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Deutschland 1945

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 Deutschland nach 1945: zwischen Zusammenbruch und Neubeginn
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Deutschland nach 1945: zwischen Zusammenbruch und Neubeginn A) Deutschland nach 1945 1. Kriegsende Vollkommener Zusammenbruch des deutschen Reichs am 8. Mai 1945. Durch die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht wird die Reichsleitung in die Hände der Sieger (USA, GB, SU), später (Juli) durch Aufnahme FR's in den Kreis der Alliierten Siegermächte gegeben. Es gibt kein Friedensvertrag, sondern ein Abkommen über die Regelung des öffentlichen Lebens 2. die Potsdamer Konferenz 1945 (5D's) Churchill (sp. Attlee), Stalin und Truman bestreben Lösung der aus dem Krieg folgenden territorialen, ökonomischen und politischen Probleme auf einer Konferenz in Potsdam vom 17.Juli - 02. August. Themen waren außerdem die Frage nach Reparationen und die polnische Grenzfrage (Westverschiebung, Einigung auf die Oder-Neiße-Linie), sowie die Umsiedlung der deutschen Bevölkerung aus allen sowjetischen und polnisch, ungarisch und tschechoslowakischen besetzten Gebieten. Man einigt sich darauf, dass jede Besatzungsmacht ihre Reparationsansprüche aus seiner eigenen Zone befriedigen sollte -> Vier Reparationsgebiete (obwohl man sich in der Abschlusserklärung um eine ,,wirtschaftliche Einheit" Deutschland geeinigt hatte). Die Siegermächte konnten sich auf die sogenannten „5Ds“ – Demilitarisierung, Dezentralisierung, Demokratisierung, Demontage und Denazifizierung - einigen. (= Demokratisierung; Einführung der Grundrechte und der Prozess eines neuen Gesellschaftsmodells, Denazifizierung; Abschaffung der NS-Ideologie und Beginn der Nürnberger Prozesse, Demobilisierung; Auflösung und Verbot der NS-Organisationen Demilitarisierung; Auflösung des deutschen Militärs durch Abrüstung und Gefangennahme, Demontage; Entmachtung von NS-Regierungsstrukturen) Weitere Vereinbarungen der Potsdamer Konferenz: Auslöschung Deutschlands als...

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Völkerrechtssubjekt Territoriale Verluste (c.a ein Viertel des Gebiets von 1937) Flucht und Vertreibung von c.a 12 Mio. Deutschen aus den Gebieten östlich von Oder-Neiße und aus Tschechoslowakei und Ungarn Bildung von vier Sektoren Deutschlands und Berlin 3. Stunde Null Zusammenbruch des staatlichen und gesellschaftlichen Lebens in Deutschland bei Kriegsende. Vorstellungen vom totalen Zusammenbruch als auch die Hoffnung auf einen radikalen Neubeginn. ● Flüchtlinge, Vertriebene (1945-48), Witwen, Waisen und Obdachlose ● 10 Millionen Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter 750 000 KZ Überlebende 11 Millionen deutsche in Gefangenschaft, teils bis 1955 (Moskau) ● Durch Bedingungslose Kapitulation ist Souveränität erloschen, keine Armee, keine ● Verfassungsorgane Hungersnöte, Nahrungs- und Kleidungsmangel Zukunft Deutschlands ungewiss 3.1 Kriegsfolgen 3.1.1 Zerstörte Infrastruktur 3.1.2 Hunger und Not 3.1.3 Flucht und gewaltsame Vertreibung 3.1.4 Integration der Vertriebenen 4. Deutschland wird in Besatzungszonen geteilt Die vier Sektoren der Siegermächte in Deutschland dienen als militärische Abgrenzung. Sowjetische Truppen besetzten anfangs Berlin sowie den Osten Deutschlands. Den Westen besetzten Frankreich (Süd), USA (Süd und Bremer Hafen) und später England (Nord-Ost). Berlin: USA Süd-West, FR Nord-West, ENG Nord-West, Sowjet Osten. Die gemeinsame Verwaltung entsteht in Berlin durch den alliierten Kontrollrat. Da es im Alliierten Rat das Einstimmigkeitsprinzip galt, gab es Handlungsunfähigkeiten durch Meinungsunterschiede. Diese Situation wurde zunächst vor allem von Frankreich, das bei den Konferenzen von Teheran, Jalta und Potsdam nicht beteiligt gewesen war, dazu benutzt, ihre Ablehnung jeglicher Bestrebungen, die auf eine Überwindung der Teilung Deutschlands hinauslaufen konnten, deutlich zu machen. Aber auch die Sowjetunion nutzte das Veto-Recht, indem sie zum Beispiel durch ihr Beharren auf hohen Reparationsleistungen und eine Vier-Mächte-Kontrolle des Ruhrgebietes Fortschritte in der Einigungsfrage verhinderte. Diese führten zu keiner weiteren Tagung, letzte am 20. März 1948. Dies symbolisiert auch das Ende der gemeinsamen Zusammenarbeit zu Regierung und Verwaltung Deutschlands. 5. Politische Konzepte der Besatzungsmächte USA: - bis 1946 moralische politische Verantwortung der Bevölkerung der Umerziehung (Re-Education) GB: politische Stabilisierung Westdeutschlands gegen die Ausweitung des Kommunismus (wie USA). London ist durch Krieg ebenso wirtschaftlich schwach, weshalb sie eine rasche Umsetzung einer deutschen Volkswirtschaft erstrebten. FR: Verhinderung einer erneuten deutschen Bedrohung; Abschottung ihrer Besatzungszone mit der der amerikanischen und britischen. SU: Im SBZ sollten grundlegende Strukturreformen stattfinden: Erstrebt wird hier die Umsetzung eines kommunistischen Herrschafts- und Gesellschaftssystem mit Vorbildcharakter für Gesamtdeutschland 6. Der Nürnberger Prozess 1945/46 6.1 Nachfolgeprozesse 6.2 Entnazifizierung Neben der Aburteilung der Kriegsverbrecher gehört zum Entnazifierungskonzept die politische Säuberung im besetzten Deutschland. Die Amerikaner betrieben diese streng und großem bürokratischen Aufwand: Erstellung von 13 Millionen Fragebögen der deutschen Bevölkerung über 18: Aufarbeitung dessen beruflichen und politischen Vergangenheit und Kategorisierung in Hauptschuldige, Belastete, Minderbelastete, Mitläufer und Entlastete (demnach wurde Strafe verhängt). In allen drei Westzonen wurden mehr als 170 000 NS-Aktivisten in Internierungslager gebracht („automatischer Arrest"), welche bald wieder entlassen wurden (die letzten 1948). Später wurden ,,Persilscheine“ (Bestätigung eines Nicht-Sympathisanten des Nationalsozialismus) in der Bevölkerung ausgestellt, welche nachgewiesen werden mussten. 7. Neugründung von politischen Parteien in den Westzonen Demokratisierung des Landes setzte die Wiederzulassung von Parteien voraus, dessen Zulassung im ,,Potsdamer Abkommen“ vorgesehen waren. Darunter die Arbeiterpartei SPD, aus der Zentrumspartei sich neu definierte CDU, welche katholische-evangelische (konservativ-bürgerliche) Schichten erfassen sollte. Findung von konservativ-Liberalen in FDP, sowie die Zulassung der KPD in Westzonen, erfolglos. 8. Staatlicher und politischer Neuaufbau in den Westzonen 1945-47 Ende Mai 1945 setzten die Amerikaner in Bayern eine erste provisorische Regierung ein, um die Zone unter ihrer Militärregierung rasch wieder aufbauen zu können. Im Herbst 1945 wurden die Länder Bayern, Großhessen, Württemberg-Baden, Bremen (1947). Außerdem veranlasste man im Oktober 1945 unter General Clay einen Länderrat (Konferenz für Ministerpräsidenten der US-Zone) für die Bewältigung gemeinsamer Probleme. Koalitionsregierungen wurden unter Aufsicht der Militärregierung tätig. Ab 1946 ließen die Amerikaner auch Wahlen in Gemeinden und Kreisen zu. Im Sommer 1946 entwarfen verfassungsgebende Versammlung die zukünftige Länderverfassung, welche im November/Dezember durch Volksabstimmung in den drei Ländern der US-Zone in Kraft gesetzt wurden. Die Bevölkerung wählte erstmals seit 13 Jahren durch demokratische Wahlen ihre Landtage, aus denen demokratisch legitimierte Regierungen hervorgingen. In britischen Zonen zog sich die Gründung der Länder länger hin; 1946: Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen (Nov 1946) und die Landtagswahl 1947. In der französischen Zone: Rheinland-Pfalz, Württemberg-Hohenzollern, Süd-Baden bis Mitte 1947, untersagte das Wort „deutsch" in Parteinamen und behielt Saarland vorerst unter französischer Verwaltung. 9. Reparationen und Wiederaufbau B) Die doppelte Staatsgründung 10. Im Westen: die Bizone Nach dem nachdrücklichen Hinweis der Briten auf die „russische Gefahr“, und der Kompromisslosigkeit der Amerikaner mit den Sowjets auf der Pariser Außenministerkonferenz von April bis Juli 1946, schlug die USA die sofortige Verschmelzung der eigenen mit einer oder mehreren Besatzungszonen vor. Die Briten stimmten einer Fusion zu, später die Franzosen, SU lehnte komplett ab. Am 1. Januar 1947 trat das britisch-amerikanische (1948 +französisch) Abkommen in Kraft, welches mit der Gründung der Bizone das Fundament des westdeutschen Staates bedeutete. 11. Der Frankfurter Wirtschaftsrat 1947 Die wichtigste Neuerung dieses Staates war die Schaffung eines Wirtschaftsrates im Juni 1947. Im Exekutivrat (Vorläufer des Bundesrates) saßen die Vertreter der acht Länder, die zusammen mit dem Wirtschaftsrat die fünf Verwaltungsdirektoren ernannten und kontrollierten. Entscheidungen für das Vereinigte Wirtschaftsgebiet: Rat sollte sich um Verbesserung der Versorgungssituation kümmern (durch weiterhin Genehmigung der Amerikaner und Briten). 12. Im Osten: Neubeginn unter sowjetischer Besatzung Entnazifizierung in der SBZ Politische Parteien in Ostdeutschland Umgestaltung der ostdeutschen Wirtschaft 13. Marshall-Plan 1948-52 Währungsreform und Entscheidung für die Soziale Marktwirtschaft Die Berlin-Blockade 1948/49 Im Westen: Trizone und Beratung über eine Bundesverfassung Die drei westlichen Militärgouverneure beauftragten am 1. Juli 1948 die Ministerpräsidenten der elf westdeutschen Länder mit Verfassungsberatung zur Gründung eines westdeutschen Staates. Einzelheiten sind in den „Frankfurter Dokumenten“ festgelegt; Geplant war die Erarbeitung einer Verfassung für einen föderalistischen Staat mit Garantie auf Grund- und Menschenrecht, welche durch eine Volksabstimmung in Kraft treten sollte. Die Ministerpräsidenten stimmten einer beschränkten Selbstverwaltung zu, jedoch wurde das politische Gebilde einer verfassungsgebenden Versammlung zu einem Parlamentarischen Rat und die Verfassung in ein Grundgesetz verabschiedet, um die Möglichkeit eines vereinigten deutschen Staates offen zuhalten. 14. Parlamentarischer Rat 15. Gründung der BRD 1949 16. Gründung der DDR 1949

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Deutschland wird in Besatzungszonen geteilt Die vier Sektoren der Siegermächte in Deutschland dienen als militärische Abgrenzung. Sowjetische Truppen besetzten anfangs Berlin sowie den Osten Deutschlands. Den Westen besetzten Frankreich (Süd), USA (Süd und Bremer Hafen) und später England (Nord-Ost). Berlin: USA Süd-West, FR Nord-West, ENG Nord-West, Sowjet Osten. Die gemeinsame Verwaltung entsteht in Berlin durch den alliierten Kontrollrat. Da es im Alliierten Rat das Einstimmigkeitsprinzip galt, gab es Handlungsunfähigkeiten durch Meinungsunterschiede. Diese Situation wurde zunächst vor allem von Frankreich, das bei den Konferenzen von Teheran, Jalta und Potsdam nicht beteiligt gewesen war, dazu benutzt, ihre Ablehnung jeglicher Bestrebungen, die auf eine Überwindung der Teilung Deutschlands hinauslaufen konnten, deutlich zu machen. Aber auch die Sowjetunion nutzte das Veto-Recht, indem sie zum Beispiel durch ihr Beharren auf hohen Reparationsleistungen und eine Vier-Mächte-Kontrolle des Ruhrgebietes Fortschritte in der Einigungsfrage verhinderte. Diese führten zu keiner weiteren Tagung, letzte am 20. März 1948. Dies symbolisiert auch das Ende der gemeinsamen Zusammenarbeit zu Regierung und Verwaltung Deutschlands. 5. Politische Konzepte der Besatzungsmächte USA: - bis 1946 moralische politische Verantwortung der Bevölkerung der Umerziehung (Re-Education) GB: politische Stabilisierung Westdeutschlands gegen die Ausweitung des Kommunismus (wie USA). London ist durch Krieg ebenso wirtschaftlich schwach, weshalb sie eine rasche Umsetzung einer deutschen Volkswirtschaft erstrebten. FR: Verhinderung einer erneuten deutschen Bedrohung; Abschottung ihrer Besatzungszone mit der der amerikanischen und britischen. 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Später wurden ,,Persilscheine“ (Bestätigung eines Nicht-Sympathisanten des Nationalsozialismus) in der Bevölkerung ausgestellt, welche nachgewiesen werden mussten. 7. Neugründung von politischen Parteien in den Westzonen Demokratisierung des Landes setzte die Wiederzulassung von Parteien voraus, dessen Zulassung im ,,Potsdamer Abkommen“ vorgesehen waren. Darunter die Arbeiterpartei SPD, aus der Zentrumspartei sich neu definierte CDU, welche katholische-evangelische (konservativ-bürgerliche) Schichten erfassen sollte. Findung von konservativ-Liberalen in FDP, sowie die Zulassung der KPD in Westzonen, erfolglos. 8. Staatlicher und politischer Neuaufbau in den Westzonen 1945-47 Ende Mai 1945 setzten die Amerikaner in Bayern eine erste provisorische Regierung ein, um die Zone unter ihrer Militärregierung rasch wieder aufbauen zu können. Im Herbst 1945 wurden die Länder Bayern, Großhessen, Württemberg-Baden, Bremen (1947). Außerdem veranlasste man im Oktober 1945 unter General Clay einen Länderrat (Konferenz für Ministerpräsidenten der US-Zone) für die Bewältigung gemeinsamer Probleme. Koalitionsregierungen wurden unter Aufsicht der Militärregierung tätig. Ab 1946 ließen die Amerikaner auch Wahlen in Gemeinden und Kreisen zu. Im Sommer 1946 entwarfen verfassungsgebende Versammlung die zukünftige Länderverfassung, welche im November/Dezember durch Volksabstimmung in den drei Ländern der US-Zone in Kraft gesetzt wurden. Die Bevölkerung wählte erstmals seit 13 Jahren durch demokratische Wahlen ihre Landtage, aus denen demokratisch legitimierte Regierungen hervorgingen. In britischen Zonen zog sich die Gründung der Länder länger hin; 1946: Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen (Nov 1946) und die Landtagswahl 1947. In der französischen Zone: Rheinland-Pfalz, Württemberg-Hohenzollern, Süd-Baden bis Mitte 1947, untersagte das Wort „deutsch" in Parteinamen und behielt Saarland vorerst unter französischer Verwaltung. 9. Reparationen und Wiederaufbau B) Die doppelte Staatsgründung 10. Im Westen: die Bizone Nach dem nachdrücklichen Hinweis der Briten auf die „russische Gefahr“, und der Kompromisslosigkeit der Amerikaner mit den Sowjets auf der Pariser Außenministerkonferenz von April bis Juli 1946, schlug die USA die sofortige Verschmelzung der eigenen mit einer oder mehreren Besatzungszonen vor. Die Briten stimmten einer Fusion zu, später die Franzosen, SU lehnte komplett ab. Am 1. Januar 1947 trat das britisch-amerikanische (1948 +französisch) Abkommen in Kraft, welches mit der Gründung der Bizone das Fundament des westdeutschen Staates bedeutete. 11. Der Frankfurter Wirtschaftsrat 1947 Die wichtigste Neuerung dieses Staates war die Schaffung eines Wirtschaftsrates im Juni 1947. Im Exekutivrat (Vorläufer des Bundesrates) saßen die Vertreter der acht Länder, die zusammen mit dem Wirtschaftsrat die fünf Verwaltungsdirektoren ernannten und kontrollierten. Entscheidungen für das Vereinigte Wirtschaftsgebiet: Rat sollte sich um Verbesserung der Versorgungssituation kümmern (durch weiterhin Genehmigung der Amerikaner und Briten). 12. Im Osten: Neubeginn unter sowjetischer Besatzung Entnazifizierung in der SBZ Politische Parteien in Ostdeutschland Umgestaltung der ostdeutschen Wirtschaft 13. Marshall-Plan 1948-52 Währungsreform und Entscheidung für die Soziale Marktwirtschaft Die Berlin-Blockade 1948/49 Im Westen: Trizone und Beratung über eine Bundesverfassung Die drei westlichen Militärgouverneure beauftragten am 1. Juli 1948 die Ministerpräsidenten der elf westdeutschen Länder mit Verfassungsberatung zur Gründung eines westdeutschen Staates. Einzelheiten sind in den „Frankfurter Dokumenten“ festgelegt; Geplant war die Erarbeitung einer Verfassung für einen föderalistischen Staat mit Garantie auf Grund- und Menschenrecht, welche durch eine Volksabstimmung in Kraft treten sollte. Die Ministerpräsidenten stimmten einer beschränkten Selbstverwaltung zu, jedoch wurde das politische Gebilde einer verfassungsgebenden Versammlung zu einem Parlamentarischen Rat und die Verfassung in ein Grundgesetz verabschiedet, um die Möglichkeit eines vereinigten deutschen Staates offen zuhalten. 14. Parlamentarischer Rat 15. Gründung der BRD 1949 16. Gründung der DDR 1949