Arten der Unternehmenskonzentration und ihre Auswirkungen
Die Unternehmenskonzentration kann in verschiedenen Formen auftreten und hat sowohl Vor- als auch Nachteile für den Markt und die Wirtschaft insgesamt.
Arten der Konzentration
- Horizontale Konzentration: Betrifft Unternehmen des gleichen Marktes.
- Vertikale Konzentration: Umfasst vor- und nachgestellte Produktionsstufen.
- Diagonale/konglomerate Konzentration: Bezieht sich auf Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftszweige.
Highlight: Die meisten Zusammenschlüsse sind horizontaler Natur, was bedeutet, dass sie zwischen Unternehmen des gleichen Marktes stattfinden.
Weitere Faktoren, die eine konzentrationsfördernde Wirkung haben können, sind:
- Kreditverflechtungen
- Kooperationsverträge
- Strategische Allianzen (für den Austausch von Know-How)
- Personelle Verflechtungen (z.B. gemeinsame Aufsichtsratsmitglieder)
Example: Ein Beispiel für personelle Verflechtungen wäre, wenn ein Aufsichtsratsmitglied aus Unternehmen A auch im Aufsichtsrat von Unternehmen B tätig ist, was zu einer Abstimmung zwischen den Unternehmen führen kann.
Vor- und Nachteile der Unternehmenskonzentration
Vorteile:
- Ausnutzung der Fixkostendegression
- Ausgleich von Beschäftigungsschwankungen
- Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit
- Verstetigung des Unternehmenswachstums
- Verringerung des Risikos
- Möglichkeit niedrigerer Preise
Highlight: Die Unternehmenskonzentration EINFACH erklärt kann zu Effizienzsteigerungen und Kostenersparnissen führen, die potenziell auch den Verbrauchern zugutekommen können.
Nachteile:
- Gefahr der Monopolisierung des Marktes
- Mögliche Einschränkung des Wettbewerbs
Vocabulary: Das Konzept der Gegenmacht beschreibt Konzentrationsvorgänge, die stattfinden, um Wettbewerbsbeschränkungen durch andere Marktteilnehmer besser begegnen zu können.
Behinderung als Form der Wettbewerbsbeschränkung
Eine Behinderung liegt vor, wenn tatsächliche oder potenzielle Konkurrenten, Lieferanten oder Abnehmer in ihrer Handlungs- oder Entschließungsfreiheit beschränkt werden. Dies setzt voraus, dass ein Unternehmen eine marktmächtige Position besitzt.
Definition: Der relevante Markt ist der Bereich wirksamer Konkurrenz und wird in zeitlicher, räumlicher und sachlicher Hinsicht abgegrenzt.
Die Abgrenzung des relevanten Marktes ist sowohl theoretisch als auch praktisch eine Herausforderung. Sie ist jedoch entscheidend, um festzustellen, ob eine Behinderung vorliegt und wie stark die Marktmacht eines Unternehmens tatsächlich ist.
Highlight: Die Kontrolle von Wettbewerbsbeschränkungen und Unternehmenskonzentrationen ist eine wichtige Aufgabe des Bundeskartellamts, um einen fairen und funktionierenden Wettbewerb zu gewährleisten.



























