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Das Ermächtigungsgesetz

Das Ermächtigungsgesetz

 Das Ermächtigungsgesetz - Zusammenfassung
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Das Ermächtigungsgesetz - Zusammenfassung Kurzfakten: Verabschiedet am 24. März 1933 Gesetzgebende Gewalt des Parlaments (Legislative) ging vollständig an den Reichskanzler Adolf Hitler (Exekutive) → Ende der Gewaltenteilung Verfassung und Grundrechte konnten dadurch faktisch endgültig außer Kraft gesetzt werden Ende der (Weimarer) Demokratie Hintergrund: Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zum Reichskanzler der Weimarer Republik ernannt Nach der Machtübernahme Hitlers und der NSDAP wurden innerhalb kürzester Zeit Grundrechte (z. B. Presse und Versammlungsfreiheit) eingeschränkt und Gegner der Nationalsozialisten verhaftet Nach dem Brand des Deutschen Reichstag am 27. Februar 1933 wurden Bürgerrechte durch die "Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat" außer Kraft gesetzt Das deutsche Parlament stand Hitler allerdings noch im Wege, um seine Macht endgültig zu festigen Daher kam es am 24. März im Reichstag in Potsdam zur Abstimmung über das "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich", besser bekannt als Ermächtigungsgesetz Die Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz: Die Sitzung des Reichstags fand aufgrund des Brands des Reichstaggebäudes in der Krolloper in Potsdam statt 26 Abgeordnete der SPD wurden zuvor bereits verhaftet und konnten nicht mitabstimmen Auch 81 Abgeordnete der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) konnten nicht abstimmen, da ihre Mandate als parlamentarische Abgeordnete zuvor von den Nationalsozialisten beendet wurden Bis auf die 94 anwesenden der SPD stimmten alle anderen Fraktionen/Parteien für das Ermächtigungsgesetz Parlamentarier wurden eingeschüchtert, um für das Gesetz zu...

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