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Krappmanns Identitätstheorie⚡️

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Krappmanns Identitätstheorie⚡️

 Lothar Krappmann: Rollen
Sozialisation und soziale Rolle, allgemein
OP
Sozialisation:
Vorgang durch den das Kind in die Rollen eingeführt w

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Lothar Krappmann: Rollen Sozialisation und soziale Rolle, allgemein OP Sozialisation: Vorgang durch den das Kind in die Rollen eingeführt wird, die es als erwachsenes Mitglied der Gruppe beherrschen muss Soziale Rolle: (1) Rollenspiel von mindestens zwei Personen verlangt gemeinsames Symbolsystem, um sich über die jeweiligen Intentionen zu verständigen (2) Rollenpartner orientieren ihr Handeln an vorgegebenen Normen, die komplementäre Verhaltenserwartungen formulieren (3) Individuen handeln nicht völlig rollenkonform. Norm und faktisches Verhalten sind unterschieden (4) Sanktionen positiver und negativer Art sollen für rollenkonformes Verhalten sorgen (5) System interagierender Rollenpartner verlangt Gleichgewichtsbedingungen und muss selbstregulativ wirken Lothar Krappmann: Rollen Konventionelles Modell des Rollenhandelns 1. Erfolgreiches Rollenhandeln ist bei großer Übereinstimmung von individuellen und normativen Rollenverständnis gegeben. - Unklarheiten werden als Belastung für das Individuum gesehen und Bedrohung der Integration des sozialen Systems gesehen 2. Optimaler Weise orientiert sich das Individuum an einer Rolle. Diskrepanzen zwischen Rollen verlangen eine Entscheidung. - Das Individuum, das mit Rollen im Konflikt lebt, wird als gefährdet betrachtet 3. Erfolgreiches Rollenhandeln ist dann gegeben, wenn die Rollenpartner überein- stimmen. - Rollenkonflikte werden als Devianzgefahr, als Gefahr der Abweichung, verstanden, Differenzen bringen den Interaktionsprozess in Gefahr. 4. Optimal für Rollenhandeln ist es, wenn alle Antriebspotentiale des Individuums in gesellschaftlichen Normen aufgehen können. - Nicht integrierbare Antriebspotentiale stellen mögliche Störfaktoren dar. 5. Im besten Fall stimmen die Bedürfnisse im Prozess gegenseitiger Bedürfnisbefrie- digung überein. -Unvollständige Bedürfnisbefriedigung bringt den Interaktions- prozess in...

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Gefahr. 6. Quasi „automatische" Rollenerfüllung sichert die Stabilität sozialer Institutionen, wenn die Individuen zugleich glauben, aus eigenem Antrieb zu handeln. Lothar Krappmann: Rollen Gegen den konventionellen Rollenbegriff OP Der konventionelle Rollenbegriff (1) zielt auf die Erstellung von Rollenkonformität ab (2) erklärt nur die vergesellschaftende Seite des Sozialisationsprozesses (3) ist nicht in der Lage, den Individuierungsprozess zu beschreiben, in dem sich das Individuum den Normen gegenüber kritisch und verändernd verhält (4) kann die Einmaligkeit des Individuums nur als zufällige Einmaligkeit der individuell gewählten Rollenkombination erklären (5) kann mit Kreativität, Spontanität und Konflikt im Rollenhandeln nichts anfangen, geschweige denn damit produktiv umgehen (6) lässt somit die zentralen Ergebnisse von George Herbert Mead sträflich unbeachtet Lothar Krappmann: Rollen Rollenkonzept des Interaktionismus Sechs Postulate: 1) Rollennormen sollen nicht rigide definiert werden, sondern Spielraum für subjektive Interpretation lassen, damit 2) Rollenpartner nicht nur die aktuelle Rolle übernehmen können, sondern auch noch die Möglichkeit haben, ihre weiteren Rollen zu verdeutlichen, so dass 3) deutlich wird, dass mehr als ein vorläufiger, versuchshafter, nur zeitweilig gültiger Rollenkompromiss gar nicht erforderlich ist. 4) Eine Übereinstimmung von individuellen Bedürfnisdispositionen und institutionali- sierten Wertvorstellungen ist gar nicht erwünscht. Deshalb müssen ... 5) die Rollenpartner in der Lage sein, auf die verschiedenen Bedürfnisse anderer Partner einzugehen und unter der Bedingung nur teilweiser Übereinstimmung und Befriedigung eigener Bedürfnisse weiter erfolgreich interagieren zu können 6) Nicht Institutionen, deren Mitglieder automatisch Normen erfüllen gelten als stabil sondern solche, die den Mitgliedern Platz lassen, sich selbst einzubringen und die Normen mitzugestalten Nicht nur ,,role taking" sondern auch „role making" Lothar Krappmann: Identität Zwei Dimensionen der Erwartungen an das Individuum OP die bei seinen Selbstpräsentationen an das Individuum gestellt werden die sich eigentlich gegenseitig ausschließen Vertikale Zeitdimension - personal identity Anspruch, so zu sein wie kein anderer Biografische Dimension - lebensgeschichtliche Perspektive Horizontale Zeitdimension - social identity Anspruch so zu sein wie alle anderen Normenkonform Balancieren zwischen widersprüchlichen Polen, Gewinn von Ich-Identität Einerseits: trotz erwarteter Einzigartigkeit sich nicht isolieren lassen Anderseits: sich nicht so vereinnahmen lassen, dass eigene Bedürfnisse nicht mehr eingebracht werden können D.h.: Verhalten ,,als ob" man einzigartig sei- ,,phantom uniqueness" wie alle anderen sei - ,,phantom normalcy"

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Lothar Krappmann: Rollen Sozialisation und soziale Rolle, allgemein OP Sozialisation: Vorgang durch den das Kind in die Rollen eingeführt wird, die es als erwachsenes Mitglied der Gruppe beherrschen muss Soziale Rolle: (1) Rollenspiel von mindestens zwei Personen verlangt gemeinsames Symbolsystem, um sich über die jeweiligen Intentionen zu verständigen (2) Rollenpartner orientieren ihr Handeln an vorgegebenen Normen, die komplementäre Verhaltenserwartungen formulieren (3) Individuen handeln nicht völlig rollenkonform. Norm und faktisches Verhalten sind unterschieden (4) Sanktionen positiver und negativer Art sollen für rollenkonformes Verhalten sorgen (5) System interagierender Rollenpartner verlangt Gleichgewichtsbedingungen und muss selbstregulativ wirken Lothar Krappmann: Rollen Konventionelles Modell des Rollenhandelns 1. Erfolgreiches Rollenhandeln ist bei großer Übereinstimmung von individuellen und normativen Rollenverständnis gegeben. - Unklarheiten werden als Belastung für das Individuum gesehen und Bedrohung der Integration des sozialen Systems gesehen 2. Optimaler Weise orientiert sich das Individuum an einer Rolle. Diskrepanzen zwischen Rollen verlangen eine Entscheidung. - Das Individuum, das mit Rollen im Konflikt lebt, wird als gefährdet betrachtet 3. Erfolgreiches Rollenhandeln ist dann gegeben, wenn die Rollenpartner überein- stimmen. - Rollenkonflikte werden als Devianzgefahr, als Gefahr der Abweichung, verstanden, Differenzen bringen den Interaktionsprozess in Gefahr. 4. Optimal für Rollenhandeln ist es, wenn alle Antriebspotentiale des Individuums in gesellschaftlichen Normen aufgehen können. - Nicht integrierbare Antriebspotentiale stellen mögliche Störfaktoren dar. 5. Im besten Fall stimmen die Bedürfnisse im Prozess gegenseitiger Bedürfnisbefrie- digung überein. -Unvollständige Bedürfnisbefriedigung bringt den Interaktions- prozess in...

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