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novemberrevolution 1918

novemberrevolution 1918

 Einleitung
29. 09. 1918: der Anfang vom Ende des Deutschen Kaiserreichs
in Berlin trat der "Kronrat" zusammen (Kaiser Wilhelm II. der Chef

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Einleitung 29. 09. 1918: der Anfang vom Ende des Deutschen Kaiserreichs in Berlin trat der "Kronrat" zusammen (Kaiser Wilhelm II. der Chef der Obersten Heeresleitung (OHL), Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, General Erich Ludendorff, Reichskanzler Graf von Hertling & der Staatssekretär des Äußeren, Admiral Paul von Hintze) beraten über die Konsequenzen des Weltkrieges, da die Gegner die Übermacht hatten & beschlossen einschneidende Maßnahmen ● Revolution von oben vom Reichstag (dem nach dem allgemeinen Männerwahlrecht gewählten Parlament) getragene Reichsregierung ins Auge gefasst wurde ● ● ● Novemberrevolution 1918 ● "sofortiges" Waffenstillstandsangebotes an alliierten Kriegsgegner durch neue Regierung "Unabhängige Deutschlands" (USPD) ● Partei "Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands" (MSPD) 1916, die linksliberale "Fortschrittliche Volkspartei" & die katholische "Zentrumspartei" Bilden im Reichstag eine oppositionelle Mehrheit ("Mehrheitsparteien") → Sie hatten eine Demokratisierung des obrigkeitsstaatlichen Kaiserreiches gefordert Sozialdemokratische Anfänge der parlamentarischen Regierung kaiserliche Parlamentarisierungserlass (30.09.1918) stieß bei Mehrheitsparteien auf positives Echo neuer Reichskanzler Prinz Max von Baden (Cousin des Kaisers), konnten sie wegen seiner sozialen & liberalen Gesinnung akzeptieren 1.10 bekam Prinz Max, tags darauf auch die Führer der Reichstagsfraktionen einen ungeschminkten militärischen Lagebericht & Seit 1917 gemeinsam für ehrenvollen "Verständigungsfrieden" ohne Gebietsverluste & Entschädigungen waren entsetzt; die Regierungsbildung geriet ins Stocken 3.10.1918 erhielt Kaiserreich erste parlamentarische Regierung seiner Geschichte MSPD & Fortschrittspartei stellten je zwei Staatssekretäre, das Zentrum drei Waffenstillstandsgesuch Prinz Max musste in diplomatische Note den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson bitten, alle kriegführenden Staaten zu Friedensverhandlungen einzuladen Grundlage: "14 Punkte" dienen für ein Friedensprogramm (von Wilson) es beruhte...

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auf Grundsätzen "Herrschaft des Rechts & der Demokratie überall", "Selbstbestimmungsrecht der Völker" sowie "unparteiische Gerechtigkeit & Gleichberechtigung" im Leben der Völker entscheidende, kapitulationsähnliche Satz der deutschen Note: "Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, ersucht die deutsche Regierung, den sofortigen Abschluss eines Waffenstillstandes zu Lande, zu Wasser und in der Luft herbeizuführen." ➜ Ziel von OHL erreicht, sich aus der Verantwortung für den verlorenen Krieg zu stehlen Es löste sich der kaiserlichen Propaganda unermüdlich versprochene "Siegfrieden" auf schmerzliche Erkenntnis, dass alle Anstrengungen, Entbehrungen & Opfer vergeblich gewesen waren → aus physischen & psychischen Kriegsmüdigkeit entstand aus großen Teilen der Bevölkerung ein um sich greifender Friedenswille ● ● ● ● ● Oktoberverfassung In kritischen Wochen versäumte der Reichstag, sich zum Zentrum politischen Diskussion über Frieden & Demokratie zu machen (nach Regierungserklärung des Prinzen Max (5.10) überließ dem Kanzler & seinen Staatssekretären alles Weitere ● ● ● Ziel der Regierung: die sofortige Beendigung des Krieges ohne weiteres Blutvergießen → Sie politisierten & radikalisierten sich, solange Friedensschluss auf sich warten ließ Kam zu wochenlangem Notenwechsel mit Präsident Wilson, stellte am 23.10.1918 zwei Vorbedingungen: Entwaffnung & Demokratisierung OHL mischte sich in Politik ein: Wilsons Forderungen seien unannehmbar, es gelte "Widerstand mit den äußersten Kräften" zu leisten Matrosenrevolte ● Prinz Max sorgte dafür, dass Wilhelm II. Ludendorff am 26.10 entließ & durch politisch unauffälligen General Groener ersetzte (Hindenburg blieb im Amt) Durch Wilson-Note (23.10) entstand Eindruck, dass Wilhelm II. einem schnellen Friedensschluss im Wege stand ● ● am 22.10 trat er zusammen, um Verfassungsreform zu beraten wichtigsten Veränderunge lauteten: Kriegserklärungen & Friedensverträge bedurften der Zustimmung des Reichstages Regierungsmitglieder durften dem Reichstag angehören Reichskanzler & Staatssekretäre benötigten Vertrauen des Reichstages → Reichskanzler trug Verantwortung für alle politischen Handlungen des Kaisers Mit In-Kraft-Treten der Reform (28.10.1918) verwandelte sich Verfassung des Kaiserreichs, von deutschen Fürsten ohne das Volk 1871 gegründet, von obrigkeitsstaatlichen in eine parlamentarisch-demokratische Monarchie ● 29./30. Oktober löschten sie auf vielen Schlachtschiffen das Feuer unter den Kesseln & zerstörten die Ankerlichtmaschinen → Seekriegsleitung musste Angriffsplan fallen lassen mehr als 1000 Meuterer wurden verhaften & kamen ins Militärgefängnis, wo ihnen das Kriegsgericht & die Todesstrafe drohten → Entwicklung eskalierte Am 4.11 wählten die Soldatenräte, bewaffneten sich & entwaffneten ihre Offiziere Kieler Militärgouverneur wurde gezwungen, die gefangenen Meuterer freizulassen Mehrheitsparteien waren zufrieden, wünschen sich ruhige demokratische Entwicklung, um das Problem des Friedensschlusses zu lösen Seit Beginn der Verfassungsberatungen (22.10) bereitete die Seekriegsleitung ohne Wissen der Reichsregierung einen Angriff auf britische Flotte im Ärmelkanal vor Matrosen erkannten, dass sie von Admiralität vor Ende des Krieges noch auf sinnlose "Todesfahrt" geschickt werden Matrosen & Marinesoldaten besetzten die wichtigsten militärischen & zivilen Dienststellen erhielten Unterstützung von den solidarisch in Streik getretenen Werft- und Industriearbeitern organisierten gemeinsam einen "Provisorischen Zentralen Arbeiter- und Soldatenrat" als neues Machtzentrum Im Prinzip spielte sich überall dasselbe ab wie in Kiel: "Die "Kaserne" revolutionierte die "Fabrik" (Ulrich Kluge), Soldatenräte & Arbeiterräte übernahmen Macht, MSPD & USPD setzten sich an die Spitze der Rätebewegung, um sie in geordnete Bahnen zu lenken Die Monarchie begann zu zerbrechen: Am 7.11 rief der bayerische USPD-Führer Kurt Eisner in München die Republik aus; am 8. dankte der Wittelsbacher König Ludwig III. ab Friedensbewegung hatte sich in eine "Volksbewegung gegen den Militär- und Obrigkeitsstaat" (Helmut Heiber) verwandelt Revolution in Berlin MSPD forderte am 7.11 einen stärkeren Einfluss im Kabinett, eine parlamentarische Regierung auch in Preußen & "den sofortigen Rücktritt des Kaisers und Kronprinzen" Berliner Linksradikale bereiteten sich auf die Revolution vor: Teile des linken Flügels der USPD, namentlich die "Spartakusgruppe" sowie die "Revolutionären Obleute" Haltung der Soldaten musste Ausschlag geben; aber anders als in den übrigen Städten ging es in der Hauptstadt in erster Linie um die Kontrolle über die Reichspolitik Am 9.11 begann die Revolution mit Generalstreik der größeren Betriebe, ausgerufen von Revolutionären Obleuten & Spartakusgruppe, mitgetragen von der MSPD & den ihr nahestehenden Gewerkschaften, unterstützt von den zunehmend MSPD-orientierten Soldaten → Arbeiter- und Soldatenräte wurden gebildet, das Polizeipräsidium & andere strategisch wichtige Gebäude besetzt Straßen der Innenstadt füllten sich mit endlosen Demonstrationszügen, die MSPD fürchtete, ihren Einfluss auf die revolutionäre Bewegung zu verlieren, erklärte sie ihren Austritt aus der Reichsregierung ● ● ● ● Abdankung der Hohenzollern Prinz Max versuchte Monarchie zu retten, beschwor den Kaiser in Spa telefonisch & telegrafisch zur Übergabe des Throns an einen "Regenten" der Friedrich Ebert zum Reichskanzler ernennt & eine "verfassunggebende deutsche Nationalversammlung" wählen lassen sollte ● ● ● ● Ausrufung der Republik die Massen erwarteten eine klarere politische Orientierung Philipp Scheidemann wurde von Parteifreunden genötigt, an ein Fenster des Reichstags zu treten & zu der versammelten Menge zu sprechen, ließ sich spontan dazu hinreißen, nicht nur das Ende der Hohenzollernherrschaft & des "Militarismus" zu verkünden, sondern auch die "deutsche Republik" auszurufen ● MSPD-Führung erschien in Reichskanzlei; der Parteivorsitzende Friedrich Ebert forderte Prinz Max zur Übergabe der Regierungsgeschäfte auf Nach Kabinettsberatung "übertrug" der Kanzler sein Amt auf Ebert ● neue Regierungschef ließ Oktoberregierung unverändert, stellte dem preußischen Kriegsminister & denn für Berlin zuständigen Militärbefehlshaber sozialdemokratische Kontrolleure an die Seite Ebert wandte sich mit mehreren Aufrufen an die Öffentlichkeit, in denen er versprach, eine "Volksregierung" zu bilden, Frieden zu schließen & die Freiheit zu sichern Möchte Nahrungsmittelversorgung sicherstellen, für Ruhe & Ordnung sorgen verfassunggebende Nationalversammlung sei zu wählen (unter Beteiligung der Frauen) Soldaten sollten so rasch wie möglich zu ihrer Familie & zur Erwerbsarbeit zurückkehren Das Eigentum müsse vor "willkürlichen Eingriffen" geschützt werden Reichskanzler Ebert werde eine Regierung aller sozialistischen Parteien bilden → Menge reagierte begeistert, Ebert jedoch war entsetzt Danach proklamierte der "Spartakus"-Führer Karl Liebknecht vom Balkon des Berliner Stadtschlosses aus die "freie sozialistische Republik Deutschland" Er erklärte die "Herrschaft des Kapitalismus" für gebrochen & propagierte eine "neue staatliche Ordnung des Proletariats" mit dem Ziel der "Vollendung der Weltrevolution" Um die Linksradikalen durch ein Regierungsbündnis zwischen MSPD & USPD auszumanövrieren, machte Ebert der USPD-Führung erhebliche Zugeständnisse Am 10. November wurde ein neues, von beiden sozialdemokratischen Parteien paritätisch besetztes "entscheidendes Kabinett" gebildet, dem die bisherigen Fachminister als "Gehilfen" unterstanden Kaiser Wilhelm II. übertrug in Spa Hindenburg das militärische Oberkommando & reiste nach Holland ins Exil (Ludendorff floh, verkleidet & mit falschen Papieren, nach Schweden)

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Einleitung 29. 09. 1918: der Anfang vom Ende des Deutschen Kaiserreichs in Berlin trat der "Kronrat" zusammen (Kaiser Wilhelm II. der Chef der Obersten Heeresleitung (OHL), Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, General Erich Ludendorff, Reichskanzler Graf von Hertling & der Staatssekretär des Äußeren, Admiral Paul von Hintze) beraten über die Konsequenzen des Weltkrieges, da die Gegner die Übermacht hatten & beschlossen einschneidende Maßnahmen ● Revolution von oben vom Reichstag (dem nach dem allgemeinen Männerwahlrecht gewählten Parlament) getragene Reichsregierung ins Auge gefasst wurde ● ● ● Novemberrevolution 1918 ● "sofortiges" Waffenstillstandsangebotes an alliierten Kriegsgegner durch neue Regierung "Unabhängige Deutschlands" (USPD) ● Partei "Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands" (MSPD) 1916, die linksliberale "Fortschrittliche Volkspartei" & die katholische "Zentrumspartei" Bilden im Reichstag eine oppositionelle Mehrheit ("Mehrheitsparteien") → Sie hatten eine Demokratisierung des obrigkeitsstaatlichen Kaiserreiches gefordert Sozialdemokratische Anfänge der parlamentarischen Regierung kaiserliche Parlamentarisierungserlass (30.09.1918) stieß bei Mehrheitsparteien auf positives Echo neuer Reichskanzler Prinz Max von Baden (Cousin des Kaisers), konnten sie wegen seiner sozialen & liberalen Gesinnung akzeptieren 1.10 bekam Prinz Max, tags darauf auch die Führer der Reichstagsfraktionen einen ungeschminkten militärischen Lagebericht & Seit 1917 gemeinsam für ehrenvollen "Verständigungsfrieden" ohne Gebietsverluste & Entschädigungen waren entsetzt; die Regierungsbildung geriet ins Stocken 3.10.1918 erhielt Kaiserreich erste parlamentarische Regierung seiner Geschichte MSPD & Fortschrittspartei stellten je zwei Staatssekretäre, das Zentrum drei Waffenstillstandsgesuch Prinz Max musste in diplomatische Note den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson bitten, alle kriegführenden Staaten zu Friedensverhandlungen einzuladen Grundlage: "14 Punkte" dienen für ein Friedensprogramm (von Wilson) es beruhte...

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Ludendorff am 26.10 entließ & durch politisch unauffälligen General Groener ersetzte (Hindenburg blieb im Amt) Durch Wilson-Note (23.10) entstand Eindruck, dass Wilhelm II. einem schnellen Friedensschluss im Wege stand ● ● am 22.10 trat er zusammen, um Verfassungsreform zu beraten wichtigsten Veränderunge lauteten: Kriegserklärungen & Friedensverträge bedurften der Zustimmung des Reichstages Regierungsmitglieder durften dem Reichstag angehören Reichskanzler & Staatssekretäre benötigten Vertrauen des Reichstages → Reichskanzler trug Verantwortung für alle politischen Handlungen des Kaisers Mit In-Kraft-Treten der Reform (28.10.1918) verwandelte sich Verfassung des Kaiserreichs, von deutschen Fürsten ohne das Volk 1871 gegründet, von obrigkeitsstaatlichen in eine parlamentarisch-demokratische Monarchie ● 29./30. Oktober löschten sie auf vielen Schlachtschiffen das Feuer unter den Kesseln & zerstörten die Ankerlichtmaschinen → Seekriegsleitung musste Angriffsplan fallen lassen mehr als 1000 Meuterer wurden verhaften & kamen ins Militärgefängnis, wo ihnen das Kriegsgericht & die Todesstrafe drohten → Entwicklung eskalierte Am 4.11 wählten die Soldatenräte, bewaffneten sich & entwaffneten ihre Offiziere Kieler Militärgouverneur wurde gezwungen, die gefangenen Meuterer freizulassen Mehrheitsparteien waren zufrieden, wünschen sich ruhige demokratische Entwicklung, um das Problem des Friedensschlusses zu lösen Seit Beginn der Verfassungsberatungen (22.10) bereitete die Seekriegsleitung ohne Wissen der Reichsregierung einen Angriff auf britische Flotte im Ärmelkanal vor Matrosen erkannten, dass sie von Admiralität vor Ende des Krieges noch auf sinnlose "Todesfahrt" geschickt werden Matrosen & Marinesoldaten besetzten die wichtigsten militärischen & zivilen Dienststellen erhielten Unterstützung von den solidarisch in Streik getretenen Werft- und Industriearbeitern organisierten gemeinsam einen "Provisorischen Zentralen Arbeiter- und Soldatenrat" als neues Machtzentrum Im Prinzip spielte sich überall dasselbe ab wie in Kiel: "Die "Kaserne" revolutionierte die "Fabrik" (Ulrich Kluge), Soldatenräte & Arbeiterräte übernahmen Macht, MSPD & USPD setzten sich an die Spitze der Rätebewegung, um sie in geordnete Bahnen zu lenken Die Monarchie begann zu zerbrechen: Am 7.11 rief der bayerische USPD-Führer Kurt Eisner in München die Republik aus; am 8. dankte der Wittelsbacher König Ludwig III. ab Friedensbewegung hatte sich in eine "Volksbewegung gegen den Militär- und Obrigkeitsstaat" (Helmut Heiber) verwandelt Revolution in Berlin MSPD forderte am 7.11 einen stärkeren Einfluss im Kabinett, eine parlamentarische Regierung auch in Preußen & "den sofortigen Rücktritt des Kaisers und Kronprinzen" Berliner Linksradikale bereiteten sich auf die Revolution vor: Teile des linken Flügels der USPD, namentlich die "Spartakusgruppe" sowie die "Revolutionären Obleute" Haltung der Soldaten musste Ausschlag geben; aber anders als in den übrigen Städten ging es in der Hauptstadt in erster Linie um die Kontrolle über die Reichspolitik Am 9.11 begann die Revolution mit Generalstreik der größeren Betriebe, ausgerufen von Revolutionären Obleuten & Spartakusgruppe, mitgetragen von der MSPD & den ihr nahestehenden Gewerkschaften, unterstützt von den zunehmend MSPD-orientierten Soldaten → Arbeiter- und Soldatenräte wurden gebildet, das Polizeipräsidium & andere strategisch wichtige Gebäude besetzt Straßen der Innenstadt füllten sich mit endlosen Demonstrationszügen, die MSPD fürchtete, ihren Einfluss auf die revolutionäre Bewegung zu verlieren, erklärte sie ihren Austritt aus der Reichsregierung ● ● ● ● Abdankung der Hohenzollern Prinz Max versuchte Monarchie zu retten, beschwor den Kaiser in Spa telefonisch & telegrafisch zur Übergabe des Throns an einen "Regenten" der Friedrich Ebert zum Reichskanzler ernennt & eine "verfassunggebende deutsche Nationalversammlung" wählen lassen sollte ● ● ● ● Ausrufung der Republik die Massen erwarteten eine klarere politische Orientierung Philipp Scheidemann wurde von Parteifreunden genötigt, an ein Fenster des Reichstags zu treten & zu der versammelten Menge zu sprechen, ließ sich spontan dazu hinreißen, nicht nur das Ende der Hohenzollernherrschaft & des "Militarismus" zu verkünden, sondern auch die "deutsche Republik" auszurufen ● MSPD-Führung erschien in Reichskanzlei; der Parteivorsitzende Friedrich Ebert forderte Prinz Max zur Übergabe der Regierungsgeschäfte auf Nach Kabinettsberatung "übertrug" der Kanzler sein Amt auf Ebert ● neue Regierungschef ließ Oktoberregierung unverändert, stellte dem preußischen Kriegsminister & denn für Berlin zuständigen Militärbefehlshaber sozialdemokratische Kontrolleure an die Seite Ebert wandte sich mit mehreren Aufrufen an die Öffentlichkeit, in denen er versprach, eine "Volksregierung" zu bilden, Frieden zu schließen & die Freiheit zu sichern Möchte Nahrungsmittelversorgung sicherstellen, für Ruhe & Ordnung sorgen verfassunggebende Nationalversammlung sei zu wählen (unter Beteiligung der Frauen) Soldaten sollten so rasch wie möglich zu ihrer Familie & zur Erwerbsarbeit zurückkehren Das Eigentum müsse vor "willkürlichen Eingriffen" geschützt werden Reichskanzler Ebert werde eine Regierung aller sozialistischen Parteien bilden → Menge reagierte begeistert, Ebert jedoch war entsetzt Danach proklamierte der "Spartakus"-Führer Karl Liebknecht vom Balkon des Berliner Stadtschlosses aus die "freie sozialistische Republik Deutschland" Er erklärte die "Herrschaft des Kapitalismus" für gebrochen & propagierte eine "neue staatliche Ordnung des Proletariats" mit dem Ziel der "Vollendung der Weltrevolution" Um die Linksradikalen durch ein Regierungsbündnis zwischen MSPD & USPD auszumanövrieren, machte Ebert der USPD-Führung erhebliche Zugeständnisse Am 10. November wurde ein neues, von beiden sozialdemokratischen Parteien paritätisch besetztes "entscheidendes Kabinett" gebildet, dem die bisherigen Fachminister als "Gehilfen" unterstanden Kaiser Wilhelm II. übertrug in Spa Hindenburg das militärische Oberkommando & reiste nach Holland ins Exil (Ludendorff floh, verkleidet & mit falschen Papieren, nach Schweden)