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Entspannungspolitik

Entspannungspolitik

 topaktuell 3/2009
Entspannungspolitik und Friedensbereitschaft in Europa 1969-1989
Die Ausgangslage
Verschiedene Annäherungsversuche der Gr
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topaktuell 3/2009 Entspannungspolitik und Friedensbereitschaft in Europa 1969-1989 Die Ausgangslage Verschiedene Annäherungsversuche der Großen Koalition 1966-1969 bringen zwar Bewegung in die Bezieh- ungen mit den östlichen Nachbarländern, können aber zur Lösung der deutschen Frage wenig beitragen. Allein die neue Formel ,, die kann nur das Ergebnis der lichen: Es bleibt beim der Die, in Europa sein“, kann den späteren „Wandel durch Annäherung“ nicht ermög- der BR Deutschland und der II Ergebnisse: Erst die Bundesregierung unter Bundeskanzler renden der sozialliberalen Koalition Brandt/Scheel 1969-1974 ein neues, zu Polen. bringt den Mut auf, die existie- anzuerkennen, um sie durchlässiger zu machen und auf der Grundlage der zu Osteuropa zu suchen. Bundesrepublik - Polen 7. Dezember 1970 Bundesrepublik - UdSSR 12. August 1970 Erkennt die Unverletzbarkeit der in Europa bestehenden Grenzen an Erkennt die Oder-Neiße-Linie als Westgrenze Polens an Arbeitsblatt 15 Bundesrepublik - CSSR 11. Dezember 1973 Garantiert die Erhaltung bestehender Grenzen © 2009: Bildungsverlag EINS GmbH USA, Frankreich, Großbritannien, UdSSR 3. September 1970 Garantiert den Sonderstatus von Berlin Bundesrepublik - DDR 21. Dezember 1972 Regelt die innerdeutschen Beziehungen Bundesrepublik - DDR 30. Dezember 1971 Regelt den Verkehr zwischen der Bundesrepublik und Westberlin (nicht: völkerrechtliche) Gewaltverzicht, friedliche Lösung von Streitfragen, Aufnahme beider Staaten in die Vereinten Nationen. Fazit: Obwohl die Ostverträge das Verhältnis beider Staaten zueinander kaum verbessern, sind Sie doch eine topaktuell 3/2009 Entspannungspolitik und Friedensbereitschaft in Europa 1969-1989 Abkühlung des Klimas in Europa zwischen Ost und West 1979-1985 I. Zwiespältige Situation II. Sowjetische Bedrohung IV. Kritik und Protest (1980-1984) Der Westen bietet der UdSSR an, mit ihr über die Beseitigung der Mittel- streckenwaffen SS...

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20 zu verhandeln. V. Entspannung Politische Ebene: (Die UdSSR geht auf diesen Vorschlag vorerst nicht ein.) (Schlussakte KSZE, SALT- Verhandlungen u. a.) + + Vorwürfe: Es handelt sich um Flugzeuge und Raketen mittlerer Reichweite, die aber nicht über den Atlantik reichen, also nicht auf die USA, sondern vornehmlich auf deutsche Ziele gerichtet sind. Es gilt nicht als sicher, ob sich die USA bei einem atomaren Schlag gegen Deutschland selbst den Risiken eines atomaren Krieges aussetzen würden. Daher: III. Ab Ende amerikanische (12.12.1979) + © 2009: Bildungsverlag EINS GmbH + + + + F stationiert. Aktivitäten: Arbeitsblatt 17 Ebene der Rüstung: Es gibt Der Beschluss und die Stationierung lassen die neuen SS 20-Atomraketen) bzw. (UdSSR mit Sofern nach Ablauf von vier Jahren kein Verhandlungs- ergebnis zustande kommt, wird die NATO selbst atomare Mittelstrecken (Pershing II und Cruise Missiles) installieren. werden in Westeuropa 108 mobile und 464 bodengestützte zu einer Massenbewegung anschwellen: Teilnehmer: u. a. ermöglicht ab 1987 die Beseitigung der atomaren Mittelstreckenwaffen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhanges. Bis heute bleibt umstritten, wem das Verdienst der Raketenbeseitigung zukommt: der NATO-Politik der Stärke, der Friedensbewegung und/oder M. Gorbatschow? 16 Lösungsvorschlag Entspannungspolitik und Friedensbereitschaft in Europa 1969-1989 Die Ausgangslage Verschiedene Annäherungsversuche der Großen Koalition 1966-1969 bringen zwar Bewegung in die Bezieh- ungen mit den östlichen Nachbarländern, können aber zur Lösung der deutschen Frage wenig beitragen. Allein die neue Formel ,,die Wiedervereinigung Deutschlands kann nur das Ergebnis der Entspannung in Europa sein", kann den späteren „Wandel durch Annäherung" nicht ermöglichen: Es bleibt beim Alleinvertretungsanspruch der BR Deutschland und der Nichtanerkennung der Oder-Neiße-Grenze zu Polen. Die ,,Neue Ostpolitik" der sozialliberalen Koalition Brandt/Scheel 1969-1974 Erst die Bundesregierung unter Bundeskanzler Willy Brandt bringt den Mut auf, die existierenden Grenzen anzuerkennen, um sie durchlässiger zu machen und auf der Grundlage der Ostverträge ein neues, friedliches Verhältnis zu Osteuropa zu suchen. Moskauer Vertrag Bundesrepublik - UdSSR 12. August 1970 Erkennt die Unverletzbarkeit der in Europa bestehenden Grenzen an Warschauer Vertrag Bundesrepublik - Polen 7. Dezember 1970 Erkennt die Oder-Neiße-Linie als Westgrenze Polens an Ergebnisse: Prager Vertrag Bundesrepublik - CSSR topaktuell 3/2009 11. Dezember 1973 Garantiert die Erhaltung bestehender Grenzen Grundlagenvertrag Bundesrepublik - DDR 21. Dezember 1972 Regelt die innerdeutschen Beziehungen Viermächteabkommen USA, Frankreich, Großbritannien, UdSSR 3. September 1970 Garantiert den Sonderstatus von Berlin Transitabkommen Bundesrepublik - DDR 30. Dezember 1971 Regelt den Verkehr zwischen der Bundesrepublik und Westberlin Faktische (nicht: völkerrechtliche) Anerkennung der DDR, Gewaltverzicht, friedliche Lösung von Streitfragen, Aufnahme beider Staaten in die Vereinten Nationen. Fazit: Obwohl die Ostverträge das Verhältnis beider Staaten zueinander kaum verbessern, sind Sie doch eine Voraussetzung für den späteren Fall der Berliner Mauer! © 2009: Bildungsverlag EINS GmbH 18 Lösungsvorschlag Entspannungspolitik und Friedensbereitschaft in Europa 1969-1989 Abkühlung des Klimas in Europa zwischen Ost und West 1979-1985 I. Zwiespältige Situation II. Sowjetische Bedrohung Politische Ebene: Abbau der Ost-West- Spannungen in Europa (Schlussakte KSZE, SALT- Verhandlungen u. a.) Der Westen bietet der UdSSR an, mit ihr über die Beseitigung der Mittel- streckenwaffen SS 20 zu verhandeln. IV. Kritik und Protest (1980-1984) (Die UdSSR geht auf diesen Vorschlag vorerst nicht ein.) V. Entspannung + III. Der NATO-Doppel- beschluss Es handelt sich um Flugzeuge und Raketen mittlerer Reichweite, die aber nicht über den Atlantik reichen, also nicht auf die USA, sondern vornehmlich auf deutsche Ziele gerichtet sind. Es gilt nicht als sicher, ob sich die USA bei einem atomaren Schlag gegen Deutschland selbst den Risiken eines atomaren Krieges aussetzen würden. Daher: (12.12.1979) + topaktuell 3/2009 Vorwürfe: + Kriegsgefahr durch Irrtum + atomarer Holocaust Ebene der Rüstung: Es gibt keine Entspannung bzw. Abrüstung (UdSSR Aktivitäten: + Massendemos + Menschenketten + Sitzblokaden bedroht Westeuropa mit neuen SS 20-Atomraketen) Ab Ende 1983 werden in Westeuropa 108 mobile amerikanische Pershing II und 464 bodengestützte Cruise Missiles stationiert. Sofern nach Ablauf von vier Jahren kein Verhandlungs- ergebnis zustande kommt, wird die NATO selbst atomare Mittelstrecken (Pershing II und Cruise Missiles) installieren. Der Beschluss und die Stationierung lassen die deutsche Friedensbewegung zu einer Massenbewegung anschwellen: Teilnehmer: u. a. Böll, Brandt, Grass, Lafontaine, Niemöller M. Gorbatschow ermöglicht ab 1987 die Beseitigung der atomaren Mittelstreckenwaffen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhanges. Bis heute bleibt umstritten, wem das Verdienst der Raketenbeseitigung zukommt: der NATO-Politik der Stärke, der Friedensbewegung und/oder M. Gorbatschow? © 2009: Bildungsverlag EINS GmbH 20 Lösungsvorschlag Entspannungspolitik und Friedensbereitschaft in Europa 1969-1989 Überwindung des Ost-West Gegensatzes in Deutschland 1985-1989 1985 kommt Michail Gorbatschow in der UdSSR an die Macht und strebt mit seiner neuen Reformpolitik in Absprache mit den USA den Abbau der sowjetischen Rüstung, einen Umbau des Wirtschaftssystems und eine Demokratisierung der Gesellschaft an. Perestroika (Umgestaltung) bedeutet die Vertiefung der so- zialistischen Demokratie und die Entwicklung der Selbstverwal- tung des Volkes. 7. Oktober 1989: 40. Jahrestag der Staatsgründung der DDR: Unter Demonstrationen für Demokratie in Ostberlin mahnt Gorbatschow die DDR-Führung zu grundlegenden Reformen, denn ,, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben Ursachen der DDR-Revolution: Gorbatschow verkündet auch die Abkehr von der Breschnew-Doktrin. Damit ist eine Grundvoraussetzung für Veränderungen in der DDR geschaffen. + wirtschaftliche Unzufriedenheit topaktuell 3/2009 + keine Meinungsfreiheit + fehlende Reisemöglichkeit + politische Unzufriedenheit + Ablehnung von Reformen + Bevormundung durch die SED Glasnost (Offenheit) steht für eine bessere Informa- tion der Bevölkerung (Transpa- renz); Meinungsvielfalt soll auch dem Sozialismus von Nutzen sein. 9. November: Auswirkungen: Herbst 1989: 120 000 DDR- Bürger fliehen über Ungarn, die CSSR und Polen in den Westen; die Reformpolitik Gorbatschows bestärkt auch die Kräfte der Opposition in der DDR für Frieden, Menschenrechte und Umweltschutz (Diskussionen, Mahnwachen, Fürbittegottes- dienste); später die gefährlichen Montagsdemos, die sog. gewaltlose Revolution 7. November 1989: Nach anhaltenden Massendemonstrationen erfolgt der Rücktritt der Staats- und Parteiführung Öffnung der Mauer © 2009: Bildungsverlag EINS GmbH

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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20 zu verhandeln. V. Entspannung Politische Ebene: (Die UdSSR geht auf diesen Vorschlag vorerst nicht ein.) (Schlussakte KSZE, SALT- Verhandlungen u. a.) + + Vorwürfe: Es handelt sich um Flugzeuge und Raketen mittlerer Reichweite, die aber nicht über den Atlantik reichen, also nicht auf die USA, sondern vornehmlich auf deutsche Ziele gerichtet sind. Es gilt nicht als sicher, ob sich die USA bei einem atomaren Schlag gegen Deutschland selbst den Risiken eines atomaren Krieges aussetzen würden. Daher: III. Ab Ende amerikanische (12.12.1979) + © 2009: Bildungsverlag EINS GmbH + + + + F stationiert. Aktivitäten: Arbeitsblatt 17 Ebene der Rüstung: Es gibt Der Beschluss und die Stationierung lassen die neuen SS 20-Atomraketen) bzw. (UdSSR mit Sofern nach Ablauf von vier Jahren kein Verhandlungs- ergebnis zustande kommt, wird die NATO selbst atomare Mittelstrecken (Pershing II und Cruise Missiles) installieren. werden in Westeuropa 108 mobile und 464 bodengestützte zu einer Massenbewegung anschwellen: Teilnehmer: u. a. ermöglicht ab 1987 die Beseitigung der atomaren Mittelstreckenwaffen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhanges. Bis heute bleibt umstritten, wem das Verdienst der Raketenbeseitigung zukommt: der NATO-Politik der Stärke, der Friedensbewegung und/oder M. Gorbatschow? 16 Lösungsvorschlag Entspannungspolitik und Friedensbereitschaft in Europa 1969-1989 Die Ausgangslage Verschiedene Annäherungsversuche der Großen Koalition 1966-1969 bringen zwar Bewegung in die Bezieh- ungen mit den östlichen Nachbarländern, können aber zur Lösung der deutschen Frage wenig beitragen. Allein die neue Formel ,,die Wiedervereinigung Deutschlands kann nur das Ergebnis der Entspannung in Europa sein", kann den späteren „Wandel durch Annäherung" nicht ermöglichen: Es bleibt beim Alleinvertretungsanspruch der BR Deutschland und der Nichtanerkennung der Oder-Neiße-Grenze zu Polen. Die ,,Neue Ostpolitik" der sozialliberalen Koalition Brandt/Scheel 1969-1974 Erst die Bundesregierung unter Bundeskanzler Willy Brandt bringt den Mut auf, die existierenden Grenzen anzuerkennen, um sie durchlässiger zu machen und auf der Grundlage der Ostverträge ein neues, friedliches Verhältnis zu Osteuropa zu suchen. Moskauer Vertrag Bundesrepublik - UdSSR 12. August 1970 Erkennt die Unverletzbarkeit der in Europa bestehenden Grenzen an Warschauer Vertrag Bundesrepublik - Polen 7. Dezember 1970 Erkennt die Oder-Neiße-Linie als Westgrenze Polens an Ergebnisse: Prager Vertrag Bundesrepublik - CSSR topaktuell 3/2009 11. Dezember 1973 Garantiert die Erhaltung bestehender Grenzen Grundlagenvertrag Bundesrepublik - DDR 21. Dezember 1972 Regelt die innerdeutschen Beziehungen Viermächteabkommen USA, Frankreich, Großbritannien, UdSSR 3. September 1970 Garantiert den Sonderstatus von Berlin Transitabkommen Bundesrepublik - DDR 30. Dezember 1971 Regelt den Verkehr zwischen der Bundesrepublik und Westberlin Faktische (nicht: völkerrechtliche) Anerkennung der DDR, Gewaltverzicht, friedliche Lösung von Streitfragen, Aufnahme beider Staaten in die Vereinten Nationen. Fazit: Obwohl die Ostverträge das Verhältnis beider Staaten zueinander kaum verbessern, sind Sie doch eine Voraussetzung für den späteren Fall der Berliner Mauer! © 2009: Bildungsverlag EINS GmbH 18 Lösungsvorschlag Entspannungspolitik und Friedensbereitschaft in Europa 1969-1989 Abkühlung des Klimas in Europa zwischen Ost und West 1979-1985 I. Zwiespältige Situation II. Sowjetische Bedrohung Politische Ebene: Abbau der Ost-West- Spannungen in Europa (Schlussakte KSZE, SALT- Verhandlungen u. a.) Der Westen bietet der UdSSR an, mit ihr über die Beseitigung der Mittel- streckenwaffen SS 20 zu verhandeln. IV. Kritik und Protest (1980-1984) (Die UdSSR geht auf diesen Vorschlag vorerst nicht ein.) V. Entspannung + III. Der NATO-Doppel- beschluss Es handelt sich um Flugzeuge und Raketen mittlerer Reichweite, die aber nicht über den Atlantik reichen, also nicht auf die USA, sondern vornehmlich auf deutsche Ziele gerichtet sind. Es gilt nicht als sicher, ob sich die USA bei einem atomaren Schlag gegen Deutschland selbst den Risiken eines atomaren Krieges aussetzen würden. Daher: (12.12.1979) + topaktuell 3/2009 Vorwürfe: + Kriegsgefahr durch Irrtum + atomarer Holocaust Ebene der Rüstung: Es gibt keine Entspannung bzw. Abrüstung (UdSSR Aktivitäten: + Massendemos + Menschenketten + Sitzblokaden bedroht Westeuropa mit neuen SS 20-Atomraketen) Ab Ende 1983 werden in Westeuropa 108 mobile amerikanische Pershing II und 464 bodengestützte Cruise Missiles stationiert. Sofern nach Ablauf von vier Jahren kein Verhandlungs- ergebnis zustande kommt, wird die NATO selbst atomare Mittelstrecken (Pershing II und Cruise Missiles) installieren. Der Beschluss und die Stationierung lassen die deutsche Friedensbewegung zu einer Massenbewegung anschwellen: Teilnehmer: u. a. Böll, Brandt, Grass, Lafontaine, Niemöller M. Gorbatschow ermöglicht ab 1987 die Beseitigung der atomaren Mittelstreckenwaffen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhanges. Bis heute bleibt umstritten, wem das Verdienst der Raketenbeseitigung zukommt: der NATO-Politik der Stärke, der Friedensbewegung und/oder M. Gorbatschow? © 2009: Bildungsverlag EINS GmbH 20 Lösungsvorschlag Entspannungspolitik und Friedensbereitschaft in Europa 1969-1989 Überwindung des Ost-West Gegensatzes in Deutschland 1985-1989 1985 kommt Michail Gorbatschow in der UdSSR an die Macht und strebt mit seiner neuen Reformpolitik in Absprache mit den USA den Abbau der sowjetischen Rüstung, einen Umbau des Wirtschaftssystems und eine Demokratisierung der Gesellschaft an. Perestroika (Umgestaltung) bedeutet die Vertiefung der so- zialistischen Demokratie und die Entwicklung der Selbstverwal- tung des Volkes. 7. Oktober 1989: 40. Jahrestag der Staatsgründung der DDR: Unter Demonstrationen für Demokratie in Ostberlin mahnt Gorbatschow die DDR-Führung zu grundlegenden Reformen, denn ,, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben Ursachen der DDR-Revolution: Gorbatschow verkündet auch die Abkehr von der Breschnew-Doktrin. Damit ist eine Grundvoraussetzung für Veränderungen in der DDR geschaffen. + wirtschaftliche Unzufriedenheit topaktuell 3/2009 + keine Meinungsfreiheit + fehlende Reisemöglichkeit + politische Unzufriedenheit + Ablehnung von Reformen + Bevormundung durch die SED Glasnost (Offenheit) steht für eine bessere Informa- tion der Bevölkerung (Transpa- renz); Meinungsvielfalt soll auch dem Sozialismus von Nutzen sein. 9. November: Auswirkungen: Herbst 1989: 120 000 DDR- Bürger fliehen über Ungarn, die CSSR und Polen in den Westen; die Reformpolitik Gorbatschows bestärkt auch die Kräfte der Opposition in der DDR für Frieden, Menschenrechte und Umweltschutz (Diskussionen, Mahnwachen, Fürbittegottes- dienste); später die gefährlichen Montagsdemos, die sog. gewaltlose Revolution 7. November 1989: Nach anhaltenden Massendemonstrationen erfolgt der Rücktritt der Staats- und Parteiführung Öffnung der Mauer © 2009: Bildungsverlag EINS GmbH