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Utilitarismus

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 grundgedanken des utilitarismus
- Der Utilitarismus gehört zu den
teleologischen Ethiken (<griech.
Zweck, Ziel)
- Als Folgenethik (konseque

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grundgedanken des utilitarismus - Der Utilitarismus gehört zu den teleologischen Ethiken (<griech. Zweck, Ziel) - Als Folgenethik (konsequentialistische Ethik) beurteilt er Handlungen nach ihren Folgen her - Grundlage: Nützlichkeitsprinzip (Maximierung Freude/Minimierung Leid) - Systematisch begründet wurde der Utilitarismus im 18. und 19. Jahrhundert von Jeremy Bentham und John Mill FOLGEN für das WOHLERGEHEN ALLER BETROFFENEN OPTIMAL sind Konsequenzenprinzip (Folgenprinzip) hedonistisches Prinzip (Glücksprinzip) universalistisches Prinzip (Verallgemeinerungsprinzip) Vorgehen: 1. Entscheidungssituation: x oder y ??? 2. konkrete Anzahl: Betroffenengruppen festlegen 3. Berechnung: größter Wert ,,gewinnt" Utilitätsprinzip (Nutzenprinzip) QUANTITATIVER UTILITARISMUS: JEREMY BENTHAM => Ausführen derjenigen Handlung, durch die die größtmögliche Summe an Nutzen für alle Betroffenen erreicht wird GLÜCK: Freude>Leid: Handlung soll für alle Betroffenen möglichst viel Freude möglichst wenig Leid erreichen Jeremy Bentham (1748-1832) sah den Menschen und seine Handlungen also bestimmt durch zwei große gleichbleibende Tendenzen; -> das Streben nach Lust (pleasure) -> das Vermeiden von Schmerz (pain) Handle so, dass die FOLGEN deiner Handlung bzw. Handlungsregel für das WOHLERGEHEN ALLER BETROFFENEN OPTIMAL sind WICHTIG = Prinzip der Nützlichkeit -> Man soll/muss bei allen Entscheidungen prüfen, was am Nützlichsten für die Gesellschaft ODER das Individuum ist. Die Individuen bilden die Gesellschaft, man muss auf jedes einzelne Individuum schauen das betroffen ist HEDONISTISCHES KALKÜL Bantham ging davon aus, dass man menschliches Glück messen, kalkulieren und somit Handlungen bewerten kann. Man kann sich das wie eine Kosten- Nutzen-Rechnung vorstellen, bei der überlegt wird, wie viel Lust und Schmerz eine Handlung auslöst -> Hedonistisches Kalkül (<griech. Lust) In die Berechnung gehen folgende Größen ein - Intensität - Dauer Gewiss...

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it/Ungewissheit (Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Last) - Nähe/Ferne einer Freude/eines Leids - Folgenträchtigkeit - Reinheit der Freude/des Leids (keine Eintrübung durch schlechtes Gewissen, negative Folgen, Nebenwirkungen) - Ausmaß: Anzahl der betroffenen Personen => rein quantitative/rechnerisches Vorgehen (praktikable Methode zur exakten Bestimmung) Moralische Richtigkeit einer Handlung oder Handlungsregel bestimmt sich ausschließlich von den Folgen her Kriterium der moralischen Beurteilung einer Handlung ist das durch die Handlung erzielte Glück Entscheidend für den moralischen Wert einer Handlung oder Handlungsregel ist das Wohlergehen aller von der Handlung Betroffenen Maßstab für die Beurteilung der Folgen einer Handlung ist der Nutzen für das, was als an sich gut erachtet wird Utilitarismus QUALITATIVER UTILITARISMUS - JOHN MILL John Stuart Mill (1806-1873) reagierte eine Generation nach Bentham auf die Kritik auf dessen Utilitarismus und entwickelte den sogenannten qualitativen Utilitarismus PRO CON => Mill unterscheidet zwischen körperlichen, zufriedenstellenden Freuden (Sinnlichkeit) und geistigen, glückstiftenden Genüssen (Sittlichkeit) und bewertet die geistigen Genüsse als höherwertig und langfristiger (Beleg: kompetenter Richter; kennt beide Arten der Lüste, gibt geistiger Vorrang) ,,Es ist besser, ein unzufriedener Mensch als ein zufriedengestelltes Schwein zu sein; besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr" -> Prinzip der Nützlichkeit auch hier: Tendenz Glück>Leid - QUANTITATIVER UTILITARISMUS PRO - eine ethische Grundhaltung um Glück/Leid von jedem zu berücksichtigen QUANTITATIVER UTILITARISMUS Beim quantitativen Utilitarismus geht es um die Menge (Quantität) von Lust, die erzeugt wird - Glück als Ziel - Berechnung beruht auf empirischen Konsequenzen / Erfahrungswerten) - beruht auf nichts außerhalb des menschlichen Lebens HANDLUNGSUTILITARISMUS Beim Handlungsutilitarismus wird jede Situation utilitaristisch bewertet. Die Idee hinter dieser Einstellung ist, dass jede Situation einzigartig ist, und eine eigenen Bewertung erfordert. Der klassische Utilitarismus folgt dieser Vorstellung - vermeidet egoistisches Handeln => Gleichheit/Allgmwohl - kann bestimmen ob eine Handlung moralisch richtig ist - objektive Betrachtung der Handlung -> Verhinderung moralischer Konflikte (Berechnung) PRO CONTRA-QUALITATIVER PRO - Lüste sind differenziert (qualitative Abstufung) alles „fühlende Leben" wird miteinbezogen Ergänzung Handlungsregeln = Schutz Minderheiten, unparteiisch, spart Zeit, kompetenter Beurteiler - - QUALITATIVER UTILITARISMUS Beim qualitativen Utilitarismus wird die Art der Lust berücksichtigt, die verschiedene Handlungen hervorbringen. Es wird bewertet, welche Lust qualitativ höherwertig ist REGELUTILITARISMUS Beim Rege tilitarismus wird davon ausgegangen, dass es zu viel Aufwand wäre, jede Situation einzeln zu bewerten. Daher werden allgemeine Regeln für wiederkehrende Situationen aufgestellt. Diese Regeln sollen dabei gemäß den utilitaristischen Prinzipien entworfen werden. Die Menschen sollen diesen Regeln grundsätzlich folgen UTILITARISMUS CONTRA - ,,Gesundheit" wo einzuordnen? - Grundbedürfnisse werden nicht berücksichtigt - neutraler Beobachter bewertet individuell - menschen ohne Erziehung/ Selbstdisziplin/Anstrengung fallen weg CONTRA - Zeitaufwendig - konkrete/bestimmte Zahl vergeben ist schwierig - kompliziert sich in alle Betroffenen hineinzuversetzen - Lustempfinden individuell - Lustempfindungen können keine alleinige Entscheidungsgrundlage sein - sollen alle Lüste berücksichtigt werden? -> destruktive/sadistische? - kann Lust jedes Leid aufwiegen? -> Schutz von Minderheiten - schwerkalkulierbare Folgen - kann keine langfristigen Interessen berücksichtigen = Momentaufnahme REGELUTILITARISMUS - JOHN MILL => beruht darauf konkrete moralische Entscheidungen in Übereinstimmung mit einer Regel zu fällen, ohne zu beachten ob es in der konkreten Situation eine Handlungsalternative mit besseren Folgen gibt. -> moralische Regeln fördern das größte allgemeine Wohl !!! (utilitaristische Basis) -> eine Handlung ist moralisch richtig, wenn sie mit solchen Handlungsregeln übereinstimmt, die ein Höchstmaß an Wohlergehen bewirken PRO CONTRA-REGELUTILITARISMUS PRO - Zeitersparnis - Berücksichtigung von Minderheiten objektiver - kompatibel mit gängiger Moralvorstellung (Gerechtigkeit, Fairness...) CONTRA - nicht auf jede Situation anwendbar (Moral) -Regeln müssen zunächst bestimmt werden -> von wem? welche Bedingungen? - Regelkonflikte? -> sich widersprechende Regeln - Regeln sind absolut -> Ausnahmen müssen möglich sein - Gefahr blinden Befolgens ALLGEMEINE KRITIK AM UTILITARISMUS => es gibt zahlreiche kritische Stimmen zum Utilitarismus in den verschiedensten Ausprägungen. Die meisten beziehen sich auf den Handlungsutilitarismus (Es gibt aber auch Kritikpunkte, die anderen Stellen ansetzen): - Die Folgen einer Handlung seien schwer einzuschätzen, vor allem langfristige Folgen seien kaum kalkulierbar - Glückszustände seien nicht interpersonal vergleichbar - das Glück verschiedener Menschen könne daher nicht „verrechnet“ werden - Eine objektive Abwägung sei dem Menschen gar nicht möglich. Er sei emotional und parteilich (er rette z.B. lieber das eigene Kind vor dem Ertrinken als zwei fremde Kinder). Damit gehe der utilitaristische Ansatz am realen Menschen vorbei - Der Utilitarismus versteife sich nur auf einen Wert (Lust, Glück) und lasse andere Werte (z.B. Gleichheit, Wahrheit, Freiheit, Menschenwürde,etc) außer Acht - Die Utilitaristen würden in ihrer Argumentation einen naturalistischen Fehlschluss begehen, indem sie von einem Faktum (Glück/Wohlergehen wird angestrebt) auf eine Norm (Glück/Wohlergehen ist erstrebenswert) schlössen. Die Vermehrung kollektiven Glücks sei aber gar nicht notwendigerweise moralisch wünschenswert PRÄFERENZUTILITARISMUS - PETER SINGER Bei dieser Form des Utilitarismus die stark von Peter Singer (geb. 1946) geprägt worden ist, steht nicht die Vermeidung von Leid und die Maximierung von Glück im Vordergrund, sondern die Beachtung der Präferenzen aller betroffenen Wesen. PRÄFERENZEN = sind Wünsche/Interessen/Vorlieben, die sich auf Gegenstände, Handlungen und Zustände beziehen können EXTERNE PRÄFERENZEN = betreffen mich nicht direkt, sondern andere + nicht selbst erlebt/herstellbar/beeinflussbar -> Präferenzen gehen über aktuelle Lebensinteressen hinaus, die mit einer Handlung verbunden sind INTERNE PRÄFERENZEN = betreffen mich direkt + erlebbar/beeinflussbar von mir -> Präferenzen können recht allgemein und langfristig sein => Handlungen sollten so gewählt werden, dass sie möglichst umfassend den den vorhandenen Präferenzen gerecht werden: Maximierung der Erfüllung von Wünschen, Zielen und Interessen hat also Vorrang PRO - Interessen sind „objektiver" im Vergleich zu subjektiven Lustempfindungen selbst (Die Missachtung der Präferenz einer Person ist hierbei idR höher zu werten, als bei anderen Wesen ABER grundlegende Präferenzen (z. B. die Präferenz, zu leben) wiegen schwerer: Das Bedürfnis eines Schweins zu leben wird höher bewertet als das Bedürfnis eines Menschen ein Schnitzel zu essen) PRO CONTRA- PRÄFERENZUTILITARISMUS - Lust ist momentbezogen, Interessen sind zukunftsorientierter und langfristiger - Interessen sind klar formuliert erkennbar -> eher umsetzbar - Perspektive für Zukunft, z.B. Umweltschutz (Erhalt Umwelt für zukünftige Generation) - man ist nicht auf den Vergleich von Lüsten angewiesen CONTRA - es gibt auch irrationale/ fragwürdige Interessen - Interessen von anderen sind trotzdem schwerer einschätzbar - setzt Wissen/Informiertheit voraus - Interessen sind unter Umständen manipulierbar/ lenkbar NOTES

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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it/Ungewissheit (Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Last) - Nähe/Ferne einer Freude/eines Leids - Folgenträchtigkeit - Reinheit der Freude/des Leids (keine Eintrübung durch schlechtes Gewissen, negative Folgen, Nebenwirkungen) - Ausmaß: Anzahl der betroffenen Personen => rein quantitative/rechnerisches Vorgehen (praktikable Methode zur exakten Bestimmung) Moralische Richtigkeit einer Handlung oder Handlungsregel bestimmt sich ausschließlich von den Folgen her Kriterium der moralischen Beurteilung einer Handlung ist das durch die Handlung erzielte Glück Entscheidend für den moralischen Wert einer Handlung oder Handlungsregel ist das Wohlergehen aller von der Handlung Betroffenen Maßstab für die Beurteilung der Folgen einer Handlung ist der Nutzen für das, was als an sich gut erachtet wird Utilitarismus QUALITATIVER UTILITARISMUS - JOHN MILL John Stuart Mill (1806-1873) reagierte eine Generation nach Bentham auf die Kritik auf dessen Utilitarismus und entwickelte den sogenannten qualitativen Utilitarismus PRO CON => Mill unterscheidet zwischen körperlichen, zufriedenstellenden Freuden (Sinnlichkeit) und geistigen, glückstiftenden Genüssen (Sittlichkeit) und bewertet die geistigen Genüsse als höherwertig und langfristiger (Beleg: kompetenter Richter; kennt beide Arten der Lüste, gibt geistiger Vorrang) ,,Es ist besser, ein unzufriedener Mensch als ein zufriedengestelltes Schwein zu sein; besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr" -> Prinzip der Nützlichkeit auch hier: Tendenz Glück>Leid - QUANTITATIVER UTILITARISMUS PRO - eine ethische Grundhaltung um Glück/Leid von jedem zu berücksichtigen QUANTITATIVER UTILITARISMUS Beim quantitativen Utilitarismus geht es um die Menge (Quantität) von Lust, die erzeugt wird - Glück als Ziel - Berechnung beruht auf empirischen Konsequenzen / Erfahrungswerten) - beruht auf nichts außerhalb des menschlichen Lebens HANDLUNGSUTILITARISMUS Beim Handlungsutilitarismus wird jede Situation utilitaristisch bewertet. Die Idee hinter dieser Einstellung ist, dass jede Situation einzigartig ist, und eine eigenen Bewertung erfordert. Der klassische Utilitarismus folgt dieser Vorstellung - vermeidet egoistisches Handeln => Gleichheit/Allgmwohl - kann bestimmen ob eine Handlung moralisch richtig ist - objektive Betrachtung der Handlung -> Verhinderung moralischer Konflikte (Berechnung) PRO CONTRA-QUALITATIVER PRO - Lüste sind differenziert (qualitative Abstufung) alles „fühlende Leben" wird miteinbezogen Ergänzung Handlungsregeln = Schutz Minderheiten, unparteiisch, spart Zeit, kompetenter Beurteiler - - QUALITATIVER UTILITARISMUS Beim qualitativen Utilitarismus wird die Art der Lust berücksichtigt, die verschiedene Handlungen hervorbringen. Es wird bewertet, welche Lust qualitativ höherwertig ist REGELUTILITARISMUS Beim Rege tilitarismus wird davon ausgegangen, dass es zu viel Aufwand wäre, jede Situation einzeln zu bewerten. Daher werden allgemeine Regeln für wiederkehrende Situationen aufgestellt. Diese Regeln sollen dabei gemäß den utilitaristischen Prinzipien entworfen werden. Die Menschen sollen diesen Regeln grundsätzlich folgen UTILITARISMUS CONTRA - ,,Gesundheit" wo einzuordnen? - Grundbedürfnisse werden nicht berücksichtigt - neutraler Beobachter bewertet individuell - menschen ohne Erziehung/ Selbstdisziplin/Anstrengung fallen weg CONTRA - Zeitaufwendig - konkrete/bestimmte Zahl vergeben ist schwierig - kompliziert sich in alle Betroffenen hineinzuversetzen - Lustempfinden individuell - Lustempfindungen können keine alleinige Entscheidungsgrundlage sein - sollen alle Lüste berücksichtigt werden? -> destruktive/sadistische? - kann Lust jedes Leid aufwiegen? -> Schutz von Minderheiten - schwerkalkulierbare Folgen - kann keine langfristigen Interessen berücksichtigen = Momentaufnahme REGELUTILITARISMUS - JOHN MILL => beruht darauf konkrete moralische Entscheidungen in Übereinstimmung mit einer Regel zu fällen, ohne zu beachten ob es in der konkreten Situation eine Handlungsalternative mit besseren Folgen gibt. -> moralische Regeln fördern das größte allgemeine Wohl !!! (utilitaristische Basis) -> eine Handlung ist moralisch richtig, wenn sie mit solchen Handlungsregeln übereinstimmt, die ein Höchstmaß an Wohlergehen bewirken PRO CONTRA-REGELUTILITARISMUS PRO - Zeitersparnis - Berücksichtigung von Minderheiten objektiver - kompatibel mit gängiger Moralvorstellung (Gerechtigkeit, Fairness...) CONTRA - nicht auf jede Situation anwendbar (Moral) -Regeln müssen zunächst bestimmt werden -> von wem? welche Bedingungen? - Regelkonflikte? -> sich widersprechende Regeln - Regeln sind absolut -> Ausnahmen müssen möglich sein - Gefahr blinden Befolgens ALLGEMEINE KRITIK AM UTILITARISMUS => es gibt zahlreiche kritische Stimmen zum Utilitarismus in den verschiedensten Ausprägungen. Die meisten beziehen sich auf den Handlungsutilitarismus (Es gibt aber auch Kritikpunkte, die anderen Stellen ansetzen): - Die Folgen einer Handlung seien schwer einzuschätzen, vor allem langfristige Folgen seien kaum kalkulierbar - Glückszustände seien nicht interpersonal vergleichbar - das Glück verschiedener Menschen könne daher nicht „verrechnet“ werden - Eine objektive Abwägung sei dem Menschen gar nicht möglich. Er sei emotional und parteilich (er rette z.B. lieber das eigene Kind vor dem Ertrinken als zwei fremde Kinder). Damit gehe der utilitaristische Ansatz am realen Menschen vorbei - Der Utilitarismus versteife sich nur auf einen Wert (Lust, Glück) und lasse andere Werte (z.B. Gleichheit, Wahrheit, Freiheit, Menschenwürde,etc) außer Acht - Die Utilitaristen würden in ihrer Argumentation einen naturalistischen Fehlschluss begehen, indem sie von einem Faktum (Glück/Wohlergehen wird angestrebt) auf eine Norm (Glück/Wohlergehen ist erstrebenswert) schlössen. Die Vermehrung kollektiven Glücks sei aber gar nicht notwendigerweise moralisch wünschenswert PRÄFERENZUTILITARISMUS - PETER SINGER Bei dieser Form des Utilitarismus die stark von Peter Singer (geb. 1946) geprägt worden ist, steht nicht die Vermeidung von Leid und die Maximierung von Glück im Vordergrund, sondern die Beachtung der Präferenzen aller betroffenen Wesen. PRÄFERENZEN = sind Wünsche/Interessen/Vorlieben, die sich auf Gegenstände, Handlungen und Zustände beziehen können EXTERNE PRÄFERENZEN = betreffen mich nicht direkt, sondern andere + nicht selbst erlebt/herstellbar/beeinflussbar -> Präferenzen gehen über aktuelle Lebensinteressen hinaus, die mit einer Handlung verbunden sind INTERNE PRÄFERENZEN = betreffen mich direkt + erlebbar/beeinflussbar von mir -> Präferenzen können recht allgemein und langfristig sein => Handlungen sollten so gewählt werden, dass sie möglichst umfassend den den vorhandenen Präferenzen gerecht werden: Maximierung der Erfüllung von Wünschen, Zielen und Interessen hat also Vorrang PRO - Interessen sind „objektiver" im Vergleich zu subjektiven Lustempfindungen selbst (Die Missachtung der Präferenz einer Person ist hierbei idR höher zu werten, als bei anderen Wesen ABER grundlegende Präferenzen (z. B. die Präferenz, zu leben) wiegen schwerer: Das Bedürfnis eines Schweins zu leben wird höher bewertet als das Bedürfnis eines Menschen ein Schnitzel zu essen) PRO CONTRA- PRÄFERENZUTILITARISMUS - Lust ist momentbezogen, Interessen sind zukunftsorientierter und langfristiger - Interessen sind klar formuliert erkennbar -> eher umsetzbar - Perspektive für Zukunft, z.B. Umweltschutz (Erhalt Umwelt für zukünftige Generation) - man ist nicht auf den Vergleich von Lüsten angewiesen CONTRA - es gibt auch irrationale/ fragwürdige Interessen - Interessen von anderen sind trotzdem schwerer einschätzbar - setzt Wissen/Informiertheit voraus - Interessen sind unter Umständen manipulierbar/ lenkbar NOTES