Raumanalyse in der Geographie
Die Raumanalyse ist eine strukturierte Methode zur Untersuchung geographischer Räume. Sie gliedert sich in zwei Hauptbereiche:
1. Naturfaktoren:
- Lage des Raumes: Halbkugel, Kontinent, Staat, Himmelsrichtung, angrenzende Meere und Länder
- Geofaktoren: Entstehung des Raumes, geologische Besonderheiten
- Relief: Mittel- oder Hochgebirge, wichtige Gewässer
- Klimasystem: Klimazonen/Klimatypen und deren Lage, Klimadiagramme, Besonderheiten
- Vegetation: Vertikale und horizontale Vegetationszonen
- Pedosystem: Verteilung der Böden, Zuordnung zur Vegetation
2. Humanfaktoren:
- Bevölkerungsstruktur: Einwohnerzahl, Bevölkerungsdichte/-verteilung, Bevölkerungswachstum, Geburten- und Sterberate
- Infrastruktur: Wichtige Verkehrsanbindungen
- Wirtschaftsstruktur: Entwicklungsstand, Bruttonationaleinkommen
Wichtiger Begriff: Der Aufbau einer Raumanalyse folgt immer diesem Schema aus Natur- und Humanfaktoren. Bei der Untersuchung eines Raumbeispiels in der Erdkunde ist es wichtig, alle Faktoren systematisch zu erfassen und in Beziehung zueinander zu setzen.
Eine gute Raumanalyse enthält immer eine passende Leitfrage als Ausgangspunkt und folgt einem strukturierten Aufbau. In Deutschland ist diese Methode ein zentrales Element im Erdkunde-Unterricht.







