(Natur)raumanalyse Taiga

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(Natur)raumanalyse Taiga

 Lea Kanis
Naturraumanalyse Taiga
Lage:
Die Taiga ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde und erstreckt sich von
Skandinavien üb

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Meine Naturraumanalyse über die Taiga in Russland :) (13 Punkte) Bei Bedarf kann ich euch meine „Korrektur“ des Lehrers zukommen lassen:)

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Lea Kanis Naturraumanalyse Taiga Lage: Die Taiga ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde und erstreckt sich von Skandinavien über Sibirien bis nach Nordamerika. Die borealen Nadelwälder bedecken circa 10 Prozent der Erdoberfläche. Das größte Taiga Gebiet, das noch völlig der Natur entspricht, liegt auf der Grenze zwischen Kanada und Alaska. In Europa findet man zum Beispiel in Schweden, Finnland und Russland große Taiga Gebiete. Des Weiteren kommt die Taiga nur auf der Nordhalbkugel vor, da auf der Südhalbkugel die Landmassen fehlen, um solches Klima zu erzeugen. Auch ist der boreale Nadelwald eine ausschließlich nördliche Vegetationszone. Sie reicht maximal von 71 Grad nördlicher Breite bei 42 Grad nördlicher Breite. An der Nordgrenze der borealen Nadelwälder schließt sich die Tundra an. Im Süden geht der Wald im kontinentalen Asien in die Waldsteppe und sommergrünen Laubwälder über. Die Taiga in Sibirien hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 1 100 Kilometern. Insgesamt nimmt die Taiga in Sibirien und dem fernen Osten etwa eine Fläche von 6,5 Millionen Quadratkilometern ein. Deshalb werde ich mich in meiner Naturraumanalyse auf Sibirien beziehen. Klima: Sibirien hat kontinentales Klima, das heißt, die Winter in der Taiga sind sehr lang und kalt, die Sommer hingegen kurz und heiß. In der Vegetationszone der borealen Nadelwälder herrscht ein ausgeprägtes Jahreszeitklima, was heißt, die klimatischen Eigenschaften unterscheiden sich im Sommer und Winter sehr stark...

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voneinander. Im Sommer kann es in Sibirien bis zu 40 Grad heiß werden und auch im Winter wurden schon -70 Grad gemessen. Frühling, Sommer und Herbst sind in Sibirien sehr kurz und dauern insgesamt nur wenige Monate, wohingegen der Winter über neun Monate vorherrscht. Dabei ist die Taiga dann mit einer dicken Schneedecke bedeckt. Der Schnee schützt die flachen Wurzeln jedoch vor der Extremkälte, denn der Dauerfrostboden bewirkt eine Erwärmung, da dieser gegenüber der Lufttemperatur von circa -30 Grad angenehmer sind, als die -6 Grad des Dauerfrostbodens. Der Jahresniederschlag in Sibirien beträgt 282mm und die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 4 Grad. Beim Niederschlag überwiegt der Regen über dem Schnee nur knapp. Kennzeichnend sind auch Temperaturschwankungen im kontinentalen Klima, welche durch die arktische Kaltluft hervorgerufen werden. Auch liegt die Luftfeuchtigkeit in der Taiga im mittleren Bereich. Wissenschaftler stellten fest, dass die Taiga der Atmosphäre jährlich circa 2,6 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid entzieht. Lea Kanis Relief: In der Taiga gibt es viele Nadelwälder, aber auch ausgedehnte Sumpfgebiete. Das abwechselnde Gefrieren und Tauen führt zu kleinen Senken und Erhebungen, die das Relief prägen. Geprägt wird das Relief auch durch die Südsibirischen Gebirge, die sich in West-Ost- Richtung erstrecken. Jedoch dominieren Ebenen und flache Hügelländer. Auch das Abakangebirge bestimmt die Taiga. Die höchste Erhebung dort ist ein namenloser Gipfel, welcher sich 1984 Meter über Normal Null befindet. Auch an seinen Hängen bis in etwa 1700 Metern Höhe wachsen Nadelwälder, die typisch für die Taiga sind. Wasser: In den Sommermonaten taut der Boden nur oberflächlich auf und dank des Permafrostes versickert der wenige Niederschlag kaum. Dadurch herrscht an der Oberfläche ein Wasserüberschuss und so entstehen ausgedehnte Sumpfgebiete. Zudem trägt die geringe Verdunstung zum Wasserreichtum des Bodens bei. Der Baikalsee befindet sich in den Südsibirischen Gebirgen und ist mit 1 642 Metern Tiefe der tiefste See der Erde. Er macht somit also einen großen Teil des Wasseranteils in Sibirien und der Taiga aus. Aus dem Südsibirischen Gebirge, welches ich bereits im Relief erwähnte, entspringen unter anderem vier der großen Flüsse Sibiriens: Irtysch, Ob, Jenissei und Lena. Boden: Die Böden der Taiga sind meistens nährstoffarme und säurehaltige Podsolböden. Diese entstehen durch die langsame Zersetzung der abgestorbenen Pflanzenteile an der Oberfläche. Der Boden ist eine harte, undurchlässige Schicht, welcher zu Staunässe führt. Die Bodenart ist sandig. An Stellen, wo das Wasser schlecht abfließen kann oder das Grundwasser unter der Oberfläche steht, bilden sich aus Pflanzenteilen Torf. Daraus entwickeln sich ab einer Torfschicht von 30 Zentimetern Moore. In der in Westsibirien liegenden nördlichen Taiga und in der gesamten mittelsibirischen Taiga spielt Permafrost eine große Rolle bei der Bodenbildung. Im südlichen Mittelsibirien erreicht der Permafrost eine Tiefe von 25 bis 50 Metern. In der mittleren Taiga misst die Permafrosttiefe bis zu 300 Metern, im nördlichen Teil sind sogar 400 bis 500 Meter Tiefe bekannt. „In der südlichen Taigazone mit Laubholzbeimischung bildet sich eine leichter zersetzbare Streu, und die Humusschicht nimmt Moder-Charakter an." (Walter; Breckle, Bd. 3, S. 472) Geologischer Bau: Viele Landschaften der Taiga werden von alten Kontinentalschilden gebildet, die seit ihrer Entstehung vor über 350 Millionen Jahren kaum bewegt wurden. Zudem bildeten sich über ihnen kaum Ablagerungen der Kaltzeiten. Im tiefgefrorenen Boden der Taiga finden sich Erdöllagerstätten, die mehr als doppelt so groß wie Deutschland sind. Auch findet man in Sibirien Rohstoffe wie Kohle, Eisenerz, Gold, Platin oder Diamanten. Mit der Förderung dieser Rohstoffe werden viele Flüsse und auch Seen verseucht. Lea Kanis Bios: Unter solchen Bedingungen, wie ich sie bereits im Klima, Wasser und Relief erwähnte, können nur angepasste Pflanzen- und Tierarten überleben. Das sind vor allem Birken, Pappeln, Tannen oder Fichten, aber auch Sibirische Tiger, Bären oder Luchse. Sonst jedoch eher artenarm. Auch sind in der Taiga zahlreiche Vogelarten vertreten, welche im Sommer und Frühling von dem sehr reichen Insektenangebot profitieren. Die vielen Flüsse und Seen der Taiga bieten Lebensraum für zahlreichen Fischarten, darunter viele Lachsarten. Die Taiga wird von verschiedenen Baumarten dominiert. Im Westen der Taiga, auch dunkle Taiga genannt, herrscht die Fichte vor. Im Osten dagegen, der helle Taiga genannt wird, die Lärche. Aufgrund der geringen Auftautiefe im Sommer, herrschen die Fichten und Lärchen als Flachwurzler in der Taiga vor. Die Birken jedoch sind eher an der borealen Waldgrenze zu finden. In der hellen Taiga erreichen mehr Sonnenstrahlen den Boden, wodurch sich dort mehr bodendeckende Pflanzen und Sträucher finden als in der dunklen Taiga. Zudem sind in der hellen Taiga, anders als in der dunklen Taiga, die Wälder ausgelichteter und die Bäume stehen nicht dicht an dicht. Je weiter man in den Norden der Taiga kommt, desto lichter stehen die Bäume und sie zeigen einen schmalen, spitzen Wuchs, um das Abrutschen von Schneemassen zu erleichtern. Der Bewaldungsgrad in der Taiga schwankt je nach Klimaverhältnissen sowie Grad der Erschließung. Im westlichen Taiga-Abschnitt ist der Bewaldungsgrad unter 50%, da in dieser sogenannten ,,Waldsumpfzone" Sümpfe, Moore und Seen vorherrschen. Auf dem Waldboden dominieren überwiegend anspruchslose Kräuter, Sträucher und Moose. Aufgrund des wenigen Niederschlages, den langen Kälteperioden, der geringen Sonneneinstrahlung und dem Permafrostboden können die Pflanzen nur sehr langsam wachsen. Um eine Wuchshöhe von 25 und mehr Metren zu erreichen, benötigen die Nadelwälder meist zwischen 200 und 500 Jahren. Lea Kanis Quellenangabe: Nemitz, Remo (0.A.): Sibirien Wetter & Klima: Klimatabelle, Temperaturen und beste https://www.beste-reisezeit.org/pages/europa/russland/sibirien.php, (08.01.21) Reisezeit: Web&Media (hrsg. o.A.) : Beste Reisezeit, Wetter und Klimatabelle Sibirien: https://www.diebestereisezeit.de/sibirien/#:~:text=Im%20Sommer%20ist%20es%20warm,der %20Jahresniederschlag%20betr%C3%A4gt%20282%20mm, (08.01.21) STM (0.A.): TAIGA: https://geolinde.musin.de/index.php/europal/landwirtschaft/547- europa-lw-taiga.html, (08.01.21) Bayerische Staatsforsten AöR (hrsg. o.A.): Sibirien – boreale Zone: https://www.weltwald.de/weltwald-verstehen/mittel-und-ostasien/sibirien-boreale-zone.html, (08.01.21) Wikipedia (hrsg. 2019): Südsibirische Gebirge: https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdsibirische Gebirge, (08.01.21) Wikipedia (hrsg. 2020): Sibirien: https://de.wikipedia.org/wiki/Sibirien#Fl%C3%BCsse und Seen, (08.01.21) Kamke M. und U., (2000): Taiga: https://www.alces-alces.com/lebensraum/taiga/taiga.htm, (08.01.21) Dr. Tiesbohnenkamp, Werner (0.A.): Borealer Nadelwald (Taiga): https://www.lexas.de/biogeographie/landschaftstypen/taiga.aspx, (08.01.21) Wikipedia (hrsg: 2019): Boreale Zone: https://de.wikipedia.org/wiki/Boreale Zone, (08.01.21) Prof. Dr. Stadelbauer, Jörg (2010): Geografie und Klima: https://www.bpb.de/internationales/europa/russland/48027/geografie-und-klima, (08.01.21) Wikipedia (hrsg: 2019): Abakangebirge: https://de.wikipedia.org/wiki/Abakangebirge, (08.01.21) (o.A.) (2003): Das grüne Band der Nordhalbkugel: https://www.scinexx.de/dossierartikel/das-gruene-band-der- nordhalbkugel/#:~:text=H%C3%B6rt%20man%20den%20Namen%20Taiga,5%2C5%20Mill ionen%20Quadratkilometer%20Fl%C3%A4che., (08.01.21) Arning Becker, Heike (1997): Die Taiga Sibiriens – Definition, botanische und ökologische Merkmale: https://www.grin.com/document/96248, (08.01.21) Menne, Silke (o.A.): Tiere in Waldtundra und Taiga, https://www.tierchenwelt.de/specials/tierleben/3345-tiere-waldtundra-taiga.html, (13.01.21) Lea Kanis (0.A.) (2003): Risikofaktor Bodenschätze, https://www.scinexx.de/dossierartikel/risikofaktor- bodenschaetze/, (13.01.21) Heise, Susanne (2003): Vegetationszonen: Die Zone der Borealen Nadelwälder, https://www2.klett.de/sixcms/list.php?page=infothek_artikel&extra=TERRA- Online&artikel id=108227&inhalt=klett71prod_1.c.188168.de, (13.01.21) (0.A.)(0.A.): Boreale und montane Nadelwälder – Taiga, http://www1.biologie.uni- hamburg.de/b-online/e57/57i.htm, (13.01.21) Kubb, Chrsitian (o.A.): Der Boreale Nadelwald, http://www.biologie- schule.de/vegetationszone-borealer-nadelwald.php, (13.01.21) Wein, Norbert (1999): Infoblatt Sibirische Taiga, https://www2.klett.de/sixcms/list.php?page=infothek_artikel&extra=TERRA- Online&artikel_id=108499&inhalt=klett71prod_1.c.188916.de, (13.01.21) Payer, Margarete: Materialien zur Forstwirtschaft, http://www.payer.de/cifor/cif0210.htm, (13.01.21) Nefferdorf, Jannik (o.A.): Vegetationszonen: Nördlicher Nadelwald, http://www.unser-planet- erde.de/vegetationszonen/noerdlicher-nadelwald.php, (13.01.21) Willig, Hans-Peter: Borealer Nadelwald, https://www.biologie- seite.de/Biologie/Borealer Nadelwald, (13.01.21)

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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voneinander. Im Sommer kann es in Sibirien bis zu 40 Grad heiß werden und auch im Winter wurden schon -70 Grad gemessen. Frühling, Sommer und Herbst sind in Sibirien sehr kurz und dauern insgesamt nur wenige Monate, wohingegen der Winter über neun Monate vorherrscht. Dabei ist die Taiga dann mit einer dicken Schneedecke bedeckt. Der Schnee schützt die flachen Wurzeln jedoch vor der Extremkälte, denn der Dauerfrostboden bewirkt eine Erwärmung, da dieser gegenüber der Lufttemperatur von circa -30 Grad angenehmer sind, als die -6 Grad des Dauerfrostbodens. Der Jahresniederschlag in Sibirien beträgt 282mm und die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 4 Grad. Beim Niederschlag überwiegt der Regen über dem Schnee nur knapp. Kennzeichnend sind auch Temperaturschwankungen im kontinentalen Klima, welche durch die arktische Kaltluft hervorgerufen werden. Auch liegt die Luftfeuchtigkeit in der Taiga im mittleren Bereich. Wissenschaftler stellten fest, dass die Taiga der Atmosphäre jährlich circa 2,6 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid entzieht. Lea Kanis Relief: In der Taiga gibt es viele Nadelwälder, aber auch ausgedehnte Sumpfgebiete. Das abwechselnde Gefrieren und Tauen führt zu kleinen Senken und Erhebungen, die das Relief prägen. Geprägt wird das Relief auch durch die Südsibirischen Gebirge, die sich in West-Ost- Richtung erstrecken. Jedoch dominieren Ebenen und flache Hügelländer. Auch das Abakangebirge bestimmt die Taiga. Die höchste Erhebung dort ist ein namenloser Gipfel, welcher sich 1984 Meter über Normal Null befindet. Auch an seinen Hängen bis in etwa 1700 Metern Höhe wachsen Nadelwälder, die typisch für die Taiga sind. Wasser: In den Sommermonaten taut der Boden nur oberflächlich auf und dank des Permafrostes versickert der wenige Niederschlag kaum. Dadurch herrscht an der Oberfläche ein Wasserüberschuss und so entstehen ausgedehnte Sumpfgebiete. Zudem trägt die geringe Verdunstung zum Wasserreichtum des Bodens bei. Der Baikalsee befindet sich in den Südsibirischen Gebirgen und ist mit 1 642 Metern Tiefe der tiefste See der Erde. Er macht somit also einen großen Teil des Wasseranteils in Sibirien und der Taiga aus. Aus dem Südsibirischen Gebirge, welches ich bereits im Relief erwähnte, entspringen unter anderem vier der großen Flüsse Sibiriens: Irtysch, Ob, Jenissei und Lena. Boden: Die Böden der Taiga sind meistens nährstoffarme und säurehaltige Podsolböden. Diese entstehen durch die langsame Zersetzung der abgestorbenen Pflanzenteile an der Oberfläche. Der Boden ist eine harte, undurchlässige Schicht, welcher zu Staunässe führt. Die Bodenart ist sandig. An Stellen, wo das Wasser schlecht abfließen kann oder das Grundwasser unter der Oberfläche steht, bilden sich aus Pflanzenteilen Torf. Daraus entwickeln sich ab einer Torfschicht von 30 Zentimetern Moore. In der in Westsibirien liegenden nördlichen Taiga und in der gesamten mittelsibirischen Taiga spielt Permafrost eine große Rolle bei der Bodenbildung. Im südlichen Mittelsibirien erreicht der Permafrost eine Tiefe von 25 bis 50 Metern. In der mittleren Taiga misst die Permafrosttiefe bis zu 300 Metern, im nördlichen Teil sind sogar 400 bis 500 Meter Tiefe bekannt. „In der südlichen Taigazone mit Laubholzbeimischung bildet sich eine leichter zersetzbare Streu, und die Humusschicht nimmt Moder-Charakter an." (Walter; Breckle, Bd. 3, S. 472) Geologischer Bau: Viele Landschaften der Taiga werden von alten Kontinentalschilden gebildet, die seit ihrer Entstehung vor über 350 Millionen Jahren kaum bewegt wurden. Zudem bildeten sich über ihnen kaum Ablagerungen der Kaltzeiten. Im tiefgefrorenen Boden der Taiga finden sich Erdöllagerstätten, die mehr als doppelt so groß wie Deutschland sind. Auch findet man in Sibirien Rohstoffe wie Kohle, Eisenerz, Gold, Platin oder Diamanten. Mit der Förderung dieser Rohstoffe werden viele Flüsse und auch Seen verseucht. Lea Kanis Bios: Unter solchen Bedingungen, wie ich sie bereits im Klima, Wasser und Relief erwähnte, können nur angepasste Pflanzen- und Tierarten überleben. Das sind vor allem Birken, Pappeln, Tannen oder Fichten, aber auch Sibirische Tiger, Bären oder Luchse. Sonst jedoch eher artenarm. Auch sind in der Taiga zahlreiche Vogelarten vertreten, welche im Sommer und Frühling von dem sehr reichen Insektenangebot profitieren. Die vielen Flüsse und Seen der Taiga bieten Lebensraum für zahlreichen Fischarten, darunter viele Lachsarten. Die Taiga wird von verschiedenen Baumarten dominiert. Im Westen der Taiga, auch dunkle Taiga genannt, herrscht die Fichte vor. Im Osten dagegen, der helle Taiga genannt wird, die Lärche. Aufgrund der geringen Auftautiefe im Sommer, herrschen die Fichten und Lärchen als Flachwurzler in der Taiga vor. Die Birken jedoch sind eher an der borealen Waldgrenze zu finden. In der hellen Taiga erreichen mehr Sonnenstrahlen den Boden, wodurch sich dort mehr bodendeckende Pflanzen und Sträucher finden als in der dunklen Taiga. Zudem sind in der hellen Taiga, anders als in der dunklen Taiga, die Wälder ausgelichteter und die Bäume stehen nicht dicht an dicht. Je weiter man in den Norden der Taiga kommt, desto lichter stehen die Bäume und sie zeigen einen schmalen, spitzen Wuchs, um das Abrutschen von Schneemassen zu erleichtern. Der Bewaldungsgrad in der Taiga schwankt je nach Klimaverhältnissen sowie Grad der Erschließung. Im westlichen Taiga-Abschnitt ist der Bewaldungsgrad unter 50%, da in dieser sogenannten ,,Waldsumpfzone" Sümpfe, Moore und Seen vorherrschen. Auf dem Waldboden dominieren überwiegend anspruchslose Kräuter, Sträucher und Moose. Aufgrund des wenigen Niederschlages, den langen Kälteperioden, der geringen Sonneneinstrahlung und dem Permafrostboden können die Pflanzen nur sehr langsam wachsen. Um eine Wuchshöhe von 25 und mehr Metren zu erreichen, benötigen die Nadelwälder meist zwischen 200 und 500 Jahren. Lea Kanis Quellenangabe: Nemitz, Remo (0.A.): Sibirien Wetter & Klima: Klimatabelle, Temperaturen und beste https://www.beste-reisezeit.org/pages/europa/russland/sibirien.php, (08.01.21) Reisezeit: Web&Media (hrsg. o.A.) : Beste Reisezeit, Wetter und Klimatabelle Sibirien: https://www.diebestereisezeit.de/sibirien/#:~:text=Im%20Sommer%20ist%20es%20warm,der %20Jahresniederschlag%20betr%C3%A4gt%20282%20mm, (08.01.21) STM (0.A.): TAIGA: https://geolinde.musin.de/index.php/europal/landwirtschaft/547- europa-lw-taiga.html, (08.01.21) Bayerische Staatsforsten AöR (hrsg. o.A.): Sibirien – boreale Zone: https://www.weltwald.de/weltwald-verstehen/mittel-und-ostasien/sibirien-boreale-zone.html, (08.01.21) Wikipedia (hrsg. 2019): Südsibirische Gebirge: https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdsibirische Gebirge, (08.01.21) Wikipedia (hrsg. 2020): Sibirien: https://de.wikipedia.org/wiki/Sibirien#Fl%C3%BCsse und Seen, (08.01.21) Kamke M. und U., (2000): Taiga: https://www.alces-alces.com/lebensraum/taiga/taiga.htm, (08.01.21) Dr. Tiesbohnenkamp, Werner (0.A.): Borealer Nadelwald (Taiga): https://www.lexas.de/biogeographie/landschaftstypen/taiga.aspx, (08.01.21) Wikipedia (hrsg: 2019): Boreale Zone: https://de.wikipedia.org/wiki/Boreale Zone, (08.01.21) Prof. Dr. Stadelbauer, Jörg (2010): Geografie und Klima: https://www.bpb.de/internationales/europa/russland/48027/geografie-und-klima, (08.01.21) Wikipedia (hrsg: 2019): Abakangebirge: https://de.wikipedia.org/wiki/Abakangebirge, (08.01.21) (o.A.) 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(2003): Risikofaktor Bodenschätze, https://www.scinexx.de/dossierartikel/risikofaktor- bodenschaetze/, (13.01.21) Heise, Susanne (2003): Vegetationszonen: Die Zone der Borealen Nadelwälder, https://www2.klett.de/sixcms/list.php?page=infothek_artikel&extra=TERRA- Online&artikel id=108227&inhalt=klett71prod_1.c.188168.de, (13.01.21) (0.A.)(0.A.): Boreale und montane Nadelwälder – Taiga, http://www1.biologie.uni- hamburg.de/b-online/e57/57i.htm, (13.01.21) Kubb, Chrsitian (o.A.): Der Boreale Nadelwald, http://www.biologie- schule.de/vegetationszone-borealer-nadelwald.php, (13.01.21) Wein, Norbert (1999): Infoblatt Sibirische Taiga, https://www2.klett.de/sixcms/list.php?page=infothek_artikel&extra=TERRA- Online&artikel_id=108499&inhalt=klett71prod_1.c.188916.de, (13.01.21) Payer, Margarete: Materialien zur Forstwirtschaft, http://www.payer.de/cifor/cif0210.htm, (13.01.21) Nefferdorf, Jannik (o.A.): Vegetationszonen: Nördlicher Nadelwald, http://www.unser-planet- erde.de/vegetationszonen/noerdlicher-nadelwald.php, (13.01.21) Willig, Hans-Peter: Borealer Nadelwald, https://www.biologie- seite.de/Biologie/Borealer Nadelwald, (13.01.21)