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Aufgabe 2.): Erläutern Sie, wie sich die Globalisierung auf Unternehmen und Beschäftigung
in Deutschland auswirkt.
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Zwei von drei gemachten Aufgaben zum Thema "Globalisierung"

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Globalisierung Aufgabe 2.): Erläutern Sie, wie sich die Globalisierung auf Unternehmen und Beschäftigung in Deutschland auswirkt. Globalisierung ist das „Zauberwort" des Handels, die weltweite Öffnung und Verschmelzung sowie Transparenz von (Handels-)Märkten. Man spricht auch von Internationalisierung" der Wirtschaft. Das Wesen der Globalisierung liegt darin, dass das Prinzip des Wettbewerbs alle Gesellschaftsbereiche erfasst. Dabei bleibt der Wettbewerb nicht länger auf die private Wirtschaft beschränkt, sondern wirkt sich auch auf das politische und rechtliche System aus, was wiederum zu Strukturänderungen in den Unternehmen, in der Finanzwelt, im Transport- und Kommunikationswesen sowie im Bildungssystem und Kultur führt. Aus dieser Globalisierung ergibt sich bei vielen Unternehmen die Notwendigkeit der Ausdehnung in die geographischen Räume. Dies bedeutet, dass neue Prozessketten zu entwickeln und Zuliefernetzwerke aufzubauen sind. So ist ein Unternehmen gezwungen, nach wie vor bei sichtbar handelspolitischen Gegebenheiten ein „lokales Standbein" in den Abnehmerländern aufrechtzuerhalten. Dies führt dazu, dass an einzelnen Standorten für die weltweite Produktion Komponenten zu bauen sind. Gehen wir von einem mittelständischen Unternehmen aus, so resultiert daraus der Zwang, Netzwerke und Partnerschaften eingehen zu müssen, um durch das Schließen solcher Bündnisse gesamte Wertschöpfungsketten anbieten zu können. Die Globalisierungsaktivitäten der Unternehmen reichen so von der Entwicklung einzelner Produktionsstätten, um flexibel und zeitnah den Abnehmer versorgen zu können, und weiten sich in einen zweiten Schritt aus, indem Vertriebsniederlassungen und in einem dritten Schritt Entwicklungskapazitäten aufgebaut werden. 1...

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Als gutes Beispiel fällt mir hierzu das deutsche Unternehmen Fa. Siemens ein: Im Jahr 2000, erstmals seit dem Markteintritt vor rund 45 Jahren, sind die USA zum größten Absatzmarkt für Siemens weltweit geworden. Mit mehr als 650 Niederlassungen in allen Bundesstaaten, über 75.000 Mitarbeitern und einer Aufwendung von insgesamt 785 Millionen US-Dollar zählt Siemens zu einem der größten Arbeitgeber weltweit. In Japan ist Siemens seit mehr als 130 Jahren aktiv. Durch Partnerschaften und verschiedene andere Verträge konnte Siemens seinen Umsatz in Japan steigern. Besondere Fortschritte wurden auf dem Gebiet der medizinischen Technik erzielt. Dieser Erfolg wird ebenfalls, wie auch in den USA, durch neue Produkte im Bereich der Computertomographen begünstigt. Diese Dominanz ist auch auf dem Markt der Hörgeräte zu erkennen, wo Siemens einen Marktanteil von 15 % besitzt. Für die Stadt Hiroshima lieferte Siemens eine umweltfreundliche und flexible Niederflurstraßenbahn. Der Erfolg von Siemens für den Verkehr wurde hierdurch sehr gesteigert. Die Zusammenarbeit mit inländischen Firmen sorgte für eine günstigere Belieferung sämtlicher Zweigwerke mit Elektronikkomponenten für Fahrzeuge. Hinzu kommt, dass durch eine umfangreiche Produktpalette und einer sehr großen Erfahrung die Tochtergesellschaft der bekannten Infineon Technologies AG die Überlegenheit auf dem Markt der Bauelemente weiter ausbauen konnte. FAZIT: Siemens hat es durch lukrative Verträge und wertvolle Partner geschafft, weltweit zu einem der erfolgreichsten und größten Konzerne der Welt zu werden. In den Zeiten der Globalisierung kann man durch internationale Beziehungen zu einem aufstrebenden Unternehmen werden. Durch eine Firmenphilosophie, die der Globalisierung angepasst ist, und durch immer moderne und qualitativ hochwertige Produkte wird man heutzutage und in Zukunft weiterhin Gewinn machen. Siemens hat es geschafft sowohl in den USA als auch in Japan Fuß zu fassen und sich einen großen Kundenstamm aufzubauen. Mit ständig neuen Ideen und innovativen Entwicklungen lockt Siemens neue Kunden an. Auch die verschiedenen global angesiedelten Unternehmen tragen dazu bei, dass Siemens hohe Gewinne erzielt. 2 Doch die Globalisierung und Vergrößerung der Unternehmen hat auch Nachteile. Entwicklungsländer werden zu sehr von den Konzernen beherrscht und teilweise ausgebeutet. Dagegen ist es in Industrieländern wie Japan oder den USA für ausländische Unternehmen schwierig, an Einfluss zu gewinnen. Jedoch hat Siemens in den USA durch Zusammenarbeit mit lokal dominierenden Unternehmen und in Japan durch die Erschließung eines neuen Marktes es geschafft, seine Positionen zu festigen und konkurrenzfähig zu bleiben. Aufgabe 3.): Sie sind Chef eines international tätigen us-amerikanischen Unternehmens aus dem Bereich der Elektromobilität, welches eine neue Produktionsstätte außerhalb der USA aufbauen möchte. Dabei kommen Standorte in Deutschland oder aber China in Frage. Treffen Sie, unter Berücksichtigung ihrer bisherigen Arbeitsergebnisse, eine begründete Entscheidung. In der heutigen Zeit ist es fast schon eine Ausnahme, wenn ein Unternehmen nicht im Ausland produziert beziehungsweise produzieren lässt. Jedoch bringt eine solche Produktionsverlagerung nicht immer nur Vorteile mit sich. In unserem Fall geht es um ein internationales us-amerikanisches Unternehmen. Die USA importieren mehr Waren, als sie selbst ausführen. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wollte das ändern und belegte exportstarke Länder. So überzog er seit 2018 die ganze Welt mit Sonderzöllen, im Vordergrund standen Stahl und Aluminium. Hauptziel im Handelsstreit ist allerdings China. Hier geht es nicht nur um eine unausgeglichene Handelsbilanz, sondern um politische Vormacht und um den Technologie-Spitzenplatz. Wenn wir von Trump's/den Strafzöllen gegen chinesische Produkte absehen, dann würde ich als Standort für mein US-amerikanisches Unternehmen im Bereich der Elektromobilität China bevorzugen, da China in Bezug auf Technologie sowie Automatisierung Spitzenreiter ist. 3 Hauptvorteil einer Produktionsverlagerung nach China sind die geringeren Kosten. Dieses macht sich gerade beim Lohn und Gehalt bemerkbar. Ein Arbeiter in China erhält nur einen Bruchteil von dem, was ein Arbeiter für die gleiche Arbeit in Deutschland bekommen würde. Die Einsparungen für das Unternehmen sind enorm. Ein weiteres Pro für Unternehmen sind die wenig vorhandenen Richtlinien in einer Produktion in China. Anders als in Deutschland sind hier Arbeitsplatzbedingungen und Pausenregelungen sowie die Arbeitszeiten eher lockerer geregelt. Bei Nichteinhaltung der Richtlinien, gefördert durch nicht vorhandene Kontrollen, kann ein Unternehmen auch in diesem Bereich Geld sparen. Ebenfalls zum Kostenfaktor zählen die Logistikkosten, allerdings als Pluspunkt für Deutschland. Die in China produzierte Ware muss nach Amerika transportiert werden, wodurch höhere Logistikkosten anfallen, als bei einer Produktion in Deutschland. Bringt ein Unternehmen zusätzlich noch seine Rohwaren mit, müssen diese ebenfalls mit hohem Aufwand nach China befördert werden. Nutzt ein Unternehmen die Möglichkeit der Rohmaterialienbeschaffung auf dem chinesischen Markt, fallen nur Kosten für die Beförderung der Waren nach Amerika an. Neben den finanziellen Aspekten gibt es auch andere Folgen, mit denen ein Unternehmen bei einer Auslandsproduktion rechnen muss. Mit der Globalisierung kam nicht nur die weltweite Verflechtung verschiedenster Bereiche, sondern auch die Transparenz der Unternehmen. Heutzutage ist es leicht herauszufinden, wo ein Unternehmen seine Produkte herstellen lässt, und zwar mit dem Label ,,Made in Germany oder China". Dies kann sowohl zum Vorteil als auch zum Nachteil eines Produktes werden. „Made in China" steht für minderwertige Qualität. Aber nicht nur der Qualitätsunterschied, sondern auch das Wissen, dass die Produkte von Arbeitern unter schlechten Bedingungen hergestellt werden, verleiten Kunden dazu, keine Waren aus China zu kaufen. „Made in Germany" trägt. Deutschland steht für Qualitätsware. Die Entscheidung für eine Auslandsproduktion liegt letztendlich beim Unternehmen. Verbessern sich dadurch Marktchancen und Wettbewerbsfähigkeit, ist es sinnvoll. Die Pro- und Contra-Seiten einer solchen Produktionsverlagerung muss jedes Unternehmen für sich selbst abschätzen. Auch kulturelle Unterschiede müssen beachtet werden. Zu diesen 4 Unterschieden gehören beispielsweise die Themen Arbeit und Privatleben, das Thema Essen ausgeprägte Nationalbewusstsein der Chinesen. sowie das Da es in unserem Fall um den Bereich Elektromobilität geht, ist Fa. Tesla ein sehr gutes Beispiel hierfür. Tesla Incl., ein us-amerikanisches Unternehmen, das Elektroautos sowie Stromspeicher und Photovoltaikanlagen produziert und vertreibt, fertigt momentan kräftig in seiner Fabrik in Shanghai neue Fahrzeuge. China hat die Führungsrolle bei der Elektromobilität bereits eingenommen hat und wird laut Martkprognosen auch in den nächsten 50 Jahren nicht mehr abgeben. Somit bietet China also einen besseren Standort für eine neue Produktionsstätte für Elektromobilität als Deutschland. 5

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Globalisierung Aufgabe 2.): Erläutern Sie, wie sich die Globalisierung auf Unternehmen und Beschäftigung in Deutschland auswirkt. Globalisierung ist das „Zauberwort" des Handels, die weltweite Öffnung und Verschmelzung sowie Transparenz von (Handels-)Märkten. Man spricht auch von Internationalisierung" der Wirtschaft. Das Wesen der Globalisierung liegt darin, dass das Prinzip des Wettbewerbs alle Gesellschaftsbereiche erfasst. Dabei bleibt der Wettbewerb nicht länger auf die private Wirtschaft beschränkt, sondern wirkt sich auch auf das politische und rechtliche System aus, was wiederum zu Strukturänderungen in den Unternehmen, in der Finanzwelt, im Transport- und Kommunikationswesen sowie im Bildungssystem und Kultur führt. Aus dieser Globalisierung ergibt sich bei vielen Unternehmen die Notwendigkeit der Ausdehnung in die geographischen Räume. Dies bedeutet, dass neue Prozessketten zu entwickeln und Zuliefernetzwerke aufzubauen sind. So ist ein Unternehmen gezwungen, nach wie vor bei sichtbar handelspolitischen Gegebenheiten ein „lokales Standbein" in den Abnehmerländern aufrechtzuerhalten. Dies führt dazu, dass an einzelnen Standorten für die weltweite Produktion Komponenten zu bauen sind. Gehen wir von einem mittelständischen Unternehmen aus, so resultiert daraus der Zwang, Netzwerke und Partnerschaften eingehen zu müssen, um durch das Schließen solcher Bündnisse gesamte Wertschöpfungsketten anbieten zu können. Die Globalisierungsaktivitäten der Unternehmen reichen so von der Entwicklung einzelner Produktionsstätten, um flexibel und zeitnah den Abnehmer versorgen zu können, und weiten sich in einen zweiten Schritt aus, indem Vertriebsniederlassungen und in einem dritten Schritt Entwicklungskapazitäten aufgebaut werden. 1...

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Als gutes Beispiel fällt mir hierzu das deutsche Unternehmen Fa. Siemens ein: Im Jahr 2000, erstmals seit dem Markteintritt vor rund 45 Jahren, sind die USA zum größten Absatzmarkt für Siemens weltweit geworden. Mit mehr als 650 Niederlassungen in allen Bundesstaaten, über 75.000 Mitarbeitern und einer Aufwendung von insgesamt 785 Millionen US-Dollar zählt Siemens zu einem der größten Arbeitgeber weltweit. In Japan ist Siemens seit mehr als 130 Jahren aktiv. Durch Partnerschaften und verschiedene andere Verträge konnte Siemens seinen Umsatz in Japan steigern. Besondere Fortschritte wurden auf dem Gebiet der medizinischen Technik erzielt. Dieser Erfolg wird ebenfalls, wie auch in den USA, durch neue Produkte im Bereich der Computertomographen begünstigt. Diese Dominanz ist auch auf dem Markt der Hörgeräte zu erkennen, wo Siemens einen Marktanteil von 15 % besitzt. Für die Stadt Hiroshima lieferte Siemens eine umweltfreundliche und flexible Niederflurstraßenbahn. Der Erfolg von Siemens für den Verkehr wurde hierdurch sehr gesteigert. Die Zusammenarbeit mit inländischen Firmen sorgte für eine günstigere Belieferung sämtlicher Zweigwerke mit Elektronikkomponenten für Fahrzeuge. Hinzu kommt, dass durch eine umfangreiche Produktpalette und einer sehr großen Erfahrung die Tochtergesellschaft der bekannten Infineon Technologies AG die Überlegenheit auf dem Markt der Bauelemente weiter ausbauen konnte. FAZIT: Siemens hat es durch lukrative Verträge und wertvolle Partner geschafft, weltweit zu einem der erfolgreichsten und größten Konzerne der Welt zu werden. In den Zeiten der Globalisierung kann man durch internationale Beziehungen zu einem aufstrebenden Unternehmen werden. Durch eine Firmenphilosophie, die der Globalisierung angepasst ist, und durch immer moderne und qualitativ hochwertige Produkte wird man heutzutage und in Zukunft weiterhin Gewinn machen. Siemens hat es geschafft sowohl in den USA als auch in Japan Fuß zu fassen und sich einen großen Kundenstamm aufzubauen. Mit ständig neuen Ideen und innovativen Entwicklungen lockt Siemens neue Kunden an. Auch die verschiedenen global angesiedelten Unternehmen tragen dazu bei, dass Siemens hohe Gewinne erzielt. 2 Doch die Globalisierung und Vergrößerung der Unternehmen hat auch Nachteile. Entwicklungsländer werden zu sehr von den Konzernen beherrscht und teilweise ausgebeutet. Dagegen ist es in Industrieländern wie Japan oder den USA für ausländische Unternehmen schwierig, an Einfluss zu gewinnen. Jedoch hat Siemens in den USA durch Zusammenarbeit mit lokal dominierenden Unternehmen und in Japan durch die Erschließung eines neuen Marktes es geschafft, seine Positionen zu festigen und konkurrenzfähig zu bleiben. Aufgabe 3.): Sie sind Chef eines international tätigen us-amerikanischen Unternehmens aus dem Bereich der Elektromobilität, welches eine neue Produktionsstätte außerhalb der USA aufbauen möchte. Dabei kommen Standorte in Deutschland oder aber China in Frage. Treffen Sie, unter Berücksichtigung ihrer bisherigen Arbeitsergebnisse, eine begründete Entscheidung. In der heutigen Zeit ist es fast schon eine Ausnahme, wenn ein Unternehmen nicht im Ausland produziert beziehungsweise produzieren lässt. Jedoch bringt eine solche Produktionsverlagerung nicht immer nur Vorteile mit sich. In unserem Fall geht es um ein internationales us-amerikanisches Unternehmen. Die USA importieren mehr Waren, als sie selbst ausführen. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wollte das ändern und belegte exportstarke Länder. So überzog er seit 2018 die ganze Welt mit Sonderzöllen, im Vordergrund standen Stahl und Aluminium. Hauptziel im Handelsstreit ist allerdings China. Hier geht es nicht nur um eine unausgeglichene Handelsbilanz, sondern um politische Vormacht und um den Technologie-Spitzenplatz. Wenn wir von Trump's/den Strafzöllen gegen chinesische Produkte absehen, dann würde ich als Standort für mein US-amerikanisches Unternehmen im Bereich der Elektromobilität China bevorzugen, da China in Bezug auf Technologie sowie Automatisierung Spitzenreiter ist. 3 Hauptvorteil einer Produktionsverlagerung nach China sind die geringeren Kosten. Dieses macht sich gerade beim Lohn und Gehalt bemerkbar. Ein Arbeiter in China erhält nur einen Bruchteil von dem, was ein Arbeiter für die gleiche Arbeit in Deutschland bekommen würde. Die Einsparungen für das Unternehmen sind enorm. Ein weiteres Pro für Unternehmen sind die wenig vorhandenen Richtlinien in einer Produktion in China. Anders als in Deutschland sind hier Arbeitsplatzbedingungen und Pausenregelungen sowie die Arbeitszeiten eher lockerer geregelt. Bei Nichteinhaltung der Richtlinien, gefördert durch nicht vorhandene Kontrollen, kann ein Unternehmen auch in diesem Bereich Geld sparen. Ebenfalls zum Kostenfaktor zählen die Logistikkosten, allerdings als Pluspunkt für Deutschland. Die in China produzierte Ware muss nach Amerika transportiert werden, wodurch höhere Logistikkosten anfallen, als bei einer Produktion in Deutschland. Bringt ein Unternehmen zusätzlich noch seine Rohwaren mit, müssen diese ebenfalls mit hohem Aufwand nach China befördert werden. Nutzt ein Unternehmen die Möglichkeit der Rohmaterialienbeschaffung auf dem chinesischen Markt, fallen nur Kosten für die Beförderung der Waren nach Amerika an. Neben den finanziellen Aspekten gibt es auch andere Folgen, mit denen ein Unternehmen bei einer Auslandsproduktion rechnen muss. Mit der Globalisierung kam nicht nur die weltweite Verflechtung verschiedenster Bereiche, sondern auch die Transparenz der Unternehmen. Heutzutage ist es leicht herauszufinden, wo ein Unternehmen seine Produkte herstellen lässt, und zwar mit dem Label ,,Made in Germany oder China". Dies kann sowohl zum Vorteil als auch zum Nachteil eines Produktes werden. „Made in China" steht für minderwertige Qualität. Aber nicht nur der Qualitätsunterschied, sondern auch das Wissen, dass die Produkte von Arbeitern unter schlechten Bedingungen hergestellt werden, verleiten Kunden dazu, keine Waren aus China zu kaufen. „Made in Germany" trägt. Deutschland steht für Qualitätsware. Die Entscheidung für eine Auslandsproduktion liegt letztendlich beim Unternehmen. Verbessern sich dadurch Marktchancen und Wettbewerbsfähigkeit, ist es sinnvoll. Die Pro- und Contra-Seiten einer solchen Produktionsverlagerung muss jedes Unternehmen für sich selbst abschätzen. Auch kulturelle Unterschiede müssen beachtet werden. Zu diesen 4 Unterschieden gehören beispielsweise die Themen Arbeit und Privatleben, das Thema Essen ausgeprägte Nationalbewusstsein der Chinesen. sowie das Da es in unserem Fall um den Bereich Elektromobilität geht, ist Fa. Tesla ein sehr gutes Beispiel hierfür. Tesla Incl., ein us-amerikanisches Unternehmen, das Elektroautos sowie Stromspeicher und Photovoltaikanlagen produziert und vertreibt, fertigt momentan kräftig in seiner Fabrik in Shanghai neue Fahrzeuge. China hat die Führungsrolle bei der Elektromobilität bereits eingenommen hat und wird laut Martkprognosen auch in den nächsten 50 Jahren nicht mehr abgeben. Somit bietet China also einen besseren Standort für eine neue Produktionsstätte für Elektromobilität als Deutschland. 5