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wirtschaftliche Auswirkungen der Coronakrise

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Geografie – Aufgabenerteilung Beurteile ausführlich, welche wirtschaftlichen Auswirkungen die „Coronakrise" auf die einzelnen Sektoren (nach Fourastié) haben könnte! Entscheidet euch in jedem Sektor für ein oder zwei Kriterien und stellt diese dar. Der französische Ökonom Jean Fourastié entwickelte in den 50er Jahren ein Modell des sektoralen Strukturwandels.¹ Seine Arbeiten bauen auf den Erkenntnisse der Ökonomen Clark und Fischer auf, welche in den 30er Jahren die Drei-Sektoren-Hypothese entwickelten.² Die Drei-Sektoren-Theorie ist eine volkswirtschaftliche Theorie, welche die Volkswirtschaft in Rohstoffgewinnung, Rohstoffverarbeitung und Dienstleistung differenziert.² Ausgehend von diesen Erkenntnissen teilte Fourastié das Wirtschaftssystem in drei Produktionssektoren ein: - primärer Sektor: Land- und Forstwirtschaft, Fischerei - sekundärer Sektor: Produzierendes Gewerbe (Bergbau, Industrie, Handwerk etc.) - tertiärer Sektor: Dienstleistungen (Handel, Verkehr, Kommunikation etc.)² Fourastié ging von der Grundannahme aus, dass sich die drei Sektoren hinsichtlich der Intensität des technischen Fortschritts unterscheiden, wobei der den stärksten technischen Fortschritt für den sekundären Sektor, einen mittelmäßige technischen Fortschritt für den primären Sektor und den geringsten technischen Fortschritt für den tertiären Sektor postulierte. Aufgrund der Produktivitätssteigerungen werden im primären und sekundären Sektor über den Zeitverlauf immer weniger Arbeitskräfte benötigt, während im tertiären Sektor der Bedarf an Arbeitskräften wächst.¹ unterschiedlichen 1 in % 100 80 60- 40- 20- sekundärer Sektor primärer Sektor 0 Quelle: Kulke, PG 12/95 tertiärer Sektor 3344E 1 Entwicklung der 3 Wirtschaftssektoren nach Fourastié³ Nach den Erkenntnissen von Fourastié führt der unterschiedlich stark wirksam technische Fortschritt zu einem strukturellen Wandel der Volkswirtschaft. Hierbei gliederte er die volkswirtschaftlichen Entwicklung in...

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drei Phasen: die primäre Zivilisation (Agrargesellschaft), eine Übergangsgesellschaft (Industriegesellschaft) und die tertiäre Zivilisation (Dienstleistungsgesellschaft) Die Annahme von Fourastié, dass im tertiären Sektor nur ein geringer technischer Fortschritt möglich sei, erwies sich als Irrtum. Im Dienstleistungssektor führte z. B. die Einführung moderner Kommunikationsstrukturen zu einer erheblichen Steigerung der Arbeitsproduktivität. 1 vgl. TERRA 10, Brodengeier, E, Eger, K., Glanz, F., Joachim, J., Lehnig, B,, Raschk, N. (2015): S. 94-95 2 vgl. TERRA Online, Grimm, A. (2012) 3 vgl. Diercke: https://media.diercke.net/omeda/800/3344E_1.jpg Die Zuordnung des Dienstleistungssektors ausschließlich zum tertiären Sektor ist unter diesen Gesichtspunkten heute nur noch für einige Bereiche berechtigt. Von Wissenschaftlern wird deshalb die Einfügung eines vierten Sektors „Wissenssektor“ diskutiert und die Entwicklung einer Informations- bzw. Wissensgesellschaft postuliert¹. Wie bereits dargestellt, kommt es nach der Theorie von Fourastié zu einer Verschiebung der Beschäftigungsquote innerhalb der einzelnen Wirtschaftssektoren in unterschiedlichen Zeitphasen:¹ Sektoren Primärer Sektor Sekundärer Sektor Tertiärer Sektor Traditionelle Phase 70% 20 % 10% Beschäftigungszahlen in Prozent Annahmen von Fourastie - primärer Sektor: - sekundärer Sektor: - tertiärer Sektor: Übergangsperiode Tertiäre Zivilisation 20 % 40% 40 % 10% 20% 70% Wie aus der Tabelle zu entnehmen ist, haben sich im Wesentlichen die Annahmen von Fourastié zur Entwicklung der Beschäftigungszahlen bestätigt. Allerdings ging die Beschäftigung im primären Sektor weit stärker zurück, als dies von Fourastié prognostiziert wurde. Daten des Statistischen Bundesamtes von 2019³ 1,3% 24,1% 74,5% Eine Möglichkeit die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland zu beurteilen, ist die Ermittlung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bezogen auf die einzelnen Sektoren. Das Statistische Bundesamt Deutschlands ermittelt regelmäßig die Anteile der Wirtschaftssektoren an der Bruttowertschöpfung. So betrug z. B. der Anteil der Wirtschaftssektoren an der Bruttowertschöpfung in Deutschland im Jahr 2019: 0,9% in der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, 29,8 % (5,6 % im Baugewerbe; 24,2 % im produzierenden Gewerbe), 69,3% im Dienstleistungsgewerbe*. Deutsches Institut für Bei meiner Internetrecherche zu den Auswirkungen der Coronarkrise auf die Volkswirtschaft habe ich festgestellt, dass die verschiedenen Wirtschaftsinstitute Wirtschaftsforschung (DIW)5, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V. in Essen (RWI), Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. (ifo)', Hamburgische Welt-WirtschaftsInstitut (HWWI), Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW)", Institut der Deutschen Wirtschaft (IW)¹⁰ - Szenarien berechnen, wie sich zukünftig die Konjunkturdaten nach der Coronakrise entwickeln könnten. 10 5 vgl. DIW https://www.diw.de/de 6 vgl. RWI http://www.rwi-essen.de/ 7 vgl. ifo-Institut: https://www.ifo.de/ 8 vgl. HWWI: http://www.hwwi.org/home.html 9 vgl. IfW: https://www.ifw-kiel.de/ 10 vgl. IW: https://www.iwkoeln.de/ 1 ¹ vgl. TERRA 10, Brodengeier, E, Eger, K., Glanz, F., Joachim, J., Lehnig, B,, Raschk, N. (2015): S. 95 2 vgl. GABLER Wirtschaftslexikon: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/drei-sektoren-hypothese- 32453/wikipedia, 3 vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis) (2020 a): https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/ Konjunktur- indikatoren/Lange-Reihen/Arbeitsmarkt/lrerw13a.html 4 vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis) (2020 b): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36846/umfrage/ anteil-der-wirtschaftsbereiche-am-bruttoinlandsprodukt/ Einen guten und zusammenfassenden Überblick über die aktuellen Konjunkturstudien bis zum 24.03.2020 gibt der IW-Report 10/2020. In dieser Analyse wird betont, dass sich „mit Blick auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2020 ….. nicht mehr die Frage [stellt], ob es zu einer Rezession kommt. Vielmehr richtet sich der Blick auf die Länge und Tiefe der wirtschaftlichen Beeinträchtigung in diesem Jahr ….. In den bislang veröffentlichten Prognosen werden die stärksten Beeinträchtigungen im zweiten Quartal 2020 erwartet. Je nach Szenario setzt danach eine Erholung ein. Die Prognosen für Deutschland für das Jahr 2020 (jahresdurchschnittliche reale BIP gegenüber Vorjahr in Prozent) bewegten sich in der vergangenen Woche in einem Korridor von -0,1 Prozent (V-Szenario des DIW) bis zu -8,7 Prozent (IfW bei einer verzögerten Erholung im Jahresverlauf 2020)." ¹ In diesem IW-Report wird besonders auf die aktuelle Studie des ifo-Institut vom 23. März hingewiesen, wo allein 6 verschiedene Szenarien zu den möglichen Auswirkungen eines Shutdowns für Deutschland berechnet wurden. In der ifo-Studie werden folgende Prognosen auf das Bruttoinlandsprodukt berechnet:² Rückgang der BIP-Jahre swachstumsrate in Prozentpunkten -5 -10 -15 -20 -25 -5,1 -8,4 -11,8 Szenario 1 -6,1 -10,1 -14,2 Szenario 2 -4,3 Ein Monat Shutdown -7,2 -10 Szenario 3 -6,4 -11,9 -17,5 Szenario 4 -7,5 -14 -20,6 Szenario 5 -5,7 -10.4 -15,2 Szenario 6 Zwei Monate Shutdown Drei Monate Shutdown Tab: ifo-Szenarienrechnung zum Rückgang der BIP-Jahreswachstumsrate durch den Corona-Shutdown in Deutschland im Jahr 2020 in Prozentpunkten² Diese ifo-Studie gibt aber auch eine Vorausberechnung auf die Entwicklung der Beschäftigungszahlen in Deutschland. Hierbei wird ausgeführt, dass „Bei einem Shutdown von einem Monat sich je nach Szenario ein Verlust von 160 000 bis 340 000 sozialversicherungs- pflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und 180 000 bis 390 000 Minijobs [ergibt]. Dauert der Shutdown zwei Monate an, ist in den betroffenen Branchen entsprechend dieser Rechnung mit einem Abbau von 470 000 bis 910 000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen und 300 000 bis 610 000 abgebauten Minijobs zu rechnen; bei einer Dauer von drei Monaten steigen die Verluste auf 780 000 bis bis 1,8 Mio. sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse und 420 000 bis 780 000 Minijobs. In allen Szenarien steigt die Gesamtzahl vgl. Bardt, H., Grömling, M., Kolev, G. (2020): IW-Report 10/2020:, S. 1-8 2 vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis) (2020 c) : https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1107166/ umfrage/corona-krise-bip-rueckgang-durch-shutdown-der-wirtschaft/ an Kurzarbeitern auf ein Niveau, das die Höchststände während der Finanzkrise 2008/2009 in Höhe von 1,5 Mio. Kurzarbeitern z.T. deutlich überschreitet (vgl. Tab.: Effekte auf Beschäftigung). Bei einem einmonatigen Shutdown ist entsprechend dieser Rechnung mit 2,1 Millionen bis 3,9 Millionen zu rechnen. Hält der Shutdown über zwei bzw. drei Monate an, dürfte die Zahl auf 3,4 bis 5,5 Millionen bzw. 4,2 Millionen bis 6,6 Millionen steigen.“¹ Effekte auf Beschäftigung Beschäftigungsabbau nach Dauer des Shutdown in Tausend Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Szenario 3 Monate 1 950 2 1 130 3 780 4 1510 5 1810 6 1 250 • Gesamte geringfügige Beschäftigung (ausschließlich geringfügig und im Nebenerwerb). Quelle: Berechnungen des ifo Instituts. 1 Monat 190 230 160 280 340 230 2 Monate 570 680 470 760 910 620 1 Monat 290 330 180 340 390 210 Geringfügige Beschäftigung 2 Monate 490 550 300 540 610 330 3 Monate 680 780 420 680 780 420 Veröffentlichungen der deutschen Aufgrund der Vielzahl der verschiedenen Wirtschaftsinstitute mit teilweise mehrfacher Szenariorechnungen in Abhängigkeit des aktuellen Zeitpunktes fiel es mir sehr schwer, für die einzelnen Sektoren spezifische Aussagen formulieren zu können. Alle oben genannten Institute betonen, dass derzeit eine differenzierte und sichere Beurteilung der Sachlage für einzelne Wirtschaftzweige nicht möglich ist, sondern nur vorsichtige Annahmen und Prognosen formuliert werden können. Die Wirtschaftsinstitute betonten hierbei die wechselseitige Verflechtung der Wirtschaftzweige untereinander. Alle Wirtschaftsinstitute waren sich jedoch in der Aussage einig, dass für die Gesamtwirtschaft durch die Corona-Krise eine Rezession eingeleitet wird. Das ifo-Institut formuliert fast diese Erkenntnis wie folgt zusammen: „Aus den vorliegenden Schätzungen über die Kosten des Shutdown in Form verlorener Wertschöpfung geht zum einen hervor, dass die Corona- Epidemie Kosten verursachen wird, die voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen in Deutschland zumindest der letzten Jahrzehnte bekannt ist."1 2 Nachdem ich den Zusammenhang zwischen den einzelnen Sektoren nach Fourastié und der Wirtschaftsentwicklung durch die Ermittlung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts erklärt habe, wird nun der Versuch unternommen, mit Hilfe der oben genannten Prognosedaten der Wirtschaftsinstitute die Einflüsse auf die einzelnen Sektoren näher zu spezifizieren. Wie bereits ausgeführt, trug der primäre Sektor im Jahre 2019 nur 0,9% zum Bruttoinlandsprodukt von 2019 bei. Gleichzeitig waren im Jahre 2019 gerade einmal 1,3 % aller Beschäftigten in Deutschland in diesen Sektor beschäftigt. Aufgrund dieser Zahlen müsste 1 vgl. ifo-Studie 04/2020: Dorn, F., Fuest, C., Göttert, M., Krolage, C., Lautenbacher, S., Link, S., Peichl, A., Reif, M., Sauer, S., Stöckli, M., Wohlrabe, K., Wollmershäuse, T. (2020): S. 8 ² vgl. Bardt, H., Grömling, M., Kolev, G. (2020): IW-Report 10/2020:, S. 1-8 angenommen werden, dass die Corona-Krise auf den primären Sektor keinen bzw. kaum einen negativen Einfluss haben dürfte. Im Gegenteil, Hamsterkäufe von Lebensmitteln z.B. Nudeln oder Milch führten zeitweise zu einer vermehrten Nachfrage von Nahrungsmitteln, so dass hier sogar (kurzfristig) Umsatzsteigerungen denkbar wären. Wie vom Deutschen Landwirtschaftsverlag mitgeteilt wird: schießen ,,die Preise für Reis, Weizen und andere Grundnahrungsmittel ... jedenfalls bereits nach oben und große Importeure versuchen ihre Lagerbestände aufzufüllen und Versorgungsengpässen vorzubeugen." Das Statistische Bundesamt veröffentlichte für einzelne Verkaufsgüter folgenden Absatzdaten im Einzelhandel:2 Absatz im Einzelhandel 32. KW 2019-100 T 32. KW 2019 37. KW 2019 42. KW 2019 47. KW 2019 - Seife - Toilettenpapier -Mehl - Desinfektionsmittel Statistisches Bundesamt (Destatis), 2020 Bier 52. KW 2019 5. KW 2020 10. KW 2020 III 1000 750 500 250 0 Wie auch in den Zeitungen nachzulesen ist, stehen die Landwirte vor der Frühjahrsbestellung und die Erntevorbereitung laufen bei den Obst- und Gemüsebauern auf Hochtouren. Aber die Landwirte machen sich wegen der Coronakrise große Sorgen um ihre Saisonarbeitskräfte. Die Sicherung von Erntehelfern hat deshalb eine hohe Priorität. Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, steht man dazu im engen Austausch mit den Verbänden aus Landwirtschaft und Gartenbau. In diesen Zusammenhang betont die Bundesministerin Julia Klöckner: "Wenn in der Landwirtschaft helfende Hände fehlen, dann geht uns das alle an: Denn verpasste Ernten kann man nicht nachholen, und was nicht in die Erde kommt, kann auch nicht geerntet werden."² Somit kann letztendlich nicht ausgeschlossen werden, dass in einzelnen Landwirtschaftsbereichen Ernteausfälle auftreten könnten, was perspektivisch zur Verteuerung von Lebensmittel führen könnte. Möglicherweise kommt es aber auch zu (saisonbedingten) Verlagerungseffekten von Arbeitskräften, insofern die Bundesregierung versucht entsprechende Arbeitskräfte für diesen Bereich zu generieren. 1 vgl. Deutscher Landwirtschaftsverlag (2020): https://www.agrarheute.com/markt/ marktfruechte/corona-panik- weltweite-hamster kaeufe-treiben-globalen-agrarpreise-566486 2 vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis) (2020 d): https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/ 2020/03/PD20_112_61.html 2 vgl. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: https://www.bmel.de/SharedDocs/Presse- mitteilungen/2020/053-coronavirus-ernte-sichern-das-land-hilft-vermittlungsplattform-erntehelfer.html

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Wie bereits dargestellt, kommt es nach der Theorie von Fourastié zu einer Verschiebung der Beschäftigungsquote innerhalb der einzelnen Wirtschaftssektoren in unterschiedlichen Zeitphasen:¹ Sektoren Primärer Sektor Sekundärer Sektor Tertiärer Sektor Traditionelle Phase 70% 20 % 10% Beschäftigungszahlen in Prozent Annahmen von Fourastie - primärer Sektor: - sekundärer Sektor: - tertiärer Sektor: Übergangsperiode Tertiäre Zivilisation 20 % 40% 40 % 10% 20% 70% Wie aus der Tabelle zu entnehmen ist, haben sich im Wesentlichen die Annahmen von Fourastié zur Entwicklung der Beschäftigungszahlen bestätigt. Allerdings ging die Beschäftigung im primären Sektor weit stärker zurück, als dies von Fourastié prognostiziert wurde. Daten des Statistischen Bundesamtes von 2019³ 1,3% 24,1% 74,5% Eine Möglichkeit die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland zu beurteilen, ist die Ermittlung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bezogen auf die einzelnen Sektoren. Das Statistische Bundesamt Deutschlands ermittelt regelmäßig die Anteile der Wirtschaftssektoren an der Bruttowertschöpfung. So betrug z. B. der Anteil der Wirtschaftssektoren an der Bruttowertschöpfung in Deutschland im Jahr 2019: 0,9% in der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, 29,8 % (5,6 % im Baugewerbe; 24,2 % im produzierenden Gewerbe), 69,3% im Dienstleistungsgewerbe*. Deutsches Institut für Bei meiner Internetrecherche zu den Auswirkungen der Coronarkrise auf die Volkswirtschaft habe ich festgestellt, dass die verschiedenen Wirtschaftsinstitute Wirtschaftsforschung (DIW)5, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V. in Essen (RWI), Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. (ifo)', Hamburgische Welt-WirtschaftsInstitut (HWWI), Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW)", Institut der Deutschen Wirtschaft (IW)¹⁰ - Szenarien berechnen, wie sich zukünftig die Konjunkturdaten nach der Coronakrise entwickeln könnten. 10 5 vgl. DIW https://www.diw.de/de 6 vgl. RWI http://www.rwi-essen.de/ 7 vgl. ifo-Institut: https://www.ifo.de/ 8 vgl. HWWI: http://www.hwwi.org/home.html 9 vgl. IfW: https://www.ifw-kiel.de/ 10 vgl. IW: https://www.iwkoeln.de/ 1 ¹ vgl. TERRA 10, Brodengeier, E, Eger, K., Glanz, F., Joachim, J., Lehnig, B,, Raschk, N. (2015): S. 95 2 vgl. GABLER Wirtschaftslexikon: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/drei-sektoren-hypothese- 32453/wikipedia, 3 vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis) (2020 a): https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/ Konjunktur- indikatoren/Lange-Reihen/Arbeitsmarkt/lrerw13a.html 4 vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis) (2020 b): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36846/umfrage/ anteil-der-wirtschaftsbereiche-am-bruttoinlandsprodukt/ Einen guten und zusammenfassenden Überblick über die aktuellen Konjunkturstudien bis zum 24.03.2020 gibt der IW-Report 10/2020. In dieser Analyse wird betont, dass sich „mit Blick auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2020 ….. nicht mehr die Frage [stellt], ob es zu einer Rezession kommt. Vielmehr richtet sich der Blick auf die Länge und Tiefe der wirtschaftlichen Beeinträchtigung in diesem Jahr ….. In den bislang veröffentlichten Prognosen werden die stärksten Beeinträchtigungen im zweiten Quartal 2020 erwartet. Je nach Szenario setzt danach eine Erholung ein. Die Prognosen für Deutschland für das Jahr 2020 (jahresdurchschnittliche reale BIP gegenüber Vorjahr in Prozent) bewegten sich in der vergangenen Woche in einem Korridor von -0,1 Prozent (V-Szenario des DIW) bis zu -8,7 Prozent (IfW bei einer verzögerten Erholung im Jahresverlauf 2020)." ¹ In diesem IW-Report wird besonders auf die aktuelle Studie des ifo-Institut vom 23. März hingewiesen, wo allein 6 verschiedene Szenarien zu den möglichen Auswirkungen eines Shutdowns für Deutschland berechnet wurden. In der ifo-Studie werden folgende Prognosen auf das Bruttoinlandsprodukt berechnet:² Rückgang der BIP-Jahre swachstumsrate in Prozentpunkten -5 -10 -15 -20 -25 -5,1 -8,4 -11,8 Szenario 1 -6,1 -10,1 -14,2 Szenario 2 -4,3 Ein Monat Shutdown -7,2 -10 Szenario 3 -6,4 -11,9 -17,5 Szenario 4 -7,5 -14 -20,6 Szenario 5 -5,7 -10.4 -15,2 Szenario 6 Zwei Monate Shutdown Drei Monate Shutdown Tab: ifo-Szenarienrechnung zum Rückgang der BIP-Jahreswachstumsrate durch den Corona-Shutdown in Deutschland im Jahr 2020 in Prozentpunkten² Diese ifo-Studie gibt aber auch eine Vorausberechnung auf die Entwicklung der Beschäftigungszahlen in Deutschland. Hierbei wird ausgeführt, dass „Bei einem Shutdown von einem Monat sich je nach Szenario ein Verlust von 160 000 bis 340 000 sozialversicherungs- pflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und 180 000 bis 390 000 Minijobs [ergibt]. Dauert der Shutdown zwei Monate an, ist in den betroffenen Branchen entsprechend dieser Rechnung mit einem Abbau von 470 000 bis 910 000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen und 300 000 bis 610 000 abgebauten Minijobs zu rechnen; bei einer Dauer von drei Monaten steigen die Verluste auf 780 000 bis bis 1,8 Mio. sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse und 420 000 bis 780 000 Minijobs. In allen Szenarien steigt die Gesamtzahl vgl. Bardt, H., Grömling, M., Kolev, G. (2020): IW-Report 10/2020:, S. 1-8 2 vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis) (2020 c) : https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1107166/ umfrage/corona-krise-bip-rueckgang-durch-shutdown-der-wirtschaft/ an Kurzarbeitern auf ein Niveau, das die Höchststände während der Finanzkrise 2008/2009 in Höhe von 1,5 Mio. Kurzarbeitern z.T. deutlich überschreitet (vgl. Tab.: Effekte auf Beschäftigung). Bei einem einmonatigen Shutdown ist entsprechend dieser Rechnung mit 2,1 Millionen bis 3,9 Millionen zu rechnen. Hält der Shutdown über zwei bzw. drei Monate an, dürfte die Zahl auf 3,4 bis 5,5 Millionen bzw. 4,2 Millionen bis 6,6 Millionen steigen.“¹ Effekte auf Beschäftigung Beschäftigungsabbau nach Dauer des Shutdown in Tausend Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Szenario 3 Monate 1 950 2 1 130 3 780 4 1510 5 1810 6 1 250 • Gesamte geringfügige Beschäftigung (ausschließlich geringfügig und im Nebenerwerb). Quelle: Berechnungen des ifo Instituts. 1 Monat 190 230 160 280 340 230 2 Monate 570 680 470 760 910 620 1 Monat 290 330 180 340 390 210 Geringfügige Beschäftigung 2 Monate 490 550 300 540 610 330 3 Monate 680 780 420 680 780 420 Veröffentlichungen der deutschen Aufgrund der Vielzahl der verschiedenen Wirtschaftsinstitute mit teilweise mehrfacher Szenariorechnungen in Abhängigkeit des aktuellen Zeitpunktes fiel es mir sehr schwer, für die einzelnen Sektoren spezifische Aussagen formulieren zu können. Alle oben genannten Institute betonen, dass derzeit eine differenzierte und sichere Beurteilung der Sachlage für einzelne Wirtschaftzweige nicht möglich ist, sondern nur vorsichtige Annahmen und Prognosen formuliert werden können. Die Wirtschaftsinstitute betonten hierbei die wechselseitige Verflechtung der Wirtschaftzweige untereinander. Alle Wirtschaftsinstitute waren sich jedoch in der Aussage einig, dass für die Gesamtwirtschaft durch die Corona-Krise eine Rezession eingeleitet wird. Das ifo-Institut formuliert fast diese Erkenntnis wie folgt zusammen: „Aus den vorliegenden Schätzungen über die Kosten des Shutdown in Form verlorener Wertschöpfung geht zum einen hervor, dass die Corona- Epidemie Kosten verursachen wird, die voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen in Deutschland zumindest der letzten Jahrzehnte bekannt ist."1 2 Nachdem ich den Zusammenhang zwischen den einzelnen Sektoren nach Fourastié und der Wirtschaftsentwicklung durch die Ermittlung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts erklärt habe, wird nun der Versuch unternommen, mit Hilfe der oben genannten Prognosedaten der Wirtschaftsinstitute die Einflüsse auf die einzelnen Sektoren näher zu spezifizieren. Wie bereits ausgeführt, trug der primäre Sektor im Jahre 2019 nur 0,9% zum Bruttoinlandsprodukt von 2019 bei. Gleichzeitig waren im Jahre 2019 gerade einmal 1,3 % aller Beschäftigten in Deutschland in diesen Sektor beschäftigt. Aufgrund dieser Zahlen müsste 1 vgl. ifo-Studie 04/2020: Dorn, F., Fuest, C., Göttert, M., Krolage, C., Lautenbacher, S., Link, S., Peichl, A., Reif, M., Sauer, S., Stöckli, M., Wohlrabe, K., Wollmershäuse, T. (2020): S. 8 ² vgl. Bardt, H., Grömling, M., Kolev, G. (2020): IW-Report 10/2020:, S. 1-8 angenommen werden, dass die Corona-Krise auf den primären Sektor keinen bzw. kaum einen negativen Einfluss haben dürfte. Im Gegenteil, Hamsterkäufe von Lebensmitteln z.B. Nudeln oder Milch führten zeitweise zu einer vermehrten Nachfrage von Nahrungsmitteln, so dass hier sogar (kurzfristig) Umsatzsteigerungen denkbar wären. Wie vom Deutschen Landwirtschaftsverlag mitgeteilt wird: schießen ,,die Preise für Reis, Weizen und andere Grundnahrungsmittel ... jedenfalls bereits nach oben und große Importeure versuchen ihre Lagerbestände aufzufüllen und Versorgungsengpässen vorzubeugen." Das Statistische Bundesamt veröffentlichte für einzelne Verkaufsgüter folgenden Absatzdaten im Einzelhandel:2 Absatz im Einzelhandel 32. KW 2019-100 T 32. KW 2019 37. KW 2019 42. KW 2019 47. KW 2019 - Seife - Toilettenpapier -Mehl - Desinfektionsmittel Statistisches Bundesamt (Destatis), 2020 Bier 52. KW 2019 5. KW 2020 10. KW 2020 III 1000 750 500 250 0 Wie auch in den Zeitungen nachzulesen ist, stehen die Landwirte vor der Frühjahrsbestellung und die Erntevorbereitung laufen bei den Obst- und Gemüsebauern auf Hochtouren. Aber die Landwirte machen sich wegen der Coronakrise große Sorgen um ihre Saisonarbeitskräfte. Die Sicherung von Erntehelfern hat deshalb eine hohe Priorität. Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, steht man dazu im engen Austausch mit den Verbänden aus Landwirtschaft und Gartenbau. In diesen Zusammenhang betont die Bundesministerin Julia Klöckner: "Wenn in der Landwirtschaft helfende Hände fehlen, dann geht uns das alle an: Denn verpasste Ernten kann man nicht nachholen, und was nicht in die Erde kommt, kann auch nicht geerntet werden."² Somit kann letztendlich nicht ausgeschlossen werden, dass in einzelnen Landwirtschaftsbereichen Ernteausfälle auftreten könnten, was perspektivisch zur Verteuerung von Lebensmittel führen könnte. Möglicherweise kommt es aber auch zu (saisonbedingten) Verlagerungseffekten von Arbeitskräften, insofern die Bundesregierung versucht entsprechende Arbeitskräfte für diesen Bereich zu generieren. 1 vgl. Deutscher Landwirtschaftsverlag (2020): https://www.agrarheute.com/markt/ marktfruechte/corona-panik- weltweite-hamster kaeufe-treiben-globalen-agrarpreise-566486 2 vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis) (2020 d): https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/ 2020/03/PD20_112_61.html 2 vgl. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: https://www.bmel.de/SharedDocs/Presse- mitteilungen/2020/053-coronavirus-ernte-sichern-das-land-hilft-vermittlungsplattform-erntehelfer.html