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Wasser - Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft?

Wasser - Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft?

 Mündliche Prüfung
WASSER- Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft?
Gliederung
1. Einstieg
2. Leitfrage
„The next war in the
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Sophie

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Präsentation

Hier meine Präsentation, Tischvorlage, Karteikarten und Zusatzwissen zu meinem 14-Punkte Vortrag im mündlichen Abitur über das Wasser.

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Mündliche Prüfung WASSER- Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft? Gliederung 1. Einstieg 2. Leitfrage „The next war in the Middle East will be fought over water, not politics" - Boutros Ghali (ehemaliger UN Generalsekretär) 3. Süßwasserverfügbarkeit ● 3% des globalen Wasservorkommen nur knapp 1/3 davon leicht zugänglich ● Wasser - Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft? 4. Wassermangel & Wasserverteilung ● 5. Ursachen des Wassermangels ● Physische Wasserknappheit vs. ökonomische Wasserknappheit ● Bevölkerungswachstum v.a. nordafrikanisch-vorderasiatische Raum; semi-arides bis arides Klima prinzipiell genug Süßwasser vorhanden → ungleiche Verteilung Übernutzung (v.a. Landwirtschaft) ● Verschmutzung ● steigender individueller Wasserverbrauch ● Tourismus fehlender Anreiz zur Wassereinsparung geringe staatliche Förderung wassersparender Technologien ● schlechter Zustand der Infrastruktur ● illegale Wasserentnahmen globale Klimaveränderungen 6. Folgen des Wassermangels Nutzungskonflikte (Landwirtschaft - Industrie - Siedlungen - Tourismus) → steigende Wasserkosten → Teufelskreislauf ● Konflikte & steigendes Konfliktrisiko Kooperation statt Konflikte (zahlreiche Verträge) 8. Fazit 7. Lösungsansätze ● Meerwasserentsalzung ● Optimierung von Bewässerungstechniken Wasserreinigung & Wasseraufbereitung ● wassersparende industrielle Produktion (Wasserrecycling) ● Watershed-Ansatz Quellenverzeichnis Aufmkolk, Tobias. planetwissen. 02. 06 2020. https://www.planet- wissen.de/natur/umwelt/wassernot/pwiekonfliktstoffwasser100.html (Zugriff am 20.07 2020). Brameier, Ulrich, Egbert Brodengeier, Kathrin Eger, und Franz Xaver Heckl. Fundamente Geographie Oberstufe. Herausgeber: Arno Kreus und Norbert von der Ruhren. Stuttgart; Leipzig: Ernst Klett Verlag. ● Connor, Richard, und WWAP. ,,Wasser und Klimawandel." Weltwasserbericht der Vereinten Nationen 2020, UN Water, Deutsche UNESCO-Kommission, 2020. Deutsche UNESCO-Kommission. 2019. ● https://www.unesco.de/presse/pressematerial/un-weltwasserbericht-2019-daten-und- fakten (Zugriff am 20. 07 2020). scobel - Die Wasserkrise. zdf. 3sat. Interpret: Jörg Drewes, Dieter Gerten und Claudia Pahl-Wostl. 2019. Eich, Dieter, und Ralf Leonhard....

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Umkämpfte Rohstoffe - Märkte, Opfer, Profiteure. 1. Auflage. Berlin: Ch. Links Verlag, 2013. Flörke, Martina, Christof Schneider, und Robert McDonald. ,,Nature Sustainability." Water competition between cities and agriculture driven by climate change and urban growth. 2018. https://www.nature.com/articles/s41893-017-0006-8 (Zugriff am 20.07 2020). Follath, Erich. Der neue Kalte Krieg - Kampf um die Rohstoffe. 1. Auflage. Herausgeber: Alexander Jung. Goldmann, 2008. Fröhlich, Christiane. „Aus Politik und Zeitgeschichte." Zur Rolle der Ressource Wasser in Konflikten. 16. 08 2006. https://www.bpb.de/internationales/afrika/afrika/59071/ressource-wasser?p=all (Zugriff am 20.07 2020). Fröhlich, Christiane. „Der israelisch-palästinensische Wasserkonflikt.“ In Diskursanalytische Betrachtungen, 384. Wiesbaden: VS Verlag, Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens, 2010. Fröhlich, Christiane. ,,Zur Rolle der Ressource Wasser in Konflikten." In Aus Politik und Zeitgeschichte. 2006. Fröhlich, Dr. Christiana J. „Kapitel 3.2.5 - Wasserknappheit und kriegerische Konflikte." In Warnsignal Klima - Genug Wasser für alle?, Herausgeber: J. L. H. Graßl, p. Hupfer, L. Karbe, C.-D. Schönwiese Lozán. 2011. Gebhardt, Hans, und Marcus Nüsser. „Kriege um Wasser - eine übertriebene Befürchtung?" Universität Heidelberg. Gerten, Dieter. Wasser - Knappheit, Klimawandel, Welternährung. München: C. H. Beck, 2018. ● Gorsboth, Maike, Thorsten Lichtblau, und Klaus Sieg. „Die Welt im Wasserstress.“ Wasser Report, Brot für die Welt, Berlin, 2017. Haan, Prof. Dr. Gerhardt de, Franca Schwarz, Werner Rohrmoser, und Corinna Hornemann. Wasser im 21. Jahrhundert. 5. Auflage. Herausgeber: Naturschutz und Reaktorsicherheit Bundesministerium für Umwelt. Berlin, 2011. Kürschner-Pelkmann, Frank. ,,Wasser - Gottes Gabe, keine Ware - Wasserwirtschaft in Zeiten der Globalisierung." Weltmission heute Nr. 47, 2002: 192. ● ● ● ● Koch, Michael, Manuel Altenkirch, Prof. Dr. Klaus-Dieter Hupke, und Holger Meeh. ,,Blaues Gold - Wasser - Lebensgrundlage und Konfliktstoff.“ Zeitschrift für die Praxis der politischen Bildung, 2013. Kreus, Arnos, Dr. Wilfried Korby, Dr. Andrea Rendel, Norbert von der Ruhren, und Matthias Schollers. Terra Geographie Kursstufe. 1. Auflage. Herausgeber: Michael Hebestreit. Stuttgart: Ernst Klett Verlag, 2010. LEPAC, ARTE -. "Mit offenen Karten" - Der Krieg um Wasser findet nicht statt. Interpret: Jean-Christophe Victor. 2011. Prantl, Heribert. „Süddeutsche Zeitung." SOS H20. 08. 07 2018. https://www.sueddeutsche.de/politik/privatisierung-sos-h-0-1.4045391 (Zugriff am 20. 07 2020). Putzier, Konrad. WELT. 30. 07 2012. https://www.welt.de/politik/ausland/article108412963/Der-Krieg-der-Zukunft-geht- ums-Wasser.html (Zugriff am 20. 07 2020). Ringstorff, Stefan. ,,Der sicherheitspolitische Diskurs um Umweltgefahren." In Internationale Forschungsansätze und ihre Verankerung in politischen Leitbildern Deutschlands, 100. Universität Hamburg, 2003. Seidler, Christoph. Arktisches Monopoly - Der Kampf um die Rohstoffe der Polarregion. 1. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, 2009. Sonnenberg, Anke, Ashok Chapagain, Martin Geiger, und Dorothea August. „Der Wasser - Fußabdruck Deutschlands." WWF - for a living planet, 08 2009. Spillmann, Kurt R. „Kriegsursache der kommenden Generation? Der Kampf um das Wasser." In Internationale Politik. 2000. Stroh, Kassian. Konflikt und Kooperation um Wasser. Eine Fallstudie über den Nil, Arbeitspapiere zu Problemen der Internationalen Politik und der Entwicklungsländerforschung, Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München, Forschungsstelle Dritte Welt, 2002, 112. WATER is a Human Right. 2020. https://www.right2water.eu/ (Zugriff am 20. 07 2020). Wolf, Aaron. ,,Conflict Prevention and Resolution in Water Systems." 848. Chetenham, U.K., 2002. WWF. 27. 09 2019. https://www.wwf.de/themen-projekte/fluesse-seen/wasser-politik- maerkte/wasserrisiko/ (Zugriff am 20. 07 2020). Zaumseil, Eike. Brot für die Welt. https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/wasser/ (Zugriff am 20. 07 2020). Notizen - mündliches Abitur Geographie: Wasser- eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft? 1. Einstieg 2. Leitfrage 3. Süßwasserverfügbarkeit 4. Wassermangel & Wasserverteilung 5. Ursachen des Wassermangels 6. Folgen des Wassermangels - Nutzungskonflikte - Konflikte & Konfliktrisiko 7. Lösungsansätze 8. Fazit - Kooperation statt Konflikte Wasser ● menschliche Körper besteht zu über 70 % aus Wasser Mangel an Wasser führt zu gravierenden gesundheitlichen Problemen, da die Funktionen des Körpers, die auf das Wasser angewiesen sind, eingeschränkt werden Grundvoraussetzung für das Leben ● → ohne Wasser keine Trinkwasserversorgung, keine Landwirtschaft, keine Gewässer mit Fischen zum Verzehr, keine Flüsse zum Gütertransport, keine Industrie Süßwasserverfügbarkeit 1,6 Milliarden Kubikkilometer Wasser; 3 % trinkbar 69% der globalen Süßwasservorräte in Gletschern oder im ewigen Eis gebunden; 30 % unter der Erde als sauberes Grundwasser; 0,3 % relativ leicht zugänglich in Seen und Flüssen; 0,7 % Bodenfeuchtigkeit, Grundeis, Dauerfrost, Sumpfwasser Wasserverteilung prägnante Daten aus dem UN-Weltwasserbericht 2019: - 2 Milliarden Menschen leben in Staaten mit Wasserstress - etwa 4 Milliarden Menschen und damit fast 2/3 der Weltbevölkerung leiden mindestens 1 Monat im Jahr unter schwerer Wasserknappheit - der Wasserverbrauch weltweit steigt ca. 1 % pro Jahr, d.h. 2050 hätten wir einen Wasserverbrauch von 20-30 % über dem derzeitigen Verbrauch 2019: Weltwirtschaftsforum erklärt Wasserknappheit und ihre Auswirkungen als die größte Gefahr des kommenden Jahrzehnts Wasserknappheit entsteht wegen geographisch und saisonal ungleich verteiltem Süßwasser etwa die Hälfte aller Vorräte befindet sich in gerade einmal einer Handvoll Länder Ursachen: wachsende Weltbevölkerung, steigender Lebensstandard, verändertes Konsumverhalten, Ausweitung der künstlichen Bewässerung in der Landwirtschaft, Klimawandel (Veränderungen im Wetterverhalten: Dürre oder Überschwemmungen, Abholzungen, zunehmende Wasserverschmutzung, verschwenderischer Wasserverbrauch, ineffiziente Wasserbereitstellung Angebot und Nachfrage 14.000 kubikkilometer einfach erreichbare Süßwasservorräte (schließt Oberflächenwasser in Flüssen, Seen, Grundwasser ein); 5.000 Kubikkilometer werden von der Menschheit genutzt und wiederverwendet theoretisch genug für eine Weltbevölkerung von 7 Milliarden Menschen oder sogar einen Bevölkerungsanstieg auf 9 Milliarden Menschen zu versorgen aber ungleiche Verteilungen und ungleich starker Konsum von Wasser sorgt für Wasserknappheit ● Ursachen Wasserknappheit Differenzierung: physische & ökonomische Wasserknappheit Physische Wasserknappheit: Wasserbedarf übersteigt die natürlich vorhandenen Ressourcen einer Region → meist aride Regionen (durch z.B. Ressourcenübernutzung für Wasserkraftwerke, Staudämme oder künstliche Bewässerung) Ökonomische Wasserknappheit: durch schlechtes Management der vorhandenen Wasserressourcen (häufigere Ursache) → nötige Knowhow / Technik fehlt, um Wasser der Bevölkerung zugänglich zu machen → fehlende Investitionen in Infrastruktur & Technologien, um Süßwasser von Flüssen, Wasserspeichern und anderen Wasserquellen zu verteilen Bevölkerungswachstum neusten Prognosen: höchster Wert 2064; danach wieder Schrumpfen der Weltbevölkerung → Frauen bekomme mehr Zugang zu Bildung und Verhütungsmitteln → weniger Kinder steigender Wasserverbrauch durch Bevölkerungswachstum → Übernutzung und Verschmutzung → stetige Verknappung der globalen Süßwasservorräte → Wassermangel Übernutzung Übernutzung des Wassers durch v.a. die Landwirtschaft und die Industrie übermäßige Nutzung von Grundwasserkörpern verursacht in küstennahen Grundwasserströmen Salzwasserintrusionen, die das Grundwasser versalzen in Städten Lateinamerikas und Chinas sinkt der Grundwasserspiegel jährlich um einen Meter ● zunehmende Wasserverschmutzung Ende der 70er Jahre: 1/3 der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser WHO rief die Internationale Dekade des Trinkwassers ins Leben → Ziel: binnen 1 Jahrzehnts alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen → konnte Trinkwasserversorgung für Millionen Menschen verbessern, doch das Problem ist bis heute nicht bewältigt; 2 Milliarden Menschen ohne sauberes Trinkwasser Vereinte Nationen gehen davon aus, dass ca. 80 % aller Krankheiten auf den Konsum verschmutzen Wassers zurückzuführen sind fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser ist die Ursache von 1/3 aller Todesfälle in Entwicklungsländern zentrale Ursachen: - nicht oder unzureichend gereinigte industrielle und häusliche Abwässer, Abflüsse, Sickerwasser aus z.T. illegalen Mülldeponien - von landwirtschaftlichen Nutzflächen verschmutze Flüsse, Seen, Grundwasser - künstliche Bewässerung, Rodung von Wäldern, Übernutzung von Grundwasserressourcen stören den natürlichen Wasserkreislauf & mindern Wasserqualität - Luftschadstoffe (Stickoxide, Schwermetalle, Schwefelverbindungen) gelangen über Niederschläge in die Gewässer Steigender individueller Wasserverbrauch drastische Verbesserung des Lebensstandards, der hygienischen Verhältnisse, Veränderungen der Ernährungs-, Lebens- und Konsumgewohnheiten der Menschen (ansteigender Fleischkonsum, steigende Nachfrage nach frischem Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit) weltweit wachsender Massentourismus → Notwendigkeit, wasserintensive touristische Infrastrukturen → Verschwendung (Bewässerung von 317 Golfplätzen in Spanien) Menschen in Industrieländern verbrauchen 10-mal mehr Wasser als Menschen in Entwicklungsländern ● → Großteil des Verbrauchs indirekt durch z. B. landwirtschaftliche oder industrielle Produktion von Konsumgütern → durch die Globalisierung von Produktionsketten wird viel Wasser in Schwellen- und Entwicklungsländern verbraucht, um Güter zu produzieren, die in Industrieländern verbraucht werden verschwenderischer Wasserumgang; Landwirtschaft größter Wasserkonsument mit 70 % des weltweiten Verbrauchs; 19 % in Industrie, 11 % Privathaushalte → Landwirtschaft verbraucht nicht nur viel Wasser; zerstört auch die Regeneration von Wasserreserven (durch Rodung und Trockenlegung zugunsten neuer Anbauflächen gingen die Hälfte aller Feuchtgebiete verloren) Geringe staatliche Förderung für umweltfreundliche und wassersparende Technologien Entwicklung umweltschonender und wassersparender Technologie zwar weit vorangeschritten, doch sehr kostenintensiv echte Breitenwirkung und damit verbundener großer Wassereinspareffekt nur denkbar, wenn von Seiten der Regierung ausreichende Fördermittel zum Erwerb und zur Verbreitung dieser Technologien bereitgestellt werden Schlechter Zustand der Wasserinfrastruktur aufgrund schadhafter oder unsachgemäß gebauter Kanal- und Leitungssysteme gehen große Wassermengen beim Tramsport verloren durch marode Leitungen gehen in Entwicklungsländern 30 - 40 % des Wassers verloren obwohl Wasser der Schlüssel zur sozialen und ökonomischen Entwicklung ist, berücksichtigen die wenigsten armen Länder das Thema in ihrem Haushaltsplan (z.B. Pakistan gibt 50-mal so viel Geld für Militär aus wie für Investitionen in die Wasserversorgung) Wasserverschwendung und fehlende Anreize zum Wassersparen oft Wasser als Allgemeingut, das nicht individuell besessen werden kann; steht kostenfrei und uneingeschränkt jedem zur Verfügung Gewohnheitsrecht aus früheren Epochen begründet Anspruch einiger, ihrem angestammten Vorrecht auch weiterhin zur sozialen Norm zu erheben gesellschaftliche Grundhaltung behindert Einführung von Wasserpreisen jegliche Anreize zur individuellen Einsparung von Wasser fehlen ● Urbanisierung rasante und ungeplante Urbanisierung verschärft Wasserknappheit in ländlichen Gebieten und erhöht Wettbewerb zwischen Städten und Landwirtschaft um Wasser Wasserversorgung und Abwassersysteme kommen mit dem Wachstum der Städte nicht nach, schon gar nicht in Slums Verdunstungsverluste bei Speicherung und Transport um Ertrag auf begrenzen landwirtschaftlichen Nutzflächen zu steigern, weitet man v.a. Bewässerungsareale aus → Bau von großen Wasserspeichern, gewaltigen Fernleitungen und Kanälen wird durch Ausbau der hydroelektrischen Energiegewinnung und zunehmende Urbanisierung der Menschen Lebensverhältnisse gesteigert der für die Wasserbilanz negative Effekt besteht durch dramatisch ansteigende Verdunstungsverluste der so entstandenen großen Wasserflächen und offenen Wasserleitungen (bei großen und flachen Seen bis zu 60 % des Wasserspeichers) Illegale Wasserentnahme unzureichende infrastrukturelle Erschließung von Siedlungen und teilweise hohe Wasserpreise in Slumgebieten der Entwicklungsländer → Wasserfernleitungen werden illegal angezapft aufgrund der unsachgemäßen Öffnung der Leitungen geht viel Wasser verloren Liberalisierung des Weltmarktes wird seit Beginn des GATT-Prozesses und der Welthandelspolitik der WTO vorangetrieben globale Konkurrenzsituation und einseitige Exportorientierung der einzelnen Wirtschaftsräume → Produktion von wasserintensiven Agrarprodukten steigt → Anstieg des Wasserverbrauchs Globale Klimaveränderung Temperaturanstiege, längere und ausgeprägtere aride Phasen oder Dürreperioden → steigender Wasserbedarf in betroffenen Regionen Sonstiges in allen Küstenräumen der Mittelmeerländer ist die Bevölkerung seit der Mitte des letzten Jahrhunderts in starkem Maße gewachsen Ursache: Wanderungsbewegungen zur Küste durch den sich immer mehr ausweitenden Massentourismus & die Verlagerung von Industrie in standortgünstige Küstenstädte Folgen Wasserknappheit massive innengesellschaftliche Spannungen → Stärke dieser Spannungen, politische Verfasstheit eines Staates und besonders klimatische und hydrologische Gegebenheiten einer Region beeinflussen die Gewaltträchtigkeit der wasserbezogenen Konflikte Verteilungskonflikte zwischen Landwirtschaft und Industrie, Stadt- und Landbevölkerung oder zwischen ethnischen Gruppen Landwirtschaft, Gewerbe, Tourismus konkurrieren um Nutzflächen Trink- und Brauchwasser wird immer knapper und dadurch teurer Gefährdung des Wassers durch Verunreinigungen Auswirkungen auf die Umwelt ● ● Übernutzung der Ressourcen → Versalzung & Verlust von Auen und Sumpfgebieten über die letzten 100 Jahre mehr als die Hälfte der Sumpfgebiete oder Moorlandschaften der Erde verschwunden oder wurden zerstört → sind wichtig als Lebensraum vieler Arten; als Anbaugebiete für Reis und andere Lebensmittel → wirken als natürliche Filter; schützen umgebene Gebiete vor Überflutung und Stürmen Landabsenkung; allmähliche Absinken von Gebieten (v.a. durch Abpumpen von Grundwasser) Klimawandel: wird zu Veränderungen in der Verfügbarkeit und Nutzung von Wasser führen → Erhöhung der Wasserknappheit → Unsicherheiten in Sektoren, die einen großen Wasserverbrauch haben → Abpumpen von Wasser aus grundwasserleitenden Schichten und fossilem Wasser führt dazu, dass die gesamte Menge von Wasser in der Hydrosphäre erhöht wird, die für Verdampfungs- und Transportprozesse zur Verfügung stehen → Wasserdampf und Wolkendecke wächst → sind die größten Absorbenten von Infrarotstrahlung in der Erdatmosphäre → Zuwachs von Wasser in der Atmosphäre verändert das Klima Wasser als Menschenrecht UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte vereinbarte, dass Wassersicherheit fünf Grundelemente enthält Recht auf ausreichendes, sicheres, angemessenes, physisch zugängliches und erschwingliches Wasser für den persönlichen und privaten Verbrauch Millennium-Gipfel der Vereinten Nation wurde der Zugang zu sicherem Trinkwasser als eines der Millenniums-Entwicklungsziele festgelegt → Millenniums-Entwicklungsziele einer Arbeitsgruppe aus der VN, der Weltbank, des IWFs, der OECD → weltweite Ziele der nachhaltigen Entwicklung Recht auf Zugang zu sauberem Wasser am 28.07.2010 in Vollversammlung der Vereinten Nation als Menschenrecht anerkannt worden; allerdings rechtlich nicht bindend und einklagbar in den meisten Ländern, die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, ist das Erreichen des internationalen Ziels kaum zu bewältigen → Geld und technologische Wissen, um eine Wasser- und Abwasserversorgung zu errichten, fehlen → wollen EU, Weltbank und IWF mit Hilfe der Privatwirtschaft erreichen ** ● ● ** ● ** ● ** ● ** ** The next war in the Middle East will be fought over water, not politics" dies prophezeite der frühere Generalsekretär der Vereinten Nation vor 35 Jahren da stellt sich einem schnell die Frage, ob er recht hat und ob wir wirklich mit ,,Wasserkriegen" rechnen müssen das führt mich auch direkt zu meiner Leitfrage: ist Wasser als elementare Ressource ein Konfliktherd der Zukunft? zunächst lässt sich sagen, dass der menschliche Körper zu 70 % aus Wasser besteht damit ist das Wasser eine Grundvoraussetzung fürs Leben auch wenn wir 1,6 Milliarden Kubikkilometer Wasser auf der Welt haben, stehen uns Menschen jedoch nur 3 % als trinkbares Wasser zur Verfügung - das Süßwasser von diesen 3% des globalen Wasservorkommens ist ein Großteil in Gletschern oder dem ewigen Eis gebunden ** nur knapp 31 % stehen uns als Grundwasser oder in Form von Oberflächenwasser also Seen, Sümpfen und Flüssen, zur Verfügung 2019 erklärte das Weltwirtschaftsforum die Wasserknappheit und ihre Auswirkungen als die größte Gefahr des kommenden Jahrzehnts diese Wasserknappheit entsteht unter anderem vor allem wegen geographischer und saisonal ungleich verteiltem Süßwasser etwa die Hälfte aller Vorräte befindet sich in gerade einmal einer Handvoll Länder hier wird deutlich, wie das Süßwasser weltweit verteilt ist und wo ausreichend oder eben zu wenig Wasser zur Verfügung steht der gesamte nordafrikanisch-vorderasiatische Raum ist von einem zunehmenden Mangel oder bereits einem starken Wassermangel betroffen → der Teil gehört zum altweltlichen Trockengürtel mit vorwiegend semi-ariden bis ariden Klimabedingungen theoretisch wäre genug Wasser für eine Weltbevölkerung von 7,8 Milliarden Menschen da; auch für eine Bevölkerung von 9 Milliarden Menschen aber die ungleichen Verteilungen und der ungleich starker Konsum sorgt für starke Differenzen Hier hab ich noch eine weitere Graphik, im zu veranschaulichen, mit welcher Prognose man momentan rechnet Hier der Wassermangel 2019 und im Vergleich dazu der Wassermangel 2040 man geht also von einer rapiden Verschlechterung der Wasserverfügbarkeit gerade in den bereits von Wasserknappheit betroffenen Gebieten aus jetzt stellt sich die Frage, woran das liegt ● ** ● ** ** ● ● ** Übernutzung des Wassers findet v.a. durch die Landwirtschaft und die Industrie statt Landwirtschaft größter Wasserkonsument ** → Landwirtschaft verbraucht nicht nur viel Wasser; zerstört auch die Regeneration von Wasserreserven ● ● ● ** ● Man unterscheidet bei den Ursachen der Wasserknappheit zwischen einer physischen und einer ökonomischen Wasserknappheit. ** Physische Wasserknappheit: Wasserbedarf übersteigt die natürlich vorhandenen Ressourcen einer Region → meist aride Regionen Ökonomische Wasserknappheit: durch schlechtes Management der vorhandenen Wasserressourcen (häufigere Ursache) → nötige Knowhow / Technik fehlt, um Wasser der Bevölkerung zugänglich zu machen ein wichtiger Aspekt ist der Bevölkerungswachstum; hier wird deutlich, dass die Bevölkerung auch in den kommenden Jahren noch stark ansteigen wird; wie stark ist im Moment unklar durch die steigenden Bevölkerungszahlen kommt es dann zu einer Übernutzung und Verschmutzung des Wassers die übermäßige Nutzung des Grundwassers führt zu Salzwasserintrusionen, die das Grundwasser versalzen des weiteren kommt es zum Verlust von Auen und Sumpfgebieten, die der Lebensraum einer großen Artenvielfalt sind eine Verschmutzung des Trinkwassers entsteht vor allem durch unzureichend gereinigte Abwässer und Abflüsse aus zum Teil illegalen Mülldeponien Zudem werden die Flüsse, Seen und das Grundwasser durch landwirtschaftliche Nutzflächen verschmutzt Luftschadstoffe gelangen über Niederschläge in die Gewässer hinzu kommt, dass es in der letzten Zeit eine drastische Verbesserung des Lebensstandards sowie der hygienischen Verhältnisse gab des weiteren folgte eine Veränderung der Ernährungs-, Lebens- und ** Konsumgewohnheiten der Menschen, z. B. ist der Fleischkonsum gestiegen wie auch die Nachfrage nach frischem Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit ** auch der wachsende Massentourismus spielt eine große Rolle; aufgrund dessen ist eine wasserintensive touristische Infrastruktur notwendig Wasser wird auch als Grundrecht gesehen, weshalb jegliche Anreize zur individuellen Einsparung von Wasser fehlt auch wenn die Entwicklung umweltschonender und wassersparender Technologie zwar weit vorangeschritten, ist sie sehr kostenintensiv und nur möglich, wenn die Regierung ausreichende Fördermittel bereitgestellt werden ** zudem gehen aufgrund schadhafter oder unsachgemäß gebauter Kanal- und Leitungssysteme große Wassermengen beim Tramsport verloren ● ● ● ● ** ● ● ● ● ● ● ** ● ● ● ● ** ● ● ** ● ** ● ** unzureichende Infrastruktur und teilweise hohe Wasserpreise in Slumgebieten der Entwicklungsländer verursachen, dass Wasserfernleitungen illegal angezapft werden aufgrund der unsachgemäßen Öffnung der Leitungen geht viel Wasser verloren ** letztlich spielt auch der Klimawandel eine entscheidende Rolle Temperaturanstiege, längere und ausgeprägtere aride Phasen oder Dürreperioden hier noch ein Bild eines Stausees, der nicht einmal bis zur Hälfte gefüllt ist, da es seit Monaten nicht geregnet hat dieser Wassermangel äußert sich in vielfältigen Folgen es entstehen Verteilungskonflikte zwischen Landwirtschaft, der Industrie und der Stadt- und Landbevölkerung ** diese benötigen zunehmend Wasser, was wir bereits erwähnt zahlreiche Folgen hat ** hier nur einige wenige Beispiele: die Übernutzung oder Gefährdung des Wassers durch, die Eintretenden Dürrephasen sowie die starke Konkurrenz um die Nutzflächen ** dadurch wird das Trink- und Brauchwasser immer teurer ** die Landwirtschaft wird dadurch gezwungen ihren Anbau zu intensivieren, was diese in einen Teufelskreislauf bringt, sodass die Übernutzung etc. weiterhin verstärkt wird ** für die Industrie wird die Wasserver- und entsorgung immer teurer, was letztendlich auch zu nicht fachgerechten Wasserentsorgungen führen kann ** die Bevölkerung leidet dadurch unter zunehmendem Wassermangel auch für den Tourismus bedeutet das eine Rationierung, sowie der Rückgang des Tourismus'; um diesen aufrecht erhalten zu können, müssen noch größere Attraktionen geboten werden, was uns zurück in den Teufelskreislauf bringt aus diesen Nutzungskonflikten resultieren massive innengesellschaftliche Spannungen ** zum Konfliktfeld werden Wasserressourcen vor allem dann, wenn große Ströme oder wichtige Grundwasserleiter transnational sind hier wir nochmal deutlich in welchen Gebieten dies zutrifft bei transnationalen Strömen sind i.d.R. Oberlieger im Vorteil, da sie die Abflüsse kontrollieren können; natürlich gibt es da auch Ausnahmen problematisch ist dabei, dass die Anrainer oft unterschiedliche Interessen verfolgen zudem ist Wasser ist sehr anfällig für Politisierung und Ideologisierung, d.h. die Verwaltung des Wassers wird nicht nach wirtschaftlich-rationalen Überlegungen verwaltet, sondern entsprechend politisch-ideologischer Grundsätze Wasserverteilungskonflikte können öfters auch zu Kooperation statt Konflikten führen hier mal eine Graphik, die zeigt, wie viele vertragliche Kooperationen es momentan gibt damit kommen wir auch schon zu meinem nächsten Aspekt, den Lösungsansätzen eine Methode ist die Meerwasserentsalzung, bei der aus Meerwasser Trinkwasser gewonnen werden kann ein weiterer Ansatz ist die Optimierung der Bewässerungstechniken hier die 3 Bewässerungstechniken mit einem besonders hohen Wirkungsgrad: ** die Schwerkraftbewässerung, ** die Tröpfchenbewässerung und ** die Beregnungsbewässerung ** ● ** ● ** ● ● die Versorgung mit sauberem Trinkwasser geht mit einer geregelten Entsorgung der Abwasser einher Möglichkeiten wären hier z.B. das ** Pflanzen von Schilfpflanzen, die ** Reinigung durch Aktivkohle oder andere Filtersysteme sowie das Installieren von Kläranlagen zudem könnte man sich um einen vorsorglichen Gewässerschutz kümmern, sodass erst möglichst wenig Schadstoffe ins Wasser gelangen eine weitere Methode ist die wassersparende industrielle Produktion d.h. z.B. dass das eingesetzte Wasser in der Industrie mehrfachgenutzt wird, also Wasserrecycling betrieben wird wie bereits erwähnt, sind auch Kooperationen ein wichtiger Bestandteil der Konfliktlösung ein Ansatz ist dabei der Watershed-Ansatz, auch das Prinzip des grenzüberschreitenden Wassermanagements genannt ich kann gerne später noch mehr dazu sagen, wenn es erwünscht ist Ziel ist es auf jeden Fall durch Kooperation eine auf die Interessen der Menschen ausgerichtete Wasserversorgung zu garantieren um zurück zu meiner Leitfrage zu kommen Ja, die Ressource Wasser hat ein großes Konfliktpotential, allerdings muss man nicht von der Entstehung von Wasserkriegen wie im Zitat von meinem Einstieg ausgehen die Spannungen über Wasserressourcen werden in Zukunft immer wieder und in zunehmendem Maße auftauchen, sei es wegen der wachsenden Weltbevölkerung oder der globalen Klimaerwärmung, die den Wassermangel begünstigen wichtig ist, dass man sich bei Zukünftigen Verhandlungen nicht nur auf die Verteilung der Wassermengen konzentriert, sondern auch den Verwendungszweck berücksichtigt, denn auch wenn die Wassermenge vielleicht gerecht verteilt erscheint, wird dadurch indirekt eine Wasserverschwendung oder eine ineffiziente Nutzung gefördert die Politisierung des Wassers darf zudem nicht unterschätzt werden, da politische Entscheidungen sich eher an innenpolitischen Aspekten statt an kooperativen Lösungen orientieren es ist also ein Umdenken notwendig, um gegen den Wassermangel anzukämpfen und Konflikte zu vermeiden; denn wie aus den Lösungsansätzen deutlich wird, ist nicht das mangelnde Lösungskonzept das Problem, sondern der mangelnde politische Wille zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es ein sehr komplexes Thema ist und es hier nicht nur um reine Verteilungskonflikte geht; auch machtpolitische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte spielen eine große Rolle auch wenn Wasser viel Konfliktpotential hat, bietet es zudem „Friedensstoff", denn es gibt die technischen und politischen Möglichkeiten die Konflikte kooperativ zu lösen trotzdem dürfen wir uns nicht zurücklehnen, da wir weit entfernt von einer Lösung der Wasserproblematik sind, sondern müssen uns aktiv für diese einsetzen Mündliche Prüfung - Sprechtext WASSER- Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft? ** ** ● ● ● ** ● ● ● ** ● ● ** ● ** ,,The next war in the Middle East will be fought over water, not politics" dies prophezeite der frühere Generalsekretär der Vereinten Nation vor 35 Jahren da stellt sich einem schnell die Frage, ob er recht hat und ob wir wirklich mit ,,Wasserkriegen" rechnen müssen das führt mich auch direkt zu meiner Leitfrage: ist Wasser als elementare Ressource ein Konfliktherd der Zukunft? zunächst lässt sich sagen, dass der menschliche Körper zu 70 % aus Wasser besteht damit ist das Wasser eine Grundvoraussetzung fürs Leben auch wenn wir 1,6 Milliarden Kubikkilometer Wasser auf der Welt haben, stehen uns Menschen jedoch nur 3 % als trinkbares Wasser zur Verfügung - das Süßwasser von diesen 3% des globalen Wasservorkommens ist ein Großteil in Gletschern oder dem ewigen Eis gebunden ** also nur knapp 31 % stehen uns als Grundwasser oder in Form von Oberflächenwasser Seen, Sümpfen und Flüssen, zur Verfügung 2019 erklärte das Weltwirtschaftsforum die Wasserknappheit und ihre Auswirkungen als die größte Gefahr des kommenden Jahrzehnts diese Wasserknappheit entsteht unter anderem vor allem wegen geographischer und saisonal ungleich verteiltem Süßwasser etwa die Hälfte aller Vorräte befindet sich in gerade einmal einer Handvoll Länder hier wird deutlich, wie das Süßwasser weltweit verteilt ist und wo ausreichend oder eben zu wenig Wasser zur Verfügung steht der gesamte nordafrikanisch-vorderasiatische Raum ist von einem zunehmenden Mangel oder bereits einem starken Wassermangel betroffen → der Teil gehört zum altweltlichen Trockengürtel mit vorwiegend semi-ariden bis ariden Klimabedingungen theoretisch wäre genug Wasser für eine Weltbevölkerung von 7,8 Milliarden Menschen da; auch für eine Bevölkerung von 9 Milliarden Menschen aber die ungleichen Verteilungen und der ungleich starker Konsum sorgt für starke Differenzen Hier hab ich noch eine weitere Graphik, im zu veranschaulichen, mit welcher Prognose man momentan rechnet Hier der Wassermangel 2019 und im Vergleich dazu der Wassermangel 2040 man geht also von einer rapiden Verschlechterung der Wasserverfügbarkeit gerade in den bereits von Wasserknappheit betroffenen Gebieten aus jetzt stellt sich die Frage, woran das liegt ● ** ● ** ● ** ● ● Übernutzung des Wassers findet v.a. durch die Landwirtschaft und die Industrie statt Landwirtschaft größter Wasserkonsument ** → Landwirtschaft verbraucht nicht nur viel Wasser; zerstört auch die Regeneration von Wasserreserven (durch Rodung und Trockenlegung zugunsten neuer Anbauflächen gingen die Hälfte aller Feuchtgebiete verloren) die übermäßige Nutzung des Grundwassers führt zu Salzwasserintrusionen, die das Grundwasser versalzen des weiteren kommt es zum Verlust von Auen und Sumpfgebieten, die der Lebensraum einer großen Artenvielfalt sind ● ** ● ● ** ● ● Man unterscheidet bei den Ursachen der Wasserknappheit zwischen einer physischen und einer ökonomischen Wasserknappheit. ** Physische Wasserknappheit: Wasserbedarf übersteigt die natürlich vorhandenen Ressourcen einer Region → meist aride Regionen Ökonomische Wasserknappheit: durch schlechtes Management der vorhandenen Wasserressourcen (häufigere Ursache) → nötige Knowhow / Technik fehlt, um Wasser der Bevölkerung zugänglich zu machen ein wichtiger Aspekt ist der Bevölkerungswachstum; hier wird deutlich, dass die Bevölkerung auch in den kommenden Jahren noch stark ansteigen wird; wie stark ist im Moment unklar durch die steigenden Bevölkerungszahlen kommt es dann zu einer Übernutzung und Verschmutzung des Wassers eine Verschmutzung des Trinkwassers entsteht vor allem durch unzureichend gereinigte Abwässer und Abflüsse aus zum Teil illegalen Mülldeponien Zudem werden die Flüsse, Seen und das Grundwasser durch landwirtschaftliche Nutzflächen verschmutzt Luftschadstoffe gelangen über Niederschläge in die Gewässer hinzu kommt, dass es in der letzten Zeit eine drastische Verbesserung des Lebensstandards sowie der hygienischen Verhältnisse gab des weiteren folgte eine Veränderung der Ernährungs-, Lebens- und Konsumgewohnheiten der Menschen, z.B. ist der Fleischkonsum gestiegen wie auch die Nachfrage nach frischem Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit ** ** auch der wachsende Massentourismus spielt eine große Rolle; aufgrund dessen ist eine wasserintensive touristische Infrastruktur notwendig Wasser wird auch als Grundrecht gesehen, weshalb jegliche Anreize zur individuellen Einsparung von Wasser fehlt auch wenn die Entwicklung umweltschonender und wassersparender Technologie zwar weit vorangeschritten, ist sie sehr kostenintensiv und nur möglich, wenn die Regierung ausreichende Fördermittel bereitgestellt werden ** zudem gehen aufgrund schadhafter oder unsachgemäß gebauter Kanal- und Leitungssysteme große Wassermengen beim Tramsport verloren ● ** ● ● ● ● ● ● ● ** ● ● ● ** ● ● ** ** ● ● ** unzureichende Infrastruktur und teilweise hohe Wasserpreise in Slumgebieten der Entwicklungsländer verursachen, dass Wasserfernleitungen illegal angezapft werden aufgrund der unsachgemäßen Öffnung der Leitungen geht viel Wasser verloren ** letztlich spielt auch der Klimawandel eine entscheidende Rolle Temperaturanstiege, längere und ausgeprägtere aride Phasen oder Dürreperioden verursachen einen steigenden Wasserbedarf in betroffenen Regionen hier noch ein Bild eines Stausees, der nicht einmal bis zur Hälfte gefüllt ist, da es seit Monaten nicht geregnet hat dieser Wassermangel äußert sich in vielfältigen Folgen es entstehen Verteilungskonflikte zwischen Landwirtschaft, der Industrie und der Stadt- und Landbevölkerung ** diese benötigen zunehmend Wasser, was wir bereits erwähnt zahlreiche Folgen hat ** hier nur einige wenige Beispiele: die Übernutzung oder Gefährdung des Wassers durch, die Eintretenden Dürrephasen sowie die starke Konkurrenz um die Nutzflächen dadurch wird das Trink- und Brauchwasser immer teurer k* die Landwirtschaft wird dadurch gezwungen ihren Anbau zu intensivieren, was diese in einen Teufelskreislauf bringt, sodass die Übernutzung etc. weiterhin verstärkt wird für die Industrie wird die Wasserver- und entsorgung immer teurer, was letztendlich auch zu nicht fachgerechten Wasserentsorgungen führen kann ** die Bevölkerung leidet dadurch unter zunehmendem Wassermangel ** auch für den Tourismus bedeutet das eine Rationierung, sowie der Rückgang des Tourismus'; um diesen aufrecht erhalten zu können, müssen noch größere Attraktionen geboten werden, was uns zurück in den Teufelskreislauf bringt ** aus diesen Nutzungskonflikten resultieren massive innengesellschaftliche Spannungen zum Konfliktfeld werden Wasserressourcen vor allem dann, wenn große Ströme oder wichtige Grundwasserleiter transnational sind hier wir nochmal deutlich in welchen Gebieten dies zutrifft bei transnationalen Strömen sind i.d.R. Oberlieger im Vorteil, da sie die Abflüsse kontrollieren können; natürlich gibt es da auch Ausnahmen problematisch ist dabei, dass die Anrainer oft unterschiedliche Interessen verfolgen zudem ist Wasser ist sehr anfällig für Politisierung und Ideologisierung, d.h. die Verwaltung des Wassers wird nicht nach wirtschaftlich-rationalen Überlegungen verwaltet, sondern entsprechend politisch-ideologischer Grundsätze Wasserverteilungskonflikte können öfters auch zu Kooperation statt Konflikten führen hier mal eine Graphik, die zeigt, wie viele vertragliche Kooperationen es momentan gibt damit kommen wir auch schon zu meinem nächsten Aspekt, den Lösungsansätzen eine Methode ist die Meerwasserentsalzung, bei der aus Meerwasser Trinkwasser gewonnen werden kann ein weiterer Ansatz ist die Optimierung der Bewässerungstechniken hier die 3 Bewässerungstechniken mit einem besonders hohen Wirkungsgrad: die Schwerkraftbewässerung, ** die Tröpfchenbewässerung und ** die Beregnungsbewässerung ** ● ● ** ● ● ** ● ● ● ** ● ● ● die Versorgung mit sauberem Trinkwasser geht mit einer geregelten Entsorgung der Abwasser einher Möglichkeiten wären hier z.B. das ** Pflanzen von Schilfpflanzen, die ** Reinigung durch Aktivkohle oder andere Filtersysteme sowie das Installieren von Kläranlagen zudem könnte man sich um einen vorsorglichen Gewässerschutz kümmern, sodass erst möglichst wenig Schadstoffe ins Wasser gelangen eine weitere Methode ist die wassersparende industrielle Produktion d.h. z.B. dass das eingesetzte Wasser in der Industrie mehrfachgenutzt wird, also Wasserrecycling betrieben wird wie bereits erwähnt, sind auch Kooperationen ein wichtiger Bestandteil der Konfliktlösung ein Ansatz ist dabei der Watershed-Ansatz, auch das Prinzip des grenzüberschreitenden Wassermanagements genannt ich kann gerne später noch mehr dazu sagen, wenn es erwünscht ist Ziel ist es auf jeden Fall durch Kooperation eine auf die Interessen der Menschen ausgerichtete Wasserversorgung zu garantieren um zurück zu meiner Leitfrage zu kommen Ja, die Ressource Wasser hat ein großes Konfliktpotential, allerdings muss man nicht von der Entstehung von Wasserkriegen wie im Zitat von meinem Einstieg ausgehen die Spannungen über Wasserressourcen werden in Zukunft immer wieder und in zunehmendem Maße auftauchen, sei es wegen der wachsenden Weltbevölkerung oder der globalen Klimaerwärmung, die den Wassermangel begünstigen wichtig ist, dass man sich bei Zukünftigen Verhandlungen nicht nur auf die Verteilung der Wassermengen konzentriert, sondern auch den Verwendungszweck berücksichtigt, denn auch wenn die Wassermenge vielleicht gerecht verteilt erscheint, wird dadurch indirekt eine Wasserverschwendung oder eine ineffiziente Nutzung gefördert die Politisierung des Wassers darf zudem nicht unterschätzt werden, da politische Entscheidungen sich eher an innenpolitischen Aspekten statt an kooperativen Lösungen orientieren es ist also ein Umdenken notwendig, um gegen den Wassermangel anzukämpfen und Konflikte zu vermeiden; denn wie aus den Lösungsansätzen deutlich wird, ist nicht das mangelnde Lösungskonzept das Problem, sondern der mangelnde politische Wille zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es ein sehr komplexes Thema ist und es hier nicht nur um reine Verteilungskonflikte geht; auch machtpolitische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte spielen eine große Rolle auch wenn Wasser viel Konfliktpotential hat, bietet es zudem „Friedensstoff", denn es gibt die technischen und politischen Möglichkeiten die Konflikte kooperativ zu lösen trotzdem dürfen wir uns nicht zurücklehnen, da wir weit entfernt von einer Lösung der Wasserproblematik sind, sondern müssen uns aktiv für diese einsetzen 1 „The next war in the Middle East will be fought over water, not politics" früherer Generalsekretär der UN Boutros Ghali (1985) BR WASSER- Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft? 3 Süßwasserverfügbarkeit Süßwasser 3% Salzwasser (Ozeane) 97% globales Wasser- vorkommen Andere 0,7 % Grund- wasser 30% Eiskappen und Gletscher 69 % Süßwasser Oberflächen- wasser 0,3 % Flüsse 2% Sümpfe 11 % Seen 87 % Oberflächen- wasser 4 Wassermangel Extremely high High High - medium Medium - Low Low [2] 5 Wassermangel 2019 Ratio of withdrawals to supply: Low (<10%) Low - medium (10-20%) Medium - high (20-40%) High (40-80%) Extremely high (>80%) [3]

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Wasser - Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft?

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 Mündliche Prüfung
WASSER- Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft?
Gliederung
1. Einstieg
2. Leitfrage
„The next war in the

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Hier meine Präsentation, Tischvorlage, Karteikarten und Zusatzwissen zu meinem 14-Punkte Vortrag im mündlichen Abitur über das Wasser.

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Mündliche Prüfung WASSER- Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft? Gliederung 1. Einstieg 2. Leitfrage „The next war in the Middle East will be fought over water, not politics" - Boutros Ghali (ehemaliger UN Generalsekretär) 3. Süßwasserverfügbarkeit ● 3% des globalen Wasservorkommen nur knapp 1/3 davon leicht zugänglich ● Wasser - Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft? 4. Wassermangel & Wasserverteilung ● 5. Ursachen des Wassermangels ● Physische Wasserknappheit vs. ökonomische Wasserknappheit ● Bevölkerungswachstum v.a. nordafrikanisch-vorderasiatische Raum; semi-arides bis arides Klima prinzipiell genug Süßwasser vorhanden → ungleiche Verteilung Übernutzung (v.a. Landwirtschaft) ● Verschmutzung ● steigender individueller Wasserverbrauch ● Tourismus fehlender Anreiz zur Wassereinsparung geringe staatliche Förderung wassersparender Technologien ● schlechter Zustand der Infrastruktur ● illegale Wasserentnahmen globale Klimaveränderungen 6. Folgen des Wassermangels Nutzungskonflikte (Landwirtschaft - Industrie - Siedlungen - Tourismus) → steigende Wasserkosten → Teufelskreislauf ● Konflikte & steigendes Konfliktrisiko Kooperation statt Konflikte (zahlreiche Verträge) 8. Fazit 7. Lösungsansätze ● Meerwasserentsalzung ● Optimierung von Bewässerungstechniken Wasserreinigung & Wasseraufbereitung ● wassersparende industrielle Produktion (Wasserrecycling) ● Watershed-Ansatz Quellenverzeichnis Aufmkolk, Tobias. planetwissen. 02. 06 2020. https://www.planet- wissen.de/natur/umwelt/wassernot/pwiekonfliktstoffwasser100.html (Zugriff am 20.07 2020). Brameier, Ulrich, Egbert Brodengeier, Kathrin Eger, und Franz Xaver Heckl. Fundamente Geographie Oberstufe. Herausgeber: Arno Kreus und Norbert von der Ruhren. Stuttgart; Leipzig: Ernst Klett Verlag. ● Connor, Richard, und WWAP. ,,Wasser und Klimawandel." Weltwasserbericht der Vereinten Nationen 2020, UN Water, Deutsche UNESCO-Kommission, 2020. Deutsche UNESCO-Kommission. 2019. ● https://www.unesco.de/presse/pressematerial/un-weltwasserbericht-2019-daten-und- fakten (Zugriff am 20. 07 2020). scobel - Die Wasserkrise. zdf. 3sat. Interpret: Jörg Drewes, Dieter Gerten und Claudia Pahl-Wostl. 2019. Eich, Dieter, und Ralf Leonhard....

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Umkämpfte Rohstoffe - Märkte, Opfer, Profiteure. 1. Auflage. Berlin: Ch. Links Verlag, 2013. Flörke, Martina, Christof Schneider, und Robert McDonald. ,,Nature Sustainability." Water competition between cities and agriculture driven by climate change and urban growth. 2018. https://www.nature.com/articles/s41893-017-0006-8 (Zugriff am 20.07 2020). Follath, Erich. Der neue Kalte Krieg - Kampf um die Rohstoffe. 1. Auflage. Herausgeber: Alexander Jung. Goldmann, 2008. Fröhlich, Christiane. „Aus Politik und Zeitgeschichte." Zur Rolle der Ressource Wasser in Konflikten. 16. 08 2006. https://www.bpb.de/internationales/afrika/afrika/59071/ressource-wasser?p=all (Zugriff am 20.07 2020). Fröhlich, Christiane. „Der israelisch-palästinensische Wasserkonflikt.“ In Diskursanalytische Betrachtungen, 384. Wiesbaden: VS Verlag, Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens, 2010. Fröhlich, Christiane. ,,Zur Rolle der Ressource Wasser in Konflikten." In Aus Politik und Zeitgeschichte. 2006. Fröhlich, Dr. Christiana J. „Kapitel 3.2.5 - Wasserknappheit und kriegerische Konflikte." In Warnsignal Klima - Genug Wasser für alle?, Herausgeber: J. L. H. Graßl, p. Hupfer, L. Karbe, C.-D. Schönwiese Lozán. 2011. Gebhardt, Hans, und Marcus Nüsser. „Kriege um Wasser - eine übertriebene Befürchtung?" Universität Heidelberg. Gerten, Dieter. Wasser - Knappheit, Klimawandel, Welternährung. München: C. H. Beck, 2018. ● Gorsboth, Maike, Thorsten Lichtblau, und Klaus Sieg. „Die Welt im Wasserstress.“ Wasser Report, Brot für die Welt, Berlin, 2017. Haan, Prof. Dr. Gerhardt de, Franca Schwarz, Werner Rohrmoser, und Corinna Hornemann. Wasser im 21. Jahrhundert. 5. Auflage. Herausgeber: Naturschutz und Reaktorsicherheit Bundesministerium für Umwelt. Berlin, 2011. Kürschner-Pelkmann, Frank. ,,Wasser - Gottes Gabe, keine Ware - Wasserwirtschaft in Zeiten der Globalisierung." Weltmission heute Nr. 47, 2002: 192. ● ● ● ● Koch, Michael, Manuel Altenkirch, Prof. Dr. Klaus-Dieter Hupke, und Holger Meeh. ,,Blaues Gold - Wasser - Lebensgrundlage und Konfliktstoff.“ Zeitschrift für die Praxis der politischen Bildung, 2013. Kreus, Arnos, Dr. Wilfried Korby, Dr. Andrea Rendel, Norbert von der Ruhren, und Matthias Schollers. Terra Geographie Kursstufe. 1. Auflage. Herausgeber: Michael Hebestreit. Stuttgart: Ernst Klett Verlag, 2010. LEPAC, ARTE -. "Mit offenen Karten" - Der Krieg um Wasser findet nicht statt. Interpret: Jean-Christophe Victor. 2011. Prantl, Heribert. „Süddeutsche Zeitung." SOS H20. 08. 07 2018. https://www.sueddeutsche.de/politik/privatisierung-sos-h-0-1.4045391 (Zugriff am 20. 07 2020). Putzier, Konrad. WELT. 30. 07 2012. https://www.welt.de/politik/ausland/article108412963/Der-Krieg-der-Zukunft-geht- ums-Wasser.html (Zugriff am 20. 07 2020). Ringstorff, Stefan. ,,Der sicherheitspolitische Diskurs um Umweltgefahren." In Internationale Forschungsansätze und ihre Verankerung in politischen Leitbildern Deutschlands, 100. Universität Hamburg, 2003. Seidler, Christoph. Arktisches Monopoly - Der Kampf um die Rohstoffe der Polarregion. 1. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, 2009. Sonnenberg, Anke, Ashok Chapagain, Martin Geiger, und Dorothea August. „Der Wasser - Fußabdruck Deutschlands." WWF - for a living planet, 08 2009. Spillmann, Kurt R. „Kriegsursache der kommenden Generation? Der Kampf um das Wasser." In Internationale Politik. 2000. Stroh, Kassian. Konflikt und Kooperation um Wasser. Eine Fallstudie über den Nil, Arbeitspapiere zu Problemen der Internationalen Politik und der Entwicklungsländerforschung, Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München, Forschungsstelle Dritte Welt, 2002, 112. WATER is a Human Right. 2020. https://www.right2water.eu/ (Zugriff am 20. 07 2020). Wolf, Aaron. ,,Conflict Prevention and Resolution in Water Systems." 848. Chetenham, U.K., 2002. WWF. 27. 09 2019. https://www.wwf.de/themen-projekte/fluesse-seen/wasser-politik- maerkte/wasserrisiko/ (Zugriff am 20. 07 2020). Zaumseil, Eike. Brot für die Welt. https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/wasser/ (Zugriff am 20. 07 2020). Notizen - mündliches Abitur Geographie: Wasser- eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft? 1. Einstieg 2. Leitfrage 3. Süßwasserverfügbarkeit 4. Wassermangel & Wasserverteilung 5. Ursachen des Wassermangels 6. Folgen des Wassermangels - Nutzungskonflikte - Konflikte & Konfliktrisiko 7. Lösungsansätze 8. Fazit - Kooperation statt Konflikte Wasser ● menschliche Körper besteht zu über 70 % aus Wasser Mangel an Wasser führt zu gravierenden gesundheitlichen Problemen, da die Funktionen des Körpers, die auf das Wasser angewiesen sind, eingeschränkt werden Grundvoraussetzung für das Leben ● → ohne Wasser keine Trinkwasserversorgung, keine Landwirtschaft, keine Gewässer mit Fischen zum Verzehr, keine Flüsse zum Gütertransport, keine Industrie Süßwasserverfügbarkeit 1,6 Milliarden Kubikkilometer Wasser; 3 % trinkbar 69% der globalen Süßwasservorräte in Gletschern oder im ewigen Eis gebunden; 30 % unter der Erde als sauberes Grundwasser; 0,3 % relativ leicht zugänglich in Seen und Flüssen; 0,7 % Bodenfeuchtigkeit, Grundeis, Dauerfrost, Sumpfwasser Wasserverteilung prägnante Daten aus dem UN-Weltwasserbericht 2019: - 2 Milliarden Menschen leben in Staaten mit Wasserstress - etwa 4 Milliarden Menschen und damit fast 2/3 der Weltbevölkerung leiden mindestens 1 Monat im Jahr unter schwerer Wasserknappheit - der Wasserverbrauch weltweit steigt ca. 1 % pro Jahr, d.h. 2050 hätten wir einen Wasserverbrauch von 20-30 % über dem derzeitigen Verbrauch 2019: Weltwirtschaftsforum erklärt Wasserknappheit und ihre Auswirkungen als die größte Gefahr des kommenden Jahrzehnts Wasserknappheit entsteht wegen geographisch und saisonal ungleich verteiltem Süßwasser etwa die Hälfte aller Vorräte befindet sich in gerade einmal einer Handvoll Länder Ursachen: wachsende Weltbevölkerung, steigender Lebensstandard, verändertes Konsumverhalten, Ausweitung der künstlichen Bewässerung in der Landwirtschaft, Klimawandel (Veränderungen im Wetterverhalten: Dürre oder Überschwemmungen, Abholzungen, zunehmende Wasserverschmutzung, verschwenderischer Wasserverbrauch, ineffiziente Wasserbereitstellung Angebot und Nachfrage 14.000 kubikkilometer einfach erreichbare Süßwasservorräte (schließt Oberflächenwasser in Flüssen, Seen, Grundwasser ein); 5.000 Kubikkilometer werden von der Menschheit genutzt und wiederverwendet theoretisch genug für eine Weltbevölkerung von 7 Milliarden Menschen oder sogar einen Bevölkerungsanstieg auf 9 Milliarden Menschen zu versorgen aber ungleiche Verteilungen und ungleich starker Konsum von Wasser sorgt für Wasserknappheit ● Ursachen Wasserknappheit Differenzierung: physische & ökonomische Wasserknappheit Physische Wasserknappheit: Wasserbedarf übersteigt die natürlich vorhandenen Ressourcen einer Region → meist aride Regionen (durch z.B. Ressourcenübernutzung für Wasserkraftwerke, Staudämme oder künstliche Bewässerung) Ökonomische Wasserknappheit: durch schlechtes Management der vorhandenen Wasserressourcen (häufigere Ursache) → nötige Knowhow / Technik fehlt, um Wasser der Bevölkerung zugänglich zu machen → fehlende Investitionen in Infrastruktur & Technologien, um Süßwasser von Flüssen, Wasserspeichern und anderen Wasserquellen zu verteilen Bevölkerungswachstum neusten Prognosen: höchster Wert 2064; danach wieder Schrumpfen der Weltbevölkerung → Frauen bekomme mehr Zugang zu Bildung und Verhütungsmitteln → weniger Kinder steigender Wasserverbrauch durch Bevölkerungswachstum → Übernutzung und Verschmutzung → stetige Verknappung der globalen Süßwasservorräte → Wassermangel Übernutzung Übernutzung des Wassers durch v.a. die Landwirtschaft und die Industrie übermäßige Nutzung von Grundwasserkörpern verursacht in küstennahen Grundwasserströmen Salzwasserintrusionen, die das Grundwasser versalzen in Städten Lateinamerikas und Chinas sinkt der Grundwasserspiegel jährlich um einen Meter ● zunehmende Wasserverschmutzung Ende der 70er Jahre: 1/3 der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser WHO rief die Internationale Dekade des Trinkwassers ins Leben → Ziel: binnen 1 Jahrzehnts alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen → konnte Trinkwasserversorgung für Millionen Menschen verbessern, doch das Problem ist bis heute nicht bewältigt; 2 Milliarden Menschen ohne sauberes Trinkwasser Vereinte Nationen gehen davon aus, dass ca. 80 % aller Krankheiten auf den Konsum verschmutzen Wassers zurückzuführen sind fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser ist die Ursache von 1/3 aller Todesfälle in Entwicklungsländern zentrale Ursachen: - nicht oder unzureichend gereinigte industrielle und häusliche Abwässer, Abflüsse, Sickerwasser aus z.T. illegalen Mülldeponien - von landwirtschaftlichen Nutzflächen verschmutze Flüsse, Seen, Grundwasser - künstliche Bewässerung, Rodung von Wäldern, Übernutzung von Grundwasserressourcen stören den natürlichen Wasserkreislauf & mindern Wasserqualität - Luftschadstoffe (Stickoxide, Schwermetalle, Schwefelverbindungen) gelangen über Niederschläge in die Gewässer Steigender individueller Wasserverbrauch drastische Verbesserung des Lebensstandards, der hygienischen Verhältnisse, Veränderungen der Ernährungs-, Lebens- und Konsumgewohnheiten der Menschen (ansteigender Fleischkonsum, steigende Nachfrage nach frischem Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit) weltweit wachsender Massentourismus → Notwendigkeit, wasserintensive touristische Infrastrukturen → Verschwendung (Bewässerung von 317 Golfplätzen in Spanien) Menschen in Industrieländern verbrauchen 10-mal mehr Wasser als Menschen in Entwicklungsländern ● → Großteil des Verbrauchs indirekt durch z. B. landwirtschaftliche oder industrielle Produktion von Konsumgütern → durch die Globalisierung von Produktionsketten wird viel Wasser in Schwellen- und Entwicklungsländern verbraucht, um Güter zu produzieren, die in Industrieländern verbraucht werden verschwenderischer Wasserumgang; Landwirtschaft größter Wasserkonsument mit 70 % des weltweiten Verbrauchs; 19 % in Industrie, 11 % Privathaushalte → Landwirtschaft verbraucht nicht nur viel Wasser; zerstört auch die Regeneration von Wasserreserven (durch Rodung und Trockenlegung zugunsten neuer Anbauflächen gingen die Hälfte aller Feuchtgebiete verloren) Geringe staatliche Förderung für umweltfreundliche und wassersparende Technologien Entwicklung umweltschonender und wassersparender Technologie zwar weit vorangeschritten, doch sehr kostenintensiv echte Breitenwirkung und damit verbundener großer Wassereinspareffekt nur denkbar, wenn von Seiten der Regierung ausreichende Fördermittel zum Erwerb und zur Verbreitung dieser Technologien bereitgestellt werden Schlechter Zustand der Wasserinfrastruktur aufgrund schadhafter oder unsachgemäß gebauter Kanal- und Leitungssysteme gehen große Wassermengen beim Tramsport verloren durch marode Leitungen gehen in Entwicklungsländern 30 - 40 % des Wassers verloren obwohl Wasser der Schlüssel zur sozialen und ökonomischen Entwicklung ist, berücksichtigen die wenigsten armen Länder das Thema in ihrem Haushaltsplan (z.B. Pakistan gibt 50-mal so viel Geld für Militär aus wie für Investitionen in die Wasserversorgung) Wasserverschwendung und fehlende Anreize zum Wassersparen oft Wasser als Allgemeingut, das nicht individuell besessen werden kann; steht kostenfrei und uneingeschränkt jedem zur Verfügung Gewohnheitsrecht aus früheren Epochen begründet Anspruch einiger, ihrem angestammten Vorrecht auch weiterhin zur sozialen Norm zu erheben gesellschaftliche Grundhaltung behindert Einführung von Wasserpreisen jegliche Anreize zur individuellen Einsparung von Wasser fehlen ● Urbanisierung rasante und ungeplante Urbanisierung verschärft Wasserknappheit in ländlichen Gebieten und erhöht Wettbewerb zwischen Städten und Landwirtschaft um Wasser Wasserversorgung und Abwassersysteme kommen mit dem Wachstum der Städte nicht nach, schon gar nicht in Slums Verdunstungsverluste bei Speicherung und Transport um Ertrag auf begrenzen landwirtschaftlichen Nutzflächen zu steigern, weitet man v.a. Bewässerungsareale aus → Bau von großen Wasserspeichern, gewaltigen Fernleitungen und Kanälen wird durch Ausbau der hydroelektrischen Energiegewinnung und zunehmende Urbanisierung der Menschen Lebensverhältnisse gesteigert der für die Wasserbilanz negative Effekt besteht durch dramatisch ansteigende Verdunstungsverluste der so entstandenen großen Wasserflächen und offenen Wasserleitungen (bei großen und flachen Seen bis zu 60 % des Wasserspeichers) Illegale Wasserentnahme unzureichende infrastrukturelle Erschließung von Siedlungen und teilweise hohe Wasserpreise in Slumgebieten der Entwicklungsländer → Wasserfernleitungen werden illegal angezapft aufgrund der unsachgemäßen Öffnung der Leitungen geht viel Wasser verloren Liberalisierung des Weltmarktes wird seit Beginn des GATT-Prozesses und der Welthandelspolitik der WTO vorangetrieben globale Konkurrenzsituation und einseitige Exportorientierung der einzelnen Wirtschaftsräume → Produktion von wasserintensiven Agrarprodukten steigt → Anstieg des Wasserverbrauchs Globale Klimaveränderung Temperaturanstiege, längere und ausgeprägtere aride Phasen oder Dürreperioden → steigender Wasserbedarf in betroffenen Regionen Sonstiges in allen Küstenräumen der Mittelmeerländer ist die Bevölkerung seit der Mitte des letzten Jahrhunderts in starkem Maße gewachsen Ursache: Wanderungsbewegungen zur Küste durch den sich immer mehr ausweitenden Massentourismus & die Verlagerung von Industrie in standortgünstige Küstenstädte Folgen Wasserknappheit massive innengesellschaftliche Spannungen → Stärke dieser Spannungen, politische Verfasstheit eines Staates und besonders klimatische und hydrologische Gegebenheiten einer Region beeinflussen die Gewaltträchtigkeit der wasserbezogenen Konflikte Verteilungskonflikte zwischen Landwirtschaft und Industrie, Stadt- und Landbevölkerung oder zwischen ethnischen Gruppen Landwirtschaft, Gewerbe, Tourismus konkurrieren um Nutzflächen Trink- und Brauchwasser wird immer knapper und dadurch teurer Gefährdung des Wassers durch Verunreinigungen Auswirkungen auf die Umwelt ● ● Übernutzung der Ressourcen → Versalzung & Verlust von Auen und Sumpfgebieten über die letzten 100 Jahre mehr als die Hälfte der Sumpfgebiete oder Moorlandschaften der Erde verschwunden oder wurden zerstört → sind wichtig als Lebensraum vieler Arten; als Anbaugebiete für Reis und andere Lebensmittel → wirken als natürliche Filter; schützen umgebene Gebiete vor Überflutung und Stürmen Landabsenkung; allmähliche Absinken von Gebieten (v.a. durch Abpumpen von Grundwasser) Klimawandel: wird zu Veränderungen in der Verfügbarkeit und Nutzung von Wasser führen → Erhöhung der Wasserknappheit → Unsicherheiten in Sektoren, die einen großen Wasserverbrauch haben → Abpumpen von Wasser aus grundwasserleitenden Schichten und fossilem Wasser führt dazu, dass die gesamte Menge von Wasser in der Hydrosphäre erhöht wird, die für Verdampfungs- und Transportprozesse zur Verfügung stehen → Wasserdampf und Wolkendecke wächst → sind die größten Absorbenten von Infrarotstrahlung in der Erdatmosphäre → Zuwachs von Wasser in der Atmosphäre verändert das Klima Wasser als Menschenrecht UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte vereinbarte, dass Wassersicherheit fünf Grundelemente enthält Recht auf ausreichendes, sicheres, angemessenes, physisch zugängliches und erschwingliches Wasser für den persönlichen und privaten Verbrauch Millennium-Gipfel der Vereinten Nation wurde der Zugang zu sicherem Trinkwasser als eines der Millenniums-Entwicklungsziele festgelegt → Millenniums-Entwicklungsziele einer Arbeitsgruppe aus der VN, der Weltbank, des IWFs, der OECD → weltweite Ziele der nachhaltigen Entwicklung Recht auf Zugang zu sauberem Wasser am 28.07.2010 in Vollversammlung der Vereinten Nation als Menschenrecht anerkannt worden; allerdings rechtlich nicht bindend und einklagbar in den meisten Ländern, die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, ist das Erreichen des internationalen Ziels kaum zu bewältigen → Geld und technologische Wissen, um eine Wasser- und Abwasserversorgung zu errichten, fehlen → wollen EU, Weltbank und IWF mit Hilfe der Privatwirtschaft erreichen ** ● ● ** ● ** ● ** ● ** ** The next war in the Middle East will be fought over water, not politics" dies prophezeite der frühere Generalsekretär der Vereinten Nation vor 35 Jahren da stellt sich einem schnell die Frage, ob er recht hat und ob wir wirklich mit ,,Wasserkriegen" rechnen müssen das führt mich auch direkt zu meiner Leitfrage: ist Wasser als elementare Ressource ein Konfliktherd der Zukunft? zunächst lässt sich sagen, dass der menschliche Körper zu 70 % aus Wasser besteht damit ist das Wasser eine Grundvoraussetzung fürs Leben auch wenn wir 1,6 Milliarden Kubikkilometer Wasser auf der Welt haben, stehen uns Menschen jedoch nur 3 % als trinkbares Wasser zur Verfügung - das Süßwasser von diesen 3% des globalen Wasservorkommens ist ein Großteil in Gletschern oder dem ewigen Eis gebunden ** nur knapp 31 % stehen uns als Grundwasser oder in Form von Oberflächenwasser also Seen, Sümpfen und Flüssen, zur Verfügung 2019 erklärte das Weltwirtschaftsforum die Wasserknappheit und ihre Auswirkungen als die größte Gefahr des kommenden Jahrzehnts diese Wasserknappheit entsteht unter anderem vor allem wegen geographischer und saisonal ungleich verteiltem Süßwasser etwa die Hälfte aller Vorräte befindet sich in gerade einmal einer Handvoll Länder hier wird deutlich, wie das Süßwasser weltweit verteilt ist und wo ausreichend oder eben zu wenig Wasser zur Verfügung steht der gesamte nordafrikanisch-vorderasiatische Raum ist von einem zunehmenden Mangel oder bereits einem starken Wassermangel betroffen → der Teil gehört zum altweltlichen Trockengürtel mit vorwiegend semi-ariden bis ariden Klimabedingungen theoretisch wäre genug Wasser für eine Weltbevölkerung von 7,8 Milliarden Menschen da; auch für eine Bevölkerung von 9 Milliarden Menschen aber die ungleichen Verteilungen und der ungleich starker Konsum sorgt für starke Differenzen Hier hab ich noch eine weitere Graphik, im zu veranschaulichen, mit welcher Prognose man momentan rechnet Hier der Wassermangel 2019 und im Vergleich dazu der Wassermangel 2040 man geht also von einer rapiden Verschlechterung der Wasserverfügbarkeit gerade in den bereits von Wasserknappheit betroffenen Gebieten aus jetzt stellt sich die Frage, woran das liegt ● ** ● ** ** ● ● ** Übernutzung des Wassers findet v.a. durch die Landwirtschaft und die Industrie statt Landwirtschaft größter Wasserkonsument ** → Landwirtschaft verbraucht nicht nur viel Wasser; zerstört auch die Regeneration von Wasserreserven ● ● ● ** ● Man unterscheidet bei den Ursachen der Wasserknappheit zwischen einer physischen und einer ökonomischen Wasserknappheit. ** Physische Wasserknappheit: Wasserbedarf übersteigt die natürlich vorhandenen Ressourcen einer Region → meist aride Regionen Ökonomische Wasserknappheit: durch schlechtes Management der vorhandenen Wasserressourcen (häufigere Ursache) → nötige Knowhow / Technik fehlt, um Wasser der Bevölkerung zugänglich zu machen ein wichtiger Aspekt ist der Bevölkerungswachstum; hier wird deutlich, dass die Bevölkerung auch in den kommenden Jahren noch stark ansteigen wird; wie stark ist im Moment unklar durch die steigenden Bevölkerungszahlen kommt es dann zu einer Übernutzung und Verschmutzung des Wassers die übermäßige Nutzung des Grundwassers führt zu Salzwasserintrusionen, die das Grundwasser versalzen des weiteren kommt es zum Verlust von Auen und Sumpfgebieten, die der Lebensraum einer großen Artenvielfalt sind eine Verschmutzung des Trinkwassers entsteht vor allem durch unzureichend gereinigte Abwässer und Abflüsse aus zum Teil illegalen Mülldeponien Zudem werden die Flüsse, Seen und das Grundwasser durch landwirtschaftliche Nutzflächen verschmutzt Luftschadstoffe gelangen über Niederschläge in die Gewässer hinzu kommt, dass es in der letzten Zeit eine drastische Verbesserung des Lebensstandards sowie der hygienischen Verhältnisse gab des weiteren folgte eine Veränderung der Ernährungs-, Lebens- und ** Konsumgewohnheiten der Menschen, z. B. ist der Fleischkonsum gestiegen wie auch die Nachfrage nach frischem Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit ** auch der wachsende Massentourismus spielt eine große Rolle; aufgrund dessen ist eine wasserintensive touristische Infrastruktur notwendig Wasser wird auch als Grundrecht gesehen, weshalb jegliche Anreize zur individuellen Einsparung von Wasser fehlt auch wenn die Entwicklung umweltschonender und wassersparender Technologie zwar weit vorangeschritten, ist sie sehr kostenintensiv und nur möglich, wenn die Regierung ausreichende Fördermittel bereitgestellt werden ** zudem gehen aufgrund schadhafter oder unsachgemäß gebauter Kanal- und Leitungssysteme große Wassermengen beim Tramsport verloren ● ● ● ● ** ● ● ● ● ● ● ** ● ● ● ● ** ● ● ** ● ** ● ** unzureichende Infrastruktur und teilweise hohe Wasserpreise in Slumgebieten der Entwicklungsländer verursachen, dass Wasserfernleitungen illegal angezapft werden aufgrund der unsachgemäßen Öffnung der Leitungen geht viel Wasser verloren ** letztlich spielt auch der Klimawandel eine entscheidende Rolle Temperaturanstiege, längere und ausgeprägtere aride Phasen oder Dürreperioden hier noch ein Bild eines Stausees, der nicht einmal bis zur Hälfte gefüllt ist, da es seit Monaten nicht geregnet hat dieser Wassermangel äußert sich in vielfältigen Folgen es entstehen Verteilungskonflikte zwischen Landwirtschaft, der Industrie und der Stadt- und Landbevölkerung ** diese benötigen zunehmend Wasser, was wir bereits erwähnt zahlreiche Folgen hat ** hier nur einige wenige Beispiele: die Übernutzung oder Gefährdung des Wassers durch, die Eintretenden Dürrephasen sowie die starke Konkurrenz um die Nutzflächen ** dadurch wird das Trink- und Brauchwasser immer teurer ** die Landwirtschaft wird dadurch gezwungen ihren Anbau zu intensivieren, was diese in einen Teufelskreislauf bringt, sodass die Übernutzung etc. weiterhin verstärkt wird ** für die Industrie wird die Wasserver- und entsorgung immer teurer, was letztendlich auch zu nicht fachgerechten Wasserentsorgungen führen kann ** die Bevölkerung leidet dadurch unter zunehmendem Wassermangel auch für den Tourismus bedeutet das eine Rationierung, sowie der Rückgang des Tourismus'; um diesen aufrecht erhalten zu können, müssen noch größere Attraktionen geboten werden, was uns zurück in den Teufelskreislauf bringt aus diesen Nutzungskonflikten resultieren massive innengesellschaftliche Spannungen ** zum Konfliktfeld werden Wasserressourcen vor allem dann, wenn große Ströme oder wichtige Grundwasserleiter transnational sind hier wir nochmal deutlich in welchen Gebieten dies zutrifft bei transnationalen Strömen sind i.d.R. Oberlieger im Vorteil, da sie die Abflüsse kontrollieren können; natürlich gibt es da auch Ausnahmen problematisch ist dabei, dass die Anrainer oft unterschiedliche Interessen verfolgen zudem ist Wasser ist sehr anfällig für Politisierung und Ideologisierung, d.h. die Verwaltung des Wassers wird nicht nach wirtschaftlich-rationalen Überlegungen verwaltet, sondern entsprechend politisch-ideologischer Grundsätze Wasserverteilungskonflikte können öfters auch zu Kooperation statt Konflikten führen hier mal eine Graphik, die zeigt, wie viele vertragliche Kooperationen es momentan gibt damit kommen wir auch schon zu meinem nächsten Aspekt, den Lösungsansätzen eine Methode ist die Meerwasserentsalzung, bei der aus Meerwasser Trinkwasser gewonnen werden kann ein weiterer Ansatz ist die Optimierung der Bewässerungstechniken hier die 3 Bewässerungstechniken mit einem besonders hohen Wirkungsgrad: ** die Schwerkraftbewässerung, ** die Tröpfchenbewässerung und ** die Beregnungsbewässerung ** ● ** ● ** ● ● die Versorgung mit sauberem Trinkwasser geht mit einer geregelten Entsorgung der Abwasser einher Möglichkeiten wären hier z.B. das ** Pflanzen von Schilfpflanzen, die ** Reinigung durch Aktivkohle oder andere Filtersysteme sowie das Installieren von Kläranlagen zudem könnte man sich um einen vorsorglichen Gewässerschutz kümmern, sodass erst möglichst wenig Schadstoffe ins Wasser gelangen eine weitere Methode ist die wassersparende industrielle Produktion d.h. z.B. dass das eingesetzte Wasser in der Industrie mehrfachgenutzt wird, also Wasserrecycling betrieben wird wie bereits erwähnt, sind auch Kooperationen ein wichtiger Bestandteil der Konfliktlösung ein Ansatz ist dabei der Watershed-Ansatz, auch das Prinzip des grenzüberschreitenden Wassermanagements genannt ich kann gerne später noch mehr dazu sagen, wenn es erwünscht ist Ziel ist es auf jeden Fall durch Kooperation eine auf die Interessen der Menschen ausgerichtete Wasserversorgung zu garantieren um zurück zu meiner Leitfrage zu kommen Ja, die Ressource Wasser hat ein großes Konfliktpotential, allerdings muss man nicht von der Entstehung von Wasserkriegen wie im Zitat von meinem Einstieg ausgehen die Spannungen über Wasserressourcen werden in Zukunft immer wieder und in zunehmendem Maße auftauchen, sei es wegen der wachsenden Weltbevölkerung oder der globalen Klimaerwärmung, die den Wassermangel begünstigen wichtig ist, dass man sich bei Zukünftigen Verhandlungen nicht nur auf die Verteilung der Wassermengen konzentriert, sondern auch den Verwendungszweck berücksichtigt, denn auch wenn die Wassermenge vielleicht gerecht verteilt erscheint, wird dadurch indirekt eine Wasserverschwendung oder eine ineffiziente Nutzung gefördert die Politisierung des Wassers darf zudem nicht unterschätzt werden, da politische Entscheidungen sich eher an innenpolitischen Aspekten statt an kooperativen Lösungen orientieren es ist also ein Umdenken notwendig, um gegen den Wassermangel anzukämpfen und Konflikte zu vermeiden; denn wie aus den Lösungsansätzen deutlich wird, ist nicht das mangelnde Lösungskonzept das Problem, sondern der mangelnde politische Wille zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es ein sehr komplexes Thema ist und es hier nicht nur um reine Verteilungskonflikte geht; auch machtpolitische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte spielen eine große Rolle auch wenn Wasser viel Konfliktpotential hat, bietet es zudem „Friedensstoff", denn es gibt die technischen und politischen Möglichkeiten die Konflikte kooperativ zu lösen trotzdem dürfen wir uns nicht zurücklehnen, da wir weit entfernt von einer Lösung der Wasserproblematik sind, sondern müssen uns aktiv für diese einsetzen Mündliche Prüfung - Sprechtext WASSER- Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft? ** ** ● ● ● ** ● ● ● ** ● ● ** ● ** ,,The next war in the Middle East will be fought over water, not politics" dies prophezeite der frühere Generalsekretär der Vereinten Nation vor 35 Jahren da stellt sich einem schnell die Frage, ob er recht hat und ob wir wirklich mit ,,Wasserkriegen" rechnen müssen das führt mich auch direkt zu meiner Leitfrage: ist Wasser als elementare Ressource ein Konfliktherd der Zukunft? zunächst lässt sich sagen, dass der menschliche Körper zu 70 % aus Wasser besteht damit ist das Wasser eine Grundvoraussetzung fürs Leben auch wenn wir 1,6 Milliarden Kubikkilometer Wasser auf der Welt haben, stehen uns Menschen jedoch nur 3 % als trinkbares Wasser zur Verfügung - das Süßwasser von diesen 3% des globalen Wasservorkommens ist ein Großteil in Gletschern oder dem ewigen Eis gebunden ** also nur knapp 31 % stehen uns als Grundwasser oder in Form von Oberflächenwasser Seen, Sümpfen und Flüssen, zur Verfügung 2019 erklärte das Weltwirtschaftsforum die Wasserknappheit und ihre Auswirkungen als die größte Gefahr des kommenden Jahrzehnts diese Wasserknappheit entsteht unter anderem vor allem wegen geographischer und saisonal ungleich verteiltem Süßwasser etwa die Hälfte aller Vorräte befindet sich in gerade einmal einer Handvoll Länder hier wird deutlich, wie das Süßwasser weltweit verteilt ist und wo ausreichend oder eben zu wenig Wasser zur Verfügung steht der gesamte nordafrikanisch-vorderasiatische Raum ist von einem zunehmenden Mangel oder bereits einem starken Wassermangel betroffen → der Teil gehört zum altweltlichen Trockengürtel mit vorwiegend semi-ariden bis ariden Klimabedingungen theoretisch wäre genug Wasser für eine Weltbevölkerung von 7,8 Milliarden Menschen da; auch für eine Bevölkerung von 9 Milliarden Menschen aber die ungleichen Verteilungen und der ungleich starker Konsum sorgt für starke Differenzen Hier hab ich noch eine weitere Graphik, im zu veranschaulichen, mit welcher Prognose man momentan rechnet Hier der Wassermangel 2019 und im Vergleich dazu der Wassermangel 2040 man geht also von einer rapiden Verschlechterung der Wasserverfügbarkeit gerade in den bereits von Wasserknappheit betroffenen Gebieten aus jetzt stellt sich die Frage, woran das liegt ● ** ● ** ● ** ● ● Übernutzung des Wassers findet v.a. durch die Landwirtschaft und die Industrie statt Landwirtschaft größter Wasserkonsument ** → Landwirtschaft verbraucht nicht nur viel Wasser; zerstört auch die Regeneration von Wasserreserven (durch Rodung und Trockenlegung zugunsten neuer Anbauflächen gingen die Hälfte aller Feuchtgebiete verloren) die übermäßige Nutzung des Grundwassers führt zu Salzwasserintrusionen, die das Grundwasser versalzen des weiteren kommt es zum Verlust von Auen und Sumpfgebieten, die der Lebensraum einer großen Artenvielfalt sind ● ** ● ● ** ● ● Man unterscheidet bei den Ursachen der Wasserknappheit zwischen einer physischen und einer ökonomischen Wasserknappheit. ** Physische Wasserknappheit: Wasserbedarf übersteigt die natürlich vorhandenen Ressourcen einer Region → meist aride Regionen Ökonomische Wasserknappheit: durch schlechtes Management der vorhandenen Wasserressourcen (häufigere Ursache) → nötige Knowhow / Technik fehlt, um Wasser der Bevölkerung zugänglich zu machen ein wichtiger Aspekt ist der Bevölkerungswachstum; hier wird deutlich, dass die Bevölkerung auch in den kommenden Jahren noch stark ansteigen wird; wie stark ist im Moment unklar durch die steigenden Bevölkerungszahlen kommt es dann zu einer Übernutzung und Verschmutzung des Wassers eine Verschmutzung des Trinkwassers entsteht vor allem durch unzureichend gereinigte Abwässer und Abflüsse aus zum Teil illegalen Mülldeponien Zudem werden die Flüsse, Seen und das Grundwasser durch landwirtschaftliche Nutzflächen verschmutzt Luftschadstoffe gelangen über Niederschläge in die Gewässer hinzu kommt, dass es in der letzten Zeit eine drastische Verbesserung des Lebensstandards sowie der hygienischen Verhältnisse gab des weiteren folgte eine Veränderung der Ernährungs-, Lebens- und Konsumgewohnheiten der Menschen, z.B. ist der Fleischkonsum gestiegen wie auch die Nachfrage nach frischem Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit ** ** auch der wachsende Massentourismus spielt eine große Rolle; aufgrund dessen ist eine wasserintensive touristische Infrastruktur notwendig Wasser wird auch als Grundrecht gesehen, weshalb jegliche Anreize zur individuellen Einsparung von Wasser fehlt auch wenn die Entwicklung umweltschonender und wassersparender Technologie zwar weit vorangeschritten, ist sie sehr kostenintensiv und nur möglich, wenn die Regierung ausreichende Fördermittel bereitgestellt werden ** zudem gehen aufgrund schadhafter oder unsachgemäß gebauter Kanal- und Leitungssysteme große Wassermengen beim Tramsport verloren ● ** ● ● ● ● ● ● ● ** ● ● ● ** ● ● ** ** ● ● ** unzureichende Infrastruktur und teilweise hohe Wasserpreise in Slumgebieten der Entwicklungsländer verursachen, dass Wasserfernleitungen illegal angezapft werden aufgrund der unsachgemäßen Öffnung der Leitungen geht viel Wasser verloren ** letztlich spielt auch der Klimawandel eine entscheidende Rolle Temperaturanstiege, längere und ausgeprägtere aride Phasen oder Dürreperioden verursachen einen steigenden Wasserbedarf in betroffenen Regionen hier noch ein Bild eines Stausees, der nicht einmal bis zur Hälfte gefüllt ist, da es seit Monaten nicht geregnet hat dieser Wassermangel äußert sich in vielfältigen Folgen es entstehen Verteilungskonflikte zwischen Landwirtschaft, der Industrie und der Stadt- und Landbevölkerung ** diese benötigen zunehmend Wasser, was wir bereits erwähnt zahlreiche Folgen hat ** hier nur einige wenige Beispiele: die Übernutzung oder Gefährdung des Wassers durch, die Eintretenden Dürrephasen sowie die starke Konkurrenz um die Nutzflächen dadurch wird das Trink- und Brauchwasser immer teurer k* die Landwirtschaft wird dadurch gezwungen ihren Anbau zu intensivieren, was diese in einen Teufelskreislauf bringt, sodass die Übernutzung etc. weiterhin verstärkt wird für die Industrie wird die Wasserver- und entsorgung immer teurer, was letztendlich auch zu nicht fachgerechten Wasserentsorgungen führen kann ** die Bevölkerung leidet dadurch unter zunehmendem Wassermangel ** auch für den Tourismus bedeutet das eine Rationierung, sowie der Rückgang des Tourismus'; um diesen aufrecht erhalten zu können, müssen noch größere Attraktionen geboten werden, was uns zurück in den Teufelskreislauf bringt ** aus diesen Nutzungskonflikten resultieren massive innengesellschaftliche Spannungen zum Konfliktfeld werden Wasserressourcen vor allem dann, wenn große Ströme oder wichtige Grundwasserleiter transnational sind hier wir nochmal deutlich in welchen Gebieten dies zutrifft bei transnationalen Strömen sind i.d.R. Oberlieger im Vorteil, da sie die Abflüsse kontrollieren können; natürlich gibt es da auch Ausnahmen problematisch ist dabei, dass die Anrainer oft unterschiedliche Interessen verfolgen zudem ist Wasser ist sehr anfällig für Politisierung und Ideologisierung, d.h. die Verwaltung des Wassers wird nicht nach wirtschaftlich-rationalen Überlegungen verwaltet, sondern entsprechend politisch-ideologischer Grundsätze Wasserverteilungskonflikte können öfters auch zu Kooperation statt Konflikten führen hier mal eine Graphik, die zeigt, wie viele vertragliche Kooperationen es momentan gibt damit kommen wir auch schon zu meinem nächsten Aspekt, den Lösungsansätzen eine Methode ist die Meerwasserentsalzung, bei der aus Meerwasser Trinkwasser gewonnen werden kann ein weiterer Ansatz ist die Optimierung der Bewässerungstechniken hier die 3 Bewässerungstechniken mit einem besonders hohen Wirkungsgrad: die Schwerkraftbewässerung, ** die Tröpfchenbewässerung und ** die Beregnungsbewässerung ** ● ● ** ● ● ** ● ● ● ** ● ● ● die Versorgung mit sauberem Trinkwasser geht mit einer geregelten Entsorgung der Abwasser einher Möglichkeiten wären hier z.B. das ** Pflanzen von Schilfpflanzen, die ** Reinigung durch Aktivkohle oder andere Filtersysteme sowie das Installieren von Kläranlagen zudem könnte man sich um einen vorsorglichen Gewässerschutz kümmern, sodass erst möglichst wenig Schadstoffe ins Wasser gelangen eine weitere Methode ist die wassersparende industrielle Produktion d.h. z.B. dass das eingesetzte Wasser in der Industrie mehrfachgenutzt wird, also Wasserrecycling betrieben wird wie bereits erwähnt, sind auch Kooperationen ein wichtiger Bestandteil der Konfliktlösung ein Ansatz ist dabei der Watershed-Ansatz, auch das Prinzip des grenzüberschreitenden Wassermanagements genannt ich kann gerne später noch mehr dazu sagen, wenn es erwünscht ist Ziel ist es auf jeden Fall durch Kooperation eine auf die Interessen der Menschen ausgerichtete Wasserversorgung zu garantieren um zurück zu meiner Leitfrage zu kommen Ja, die Ressource Wasser hat ein großes Konfliktpotential, allerdings muss man nicht von der Entstehung von Wasserkriegen wie im Zitat von meinem Einstieg ausgehen die Spannungen über Wasserressourcen werden in Zukunft immer wieder und in zunehmendem Maße auftauchen, sei es wegen der wachsenden Weltbevölkerung oder der globalen Klimaerwärmung, die den Wassermangel begünstigen wichtig ist, dass man sich bei Zukünftigen Verhandlungen nicht nur auf die Verteilung der Wassermengen konzentriert, sondern auch den Verwendungszweck berücksichtigt, denn auch wenn die Wassermenge vielleicht gerecht verteilt erscheint, wird dadurch indirekt eine Wasserverschwendung oder eine ineffiziente Nutzung gefördert die Politisierung des Wassers darf zudem nicht unterschätzt werden, da politische Entscheidungen sich eher an innenpolitischen Aspekten statt an kooperativen Lösungen orientieren es ist also ein Umdenken notwendig, um gegen den Wassermangel anzukämpfen und Konflikte zu vermeiden; denn wie aus den Lösungsansätzen deutlich wird, ist nicht das mangelnde Lösungskonzept das Problem, sondern der mangelnde politische Wille zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es ein sehr komplexes Thema ist und es hier nicht nur um reine Verteilungskonflikte geht; auch machtpolitische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte spielen eine große Rolle auch wenn Wasser viel Konfliktpotential hat, bietet es zudem „Friedensstoff", denn es gibt die technischen und politischen Möglichkeiten die Konflikte kooperativ zu lösen trotzdem dürfen wir uns nicht zurücklehnen, da wir weit entfernt von einer Lösung der Wasserproblematik sind, sondern müssen uns aktiv für diese einsetzen 1 „The next war in the Middle East will be fought over water, not politics" früherer Generalsekretär der UN Boutros Ghali (1985) BR WASSER- Eine elementare Ressource als Konfliktherd der Zukunft? 3 Süßwasserverfügbarkeit Süßwasser 3% Salzwasser (Ozeane) 97% globales Wasser- vorkommen Andere 0,7 % Grund- wasser 30% Eiskappen und Gletscher 69 % Süßwasser Oberflächen- wasser 0,3 % Flüsse 2% Sümpfe 11 % Seen 87 % Oberflächen- wasser 4 Wassermangel Extremely high High High - medium Medium - Low Low [2] 5 Wassermangel 2019 Ratio of withdrawals to supply: Low (<10%) Low - medium (10-20%) Medium - high (20-40%) High (40-80%) Extremely high (>80%) [3]