Investiturstreit

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Jule :)

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Investiturstreit

 Entstehung des Investiturstreits
Hintergrundwissen:
-Warum sollte ein König Kaiser werden wollen?
Pro-und Kontra:
-Vorteile: mehr Macht (Ka

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Was hat es mit dem Investiturstreit auf sich, wie kam es dazu und wie wurde der Konflikt gelöst? Dazu mehr in meinem Know :) Bei Fragen gerne schreiben.

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Entstehung des Investiturstreits Hintergrundwissen: -Warum sollte ein König Kaiser werden wollen? Pro-und Kontra: -Vorteile: mehr Macht (Kaiser griffen oft in Papstwahlen ein) und Ansehen -Nachteile: mehr Verantwortung (gegenüber des christlichen Volks) und Feinde, Kaiser wurde vom Papst ernannt → steht in dessen Schuld (Kaiser schwört den Papst/die römische Kirche vor Feinden zu beschützen) -Bischöfe und der Papst wirken bei der Krönung des Königs mit, was zeigt, dass dieser in Gottes Auftrag herrschte → Stellvertreter Christi auf der Erde ist -Kirche wird immer mehr in die politische Ordnung einbezogen -Könige bestimmen, wer Bischof oder Abt wurde und setzen ihn in sein Amt ein → Investitur: Amtseinführung durch symbolische Einkleidung/Übergabe von Gegenständen (z.B. bei der Bischofsinvestitur die Übergabe von Ring und Stab) -König vergab ,,Lehen“ an geeignete Kandidaten und somit auch die Rechte königliche Rechte auszuüben, im Gegenzug halfen diese dem König bei der Verwaltung seines Reiches und übernahmen weitere Aufgaben (z.B. Beherbergung des Gefolges vom König) -Königtum und Kirche, Kaisertum und Papsttum waren sehr eng miteinander verbunden → ,,Reichskirchensystem" konnte nur solange funktionieren, wie der König die Macht hatte kirchliche Würdenträger selbst zu ernennen Konflikt: -seit dem 10. Jahrhundert: Bischöfen und Äbten wird vorgeworfen, sich zu sehr auf weltliche Aufgaben zu konzentrieren und dabei die Hauptaufgabe, die Seelsorge, zu vernachlässigen -gefordert wird: Verbot kirchliche Ämter, gegen Geld/Besitztümer, zu vergeben -König sollte seine Kontrolle über...

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Bischöfe und Äbte verlieren → was ein sehr wichtiger Teil seiner Herrschaftslegitimation war und einen erheblichen Teil seiner Macht forderte → Investiturstreit ging nicht nur um die Einsetzung der Geistlichen, sondern hauptsächlich um Macht -Papst Gregor der V!!. (der 7.) wollte somit die päpstliche Autorität steigern → konnte nur erreicht werden, wenn die geistliche Macht (Papst) der weltlichen Macht (König/Kaiser, zu der Zeit Heinrich !V. (der 4.)) übergeordnet ist Höhepunkt des Konflikts: -Heinrich der 4. fordert, unterstützt von vielen Bischöfen an seiner Seite, Gregor den 7. zum Rücktritt auf -Folge: Gregor der 7. schließt Heinrich aus der Gemeinschaft der Gläubigen aus, spricht ihm die Herrschaft des Reiches ab und verbietet allen Christen ihm als König zu dienen Gang nach Canossa: -Bischöfe mussten sich zws. Kaiser und Papst entscheiden → viele blieben unschlüssig, was den Machtverlust des Kaisers aufzeigt -Fürsten wollten ihre eigene Macht gegenüber des Königtums stärken und forderten, dass sich Heinrich bis zum Februar 1077 von dem Kirchenbann löst -Im Winter 1077 zog er deshalb über die Alpen zur Burg Canossa (in der sich der Papst aufhielt) und erzwang durch die dadurch gezeigte Reue die Lösung vom Bann -Gang nach Canossa: politischer und taktischer Erfolg, Problem des Investiturstreits blieb dennoch bestehen -Kompromiss schloss erst der Sohn Heinrichs (Heinrich der 5.) in einem Vertrag zws. König und Papst (im Jahr 1122) → König verzichtete auf Investitur der Bischöfe/Äbte, durfte diese dennoch in seine Herrschafts- und Aufgabenbereiche einsetzen → Problem dabei: vertrauten des Königs wurden nicht von ihm selbst gewählt, was bedeutete, dass deren vorrangiges Interesse dem eigenen Territorium galt und aus ihnen eigenständige geistliche Fürsten werden konnte

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-Warum sollte ein König Kaiser werden wollen?
Pro-und Kontra:
-Vorteile: mehr Macht (Ka

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V

Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

Was hat es mit dem Investiturstreit auf sich, wie kam es dazu und wie wurde der Konflikt gelöst? Dazu mehr in meinem Know :) Bei Fragen gerne schreiben.

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Entstehung des Investiturstreits Hintergrundwissen: -Warum sollte ein König Kaiser werden wollen? Pro-und Kontra: -Vorteile: mehr Macht (Kaiser griffen oft in Papstwahlen ein) und Ansehen -Nachteile: mehr Verantwortung (gegenüber des christlichen Volks) und Feinde, Kaiser wurde vom Papst ernannt → steht in dessen Schuld (Kaiser schwört den Papst/die römische Kirche vor Feinden zu beschützen) -Bischöfe und der Papst wirken bei der Krönung des Königs mit, was zeigt, dass dieser in Gottes Auftrag herrschte → Stellvertreter Christi auf der Erde ist -Kirche wird immer mehr in die politische Ordnung einbezogen -Könige bestimmen, wer Bischof oder Abt wurde und setzen ihn in sein Amt ein → Investitur: Amtseinführung durch symbolische Einkleidung/Übergabe von Gegenständen (z.B. bei der Bischofsinvestitur die Übergabe von Ring und Stab) -König vergab ,,Lehen“ an geeignete Kandidaten und somit auch die Rechte königliche Rechte auszuüben, im Gegenzug halfen diese dem König bei der Verwaltung seines Reiches und übernahmen weitere Aufgaben (z.B. Beherbergung des Gefolges vom König) -Königtum und Kirche, Kaisertum und Papsttum waren sehr eng miteinander verbunden → ,,Reichskirchensystem" konnte nur solange funktionieren, wie der König die Macht hatte kirchliche Würdenträger selbst zu ernennen Konflikt: -seit dem 10. Jahrhundert: Bischöfen und Äbten wird vorgeworfen, sich zu sehr auf weltliche Aufgaben zu konzentrieren und dabei die Hauptaufgabe, die Seelsorge, zu vernachlässigen -gefordert wird: Verbot kirchliche Ämter, gegen Geld/Besitztümer, zu vergeben -König sollte seine Kontrolle über...

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