau war Lehrerin und unterrichtete ihre Kinder zuhause. Die Familie Bonhoeffer zählte zur Bildungselite des Deutschen Reiches. Als Dietrich sechs Jahre alt war, zog die Familie nach Berlin, da der Vater dort einen Job angenommen hatte. Den Kindern der Bonhoeffers fehlte es an nichts, jeder wurde individuell gefördert, zum Beispiel Dietrich, der das musikalische Talent vermutlich von seiner Mutter hatte, konnte dank dem Musikunterricht ausgezeichnet Klavier spielen. Auch sonst wurde den Kindern sehr viel geboten und ihnen wurden viele Freiheiten gelassen. Paula Bonhoeffer erzog ihre Kinder christlich, jedoch nicht streng, denn die Kinder gingen nicht oft zur Kirche, dafür las ihnen ihre Mutter aber Geschichten aus der Bibel vor. 1914 begann dann der erste Weltkrieg, bei dem 1918 mehrere Verwandte von Bonhoeffer umkamen. Dies führte dazu, dass sich Dietrich mehr und mehr mit dem Thema Tod auseinandersetzte, was in seinem jungen Alter vielleicht noch etwas früh war. Er versuchte sich vorzustellen, wie es war, tot zu sein, oder wie das ewige Leben sein mochte. Als dann im April 1918 auch noch sein großer Bruder Walter Bonhoeffer im Krieg mit nur 19 Jahren starb, verstärkte das Dietrichs dunkle Gedanken. Auch seine Mutter trauerte sehr über diesen Verlust und verfiel sogar in eine Depression. 1923 bestand Dietrich sein Abitur mit sehr guten Noten und ihm war auch klar, dass er nun Theologie studieren wollte. Anfangs musste er sich so einige Kommentare von seinen Brüdern und auch von seinem Vater wegen dieses Entschlusses anhören. Aber er begann noch im selben Jahr mit dem Studium in Tübingen - die Uni, die auch schon sein Vater besuchte. Anfang April 1924 machte er sich dann mit seinem Bruder Klaus auf die Reise nach Rom, ein versprochener Studienaufenthalt der Eltern. In seinem Tagebuch schrieb er über diese Reise: „...ich fange, glaube ich, an, den Begriff „Kirche" zu verstehen". Nach dieser eindrucksvollen Reise kehrte er nach Berlin zurück und setzte sein Studium dort fort. Er konzentrierte sich voll und ganz auf sein Studium und hatte außerhalb seiner Familie keine guten Freunde und eine Freundin erst recht nicht. 4 9a Hausarbeit über Dietrich Bonhoeffer ev. Religion Ganz im Gegensatz zu ihm heiratete seine Zwillingsschwester 1926 schon früh, nämlich Gerhard Leibholz, einen Juden. Bonhoeffer dagegen stürzte sich voll in seine Arbeit und gab 1927 seine Doktorarbeit ab. Nur ein Jahr später bestand er dann das Theologische Examen. Kirchlich engagierte sich Bonhoeffer gerne, denn er leitete eine Kindergottesdienstgruppe und einen Jugendkreis, was bei den Kindern und Jugendlichen auf sehr große Begeisterung stieß. Auch Bonhoeffer hatte große Freude an dieser Arbeit, jedoch musste er sie beenden, als er sich entschied als Vikar nach Barcelona zu gehen. Doch auch dort fing er mit Kindergottesdiensten an. In Spanien gefiel es ihm gut, auch wenn er doch ziemliche Unterschiede im Bereich Kirche und Religion im Vergleich zu seiner Heimat feststellen konnte. Anfang 1928 kehrte Bonhoeffer nach Berlin zurück und machte dort 1930 sein zweites Theologisches Examen. Doch weil er noch unter 25 Jahren alt war und er somit noch kein Pfarrer werden durfte, erhielt er ein Stipendium für das Union Theological Seminary in New York. Dort machte er sich schnell Freunde. Mit einem von ihnen, Frank Fisher, ein schwarzer Student, besuchte er oft die Abessynian Baptist Church. Er lernte die Gottesdienste der Schwarzen kennen und lieben. Ein Jahr später kam er erneut zurück nach Berlin. Dort arbeitete er als Privatdozent an der Universität. Seine Arbeit mit Jugendlichen setzte er fort: er übernahm eine Konfirmandengruppe, die ziemlich chaotisch war, doch Bonhoeffer bekam sie unter Kontrolle, denn er faszinierte die Jugendlichen. Er erzählte ihnen Geschichten, spielte Fußball und Schach mit ihnen und brachte ihnen Englisch bei. Bald eröffnete er mit einigen seiner Freunde die „Charlottenburger Jugendstube“, welche arbeitslosen Jugendlichen eine Perspektive geben wollte. Doch schon ein halbes Jahr später wurde sie von der SA geschlossen. Bonhoeffer brachte die Jugendlichen in einer Baracke am Stadtrand unter und half ihnen soviel er nur konnte. Währenddessen passierte in Deutschland politisch immer mehr, denn am 30. Januar 1933 wurde Hitler Reichskanzler. Zwei Tage danach hielt Bonhoeffer einen Rundfunkvortrag, der allerdings vorzeitig abgeschaltet wurde, weil er angeblich zu lang war. Vermutlich war der Grund allerdings eher, dass er sich falsch zum Führer geäußert hatte. Bonhoeffer lehnte Hitler und den Nationalsozialismus von Anfang an ab, denn schon zu Beginn von Hitlers Machtantritt waren ihm sehr nahstehende Leute von der 5

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Hausarbeit im Fach ev. Religion über Dietrich Bonhoeffer eingereicht am 13. April 2018 9a Inhaltsverzeichnis: Einleitung...... Die Situation.......... Hausarbeit über Dietrich Bonhoeffer Anhang.. Quellen ev. Religion 2 3 Bonhoeffers Lebenslauf Verwicklung in die Attentate auf Hitler und die Vereinbarung derer mit der Religion........... 7 Persönliche Meinung... 3 4 8 10 12 9a Hausarbeit über Dietrich Bonhoeffer ev. Religion Einleitung Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) war ein Theologe zur Nazi-Zeit und widersetzte sich dem Nationalsozialismus. Um sein ganzes Leben und Wirken nachvollziehen zu können, muss man sich erst einmal klarmachen zu welcher Zeit Dietrich Bonhoeffer lebte, weshalb ich zuerst die Situation erklären werde. Danach folgt Bonhoeffers Lebenslauf. Im Anschluss daran werde ich auf seine Verwicklung in die Attentate auf Hitler und die Vereinbarung derer mit der Religion eingehen. Darauf folgt meine persönliche Meinung zu Bonhoeffer. Zum Schluss gibt es noch einen Anhang mit einigen Fotos aus Bonhoeffers Leben und zwei bekannten Werke von ihm. Die Situation In seinem Leben bekam Bonhoeffer beide Weltkriege mit, den 1. Weltkrieg erlebte er als Kind, den 2. Weltkrieg im erwachsenen Alter. Obwohl auch der 1. Weltkrieg Dietrich Bonhoeffer geprägt hat (siehe Lebenslauf), werde ich hauptsächlich auf den 2. Weltkrieg und das dritte Reich eingehen, weil er sich unter anderem auch selbst aktiv gegen den Nationalsozialismus stellte. Adolf Hitler wurde am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt. Er versprach den Leuten, alles besser zu machen als davor. Doch tatsächlich hatte er die ganze Zeit nur ein...

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Einer von ihnen war auch Dietrich Bonhoeffer, einer der mutigen Menschen, die sich gegen Hitler und seine Methoden gestellt haben. 3 9a Hausarbeit über Dietrich Bonhoeffer ev. Religion Bonhoeffers Lebenslauf Dietrich Bonhoeffer und seine Zwillingsschwester Sabine Bonhoeffer wurden am 4. Februar 1906 in Breslau geboren. Er war das sechste von acht Kindern und der jüngste der vier Jungen. Er wuchs wohl und behütet bei seinen Eltern, Karl und Paula Bonhoeffer auf. Karl Bonhoeffer war Psychiater und Neurologe, seine Frau war Lehrerin und unterrichtete ihre Kinder zuhause. Die Familie Bonhoeffer zählte zur Bildungselite des Deutschen Reiches. Als Dietrich sechs Jahre alt war, zog die Familie nach Berlin, da der Vater dort einen Job angenommen hatte. Den Kindern der Bonhoeffers fehlte es an nichts, jeder wurde individuell gefördert, zum Beispiel Dietrich, der das musikalische Talent vermutlich von seiner Mutter hatte, konnte dank dem Musikunterricht ausgezeichnet Klavier spielen. Auch sonst wurde den Kindern sehr viel geboten und ihnen wurden viele Freiheiten gelassen. Paula Bonhoeffer erzog ihre Kinder christlich, jedoch nicht streng, denn die Kinder gingen nicht oft zur Kirche, dafür las ihnen ihre Mutter aber Geschichten aus der Bibel vor. 1914 begann dann der erste Weltkrieg, bei dem 1918 mehrere Verwandte von Bonhoeffer umkamen. Dies führte dazu, dass sich Dietrich mehr und mehr mit dem Thema Tod auseinandersetzte, was in seinem jungen Alter vielleicht noch etwas früh war. Er versuchte sich vorzustellen, wie es war, tot zu sein, oder wie das ewige Leben sein mochte. Als dann im April 1918 auch noch sein großer Bruder Walter Bonhoeffer im Krieg mit nur 19 Jahren starb, verstärkte das Dietrichs dunkle Gedanken. Auch seine Mutter trauerte sehr über diesen Verlust und verfiel sogar in eine Depression. 1923 bestand Dietrich sein Abitur mit sehr guten Noten und ihm war auch klar, dass er nun Theologie studieren wollte. Anfangs musste er sich so einige Kommentare von seinen Brüdern und auch von seinem Vater wegen dieses Entschlusses anhören. Aber er begann noch im selben Jahr mit dem Studium in Tübingen - die Uni, die auch schon sein Vater besuchte. Anfang April 1924 machte er sich dann mit seinem Bruder Klaus auf die Reise nach Rom, ein versprochener Studienaufenthalt der Eltern. In seinem Tagebuch schrieb er über diese Reise: „...ich fange, glaube ich, an, den Begriff „Kirche" zu verstehen". Nach dieser eindrucksvollen Reise kehrte er nach Berlin zurück und setzte sein Studium dort fort. Er konzentrierte sich voll und ganz auf sein Studium und hatte außerhalb seiner Familie keine guten Freunde und eine Freundin erst recht nicht. 4 9a Hausarbeit über Dietrich Bonhoeffer ev. Religion Ganz im Gegensatz zu ihm heiratete seine Zwillingsschwester 1926 schon früh, nämlich Gerhard Leibholz, einen Juden. Bonhoeffer dagegen stürzte sich voll in seine Arbeit und gab 1927 seine Doktorarbeit ab. Nur ein Jahr später bestand er dann das Theologische Examen. Kirchlich engagierte sich Bonhoeffer gerne, denn er leitete eine Kindergottesdienstgruppe und einen Jugendkreis, was bei den Kindern und Jugendlichen auf sehr große Begeisterung stieß. Auch Bonhoeffer hatte große Freude an dieser Arbeit, jedoch musste er sie beenden, als er sich entschied als Vikar nach Barcelona zu gehen. Doch auch dort fing er mit Kindergottesdiensten an. In Spanien gefiel es ihm gut, auch wenn er doch ziemliche Unterschiede im Bereich Kirche und Religion im Vergleich zu seiner Heimat feststellen konnte. Anfang 1928 kehrte Bonhoeffer nach Berlin zurück und machte dort 1930 sein zweites Theologisches Examen. Doch weil er noch unter 25 Jahren alt war und er somit noch kein Pfarrer werden durfte, erhielt er ein Stipendium für das Union Theological Seminary in New York. Dort machte er sich schnell Freunde. Mit einem von ihnen, Frank Fisher, ein schwarzer Student, besuchte er oft die Abessynian Baptist Church. Er lernte die Gottesdienste der Schwarzen kennen und lieben. Ein Jahr später kam er erneut zurück nach Berlin. Dort arbeitete er als Privatdozent an der Universität. Seine Arbeit mit Jugendlichen setzte er fort: er übernahm eine Konfirmandengruppe, die ziemlich chaotisch war, doch Bonhoeffer bekam sie unter Kontrolle, denn er faszinierte die Jugendlichen. Er erzählte ihnen Geschichten, spielte Fußball und Schach mit ihnen und brachte ihnen Englisch bei. Bald eröffnete er mit einigen seiner Freunde die „Charlottenburger Jugendstube“, welche arbeitslosen Jugendlichen eine Perspektive geben wollte. Doch schon ein halbes Jahr später wurde sie von der SA geschlossen. Bonhoeffer brachte die Jugendlichen in einer Baracke am Stadtrand unter und half ihnen soviel er nur konnte. Währenddessen passierte in Deutschland politisch immer mehr, denn am 30. Januar 1933 wurde Hitler Reichskanzler. Zwei Tage danach hielt Bonhoeffer einen Rundfunkvortrag, der allerdings vorzeitig abgeschaltet wurde, weil er angeblich zu lang war. Vermutlich war der Grund allerdings eher, dass er sich falsch zum Führer geäußert hatte. Bonhoeffer lehnte Hitler und den Nationalsozialismus von Anfang an ab, denn schon zu Beginn von Hitlers Machtantritt waren ihm sehr nahstehende Leute von der 5