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Pilotprojekt in Brasilien zur Elektromobilität
Gelingt der Strukturwandel für die
Energieversorgung mit Strom
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Pilotprojekt in Brasilien zur Elektromobilität - Gelingt der Strukturwandel für die Energieversorgung mit Strom für E-Autos?

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Präsentationsprüfung Erdkunde Pilotprojekt in Brasilien zur Elektromobilität Gelingt der Strukturwandel für die Energieversorgung mit Strom für E-Autos? Bild: planetolog.ru Pilotprojekt in Brasilien zur Elektromobilität Gelingt der Strukturwandel für die Energieversorgung mit Strom für E-Autos? ▪ Motivation ■ Umfang der Fördermaßnahmen ▪ Strukturelemente zur Energieversorgung ▪ Ausblick ▪ Quellen Pilotprojekt in Brasilien zur Elektromobilität 1 Ausgangssituation | Motivation | Fördermaßnahmen | Strukturelemente | Ausblick Treibhausgasemission 2009 EU 8% 8% 9% 5% 4% 4% 3% 12% China Indien Canada 27% 20% Indonesien ▪ Brasillien Russland Malaisien Datenquelle: EcoDebate (2009), Eigene Darstellung Japan Deutschland Automobilherstellerländer im Jahr 2017 China USA Japan Deutschland Indien Südkorea Mexiko Spanien Brasilien Frankreich Kanada O 10 20 Anzahl Fahrzeuge in Millionen Datenquelle: Statista (2018), Eigene Darstellung Brasilien News 2014: ,,São Paulo verzeichnet mehr Tote durch Luftverschmutzung als durch Autounfälle" Pilotprojekt in Brasilien zur Elektromobilität 30 N 2 PROMOB-e | Motivation | Fördermaßnahmen | Strukturelemente | Ausblick Programm X... PROMOB-e. Programm Y... Ziel 1. Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur Förderung effizienter Antriebssysteme 2. Standardisierung und Regulierung der Anforderungen für E-Mobilität 3. Geschäftsmodelle und Pilotprojekte für effiziente Antriebssysteme bis 2030 Treibhausgasemissionen um 43% gegenüber 2005 reduzieren Pilotprojekt in Brasilien zur Elektromobilität 3 Strukturwandel | Motivation | Fördermaßnahmen | Strukturelemente | Ausblick Energiequelle Gewinnung von Erdöl oder Import von fossilen Treibstoffen Energietransport LKW, Bahn, Schiff Lokale Energieversorgung Tankstelle Pilotprojekt in Brasilien zur Elektromobilität 5 Erdkunde Präsentationsprüfung Fast jeden Tag kann man in der Presse Artikel wie diesen hier, aus der Sindelfinger Zeitung vom vergangenem Freitag, lesen. (Artikel vorlesen) Überschrift und erster Satz Hier geht es um Dieselfahrzeuge, aber das Thema ist weitreichender. Der zunehmende Verbrauch fossiler Energieträger, wie Diesel führt zur Schädigung der Umwelt, insbesondere in Ballungszentren. Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen haben dabei einen großen Anteil. Das Bedürfnis nach Mobilität verschärft das Problem vor allem...

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in wachstumsstarken Regionen. Emissionsfreies Fahren mit Elektromotoren, die ihre Energie aus regenerativen Energiequellen beziehen, würde eine vielversprechende Lösung für den Individualverkehr darstellen. Am Beispiel Brasilien möchte ich in meinem Vortrag darstellen, welche Strukturveränderungen erforderlich sind. Das Land steht dabei vor großen Herausforderungen. Brasilien ist flächen- und bevölkerungsmäßig der fünftgrößte Staat der Erde und mit seinen 200 Millionen Einwohnern die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und ein großer Automobilproduzent. Das Land zählt zu den BRIC-Staaten. Drei Faktoren bestimmen den steigenden Energieverbrauch in Brasilien: 1. Bevölkerungswachstum. 2. Brasilien hat seit einigen Jahren staatliche Programme aufgesetzt und die beginnen jetzt zu wirken. Der Wohlstand der Bevölkerung nimmt zu und führt zu einem erhöhten Konsum und höherem Pro-Kopf-Verbrauch vor allem in den untersten Bevölkerungsschichten. 3. Dieser Anstieg des Konsums führt zu einem Wachstum der brasilianischen Wirtschaft, natürlich auch zusätzlich Energie benötigt. Immer wieder steht Brasilien durch flächendeckende Stromausfälle in den Schlagzeilen, was verständlicherweise für Unmut in der Bevölkerung sorgt. Damit wird schnell klar, dass umweltverträgliche Energieversorgung des Landes eines der Schlüsselprobleme ist, welches gelöst werden muss. Folie 2 Immerhin hat sich Brasiliens Regierung 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris verpflichtet, bis 2030 seine Treibhausgasemissionen um 43 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 zu reduzieren. Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Doch welche Maßnahmen und Veränderungen sind notwendig, um aus dieser Klemme herauszukommen, wenn zusätzlich auf Elektromobilität umgestellt werden soll? Motivation genug, um ein Pilotprojekt zu starten, auf das ich näher eingehen möchte. Unter Berücksichtigung der spezifischen Standortfaktoren sind mehrere Fördermaßnahmen notwendig, die den Strukturwandel für die Energieversorgung lenken und voranbringen soll. Folie 3 Schauen wir uns die Situation in Brasilien an. Auch wenn diese Erhebung über die Treibhausgasemission aus dem Jahr 2009 stammt und die USA als größter Verursacher nicht aufgeführt ist, ist schnell klar, dass Brasilien eine Größenordnung hat, für die es Verantwortung übernehmen muss. In Brasilien ist der Verkehrssektor für mehr als die Hälfte des Verbrauchs an fossilen Brennstoffen verantwortlich und für fast die Hälfte der Treibhausgasemissionen des Energiesektors. Aktuell rangiert Brasilien unter den Top 10 der Automobilherstellerländer. Es ist von entscheidender Bedeutung für das Land, dass diese Wirtschaftskraft dem Wandel in Richtung Elektromobilität standhält, ja ihn vielleicht sogar antreibt. Diese Schlagzeile aus den Brasilien News von 2014 ,,São Paulo verzeichnet mehr Tote durch Luftverschmutzung als durch Autounfälle" macht unmissverständlich klar, dass die Politik handeln muss. Folie 4 So unterstützt z.B. die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, kurz GIZ, Brasilien mit dem technischen Kooperationsprojekt PROMOB-e. Das Projekt wurde letztes Jahr gestartet und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Es konzentriert sich auf 3 Kernfelder: 1. Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur Förderung effizienter Antriebssysteme 2. Standardisierung und Regulierung der Anforderungen für Elektromobilität 3. Geschäftsmodelle und Pilotprojekte für effiziente Antriebssysteme Folie 5 Damit liefert PROMOB-e einen Teil für das Gesamtkonzept der brasilianischen Regierung, deren Strategie es ist, zum einen den Umstieg von fossilen Energiequellen auf regenerative und zum anderen die Effizienzsteigerung zu fördern. Es würde ja nicht viel nutzen, wenn mit der verfügbaren Energie verschwenderisch umgegangen wird. Die staatliche Energieholding Eletrobras schätzt das gesamtwirtschaftliche Potential allein für elektrische Energieeffizienz auf 29,7 Mrd. kWh/Jahr. Folie 6 Die Fördermaßnahmen müssen gezielt auf die sich zu verändernden Strukturelemente zugeschnitten sein. Brasilien versucht seinen Energiebedarf weitestgehend aus eigenen Möglichkeiten zu decken und möglichst wenig zu importieren. Der Individualverkehr läuft heute fast ausnahmslos mit Verbrennungsmotoren. Die Energieträger sind Ethanol, Benzin und Diesel. Die Primärenergie Rohöl wird von den Produktionsstätten per Pipeline (Rohr) zu den Raffinerien transportiert und von dort per Schiff, Bahn und LKW zu den lokalen Verbraucherstationen, den Tankstellen. Folie 7 Das heißt fossile Energiequellen müssen zukünftig durch regenerative ersetzt werden. Statt Benzin oder Diesel zu transportieren, werden leistungsfähige Stromnetze benötigt, die in der Lage sind den Strom so zu verteilen, dass er dort zur Verfügung steht, wo er gebracht wird. Die Tankstelle wird von Ladeinfrastruktur mit Steckdosen abgelöst, an denen die Batterien der Elektrofahrzeuge aufgeladen werden können. Folie 8 Brasilien bietet mit seinen Umgebungstemperaturen einen idealen Standortfaktor, was den Betrieb von E-Fahrzeugen mit Lithium-Ionen-Akkus betrifft. Sowohl zu hohe, als auch zu niedrige Temperaturen wirken sich negativ auf den Wirkungsgrad und die Akkulebensdauer aus. Der ideale Temperaturbereich liegt bei etwa +5 °C bis +35 °C. Mittleres Temperaturmaximum und -Minimum liegen über das Jahr gemessen zwischen +30 °C und +18 °C. Die Temperaturverhältnisse in Deutschland sind, wie hier schön zu sehen ist, deutlich ungünstiger. Folie 9 Um den steigenden Strombedarf zu decken, erst recht mit dem Umstieg auf Elektromobilität, bedarf es einer massiven Verschiebung zwischen den Energiequellen hin zu regenerativen bzw. deren Ausbau. Schon heute hat Brasilien mit 34,5% einen sehr hohen Anteil erneuerbarer grüner Energie. Der Anteil der Biomasse, in Brasilien überwiegend Zuckerrohr, ist allerdings schon so gut wie ausgeschöpft. Der traditionell größte Anteil bei der Stromversorgung stellt die Wasserkraft dar. Da es in Brasilien sehr große aber auch sehr viele kleine Wasserwerke gibt. Andere regenerative Energien werden bis auf die Windkraft mit nur 2% kaum genutzt. Folie 10 Dabei hat Brasilien exzellente Windverhältnisse. Dort erzeugt eine Windkraftanlage bis zu dreimal soviel Strom wie an einem Spitzenstandort in Deutschland. Das technisch erschließbare Windenergiepotenzial in Brasilien wird auf insgesamt ca. 230 GW geschätzt. Das ist ca. das 400-fache der heute installierten Leistung. Hier besteht also noch enormes Potential. Folie 11 Solarenergie spielt in Brasilien noch keine bedeutende Rolle, obwohl die Sonnenscheinstunden weit über dem Niveau in Deutschland liegen. Der Grund ist ein selbstgemachter. Brasilien hat Vorschriften um Ihre heimische Energie zu Schützen die im Internationalem Wettbewerb nicht konkurrenzfähig wären. Ausländische Firmen müssen nachweisen dass sie mindestens 60% ihrer Dienstleistungen und Material aus Brasilien damit sie in den Markt einsteigen können. Da es allerdings keine Fachkräfte gibt ist es ein großes Hemmnis für ausländische Firmen. Vor 3 Jahren hat sich die Situation allerdings geändert. Die Nationale Stromenergiebehörde ANEEL hat es zugelassen, dass überschüssiger Strom aus Solarzellen gegen Vergütung ins Stromnetz zurückgespeist werden kann. Außerdem gibt es staatliche Finanzierungsprogramme und andere Maßnahmen, die Solarstrom vor dem Hintergrund drastisch steigender Stromkosten inzwischen lukrativ machen. Folie 12 Die großen Verbrauchszentren sind über ein 115.000 km langes Stromnetzt miteinander verbunden. Mit chinesischer Beteiligung wurde seit 2014 eine 800 kV (normalerweise viel weniger) Hochspannungs-Gleichstromleitung (Diese Technik gibt es noch nicht lange, ganz neue Technik) über 2.092 km aus dem Amazonas in den Ballungsraum Sao Paulo gebaut. Diese Hochspannungstechnik ist besonders verlustarm. Folie 13 Das jüngste Ergebnis aus dem Projekt PROMOB-e, wurde erst letzte Woche bekannt gegeben. Die Energieversorgung zum Aufladen von Elektrofahrzeugen kann seit neuesten als Dienstleistung angeboten werden. Das heißt Tankstellen, Einkaufszentren usw. können Ladestationen anbieten und jetzt dafür Gebühren verlangen. Damit werden private Investitionen in die Infrastruktur des Sektors gefördert. Ein weiterer Punkt ist das auf mehreren Autobahnverbindungen zwischen großen Städten Lademöglichkeiten geschaffen werden. Folie 14 Die Ausgangssituation für erneuerbare Energien ist hervorragend und die klimatischen Bedingungen in Brasilien sind bestens geeignet(ani grün), aber wir sehen dass eine ganze Reihe unterschiedlicher Veränderungen stattfinden müssen, damit der Umstieg auf Elektromobilität gelingt. Nur wenn alle gleichzeitig angepackt werden und mit geeigneten Fördermaßnahmen vorangebracht werden, wird dies gelingen. Brasilien ist auf einem guten, wenn auch nicht leichten Weg (Ani Grün). Eine Vielzahl der vorgestellten technischen Maßnahmen wurden bereits begonnen oder tragen schon erste Früchte (Die Solarenergie/Windkraft/Seminare). Von entscheidender Bedeutung wird aber auch sein, dass die Verbraucher den neuen E-Fahrzeugtechniken vertrauen. Wir können in nächster Zeit von PROMOB-e erwarten, dass es Konzepte vorstellt, wie die Vermarktung von E-mobilität gefördert werden kann, indem Geschäftsmodelle und Pilotprojekte für energieeffiziente Antriebssysteme aufgesetzt werden. Handout Pilotprojekt in Brasilien zur Elektromobilität - Gelingt der Strukturwandel für die Energieversorgung mit Strom für E-Autos Motivation Zunehmender Wohlstand führt zu mehr Energieverbrauch. Mehr Wohlstand führt zu mehr Konsum, mehr Konsum zu wirtschaftlichem Aufschwung mit wachsender Industrie, die noch mehr Energiebedarf hat. Die Stromversorgung ist am Rande ihrer Leistungsfähigkeit. Das Bedürfnis nach Mobilität steigt. Ein Wandel in Richtung Elektromobilität ist erforderlich, um die Klimaziele „Reduzierung der Treibhausgasemission bis 2030 um 43% im Vergleich zum Jahr 2005 zu erreichen". Dadurch würde der Strombedarf noch mehr wachsen. Dies erfordert einen Strukturwandel hin zu regenerativen Energiequellen, Energietransport über Leistungsfähige Stromnetze und Ausbau der lokalen Energieversorgung mit Ladestationen. Fördermaßnahmen Damit der notwendige Strukturwandel gelingt, werden Fördermaßnahmen aufgesetzt für ... 1. Elektromobilität: Kooperation projekt PROMOB-e der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Das GIZ führt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem brasilianischen Ministerium für Industrie, Außenwirtschaft und Dienstleistungen (MDIC) das Projekt ,,DKTI Energieeffiziente Antriebssysteme" durch. Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Elektromobilität. 2. Erschließung neuer regenerativer Energiequellen: Windkraftanlagen Solarenergie 3. Ausbau traditioneller regenerativer Energiequellen: Wasserkraft Biomasse 4. Ausbau des Stromfernnetzes moderne verlustarme 800KV Gleichstrom-Hochspannungsleitungen 5. Neuregelung zur Einspeisung von Solarstrom: Vergütung der Rückspeisung überschüssigen Stroms 6. Neuregelung für Ladestationen als Dienstleistung 7. Einrichtung von Korridoren mit Lademöglichkeiten für E-Autos entlang Autobahnen zwischen großen Städten. Strukturelemente im Wandel Energiequelle Gewinnung von Erdöl oder Import von fossilen Treibstoffen (Benzin/Diesel) Energietransport LKW, Bahn, Schiff Lokale Energieversorgung Tankstelle Gewinnung regenerativer Energie (Wasser-/Windkraft, Solar, etc.) Stromnetze, Verteilung, Regulierung Steckdose, Ladestation Energiequellen Der brasilianische Energiemix besteht heute aus mehr als ein Drittel erneuerbarer Energie. Hauptsächlich Ethanol aus Zuckerrohr, Wasserkraft und ein kleiner Teil Windkraft. Zur Stromerzeugung wird sogar über drei Viertel der Energie aus Wasserkraft, Biomasse und Wind gewonnen. Da die Windverhältnisse in Brasilien außerordentlich gut sind besteht ein enormes Ausbaupotential von 230 GW. Solarenergie ist noch nicht so verbreitet. Seit der Neuregelung von 2015 wird Solarstrom vor dem Hintergrund steigender Strompreise wettbewerbsfähig, da jetzt die Rückspeisung von Solarstrom ins Stromnetz vergütet wird. Energietransport Die Kapazitäten werden ausgebaut durch moderne und verlustarme 800KV Gleichstrom- Hochspannungsleitungen. Lokale Energieversorgung Neuregelung als neuestes Ergebnis aus PROMOB-e: Ladeinfrastruktur kann als Dienstleistung angeboten werden. Private Unternehmen können in den Wettbewerb eintreten und das Aufladen von E-Autos gegen Bezahlung anbieten. Standortbedingungen für E-Autos Brasilien gehört zu den Top 10 der Automobilherstellerländer. Das Projekt PROMOB-e soll Fördermöglichkeiten für die Entwicklung von effizienten E-Antrieben erarbeiten. Die Klimatischen Bedingungen für Lithium-Ionen-Akkus von E-Fahrzeugen liegen im optimalen Temperaturbereich von +5 °C bis 30°C. Ausblick Nur wenn der Wandel aller betroffenen Strukturelemente durch geeignete Fördermaßnahmen in die richtige Richtung gelenkt wird, kann er gelingen. Brasilien bietet gute Voraussetzungen und die getroffenen Maßnahmen fangen an zu wirken. PROMOB-e wird dazu auch seinen Teil beitragen. Wir können erwarten, dass weitere Konzepte zur Förderung der E-Mobilität bald folgen. Quellen Brasilien. Info (2018): Infrastruktur Brasilien, online im Internet: https://www.brasilien.info/infrastruktur/, abgerufen am 19.06.2018. Brasilienportal.ch (2014): São Paulo verzeichnet mehr Tote durch Luftverschmutzung als durch Autounfälle, online im Internet: http://www.brasilienportal.ch/news/brasilien- news/54785-sao-paulo-verzeichnet-mehr-tote-durch-luftverschmutzung-als-durch- autounfaelle/, abgerufen am 22.06.2018. Bundeszentrale für politische Bildung (2014): Woher nimmt Brasilien seine Energie?, online im Internet: http://www.bpb.de/internationales/amerika/brasilien/wirtschaft/185301/woher-nimmt- brasilien-seine-energie, abgerufen am 20.06.2018. Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (2017): Elektromobilität in Brasilien fördern (promob-e), online im Internet: https://www.giz.de/de/weltweit/63337.html, abgerufen am 19.06.2018. Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (2017): Förderung der Elektromobilität in Brasilien, online im Internet: https://www.giz.de/de/downloads/giz- 2018-de-promob.pdf, abgerufen am 19.06.2018. EcoDebate (2009): Ranking Internacional, online im Internet: https://ecodebate.com.br/foto/ranking-emissoes.jpg, abgerufen am 20.06.2018. Elektronik-Zeit (2017): Elektroautos im Winter - das Problem mit der Reichweite, online im Internet: https://www.elektronik-zeit.de/elektroauto-im-winter-heizung-kostet-reichweite/, abgerufen am 20.06.2018. Germany Trade & Invest (2018): Brasilien, online im Internet: http://www.gtai.de/GTAI/Content/DE/Trade/Fachdaten/MKT/2016/11/mkt201611222046_ abgerufen am 18.06.2018. 159460_wirtschaftsdaten-kompakt---brasilien.pdf?v=1, Hahn, Peter-G. (2012): Brasiliens Energiesektor, online im Internet: http://docplayer.org/41504092-Brasiliens-energiesektor.html, abgerufen am 21.06.2018. IEA (2017): Ladenetz für Elektroautos wächst rasant, online im Internet: https://de.statista.com/infografik/14167/e-ladestationen-weltweit/, abgerufen am 22.06.2018. Pankow, G. (2016): Brasilien: Kommt die Kehrtwende zur E-Mobility?, online im Internet: https://www.automobil-produktion.de/hersteller/wirtschaft/brasilien-kommt-die- kehrtwende-zur-e-mobility-106.html, abgerufen am 18.06.2018. Promob-e (2018): Aneel aprova regulamentação de recarga de veículos elétricos, online im Internet: http://www.promobe.com.br/noticias-promob-e/aneel-aprova-regulamentacao- de-recarga-de-veiculos-eletricos/, abgerufen am 19.06.2018. Statista (2017): Top 20 der Automobilherstellerländer im Jahr 2017 nach produzierteb Kraftfahrzeugen (in Millionen), online im Internet: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/30707/umfrage/top-20-der- automobilherstellerlaender/, abgerufen am 19.06.2018. The Wind Power (2018): Brazil wind farms database, online im Internet: https://www.thewindpower.net/store_country_en.php?id_zone=26, abgerufen am 22.06.2018. Wetter (2018): Klima für Brasilien, online im Internet: https://www.wetter.de/klima/suedamerika/brasilien-c55.html, abgerufen am 20.06.2018. Wetter (2018): Klima für Deutschland, online im Internet: https://www.wetter.de/klima/europa/deutschland-c49.html, abgerufen am 20.06.2018.

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in wachstumsstarken Regionen. Emissionsfreies Fahren mit Elektromotoren, die ihre Energie aus regenerativen Energiequellen beziehen, würde eine vielversprechende Lösung für den Individualverkehr darstellen. Am Beispiel Brasilien möchte ich in meinem Vortrag darstellen, welche Strukturveränderungen erforderlich sind. Das Land steht dabei vor großen Herausforderungen. Brasilien ist flächen- und bevölkerungsmäßig der fünftgrößte Staat der Erde und mit seinen 200 Millionen Einwohnern die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und ein großer Automobilproduzent. Das Land zählt zu den BRIC-Staaten. Drei Faktoren bestimmen den steigenden Energieverbrauch in Brasilien: 1. Bevölkerungswachstum. 2. Brasilien hat seit einigen Jahren staatliche Programme aufgesetzt und die beginnen jetzt zu wirken. Der Wohlstand der Bevölkerung nimmt zu und führt zu einem erhöhten Konsum und höherem Pro-Kopf-Verbrauch vor allem in den untersten Bevölkerungsschichten. 3. Dieser Anstieg des Konsums führt zu einem Wachstum der brasilianischen Wirtschaft, natürlich auch zusätzlich Energie benötigt. Immer wieder steht Brasilien durch flächendeckende Stromausfälle in den Schlagzeilen, was verständlicherweise für Unmut in der Bevölkerung sorgt. Damit wird schnell klar, dass umweltverträgliche Energieversorgung des Landes eines der Schlüsselprobleme ist, welches gelöst werden muss. Folie 2 Immerhin hat sich Brasiliens Regierung 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris verpflichtet, bis 2030 seine Treibhausgasemissionen um 43 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 zu reduzieren. Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Doch welche Maßnahmen und Veränderungen sind notwendig, um aus dieser Klemme herauszukommen, wenn zusätzlich auf Elektromobilität umgestellt werden soll? Motivation genug, um ein Pilotprojekt zu starten, auf das ich näher eingehen möchte. Unter Berücksichtigung der spezifischen Standortfaktoren sind mehrere Fördermaßnahmen notwendig, die den Strukturwandel für die Energieversorgung lenken und voranbringen soll. Folie 3 Schauen wir uns die Situation in Brasilien an. Auch wenn diese Erhebung über die Treibhausgasemission aus dem Jahr 2009 stammt und die USA als größter Verursacher nicht aufgeführt ist, ist schnell klar, dass Brasilien eine Größenordnung hat, für die es Verantwortung übernehmen muss. In Brasilien ist der Verkehrssektor für mehr als die Hälfte des Verbrauchs an fossilen Brennstoffen verantwortlich und für fast die Hälfte der Treibhausgasemissionen des Energiesektors. Aktuell rangiert Brasilien unter den Top 10 der Automobilherstellerländer. Es ist von entscheidender Bedeutung für das Land, dass diese Wirtschaftskraft dem Wandel in Richtung Elektromobilität standhält, ja ihn vielleicht sogar antreibt. Diese Schlagzeile aus den Brasilien News von 2014 ,,São Paulo verzeichnet mehr Tote durch Luftverschmutzung als durch Autounfälle" macht unmissverständlich klar, dass die Politik handeln muss. Folie 4 So unterstützt z.B. die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, kurz GIZ, Brasilien mit dem technischen Kooperationsprojekt PROMOB-e. Das Projekt wurde letztes Jahr gestartet und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Es konzentriert sich auf 3 Kernfelder: 1. Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur Förderung effizienter Antriebssysteme 2. Standardisierung und Regulierung der Anforderungen für Elektromobilität 3. Geschäftsmodelle und Pilotprojekte für effiziente Antriebssysteme Folie 5 Damit liefert PROMOB-e einen Teil für das Gesamtkonzept der brasilianischen Regierung, deren Strategie es ist, zum einen den Umstieg von fossilen Energiequellen auf regenerative und zum anderen die Effizienzsteigerung zu fördern. Es würde ja nicht viel nutzen, wenn mit der verfügbaren Energie verschwenderisch umgegangen wird. Die staatliche Energieholding Eletrobras schätzt das gesamtwirtschaftliche Potential allein für elektrische Energieeffizienz auf 29,7 Mrd. kWh/Jahr. Folie 6 Die Fördermaßnahmen müssen gezielt auf die sich zu verändernden Strukturelemente zugeschnitten sein. Brasilien versucht seinen Energiebedarf weitestgehend aus eigenen Möglichkeiten zu decken und möglichst wenig zu importieren. Der Individualverkehr läuft heute fast ausnahmslos mit Verbrennungsmotoren. Die Energieträger sind Ethanol, Benzin und Diesel. Die Primärenergie Rohöl wird von den Produktionsstätten per Pipeline (Rohr) zu den Raffinerien transportiert und von dort per Schiff, Bahn und LKW zu den lokalen Verbraucherstationen, den Tankstellen. Folie 7 Das heißt fossile Energiequellen müssen zukünftig durch regenerative ersetzt werden. Statt Benzin oder Diesel zu transportieren, werden leistungsfähige Stromnetze benötigt, die in der Lage sind den Strom so zu verteilen, dass er dort zur Verfügung steht, wo er gebracht wird. Die Tankstelle wird von Ladeinfrastruktur mit Steckdosen abgelöst, an denen die Batterien der Elektrofahrzeuge aufgeladen werden können. Folie 8 Brasilien bietet mit seinen Umgebungstemperaturen einen idealen Standortfaktor, was den Betrieb von E-Fahrzeugen mit Lithium-Ionen-Akkus betrifft. Sowohl zu hohe, als auch zu niedrige Temperaturen wirken sich negativ auf den Wirkungsgrad und die Akkulebensdauer aus. Der ideale Temperaturbereich liegt bei etwa +5 °C bis +35 °C. Mittleres Temperaturmaximum und -Minimum liegen über das Jahr gemessen zwischen +30 °C und +18 °C. Die Temperaturverhältnisse in Deutschland sind, wie hier schön zu sehen ist, deutlich ungünstiger. Folie 9 Um den steigenden Strombedarf zu decken, erst recht mit dem Umstieg auf Elektromobilität, bedarf es einer massiven Verschiebung zwischen den Energiequellen hin zu regenerativen bzw. deren Ausbau. Schon heute hat Brasilien mit 34,5% einen sehr hohen Anteil erneuerbarer grüner Energie. Der Anteil der Biomasse, in Brasilien überwiegend Zuckerrohr, ist allerdings schon so gut wie ausgeschöpft. Der traditionell größte Anteil bei der Stromversorgung stellt die Wasserkraft dar. Da es in Brasilien sehr große aber auch sehr viele kleine Wasserwerke gibt. Andere regenerative Energien werden bis auf die Windkraft mit nur 2% kaum genutzt. Folie 10 Dabei hat Brasilien exzellente Windverhältnisse. Dort erzeugt eine Windkraftanlage bis zu dreimal soviel Strom wie an einem Spitzenstandort in Deutschland. Das technisch erschließbare Windenergiepotenzial in Brasilien wird auf insgesamt ca. 230 GW geschätzt. Das ist ca. das 400-fache der heute installierten Leistung. Hier besteht also noch enormes Potential. Folie 11 Solarenergie spielt in Brasilien noch keine bedeutende Rolle, obwohl die Sonnenscheinstunden weit über dem Niveau in Deutschland liegen. Der Grund ist ein selbstgemachter. Brasilien hat Vorschriften um Ihre heimische Energie zu Schützen die im Internationalem Wettbewerb nicht konkurrenzfähig wären. Ausländische Firmen müssen nachweisen dass sie mindestens 60% ihrer Dienstleistungen und Material aus Brasilien damit sie in den Markt einsteigen können. Da es allerdings keine Fachkräfte gibt ist es ein großes Hemmnis für ausländische Firmen. Vor 3 Jahren hat sich die Situation allerdings geändert. Die Nationale Stromenergiebehörde ANEEL hat es zugelassen, dass überschüssiger Strom aus Solarzellen gegen Vergütung ins Stromnetz zurückgespeist werden kann. Außerdem gibt es staatliche Finanzierungsprogramme und andere Maßnahmen, die Solarstrom vor dem Hintergrund drastisch steigender Stromkosten inzwischen lukrativ machen. Folie 12 Die großen Verbrauchszentren sind über ein 115.000 km langes Stromnetzt miteinander verbunden. Mit chinesischer Beteiligung wurde seit 2014 eine 800 kV (normalerweise viel weniger) Hochspannungs-Gleichstromleitung (Diese Technik gibt es noch nicht lange, ganz neue Technik) über 2.092 km aus dem Amazonas in den Ballungsraum Sao Paulo gebaut. Diese Hochspannungstechnik ist besonders verlustarm. Folie 13 Das jüngste Ergebnis aus dem Projekt PROMOB-e, wurde erst letzte Woche bekannt gegeben. Die Energieversorgung zum Aufladen von Elektrofahrzeugen kann seit neuesten als Dienstleistung angeboten werden. Das heißt Tankstellen, Einkaufszentren usw. können Ladestationen anbieten und jetzt dafür Gebühren verlangen. Damit werden private Investitionen in die Infrastruktur des Sektors gefördert. Ein weiterer Punkt ist das auf mehreren Autobahnverbindungen zwischen großen Städten Lademöglichkeiten geschaffen werden. Folie 14 Die Ausgangssituation für erneuerbare Energien ist hervorragend und die klimatischen Bedingungen in Brasilien sind bestens geeignet(ani grün), aber wir sehen dass eine ganze Reihe unterschiedlicher Veränderungen stattfinden müssen, damit der Umstieg auf Elektromobilität gelingt. Nur wenn alle gleichzeitig angepackt werden und mit geeigneten Fördermaßnahmen vorangebracht werden, wird dies gelingen. Brasilien ist auf einem guten, wenn auch nicht leichten Weg (Ani Grün). Eine Vielzahl der vorgestellten technischen Maßnahmen wurden bereits begonnen oder tragen schon erste Früchte (Die Solarenergie/Windkraft/Seminare). Von entscheidender Bedeutung wird aber auch sein, dass die Verbraucher den neuen E-Fahrzeugtechniken vertrauen. Wir können in nächster Zeit von PROMOB-e erwarten, dass es Konzepte vorstellt, wie die Vermarktung von E-mobilität gefördert werden kann, indem Geschäftsmodelle und Pilotprojekte für energieeffiziente Antriebssysteme aufgesetzt werden. Handout Pilotprojekt in Brasilien zur Elektromobilität - Gelingt der Strukturwandel für die Energieversorgung mit Strom für E-Autos Motivation Zunehmender Wohlstand führt zu mehr Energieverbrauch. Mehr Wohlstand führt zu mehr Konsum, mehr Konsum zu wirtschaftlichem Aufschwung mit wachsender Industrie, die noch mehr Energiebedarf hat. Die Stromversorgung ist am Rande ihrer Leistungsfähigkeit. Das Bedürfnis nach Mobilität steigt. Ein Wandel in Richtung Elektromobilität ist erforderlich, um die Klimaziele „Reduzierung der Treibhausgasemission bis 2030 um 43% im Vergleich zum Jahr 2005 zu erreichen". Dadurch würde der Strombedarf noch mehr wachsen. Dies erfordert einen Strukturwandel hin zu regenerativen Energiequellen, Energietransport über Leistungsfähige Stromnetze und Ausbau der lokalen Energieversorgung mit Ladestationen. Fördermaßnahmen Damit der notwendige Strukturwandel gelingt, werden Fördermaßnahmen aufgesetzt für ... 1. Elektromobilität: Kooperation projekt PROMOB-e der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Das GIZ führt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem brasilianischen Ministerium für Industrie, Außenwirtschaft und Dienstleistungen (MDIC) das Projekt ,,DKTI Energieeffiziente Antriebssysteme" durch. Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Elektromobilität. 2. Erschließung neuer regenerativer Energiequellen: Windkraftanlagen Solarenergie 3. Ausbau traditioneller regenerativer Energiequellen: Wasserkraft Biomasse 4. Ausbau des Stromfernnetzes moderne verlustarme 800KV Gleichstrom-Hochspannungsleitungen 5. Neuregelung zur Einspeisung von Solarstrom: Vergütung der Rückspeisung überschüssigen Stroms 6. Neuregelung für Ladestationen als Dienstleistung 7. Einrichtung von Korridoren mit Lademöglichkeiten für E-Autos entlang Autobahnen zwischen großen Städten. Strukturelemente im Wandel Energiequelle Gewinnung von Erdöl oder Import von fossilen Treibstoffen (Benzin/Diesel) Energietransport LKW, Bahn, Schiff Lokale Energieversorgung Tankstelle Gewinnung regenerativer Energie (Wasser-/Windkraft, Solar, etc.) Stromnetze, Verteilung, Regulierung Steckdose, Ladestation Energiequellen Der brasilianische Energiemix besteht heute aus mehr als ein Drittel erneuerbarer Energie. Hauptsächlich Ethanol aus Zuckerrohr, Wasserkraft und ein kleiner Teil Windkraft. Zur Stromerzeugung wird sogar über drei Viertel der Energie aus Wasserkraft, Biomasse und Wind gewonnen. Da die Windverhältnisse in Brasilien außerordentlich gut sind besteht ein enormes Ausbaupotential von 230 GW. Solarenergie ist noch nicht so verbreitet. Seit der Neuregelung von 2015 wird Solarstrom vor dem Hintergrund steigender Strompreise wettbewerbsfähig, da jetzt die Rückspeisung von Solarstrom ins Stromnetz vergütet wird. Energietransport Die Kapazitäten werden ausgebaut durch moderne und verlustarme 800KV Gleichstrom- Hochspannungsleitungen. Lokale Energieversorgung Neuregelung als neuestes Ergebnis aus PROMOB-e: Ladeinfrastruktur kann als Dienstleistung angeboten werden. Private Unternehmen können in den Wettbewerb eintreten und das Aufladen von E-Autos gegen Bezahlung anbieten. Standortbedingungen für E-Autos Brasilien gehört zu den Top 10 der Automobilherstellerländer. Das Projekt PROMOB-e soll Fördermöglichkeiten für die Entwicklung von effizienten E-Antrieben erarbeiten. Die Klimatischen Bedingungen für Lithium-Ionen-Akkus von E-Fahrzeugen liegen im optimalen Temperaturbereich von +5 °C bis 30°C. Ausblick Nur wenn der Wandel aller betroffenen Strukturelemente durch geeignete Fördermaßnahmen in die richtige Richtung gelenkt wird, kann er gelingen. Brasilien bietet gute Voraussetzungen und die getroffenen Maßnahmen fangen an zu wirken. PROMOB-e wird dazu auch seinen Teil beitragen. Wir können erwarten, dass weitere Konzepte zur Förderung der E-Mobilität bald folgen. Quellen Brasilien. Info (2018): Infrastruktur Brasilien, online im Internet: https://www.brasilien.info/infrastruktur/, abgerufen am 19.06.2018. Brasilienportal.ch (2014): São Paulo verzeichnet mehr Tote durch Luftverschmutzung als durch Autounfälle, online im Internet: http://www.brasilienportal.ch/news/brasilien- news/54785-sao-paulo-verzeichnet-mehr-tote-durch-luftverschmutzung-als-durch- autounfaelle/, abgerufen am 22.06.2018. Bundeszentrale für politische Bildung (2014): Woher nimmt Brasilien seine Energie?, online im Internet: http://www.bpb.de/internationales/amerika/brasilien/wirtschaft/185301/woher-nimmt- brasilien-seine-energie, abgerufen am 20.06.2018. Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (2017): Elektromobilität in Brasilien fördern (promob-e), online im Internet: https://www.giz.de/de/weltweit/63337.html, abgerufen am 19.06.2018. 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