Kontinentalkongress und Weg zur Unabhängigkeit
Der Erste Kontinentalkongress, der am 5. September 1774 in Philadelphia tagte, markierte einen entscheidenden Schritt in Richtung koloniale Einheit. Hier entwickelten die Vertreter der Kolonien (mit Ausnahme Georgias) eine gemeinsame Position gegenüber Großbritannien. Der Kongress verabschiedete wichtige Beschlüsse, darunter die Assoziationsartikel, die die Kolonien zur gegenseitigen Solidarität und zu Boykottmaßnahmen verpflichteten.
Definition: Der Kontinentalkongress war eine Versammlung von Delegierten aus den britischen Kolonien in Nordamerika, die als provisorische Regierung fungierte und den Weg zur Unabhängigkeit ebnete.
Im April 1775 kam es zu den ersten bewaffneten Auseinandersetzungen bei Lexington und Concord, was den Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges markierte. Der Zweite Kontinentalkongress, der im Mai 1775 zusammentrat, bildete eine eigene Armee, die Kontinentalarmee, und ernannte George Washington zum Oberbefehlshaber. Damit agierte der Kongress de facto als nationale Regierung der Kolonien.
Ein weiterer Meilenstein war die Veröffentlichung von Thomas Paines Schrift "Common Sense" im Januar 1776, die den Gedanken der Unabhängigkeit erstmals öffentlich zur Diskussion stellte und schnell Anhänger fand.
Quote: "Common Sense" von Thomas Paine: "Die Sache Amerikas ist in großem Maße die Sache der ganzen Menschheit."
Am 2. Juli 1776 entschied sich der Kontinentalkongress einstimmig für die Unabhängigkeit von Großbritannien. Die Unabhängigkeitserklärung, die am 4. Juli 1776 unterzeichnet und verkündet wurde, begründete die Trennung vom Mutterland mit dem Widerstandsrecht und der Naturrechtsphilosophie der europäischen Aufklärung.
Highlight: Die Unabhängigkeitserklärung etablierte ein neues Modell der politischen und gesellschaftlichen Ordnung, das die individuelle Freiheit in den Mittelpunkt stellte.



































