Die Geschichte des Deutsch-Südwestafrika und der Herero-Aufstand
Der Herero-Aufstand von 1904 markiert eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte. Unter der Führung von Generalleutnant Lothar von Trotha kam es zur systematischen Vernichtung des Herero-Volkes, was heute als erster Völkermord des 20. Jahrhunderts gilt. Die Deutsche Kolonien Afrika umfassten damals mehrere Gebiete, wobei Deutsch-Südwestafrika die bedeutendste Kolonie darstellte.
Die Deutsch-Südwestafrika Besitzergreifung erfolgte 1884 durch den deutschen Kaufmann Adolf Lüderitz. Die Kolonialverwaltung etablierte ein System der Landenteignung und Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung. Dies führte zu wachsenden Spannungen zwischen den deutschen Siedlern und den Herero.
Definition: Der Begriff Völkermord wurde erst 1948 durch die UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes rechtlich definiert. Er bezeichnet Handlungen, die darauf abzielen, eine nationale, ethnische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu vernichten.



































