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EZB (Europäische Zentralbank)

17.3.2021

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Nr.1 EZB Vorabi:
Stellen sie den Aufbau, die Zielsetzungen, die instrumente sowie die geldpolitische Strategie
der Europäischen Zentralbank
Nr.1 EZB Vorabi:
Stellen sie den Aufbau, die Zielsetzungen, die instrumente sowie die geldpolitische Strategie
der Europäischen Zentralbank
Nr.1 EZB Vorabi:
Stellen sie den Aufbau, die Zielsetzungen, die instrumente sowie die geldpolitische Strategie
der Europäischen Zentralbank

Nr.1 EZB Vorabi: Stellen sie den Aufbau, die Zielsetzungen, die instrumente sowie die geldpolitische Strategie der Europäischen Zentralbank dar: Nach der Gründung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) auf Grundlage des Vertrages von Maastricht wurde ein wirtschaftlicher Zusammenschluss der Länder der Europäischen Union angestrebt. Im Zuge dessen erschuf man die Europäische Zentralbank und führte einen gemeinsamen Binnenmarkt mit dem Euro als gemeinsame Währung ein und liberalisierte den Kapitalverkehr vollständig. Da jedoch bis heute nicht alle Mitglieder der EU der Währungsunion beigetreten sind, unterscheidet man zwischen dem Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) und dem Eurosystem im Allgemeinen. Das Eurosystem umfasst dabei seit 2015 19 Mitgliedstaaten, welche alle den Euro als gemeinsame Währung eingeführt haben. Das ESZB setzt sich aus der EZB mit Sitz in Frankfurt am Main, sowie den nationalen Zentralbanken aller EU-Mitgliedstaaten zusammen. Zu dem ESZB gehören somit auch die Zentralbanken der Länder, die noch nicht Mitglied der Europäischen Währungsunion sind und somit den Euro noch nicht als Währung eingeführt haben. Die Organe des ESZB teilen sich in den EZB-Rat, das EZB-Direktorium, sowie den Erweiterten Rat. Das oberste und wichtigste Entscheidungsorgan ist der EZB-Rat welcher sich aus dem EZB-Präsidenten, dem EZB-Vizepräsidenten, vier weiteren Mitgliedern aus dem EZB-Direktorium, sowie den Präsidenten der Zentralbanken der 19 Mitgliedstaaten zusammensetzt. Dem Rat sind nahezu alle Entscheidungskompetenzen zugeschrieben und er erlässt Leitlinien und Entscheidungen, um die Geldpolitik...

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im Euroraum zu beeinflussen. Das EZB-Direktorium besteht aus dem EZB-Präsidenten und dem EZB-Vizepräsidenten, sowie weiteren vier Mitgliedern, welche mehrheitlich vom Europäischen Rat gewählt werden. Dieses Direktorium soll sich dann mit den 19 Präsidenten der nationalen Zentralbanken abstimmen, um die Geldpolitik gemäß der Angaben des Rates auszuführen. Des Weiteren führt es die laufenden Geschäfte der EZB und bereitet die Sitzungen des EZB-Rats vor. Zu guter Letzt gibt es den "Erweiterten Rat", welcher ein weiteres Beschlussorgan neben dem EZB-Rat darstellt, solange noch nicht alle EU-Staaten der Währungsunion beigetreten sind. Ihm gehören der EZB-Präsident sowie Vizepräsident und die Präsidenten der nationalen Zentralbanken aller 28 EU-Mitgliedstaaten an. Der Erweiterte Rat hat zwar keine geldpolitischen Befugnisse, doch er agiert als Bindeglied zwischen den Staaten die nicht in der Währungsunion sind und denen die in der Währungsunion sind. Er leistet somit beispielsweise Vorarbeiten als Rat in Fragen der Erweiterung der Währungsunion, sowie der Harmonisierung wichtiger Statistiken. Der Erweiterte Rat soll aufgelöst werden, sobald alle EU-Mitgliedstaaten den Euro als Währung eingeführt haben. Wichtig ist hierbei noch zu erwähnen, dass die EZB einer politische Unabhängigkeit unterliegt und somit keine Weisungen von Organen oder Einrichtungen der Gemeinschaft, Regierungen der Mitgliedstaaten oder anderen Stellen entgegen nehmen darf. Die EZB verfolgt als Organ der Europäischen Union verschiedene Zielsetzungen, angefangen mit dem vorrangigen Ziel der Preisniveaustabilität. Das bereits im Maastrichter Vertrag festgehaltene Konvergenzkriterium wird als erreicht angesehen, wenn der Verbraucherpreisindex der gesamten Eurozone bei, aber unter 2% liegt. Man hat sich dabei für die 2% entschieden, da bis zu diesem Wert der Inflationsrate die Bevölkerung den Eindruck stabiler Preise hat. Wichtig ist dabei festzuhalten, dass es sich nicht um ein direktes Inflationsziel handelt und phasenweise Überschreitungen möglich sind, da sich die EZB nicht unter Handlungsdruck setzen möchte. Weitere Ziele der EZB liegen in der Unterstützung der allgemeinen Wirtschaftspolitik der EU, um ein hohes Beschäftigungsniveau, ein nicht-inflationäres WiWa, sowie einen hohen Grad an Wettbewerbsfähigkeit zu ermöglichen (unter Wahrung des primären Ziels der Preisniveaustabilität). Um die geldpolitischen Strategien der EZB näher zu erläutern, muss man zunächst die umfassenden Analysen betrachten, welche die Risiken für die Preisstabilität anhand verschiedener Indikatoren ermitteln sollen und somit ausschlaggebend für die Entscheidungen der EZB sind. Zunächst gibt es die sogenannte "wirtschaftliche Analyse", welche kurzfristig angesetzt ist und realwirtschaftliche Faktoren, wie den Nachfragedruck anhand der konjunkturellen Entwicklung, die binnenwirtschaftliche Kostensituation anhand der Löhne und Lohnverhandlungen und der außenwirtschaftlichen Lage anhand von Wechselkursen, sowie Rohstoff- und Ölpreisen ermittelt. Außerdem liefern Finanzmarktpreise und zukünftig erwartete Zinsen Anhaltspunkte über die Inflationserwartung der Wirtschaft. Dabei entstehen sogenannte "Projektionen", welche die Einschätzungen der Wachstums- und Preisperspektive darstellen. Allerdings müssen diese stets kritisch betrachtet werden, da alle untersuchten Indikatoren mit hoher Unsicherheit behaftet sind. Die zweite Analyse, die sogenannte "monetäre Analyse", beobachtet die Entwicklung der Geldmenge und Kredite und ist mittel- bis langfristig angesetzt. Sie dient primär als Ergänzung und Prüfinstrument der wirtschaftlichen Analyse und kann somit als eine Art Gegenprüfung zur Überprüfung der Inflationsrisiken betrachtet werden. Beobachtet wird dabei der Zusammenhang der Geldmengen- und Preisentwicklung im Euroraum, hauptsächlich anhand der Geldmenge M3, aber auch anhand der Kreditentwicklung. Sie basiert dabei auf der Erkenntnis, dass Inflation langfristig mit einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge einhergehen muss. Um die Zielsetzungen der EZB zu erreichen, stehen der EZB verschiedene Instrumente mit verschiedenen Wirkungsweisen zur Verfügung, mit welchem sie die Zufuhr an Zentralbankgeld in das Geschäftsbankensystem steuern kann. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen der sogenannten expansiven Geldpolitik, bei welcher die EZB die Geldmenge erhöht (zum Beispiel durch eine Senkung des Leitzinses) und somit die Kreditaufnahme für Banken, Unternehmen, privaten Haushalten und sonstigen Wirtschaftsteilnehmern attraktiver macht und dadurch einen Wachstumsimpuls durch eine allseits gestiegene Nachfrage gibt, sowie der restriktiven Geldpolitik, bei welcher die EZB Geld aus dem Wirtschaftskreislauf abschöpft (zB durch Erhöhung des Leitzinses) und somit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage innerhalb der EU dämpft. Die Kreditvergabe hat somit den größten Einfluss auf die Geldmenge, auch wenn der Erfolg der betriebenen Geldpolitik natürlich auch davon abhängt, ob die Banken die Impulse aufnehmen oder nicht. Zur Ausführung der jeweiligen Geldpolitik greift die EZB auf die sogenannte "Offenmarktpolitik", auf die "ständige Fazilitäten" oder auf die "Mindestreserve" zurück. Die Offenmarktpolitik wird in Form von Wertpapierpensionsgeschäften ausgeführt, was bedeutet, dass die EZB für einen vorher bestimmten Zeitraum Wertpapiere von Geschäftsbanken gegen Zentralbankgeld erwirbt, was eine Liquiditätssteigerung für die Geschäftsbanken darstellt, weshalb diese billigere Kredite vergeben können und der Geldmarkt insgesamt liquider wird. Es handelt sich dabei allerdings um eine Rückkaufvereinbarung ("Repo-Geschäft"), was bedeutet, dass die Geschäftsbanken die verkauften Wertpapiere nach der abgelaufenen Frist wieder zurückerwerben müssen. Dies führt zu einer Liquiditätssenkung der Geschäftsbanken (und des Geldmarktes), da die Geldmenge sinkt. Zur Offenmarktpolitik gehört dabei das "Hauptrefinanzierungsgeschäft" (Wochentender), welches eine wöchentliche Auktion mit Geschäftsbanken für eine Laufzeit von einer Woche mit sehr sicheren Wertpapieren beschreibt. Außerdem gibt es den Basistender, welcher einmal im Monat für eine Laufzeit von 3 Monaten abgeschlossen werden kann. Die Zinsen dieser beiden Geschäfte werden entweder vom Eurosystem festgesetzt (Mengentender) oder ergeben sich aus den Zinsgeboten der Banken (Zinstender). Allerdings hat man sich nach der Finanzkrise 2008 darauf geeinigt nurnoch Repo-Geschäfte nach Mengentendern abzuschließen. Die Ständigen Fazilitäten bieten die Möglichkeit die Schwankungen des Geldmarktes nach oben und unten einzugrenzen. Es gibt zum einen die Spitzenrefinanzierungsfazilität, welche den Banken ermöglicht für einen Tag ("über Nacht") unbegrenzt Geld zu einem festgelegten Zinssatz, welcher über dem Satz der Hauptrefinanzierungsfazilität liegt, aufzunehmen und so einen kurzfristigen Liquiditätsbedarfs auszugleichen. Die Einlagefazilität bietet den Banken die Möglichkeit überschüssige Liquidität (für einen Tag) zu einem darunterliegendem Zins beim Eurosystem anzulegen. Im Allgemeinen bilden diese Beiden Zinssätze mit dem Zinssatz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte den sogenannten "Leitzins". Eine dritte Möglichkeit der EZB Einfluss auf die Geldmenge zu nehmen entsteht durch die Mindestreserve, nach welcher die Banken Einlagen bei der EZB in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes ihrer Kundeneinlagen unterhalten müssen. Je höher der Prozentsatz, desto weniger Geld haben die Banken zur Verfügung und somit wirkt die Mindestreserve auf die Liquiditätsschwankungen am Geldmarkt wie ein Puffer. Außerdem stärkt sie die Bindung der Bankengeldschöpfung an die EZB (wirkt direkt).