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Vatikanstadt

Vatikanstadt

 1. Allgemeines
440.000 m² (kleinster und ältester Staat)
● ca. 900 Einwohner
●
2.Die Vatikanstadt im Lauf der Zeit
●
● aus dem „ager vatica
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- Allgemeines - Vatikanstadt im Lauf der Zeit - Peterskirche - Petersplatz - Vatikanpaläste, vatikanische Gärten und Bibliothek - Vatikanische Museen; Sixtinische Kapelle

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1. Allgemeines 440.000 m² (kleinster und ältester Staat) ● ca. 900 Einwohner ● 2.Die Vatikanstadt im Lauf der Zeit ● ● aus dem „ager vaticanus" entstanden großer Zirkus Apostel Petrus wurde 64 n.Chr. dort gekreuzigt ● über dem Petrusgrab baute Kaiser Konstantin 324 eine große Kirche, wodurch der Zirkus verfiel im 15.Jahrundert verlegte man die Papstresidenz offiziell zum Vatikan 3.Die Peterskirche ● ● ● Der Vatikan Fassade: 114,69m / 45,55m hoch (Werk von Carlo Maderno) Zentrum der katholischen Christenheit, somit die meistbesuchte Kirche der Welt Die Kirche ist 187m lang. ● Bronzestatue von Petrus ● unterhalb des Altars befindet sich das Grab des HI.Petrus 4.Der Petersplatz • trapezförmiger Platz und ovaler Platz größte Breite: 240m, Tiefe: 340m ● Lateranvertrag Kardinalskollegium und Bischofssynode eigene Fahne, Wappen, Münzen, Briefmarken, Radiosender, Post, Bahnhof, Zeitschriften, Zeitungen Schweizer Garde (momentan ca. 100 Männer) ● Säulengang besteht aus 284 Säulen (jeweils 15m hoch) 140 Statuen auf der Brüstung (jeweils 3,20m hoch) Obelisk (Säule) im Zentrum zwei Brunnen 5.Die Vatikanpaläste, die vatikanische Gärten und die Bibliothek Vatikanpaläste: zwei Gebäudegruppen mit zwei Längskörper verbunden Vatikanische Gärten: dort befinden sich alle Institutionen, der ● ● ● Kuppel: Durchmesser: 42,56m/ bis zur Kreuzspitze 136,57m hoch/ Laterne: 17m hoch Gouverneurspalast, das Gerichtsgebäude, die Bahnhofstation, die Direktion von Radio Vatikan, kleiner Landeplatz für Hubschrauber, ... Biblioteca Apostolica: ca. 50.000 Manuskripte, 7.000 Wiegendrucke, ca. 1 Million gedruckte Bände ,,reichste Bibliothek der Welt" 6. Vatikanische Museen: Sixtinische Kapelle Erbauer: Papst Sixtus IV. della Rovere Maler wie Botticelli, Ghirlandaio, Cosimo Rosselli, Signorelli, Michelangelo,... Am 15. August 1483...

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feierlich vom Papst eingeweiht 40,23m lang, 13,40m breit und 20,70m hoch ● ● ● Quellen: http://www.vaticanstate.va/content/vaticanstate/de.html Bücher: Verlag: Baedeker, Rom, ISBN: 978-3829714440 Verlag: Bruckmann, Rom Zeit für das Beste, ISBN: 978-3765457852 Verlag: ullmann, Kunst und Architektur Rom, ISBN: 978-3833113048 Verlag: Kunth, Das Rom Buch ISBN: 978-3899446821 Bilder: https://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanstadt https://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanstadt#/media/File:Vatican City map DE.png http://www.circo.it/losservatore-romano-larte-dellallegria/ http://www.circo.it/losservatore-romano-larte-dellallegria/ http://www.italien-und-vatikan.de/vatikan/vatikan5/vatikan5.htm https://www.briefmarken-sieger.de/papst-franziskus-4-briefmarken-postfrisch- http://www.muenzen-news.de/aktuell/vatikan-muenzen-schon-bald-ohne-papst- vatikan.html konterfei http://katholisch-informiert.ch/category/amerikakuba/ http://katholisch-informiert.ch/category/schweizergarde/page/3/ http://www.faz.net/aktuell/politik/vatikan-johannes-paul-ii-beigesetzt-1235850.html http://www.digita.org/uomo-minaccia-suicidio-da-cupola-san-pietro-a-roma/ https://www.gruppenreisen-klassenfahrten-rom.de/programm-in-rom/christliche- rom/vatikan-petersdom-vatikanische-museen-besichtigung-und-fuehrung-fuer- https://de.dreamstime.com/stockfoto-innen-st-peter-basilika-vatikan-rom- http://mujweb.cz/architektura/arch4.htm gruppen.html image61946632 http://www.be-blaes.de/rom07/Petersdom/petersdom.html http://www.metropole-rom.de/petersplatz.html http://www.schwarzaufweiss.de/vatikan/kurzportrait1.htm http://www.tt-group.net/Italija/Vatikan/Sikstinska-kapela.php https://franks-travelbox.com/italien/rom-vatikanische-museen.html https://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanische G%C3%A4rten https://www.colourbox.de/bild/fassade-der-basilika-von-st-peter-vatikan-rom-bild- 6134951 1.Allgemeines Die Vatikanstadt ist mit seinen 440.000 m² der kleinste und älteste Staat der Welt. An seiner Spitze steht der Papst, der auch Oberhaupt der katholischen Kirche und Bischof von Rom ist. Der Vatikanstaat ging aus dem Vertrag mit dem italienischen Staat hervor, der im Februar 1929 unterzeichnet und 1984 überarbeitet wurde. Er heißt Lateranvertrag, weil seine Unterzeichnung im Palazzo S.Giovanni in Laterno erfolgte. Durch den Lateranvertrag (auch Versöhnungsvertrag genannt) konnte der Bruch in den Beziehungen zwischen den beiden Staaten überwunden werden, der nach dem nationalen Einigungsprozess mit der Einnahme Roms entstanden war. Auf Grund der Normen dieses Vertrags genießen exterritoriale Rechte in der Stadt auch die Basiliken St. Paul vor den Mauern, Santa Maria Maggiore, San Giovanni in Laterno mit dem anschließenden Gebäudekomplex, die Cancelleria am Corso Rinascimento, das Gebäude der Propaganda Fide an der Piazza di Spagna, die Engelsburg und andere weniger wichtige Bauten. Die päpstliche Kommission wiederum wirkt durch verschiedene Regierungsorgane, die für die Bedürfnisse der kleinen Staatsgemeinschaft Sorge tragen. Der Papst vertritt seinen Staat auch bei anderen Ländern, wofür er durch das wichtigste aller Ressorts, das Staatssekretariat, sorgt. Der Vatikan hat eigene Vertreter bei zahlreichen ausländischen Staaten und ist Mitglied von Weltorganisationen wie der UNO und der FAO. Der Kardinalstaatssekretär vertritt seit 1984 den Papst auch bei den Regierungsfunktionen innerhalb des Vatikanstaates. Vom Vatikanstaat zu unterscheiden ist die katholische Kirche, das heißt die Gesamtheit der Gläubigen, die in aller Welt die Autorität des Papstes in religiösen Dingen anerkennen. Der Papst, Nachfolger des HI. Petrus und Statthalter Christi, ist ihr Oberhaupt. Ihm zur Seite stehen unterstützend das Kardinalskollegium und die Bischofssynode. Das Kardinalskollegium vereint sich im Konsistorium, wenn man wichtige Entscheidungen treffen muss oder um Beschlüsse von einer gewissen Tragweite besonderer Feierlichkeit zu verleihen. Die Bischofssynode tritt zusammen, wenn es um Angelegenheiten ihrer Zuständigkeit geht, zu deren Koordination es des Papstes bedarf. In außergewöhnlichen Fällen versammelt sich das ökumenische Konzil. Der Vatikanstaat hat eine eigene Fahne mit den Farben Weiß und Gelb. In der Mitte sind die Schlüssel des HI. Petrus überkreuzt und die Tiara abgebildet. Ein Wappen hat er auch, auf dem die gleiche Abbildung wie auf der Fahne ist. Er prägt seine eigenen Münzen, die im italienischen Staat frei im Umlauf sind, gibt eigene Briefmarken heraus und einen Radiosender, der in alle Welt und in allen Sprachen überträgt. Er hat aber auch eine eigene Post, Bahnhof sowie eigene Zeitschriften und Zeitungen, vor allem der „Osservatore Romano“. Das ist eine, auch in deutschsprachiger, Wochenzeitschrift welche exklusive Informationen und Berichterstattung direkt aus dem Vatikan bietet. Dieser Staat hat ca. 900 Einwohner, davon 200 Frauen. Insgesamt sind etwa 1.300 Personen in den einzelnen Ämtern und Geschäften angestellt. Die meisten von ihnen haben aber ihren Wohnsitz nicht im Vatikan. Für die Sicherheit des Papstes und des Staates sorgt das Korps der Schweizer Garde. Diese wurde 1506 gegründet und hat momentan ca. 100 Männer. Es sind junge Schweizer, die für eine begrenzte Zeit in der Vatikanstadt Dienst tun. Die Arbeit besteht insbesondere in der Präsentation der zwei Meter langen, sechs Kilo schweren Stoßwaffen. Die Renaissanceuniform, in den Farben der Medicipäpste, der Schweizer Garde soll Michelangelo entworfen haben. Die Kriegskasse des Papstes war prallgefüllt, welches aber auch notwendig war, denn damals galten die Schweizer Soldaten als die teuersten aber auch besten. Es gibt bestimmte Kriterien für die Aufnahme eines Schweizer Gardisten: mind.1,75 m groß, unter 30 Jahre alt, der Militärdienst in der Schweizer Armee musste bereits durchgeführt sein. Sie haben einen besonderen Wahlspruch an die Fahnen geheftet, dieser lautet „stark und treu". 2.Die Vatikanstadt im Lauf der Zeit Die Vatikanstadt ist nach und nach im Verlauf von 18 Jahrhunderten, aus dem vormaligen ,,ager (=Acker) vaticanus" entstanden. Auf diesem Gebiet bauten die Kaiser Caligula, Claudius und Nero zwischen römischen Wohnhäusern einen großen Zirkus. In dessen Mitte wurde eine Säule aufgestellt, die im Jahr 37n. chr. aus Heliopolis nach Rom gebracht worden war. An der Nordseite entstand eine Nekropole, in der auch die Christen beerdigt wurden, die den Märtyrertod erlitten hatten. Unter ihnen der Apostel Petrus, der im Jahr 64 n. chr. in Rom gekreuzigt wurde. Dadurch gewann das Gelände in christlicher Zeit eine neue Bedeutung und rückte Interesse der römischen Bischöfe. Über dem Petrusgrab begann Kaiser Konstantin 324 mit dem Bau einer großen, fünfschiffigen Kirche mit Querschiff und abschließender Apsis. Eine Treppe und ein Vorhof, in dem die Ungetauften abwarten mussten, vervollständigte das Ganze. Der Zirkus Nero verfiel immer mehr und mehr, auch, weil man einen Großteil seiner Steine für den Bau der neuen Kirche verwendete. Eine erste Mauereinfassung entstand 846. Kurz danach ließ Papst Leo IV. St.Peter und das umliegende Gebiet mit einer Mauer umgeben. Innerhalb derselben bildete sich ein kleines Wohnviertel, aus dem sich die sogenannte Leoninische Stadt entwickelte, die zum geistigen Mittelpunkt des neuen mittelalterlichen und renaissancezeitlichen Rom wurde. Obwohl die Päpste im Lateranpalast residierten, wurden im Mittelalter einige Bauten angegrenzt an St.Peter. Mitte 1400 befasste man sich zum ersten Mal mit der Frage eines eventuellen totalen Umbaus von St. Peter. Gegen Ende der Siebziger Jahre begann Papst Sixtus IV.della Rovere mit dem Bau einer großen Kapelle, die nach ihm die „Sixtinische" genannt wurde. Am 15.August 1483 wurde sie eingeweiht, mit Kunstwerken von den größten italienischen Malern jener Zeit. Unter Julius II. wurden im Vatikan große Arbeiten geleistet, er veränderte die Festung total. Außerdem ließ er die konstantinische Basilika abreißen und die neue Peterskirche errichten. Zusätzlich berief er Raffael und Michelangelo nach Rom, um von ihnen die päpstliche Gemächer und die Sixtinische Kapelle mit Fresken ausmalen zu lassen. In diesem Jahrhundert erhielt die Peterskirche durch Giacomo Della Porta eine grandiose gewölbte Kuppel. Bernini legte den großartigen Platz vor der Kirche an, der ihr das bis heute bewahrte barocke Aussehen gibt und verband dadurch diesen Ort des Gebets mit der übrigen Stadt. Nach dem ersten Bischof von Rom wurde der Vatikan zum Sitz der Päpste, denn nach ihrer Rückkehr aus Avignon verlegten sie die offizielle Papstresidenz im 15.Jahrhundert endgültig vom Lateran zum Vatikan. Nun regierten die Päpste von hier aus den Kirchenstaat, der sein Ende mit der Einigung Italiens im Jahre 1870 fand. Am 11.Februar 1929 kam erst dann die Versöhnung zwischen der Kirche und dem Staat zustande, als die heutigen Grenzen in den Lateranverträgen des Vatikanstaates festgelegt wurden. 3.Die Peterskirche Anfang 1500 stellte sich die Frage einer gründlichen Restaurierung oder eines kompletten Neubaus der Basilika immer dringlicher, so dass der im Oktober 1503 gewählte neue Papst Julius II. della Rovere im Jahre 1505 beschloss, Donato Bramante, einen der größten Architekten seiner Zeit, der ohnehin schon in Rom weilte, mit seiner Aufgabe zu beauftragen. Viele seiner Entwürfe sind in den Uffizien in Florenz aufbewahrt. Gemeinsam ist allen ein quadratischer Grundriss, der ein griechisches Kreuz mit vier hervortretenden Apsiden vorsieht. In der Höhe bildet das Quadrat einen Würfel, dessen Mitte von einer halbkugelförmigen Kuppel überdacht wird. 1984 wurde bemerkt, dass das Ganze einer präzisen symbolischen Vorstellung entspricht, die besonders im byzantinischen Raum lebendig war, nämlich: der Würfel (die Erde) verlängert sich in vier Armen (die vier Erdteile) und ist überwölbt von einer Kuppel (dem Himmel). Am 18. April 1506 wurde nach einer feierlichen Zeremonie mit dem Bau des ersten Stützpfeilers begonnen. Im darauffolgenden Jahr wurde das Fundament für die weiteren drei gelegt. Der Tod von Julius II. (1513) und von Bramantes (1514) unterbrach die Weiterführung des Baus, der bis zur Höhe der vier Stützen gediehen war. Neue Pläne kamen im Verlauf der folgenden 40 Jahre zustande und es wurde eifrig debattiert, ob die Peterskirche ein Zentralbau werden sollte, wie ihn nicht nur Bramante, sondern im Allgemeinen die Architekten der Renaissance bevorzugten. Der Langbau war nicht nur üblicher auf Grund der kirchlichen Tradition, er war auch geeigneter, um das ganze heilige Gelände der frühen konstantinischen Basilika zu decken. Unter der Bedingung der Einbeziehung der bereits errichteten vier zentralen Pilaster entwarfen Raffael und Antonio da Sangallo der Jüngere Pläne für ein Langhaus, während Baldassare Peruzzi sich für einen Zentralbau entschied. Schließlich beauftragte Papst Paul III. 1547 Michelangelo mit der Ausarbeitung eines neuen Entwurfs. Michelangelo griff Bramantes Plan des zentralen Grundrisses auf, allerdings mit stärkeren Pfeilern und Außenmauern. Er ließ Nischen einarbeiten und vorspringendes Mauerwerk aufsetzen. Eine gewaltige Kuppel sollte die Mitte des Raumes überdachen, in der auch der päpstliche Altar seinen Platz hatte. Schließlich gelangte der Entwurf zur Ausführung, aber die Kuppel konnte nicht mehr von Michelangelo verwirklicht werden, da er 1564 starb. Sein Schüler Giacomo Della Porta führte das großartige Werk zu Ende, nicht ohne einige Abänderungen vorzunehmen; z.B. gab er der Kuppel eine steilere Form. Sie hat einen Durchmesser von 42,56m und ist bis zur Kreuzesspitze 136,57m hoch. Die Laterne hat eine Höhe von 17m. Die Peterskuppel hat in der westlichen Welt späteren Kuppelbauten als Vorbild gedient. z.b. der Kathedrale St.Paul in London, dem Invalidendom in Paris und der klassizistischen Kuppel des Kapitols von Washington. Die Fassade ist ein Werk von Carlo Maderno, der sie 1612 fertigstellte. Mit einer Breite von 114,69m und einer Höhe von 45,55m weist sie eine gewaltige Säulenordnung auf, in die sich die Öffnungen der Zugänge zur Vorhalle und die Fenster einfügen. Die Breite des Mittelschiffes ist schon von außen durch den klassischen dreieckigen Giebel ersichtlich. Ein darüber liegendes Stockwerk mit breiten Öffnungen und eine Balustrade, auf der fast 6m große Statuen stehen, schließen das Ganze ab, zu dem auch noch die beiden seitlichen Türme gehören, der Glockenturm und der Uhrturm. Das Mittelschiff ist die Benediktionsloggia, auf die der Papst hinaustritt, wenn er gleich nach seiner Wahl die erste Botschaft verkündet und den Segen spendet. Auch an hohen Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern zeigt sich der Papst auf dieser Terrasse. Die Restaurierung der Fassade wurde im Juli 1999 abgeschlossen, die allerdings den Fehler hatte, dass sie die Kuppel verbarg bzw. optisch in die Ferne rückte. Der Petersdom ist das Zentrum der katholischen Christenheit und somit auch die berühmteste und meistbesuchte Kirche der Welt. Das Innere der Basilika: Die Vorhalle, auch ein Werk von Carlo Maderno, erinnert in ihrer Anlage an die antiken, urchristlichen Basiliken, denen immer ein Raum als Übergang von draußen nach drinnen vorgelagert war. Es ist ein grandioser Kirchenraum von überwältigenden Ausmaß, reich ausgeschmückt mit Struckarbeiten, Mosaiken und Statuen in entschiedenen barockem Stil, ein Raum, der den Besucher vielleicht anfänglich verwirrt, so dass er sich erst an die Dimensionen gewöhnen muss. Die Kirche ist 187m lang, die Breite beträgt auf der Höhe der Seitenschiffe 58m und im Querschiff 140m. Das Gewölbe im Mittelschiff erreicht an seiner höchsten Stelle 46m. Dies kann man mit einem 15-stöckigen Gebäude vergleichen. Im Mittelschiff entlang den Metallplatten im Fußboden kann man die Längenmaße der größten Kirchen der Welt sehen. Es ist geprägt von mächtigen Pilastern mit hohen, geriefelten und verstäbten (d.h. im unteren Teil der Kannelüren gefüllten) Lisenen (= hervortretende Mauerstreifen zur Gliederung einer Wandfläche), in denen Nischen ausgespart sind mit insgesamt 39 Statuen heiliggesprochener Ordensgründer. Die Decke trägt vergoldete Stuckverzierungen, die Pius VI. 1780 anfertigen ließ. Im rechten Seitenschiff (wenn man dem Altar zugewendet steht) sind zahlreiche Werke von hohem künstlerischem und religiösem Wert zu bewundern. Die berühmte Bronzestatue des segnenden Petrus wird dem gotischen Bildhauer Arnolfo di Cambio zugeschrieben. Einige Wissenschaftler vertreten allerdings die These, dass sie bereits aus dem 5.Jahrhundert stamme. Der Fuß ist sehr stark abgenützt von den viele Berührungen und Küssen der Gläubigen, die seit jeher auf diese Weise ihre Verehrung für den Apostelfürsten zum Ausdruck bringen. Über dem päpstlichen Hochaltar im Mittelpunkt der Kirche wölbt sich der berühmte Bronzebaldachin, ein Jugendwerk Berninis aus den Jahren 1624-1632. Er ist 29m hoch. Papst Urban VIII. hat ihn anfertigen lassen, um die „Leere" unter der Kuppel auszufüllen und hat so eine emporstehende Bewegung geschaffen. Der Baldachin wird von vier riesigen Säulen getragen, die spiralförmige Kannelierungen aufweisen. Auf dem geschwungenem Aufsatz sind Eckstatuen und zuoberst eine Kugel aus vergoldeter Bronze. Über dem Altar schwebt eine vergoldete Taube, das Symbol des HI. Geistes. Unterhalb des Altars befindet sich das Grab des HI. Petrus, das der Überlieferung nach die Überreste des Apostels birgt. Daher ist diese Stätte eine der von den Christen am intensivfesten verehrte und man hat über ihr den größten Tempel der Christenheit errichtet. Über dem Baldachin erhebt sich die Kuppel, deren innere Ausschmückung nach Kartonzeichnungen des Malers Cavalier d'Arpino aus dem XVI: Jahrhundert erfolgt ist. Im rechten Querschiff sei auf das Grabmal Clemens XIII. (1758-1769) hingewiesen, dass Antonio Canova, der größte italienische klassizistische Bildhauer, geschaffen hat. Auf dem Sarkophag sieht man die Statue des knienden Papstes und ihm zur Seite zwei allegorische Figuren. Es handelt sich dabei um die Religion, die ein Kreuz in der Hand hält und um den Geist des Todes, der die Fackel des Lebens auslöscht; zwei Löwen halten Wache. Hinter der Hauptsakristei, einem Raum mit zentralem Grundriss aus dem späteren achtzehnten Jahrhundert mit Säulen, gelangt man zur Schatzkammer des Petersdomes, die Kirchengeräte, Statuen, Bischofsmützen (Mitren), Papstkronen (Tiaren) und andere Gegenstände verschiedenster Herkunft enthält, vielfach Geschenke von Königen und Fürsten. Aus dem Zwischenraum unter dem Fußboden der heutigen Basilika und dem über der alten Konstantinbasilika wurden die Vatikanischen Grotten gewonnen. Sie werden auch Krypta genannt. Abgesehen von verschiedenen Heiligkapellen enthalten sie Grabstätten von Königen, Königinnen und Päpsten ab dem X.Jahrhundert. Die heiligste Stätte darin ist das Petrusgrab, über dem, wie schon gesagt, Kaiser Konstantin im IV.Jahrhundert ein kleines Gebäude errichten ließ. An diesem Ort befinden sich auch die Grabmäler von Paul VI. (1978) und Papst Johannes Paul II. (2005) und weiteren. Es waren heidnische Gräber mit Abbildungen und reichen Ausschmückungen. 4.Der Petersplatz Der Platz besteht aus zwei Teilen: einmal ein trapezförmiger Platz, der die Fassade von Maderno optisch in die Ferne rücken sollte und abschüssig angelegt wurde, um allen den Blick auf den Vorplatz zu ermöglichen, auf dem die religiösen Feiern abgehalten werden. Als zweiter der ovale Platz, der auf zwei Seiten von Säulengängen eingeschlossen ist, weil, wie Bernini selbst sagte, „die Kirche Petri sozusagen die Mutter aller anderen Kirchen ist und sie daher Säulengänge haben muss, die wie mit mütterlich ausgebreiteten Armen die Katholiken aufnehmen, um sie ihrem Glauben zu bestärken, die Irrgläubigen, um sie der Kirche zuzuführen und die Ungläubigen, um sie im wahren Glauben zu erleuchten." Die Ausmaße des Platzes können sich sehen lassen: die größte Breite beträgt 240m, die Tiefe 340m, der Säulengang besteht aus 284 Säulen, die jeweils 15m hoch sind. Auf der Brüstung erheben sich 140 Heiligenstatuen zum Himmel, von denen jede 3,20m groß ist. Die Pflasterung des Platzes senkt sich nach der Mitte zu, so dass die versammelt Menschenmenge überschaut werden kann. Im Zentrum erhebt sich der Obelisk (Säule). Ursprünglich hatte er im Zirkus Nero gestanden. Von dort ließ ihn Papst Sixtus V. auf den Petersplatz bringen. Der rechte Brunnen auf der Piazza ist ein Werk Madernos (1613), der linke ein Werk Berninis (1675). Die Scala Regia ist 60m lang. Sie führt vom Petersplatz zu den Palästen. 5.Die Vatikanpaläste, die vatikanische Gärten und die Bibliothek Die Vatikanpaläste: Schon ab Mitte des IX. Jahrhunderts war das Gebiet um Alt- Sankt Peter dank der von Leo III. erbauten Stadtmauer eine befestigte Burg.

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feierlich vom Papst eingeweiht 40,23m lang, 13,40m breit und 20,70m hoch ● ● ● Quellen: http://www.vaticanstate.va/content/vaticanstate/de.html Bücher: Verlag: Baedeker, Rom, ISBN: 978-3829714440 Verlag: Bruckmann, Rom Zeit für das Beste, ISBN: 978-3765457852 Verlag: ullmann, Kunst und Architektur Rom, ISBN: 978-3833113048 Verlag: Kunth, Das Rom Buch ISBN: 978-3899446821 Bilder: https://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanstadt https://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanstadt#/media/File:Vatican City map DE.png http://www.circo.it/losservatore-romano-larte-dellallegria/ http://www.circo.it/losservatore-romano-larte-dellallegria/ http://www.italien-und-vatikan.de/vatikan/vatikan5/vatikan5.htm https://www.briefmarken-sieger.de/papst-franziskus-4-briefmarken-postfrisch- http://www.muenzen-news.de/aktuell/vatikan-muenzen-schon-bald-ohne-papst- vatikan.html konterfei http://katholisch-informiert.ch/category/amerikakuba/ http://katholisch-informiert.ch/category/schweizergarde/page/3/ http://www.faz.net/aktuell/politik/vatikan-johannes-paul-ii-beigesetzt-1235850.html http://www.digita.org/uomo-minaccia-suicidio-da-cupola-san-pietro-a-roma/ https://www.gruppenreisen-klassenfahrten-rom.de/programm-in-rom/christliche- rom/vatikan-petersdom-vatikanische-museen-besichtigung-und-fuehrung-fuer- https://de.dreamstime.com/stockfoto-innen-st-peter-basilika-vatikan-rom- http://mujweb.cz/architektura/arch4.htm gruppen.html image61946632 http://www.be-blaes.de/rom07/Petersdom/petersdom.html http://www.metropole-rom.de/petersplatz.html http://www.schwarzaufweiss.de/vatikan/kurzportrait1.htm http://www.tt-group.net/Italija/Vatikan/Sikstinska-kapela.php https://franks-travelbox.com/italien/rom-vatikanische-museen.html https://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanische G%C3%A4rten https://www.colourbox.de/bild/fassade-der-basilika-von-st-peter-vatikan-rom-bild- 6134951 1.Allgemeines Die Vatikanstadt ist mit seinen 440.000 m² der kleinste und älteste Staat der Welt. An seiner Spitze steht der Papst, der auch Oberhaupt der katholischen Kirche und Bischof von Rom ist. Der Vatikanstaat ging aus dem Vertrag mit dem italienischen Staat hervor, der im Februar 1929 unterzeichnet und 1984 überarbeitet wurde. Er heißt Lateranvertrag, weil seine Unterzeichnung im Palazzo S.Giovanni in Laterno erfolgte. Durch den Lateranvertrag (auch Versöhnungsvertrag genannt) konnte der Bruch in den Beziehungen zwischen den beiden Staaten überwunden werden, der nach dem nationalen Einigungsprozess mit der Einnahme Roms entstanden war. Auf Grund der Normen dieses Vertrags genießen exterritoriale Rechte in der Stadt auch die Basiliken St. Paul vor den Mauern, Santa Maria Maggiore, San Giovanni in Laterno mit dem anschließenden Gebäudekomplex, die Cancelleria am Corso Rinascimento, das Gebäude der Propaganda Fide an der Piazza di Spagna, die Engelsburg und andere weniger wichtige Bauten. Die päpstliche Kommission wiederum wirkt durch verschiedene Regierungsorgane, die für die Bedürfnisse der kleinen Staatsgemeinschaft Sorge tragen. Der Papst vertritt seinen Staat auch bei anderen Ländern, wofür er durch das wichtigste aller Ressorts, das Staatssekretariat, sorgt. Der Vatikan hat eigene Vertreter bei zahlreichen ausländischen Staaten und ist Mitglied von Weltorganisationen wie der UNO und der FAO. Der Kardinalstaatssekretär vertritt seit 1984 den Papst auch bei den Regierungsfunktionen innerhalb des Vatikanstaates. Vom Vatikanstaat zu unterscheiden ist die katholische Kirche, das heißt die Gesamtheit der Gläubigen, die in aller Welt die Autorität des Papstes in religiösen Dingen anerkennen. Der Papst, Nachfolger des HI. Petrus und Statthalter Christi, ist ihr Oberhaupt. Ihm zur Seite stehen unterstützend das Kardinalskollegium und die Bischofssynode. Das Kardinalskollegium vereint sich im Konsistorium, wenn man wichtige Entscheidungen treffen muss oder um Beschlüsse von einer gewissen Tragweite besonderer Feierlichkeit zu verleihen. Die Bischofssynode tritt zusammen, wenn es um Angelegenheiten ihrer Zuständigkeit geht, zu deren Koordination es des Papstes bedarf. In außergewöhnlichen Fällen versammelt sich das ökumenische Konzil. Der Vatikanstaat hat eine eigene Fahne mit den Farben Weiß und Gelb. In der Mitte sind die Schlüssel des HI. Petrus überkreuzt und die Tiara abgebildet. Ein Wappen hat er auch, auf dem die gleiche Abbildung wie auf der Fahne ist. Er prägt seine eigenen Münzen, die im italienischen Staat frei im Umlauf sind, gibt eigene Briefmarken heraus und einen Radiosender, der in alle Welt und in allen Sprachen überträgt. Er hat aber auch eine eigene Post, Bahnhof sowie eigene Zeitschriften und Zeitungen, vor allem der „Osservatore Romano“. Das ist eine, auch in deutschsprachiger, Wochenzeitschrift welche exklusive Informationen und Berichterstattung direkt aus dem Vatikan bietet. Dieser Staat hat ca. 900 Einwohner, davon 200 Frauen. Insgesamt sind etwa 1.300 Personen in den einzelnen Ämtern und Geschäften angestellt. Die meisten von ihnen haben aber ihren Wohnsitz nicht im Vatikan. Für die Sicherheit des Papstes und des Staates sorgt das Korps der Schweizer Garde. Diese wurde 1506 gegründet und hat momentan ca. 100 Männer. Es sind junge Schweizer, die für eine begrenzte Zeit in der Vatikanstadt Dienst tun. Die Arbeit besteht insbesondere in der Präsentation der zwei Meter langen, sechs Kilo schweren Stoßwaffen. Die Renaissanceuniform, in den Farben der Medicipäpste, der Schweizer Garde soll Michelangelo entworfen haben. Die Kriegskasse des Papstes war prallgefüllt, welches aber auch notwendig war, denn damals galten die Schweizer Soldaten als die teuersten aber auch besten. Es gibt bestimmte Kriterien für die Aufnahme eines Schweizer Gardisten: mind.1,75 m groß, unter 30 Jahre alt, der Militärdienst in der Schweizer Armee musste bereits durchgeführt sein. Sie haben einen besonderen Wahlspruch an die Fahnen geheftet, dieser lautet „stark und treu". 2.Die Vatikanstadt im Lauf der Zeit Die Vatikanstadt ist nach und nach im Verlauf von 18 Jahrhunderten, aus dem vormaligen ,,ager (=Acker) vaticanus" entstanden. Auf diesem Gebiet bauten die Kaiser Caligula, Claudius und Nero zwischen römischen Wohnhäusern einen großen Zirkus. In dessen Mitte wurde eine Säule aufgestellt, die im Jahr 37n. chr. aus Heliopolis nach Rom gebracht worden war. An der Nordseite entstand eine Nekropole, in der auch die Christen beerdigt wurden, die den Märtyrertod erlitten hatten. Unter ihnen der Apostel Petrus, der im Jahr 64 n. chr. in Rom gekreuzigt wurde. Dadurch gewann das Gelände in christlicher Zeit eine neue Bedeutung und rückte Interesse der römischen Bischöfe. Über dem Petrusgrab begann Kaiser Konstantin 324 mit dem Bau einer großen, fünfschiffigen Kirche mit Querschiff und abschließender Apsis. Eine Treppe und ein Vorhof, in dem die Ungetauften abwarten mussten, vervollständigte das Ganze. Der Zirkus Nero verfiel immer mehr und mehr, auch, weil man einen Großteil seiner Steine für den Bau der neuen Kirche verwendete. Eine erste Mauereinfassung entstand 846. Kurz danach ließ Papst Leo IV. St.Peter und das umliegende Gebiet mit einer Mauer umgeben. Innerhalb derselben bildete sich ein kleines Wohnviertel, aus dem sich die sogenannte Leoninische Stadt entwickelte, die zum geistigen Mittelpunkt des neuen mittelalterlichen und renaissancezeitlichen Rom wurde. Obwohl die Päpste im Lateranpalast residierten, wurden im Mittelalter einige Bauten angegrenzt an St.Peter. Mitte 1400 befasste man sich zum ersten Mal mit der Frage eines eventuellen totalen Umbaus von St. Peter. Gegen Ende der Siebziger Jahre begann Papst Sixtus IV.della Rovere mit dem Bau einer großen Kapelle, die nach ihm die „Sixtinische" genannt wurde. Am 15.August 1483 wurde sie eingeweiht, mit Kunstwerken von den größten italienischen Malern jener Zeit. Unter Julius II. wurden im Vatikan große Arbeiten geleistet, er veränderte die Festung total. Außerdem ließ er die konstantinische Basilika abreißen und die neue Peterskirche errichten. Zusätzlich berief er Raffael und Michelangelo nach Rom, um von ihnen die päpstliche Gemächer und die Sixtinische Kapelle mit Fresken ausmalen zu lassen. In diesem Jahrhundert erhielt die Peterskirche durch Giacomo Della Porta eine grandiose gewölbte Kuppel. Bernini legte den großartigen Platz vor der Kirche an, der ihr das bis heute bewahrte barocke Aussehen gibt und verband dadurch diesen Ort des Gebets mit der übrigen Stadt. Nach dem ersten Bischof von Rom wurde der Vatikan zum Sitz der Päpste, denn nach ihrer Rückkehr aus Avignon verlegten sie die offizielle Papstresidenz im 15.Jahrhundert endgültig vom Lateran zum Vatikan. Nun regierten die Päpste von hier aus den Kirchenstaat, der sein Ende mit der Einigung Italiens im Jahre 1870 fand. Am 11.Februar 1929 kam erst dann die Versöhnung zwischen der Kirche und dem Staat zustande, als die heutigen Grenzen in den Lateranverträgen des Vatikanstaates festgelegt wurden. 3.Die Peterskirche Anfang 1500 stellte sich die Frage einer gründlichen Restaurierung oder eines kompletten Neubaus der Basilika immer dringlicher, so dass der im Oktober 1503 gewählte neue Papst Julius II. della Rovere im Jahre 1505 beschloss, Donato Bramante, einen der größten Architekten seiner Zeit, der ohnehin schon in Rom weilte, mit seiner Aufgabe zu beauftragen. Viele seiner Entwürfe sind in den Uffizien in Florenz aufbewahrt. Gemeinsam ist allen ein quadratischer Grundriss, der ein griechisches Kreuz mit vier hervortretenden Apsiden vorsieht. In der Höhe bildet das Quadrat einen Würfel, dessen Mitte von einer halbkugelförmigen Kuppel überdacht wird. 1984 wurde bemerkt, dass das Ganze einer präzisen symbolischen Vorstellung entspricht, die besonders im byzantinischen Raum lebendig war, nämlich: der Würfel (die Erde) verlängert sich in vier Armen (die vier Erdteile) und ist überwölbt von einer Kuppel (dem Himmel). Am 18. April 1506 wurde nach einer feierlichen Zeremonie mit dem Bau des ersten Stützpfeilers begonnen. Im darauffolgenden Jahr wurde das Fundament für die weiteren drei gelegt. Der Tod von Julius II. (1513) und von Bramantes (1514) unterbrach die Weiterführung des Baus, der bis zur Höhe der vier Stützen gediehen war. Neue Pläne kamen im Verlauf der folgenden 40 Jahre zustande und es wurde eifrig debattiert, ob die Peterskirche ein Zentralbau werden sollte, wie ihn nicht nur Bramante, sondern im Allgemeinen die Architekten der Renaissance bevorzugten. Der Langbau war nicht nur üblicher auf Grund der kirchlichen Tradition, er war auch geeigneter, um das ganze heilige Gelände der frühen konstantinischen Basilika zu decken. Unter der Bedingung der Einbeziehung der bereits errichteten vier zentralen Pilaster entwarfen Raffael und Antonio da Sangallo der Jüngere Pläne für ein Langhaus, während Baldassare Peruzzi sich für einen Zentralbau entschied. Schließlich beauftragte Papst Paul III. 1547 Michelangelo mit der Ausarbeitung eines neuen Entwurfs. Michelangelo griff Bramantes Plan des zentralen Grundrisses auf, allerdings mit stärkeren Pfeilern und Außenmauern. Er ließ Nischen einarbeiten und vorspringendes Mauerwerk aufsetzen. Eine gewaltige Kuppel sollte die Mitte des Raumes überdachen, in der auch der päpstliche Altar seinen Platz hatte. Schließlich gelangte der Entwurf zur Ausführung, aber die Kuppel konnte nicht mehr von Michelangelo verwirklicht werden, da er 1564 starb. Sein Schüler Giacomo Della Porta führte das großartige Werk zu Ende, nicht ohne einige Abänderungen vorzunehmen; z.B. gab er der Kuppel eine steilere Form. Sie hat einen Durchmesser von 42,56m und ist bis zur Kreuzesspitze 136,57m hoch. Die Laterne hat eine Höhe von 17m. Die Peterskuppel hat in der westlichen Welt späteren Kuppelbauten als Vorbild gedient. z.b. der Kathedrale St.Paul in London, dem Invalidendom in Paris und der klassizistischen Kuppel des Kapitols von Washington. Die Fassade ist ein Werk von Carlo Maderno, der sie 1612 fertigstellte. Mit einer Breite von 114,69m und einer Höhe von 45,55m weist sie eine gewaltige Säulenordnung auf, in die sich die Öffnungen der Zugänge zur Vorhalle und die Fenster einfügen. Die Breite des Mittelschiffes ist schon von außen durch den klassischen dreieckigen Giebel ersichtlich. Ein darüber liegendes Stockwerk mit breiten Öffnungen und eine Balustrade, auf der fast 6m große Statuen stehen, schließen das Ganze ab, zu dem auch noch die beiden seitlichen Türme gehören, der Glockenturm und der Uhrturm. Das Mittelschiff ist die Benediktionsloggia, auf die der Papst hinaustritt, wenn er gleich nach seiner Wahl die erste Botschaft verkündet und den Segen spendet. Auch an hohen Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern zeigt sich der Papst auf dieser Terrasse. Die Restaurierung der Fassade wurde im Juli 1999 abgeschlossen, die allerdings den Fehler hatte, dass sie die Kuppel verbarg bzw. optisch in die Ferne rückte. Der Petersdom ist das Zentrum der katholischen Christenheit und somit auch die berühmteste und meistbesuchte Kirche der Welt. Das Innere der Basilika: Die Vorhalle, auch ein Werk von Carlo Maderno, erinnert in ihrer Anlage an die antiken, urchristlichen Basiliken, denen immer ein Raum als Übergang von draußen nach drinnen vorgelagert war. Es ist ein grandioser Kirchenraum von überwältigenden Ausmaß, reich ausgeschmückt mit Struckarbeiten, Mosaiken und Statuen in entschiedenen barockem Stil, ein Raum, der den Besucher vielleicht anfänglich verwirrt, so dass er sich erst an die Dimensionen gewöhnen muss. Die Kirche ist 187m lang, die Breite beträgt auf der Höhe der Seitenschiffe 58m und im Querschiff 140m. Das Gewölbe im Mittelschiff erreicht an seiner höchsten Stelle 46m. Dies kann man mit einem 15-stöckigen Gebäude vergleichen. Im Mittelschiff entlang den Metallplatten im Fußboden kann man die Längenmaße der größten Kirchen der Welt sehen. Es ist geprägt von mächtigen Pilastern mit hohen, geriefelten und verstäbten (d.h. im unteren Teil der Kannelüren gefüllten) Lisenen (= hervortretende Mauerstreifen zur Gliederung einer Wandfläche), in denen Nischen ausgespart sind mit insgesamt 39 Statuen heiliggesprochener Ordensgründer. Die Decke trägt vergoldete Stuckverzierungen, die Pius VI. 1780 anfertigen ließ. Im rechten Seitenschiff (wenn man dem Altar zugewendet steht) sind zahlreiche Werke von hohem künstlerischem und religiösem Wert zu bewundern. Die berühmte Bronzestatue des segnenden Petrus wird dem gotischen Bildhauer Arnolfo di Cambio zugeschrieben. Einige Wissenschaftler vertreten allerdings die These, dass sie bereits aus dem 5.Jahrhundert stamme. Der Fuß ist sehr stark abgenützt von den viele Berührungen und Küssen der Gläubigen, die seit jeher auf diese Weise ihre Verehrung für den Apostelfürsten zum Ausdruck bringen. Über dem päpstlichen Hochaltar im Mittelpunkt der Kirche wölbt sich der berühmte Bronzebaldachin, ein Jugendwerk Berninis aus den Jahren 1624-1632. Er ist 29m hoch. Papst Urban VIII. hat ihn anfertigen lassen, um die „Leere" unter der Kuppel auszufüllen und hat so eine emporstehende Bewegung geschaffen. Der Baldachin wird von vier riesigen Säulen getragen, die spiralförmige Kannelierungen aufweisen. Auf dem geschwungenem Aufsatz sind Eckstatuen und zuoberst eine Kugel aus vergoldeter Bronze. Über dem Altar schwebt eine vergoldete Taube, das Symbol des HI. Geistes. Unterhalb des Altars befindet sich das Grab des HI. Petrus, das der Überlieferung nach die Überreste des Apostels birgt. Daher ist diese Stätte eine der von den Christen am intensivfesten verehrte und man hat über ihr den größten Tempel der Christenheit errichtet. Über dem Baldachin erhebt sich die Kuppel, deren innere Ausschmückung nach Kartonzeichnungen des Malers Cavalier d'Arpino aus dem XVI: Jahrhundert erfolgt ist. Im rechten Querschiff sei auf das Grabmal Clemens XIII. (1758-1769) hingewiesen, dass Antonio Canova, der größte italienische klassizistische Bildhauer, geschaffen hat. Auf dem Sarkophag sieht man die Statue des knienden Papstes und ihm zur Seite zwei allegorische Figuren. Es handelt sich dabei um die Religion, die ein Kreuz in der Hand hält und um den Geist des Todes, der die Fackel des Lebens auslöscht; zwei Löwen halten Wache. Hinter der Hauptsakristei, einem Raum mit zentralem Grundriss aus dem späteren achtzehnten Jahrhundert mit Säulen, gelangt man zur Schatzkammer des Petersdomes, die Kirchengeräte, Statuen, Bischofsmützen (Mitren), Papstkronen (Tiaren) und andere Gegenstände verschiedenster Herkunft enthält, vielfach Geschenke von Königen und Fürsten. Aus dem Zwischenraum unter dem Fußboden der heutigen Basilika und dem über der alten Konstantinbasilika wurden die Vatikanischen Grotten gewonnen. Sie werden auch Krypta genannt. Abgesehen von verschiedenen Heiligkapellen enthalten sie Grabstätten von Königen, Königinnen und Päpsten ab dem X.Jahrhundert. Die heiligste Stätte darin ist das Petrusgrab, über dem, wie schon gesagt, Kaiser Konstantin im IV.Jahrhundert ein kleines Gebäude errichten ließ. An diesem Ort befinden sich auch die Grabmäler von Paul VI. (1978) und Papst Johannes Paul II. (2005) und weiteren. Es waren heidnische Gräber mit Abbildungen und reichen Ausschmückungen. 4.Der Petersplatz Der Platz besteht aus zwei Teilen: einmal ein trapezförmiger Platz, der die Fassade von Maderno optisch in die Ferne rücken sollte und abschüssig angelegt wurde, um allen den Blick auf den Vorplatz zu ermöglichen, auf dem die religiösen Feiern abgehalten werden. Als zweiter der ovale Platz, der auf zwei Seiten von Säulengängen eingeschlossen ist, weil, wie Bernini selbst sagte, „die Kirche Petri sozusagen die Mutter aller anderen Kirchen ist und sie daher Säulengänge haben muss, die wie mit mütterlich ausgebreiteten Armen die Katholiken aufnehmen, um sie ihrem Glauben zu bestärken, die Irrgläubigen, um sie der Kirche zuzuführen und die Ungläubigen, um sie im wahren Glauben zu erleuchten." Die Ausmaße des Platzes können sich sehen lassen: die größte Breite beträgt 240m, die Tiefe 340m, der Säulengang besteht aus 284 Säulen, die jeweils 15m hoch sind. Auf der Brüstung erheben sich 140 Heiligenstatuen zum Himmel, von denen jede 3,20m groß ist. Die Pflasterung des Platzes senkt sich nach der Mitte zu, so dass die versammelt Menschenmenge überschaut werden kann. Im Zentrum erhebt sich der Obelisk (Säule). Ursprünglich hatte er im Zirkus Nero gestanden. Von dort ließ ihn Papst Sixtus V. auf den Petersplatz bringen. Der rechte Brunnen auf der Piazza ist ein Werk Madernos (1613), der linke ein Werk Berninis (1675). Die Scala Regia ist 60m lang. Sie führt vom Petersplatz zu den Palästen. 5.Die Vatikanpaläste, die vatikanische Gärten und die Bibliothek Die Vatikanpaläste: Schon ab Mitte des IX. Jahrhunderts war das Gebiet um Alt- Sankt Peter dank der von Leo III. erbauten Stadtmauer eine befestigte Burg.