Aufstände und Repressionen
Die polnische Nationalbewegung manifestierte sich in mehreren Aufständen gegen die Teilungsmächte. 1830 begann in Warschau ein bewaffneter Aufstand, der 1831 von Russland niedergeschlagen wurde. Die Folge waren verstärkte Repressalien und eine massive Russifizierungspolitik.
Example: Die Russifizierung beinhaltete die Schwächung des polnischsprachigen Bildungssystems und die Förderung der russischen Sprache und Kultur.
1846 scheiterte ein Aufstand in Galizien am Widerstand der Bauern. Im selben Jahr wurde der "Posener Plan" für eine gesamtpolnische Erhebung verraten, was zur Verhaftung der Verschwörer führte. Auch der Krakauer Aufstand wurde von österreichischen Truppen niedergeschlagen.
Die Revolution von 1848 brachte einen erneuten polnischen Aufstand in Posen, der jedoch vom preußischen Militär unterdrückt wurde. Die Hoffnung auf Unterstützung durch die deutsche Nationalversammlung erfüllte sich nicht.
Quote: "Polen bleibt geteilt" - Diese Entscheidung der deutschen Nationalversammlung 1848 zerstörte die Hoffnungen vieler Polen auf Unterstützung ihrer nationalen Bestrebungen.
1863 kam es zum Januaraufstand, der trotz breiter Unterstützung in der Bevölkerung im April 1864 scheiterte. Gründe dafür waren:
- Fehlende internationale Unterstützung
- Unterschiedliche Ziele der Aufständischen
- Mangel an militärischer Führung
- Erfolglose Mobilisierung der Bauern
Die russischen Vergeltungsmaßnahmen waren brutal und trafen auch unbeteiligte Zivilisten.




