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Koreakrieg

Koreakrieg

 Carl, Jan & Alex
Koreakrieg als Stellvertreterkrieg
Der Koreakrieg
il
Allgemeine Informationen: Der Koreakrieg,
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11/12/10

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Habe einen Aufsatz zum Koreakrieg verfasst, falls ihr das Thema mal in Geschichte haben solltet :)

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Carl, Jan & Alex Koreakrieg als Stellvertreterkrieg Der Koreakrieg il Allgemeine Informationen: Der Koreakrieg, auch 6/25 genannt (Datum des Ausbruchs), dauerte drei Jahre an, von 1950 - 1953. Es war der erste heiße Konflikt des Kalten Krieges. An dem Krieg waren die beiden koreanischen Staaten, sowie die Vereinten Nationen, unter der Führung der USA, die Volksrepublik China und indirekt auch die Sowjetunion unter dem Kommando Stalins beteiligt. Hierbei war die Aufteilung nicht anders als nach dem 2. Weltkrieg. Nordkorea hatte sich mit den Chinesen und den Sowjets verschworen, Südkorea hingegen hatte die USA und die UNO, die sich zusammen verteidigt haben. Dem Krieg fielen 4,5 Millionen Personen zum Opfer darunter auch Zivilisten. Mehr als die Hälfte der Opfer mussten die Nordkoreaner beklagen, mit 2,5 Millionen. Darauf folgend die Chinesen und die Südkoreaner mit jeweils einer Millionen Opfer. Die USA musste während des ganzen Krieges ,,nur" 40.000 gefallene Soldaten beklagen. HIP 27/02/2021 Geschichtlicher Hintergrund: Korea war seit 1894 unter der Vorherrschaft Japans, bis diese den Staat 1910 annektiert (etwas gewaltsam in seinen Besitz bringen) haben. Nach dem 2. Weltkrieg wurden genauso wie viele andere Staaten auch Korea unter den Siegermächten aufgeteilt. Nordkorea war somit ein Teil der Sowjetunion und Südkorea gehörte den USA an. Die Grenze zwischen beiden Staaten wird auch heute noch als Systemgrenze beschrieben, da die Sowjetunion und auch die USA für beide Staaten unterschiedliche Ziele verfolgt hat. Die Sowjetunion...

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wollte ihre Macht in Asien stärken und ein weiteres kommunistisch geprägtes Land aufbauen. Die USA hatte das Ziel einen demokratisch unabhängigen Staat zu errichten, wollte jedoch auch die Sowjets im Auge behalten, was Südkorea zu einem wichtigen Standort für die Amerikaner gemacht hat. Machthaber der Südkoreaner war Rhee Syng-man und Machthaber der Nordkoreaner war Kim Il Sung, welcher der Großvater vom heutigen Machthaber Kim Jong-Un ist. Die Menschen im Westen hatten schon vermutet, dass Stalin die dazu gewonnenen Staaten, durch den 2. Weltkrieg, dafür benutzen möchte, um zuerst seine Macht zu festigen und dann eine Universalherschaft zu errichten, dies wurde zum einen durch die Berlinblockade und den immer stärker werdenden Kommunismus in Osteuropa deutlich. Mit dem Sturz des Waffenmonopols der USA, indem auch die Sowjetunion seine erste Atombombe gebaut und erfolgreich abgefeuert hat, wurden die Bedenken immer stärker. Außerdem konnte sich der kommunistische Politiker Mao Tse-tung in der Volksrepublik China durchsetzen und war somit Machthaber von mehreren hundert Millionen von Menschen, auch er war 560 ein Verbündeter Stalins. Vor allem Korea war eine Problemzone beider Weltmächte. Beide Staaten (Nord- & Südkorea) wollten eine Wiedervereinigung, jedoch auch nur einen Machthaber und nur eines der Systeme Kommunismus beziehungsweise Kapitalismus, deshalb gab es Wahlen in beiden Staaten, die jedoch von keiner unabhängigen dritten Partei kontrolliert wurden. Der Machthaber Südkoreas Rhee Syng-man hat sich zum Sieger deklariert und Kim Il Sung hat sich selber auch zum Sieger ernannt. Daraufhin folgte eine enorme Aufrüstung Nordkoreas mit der Hilfe von der Sowjetunion und China, aber auch die Südkoreaner haben sich mithilfe ihrer Verbündeten ein Heer aufgebaut, um auf einen möglichen Angriff der Nordkoreaner vorbereitet zu sein. Kim Il Sung plante schon länger eine Invasion Südkoreas und bat Stalin um seine Hilfe, beziehungsweise seine Einverständnis. Erst lehnte Stalin das Angebot Kims ab, zog dann jedoch alle sowjetischen Truppen aus Nordkorea zurück, daraufhin musste auch die USA, aus Carl, Jan & Alex Koreakrieg als Stellvertreterkrieg 27/02/2021 diplomatischen Gründen, ihre Truppen alle abziehen. Nachdem die USA ihre Truppen abgezogen hat, gab Stalin grünes Licht für Kims Invasion, wenn er sich die Unterstützung des chinesischen Machthabers sichern kann, da Stalin keinen direkten Konflikt mit der USA riskieren wollte. Als Mao Tse-tung, Kims Plan, nach längerer Überzeugungsarbeit zustimmte, bereitete sich Kim auf eine schnelle Übernahme Koreas, durch das Überraschungsmoment und die fehlende Unterstützung des US-Militärs, vor. Verlauf des Krieges: Am 25. Juni 1950 überschritten Truppen der nordkoreanischen Volksarmee die Staatsgrenze Südkoreas. Das Ziel der Nordkoreaner war dabei die wenn nötig gewaltsame Wiedervereinigung beider Staatsteile unter der Führung von Kim Il Sung. Sie konnte mehrere strategische Stützpunkte aufgrund des Überraschungsmoments zerstören und einnehmen, darunter den Luftwaffenstützpunkt Gimpo. Daraufhin ordnete damaliger US-Präsident Harry S. Truman die Hilfe der Far East Air Force (FEAF) und der Air Force (AF) an. Die südkoreanische Städte Chuncheon, Pocheon und Dongducheon wurden noch am selben Tag erobert. Alle Truppen der US-Armee, in der Nähe von Südkorea, wurden mobilisiert und nach Korea gebracht. Als die UNO von dem Vorfall erfuhr, wurde noch am selben Tag der UNO- Sicherheitsrat einberufen, dieser entschied aufgrund der Resolution 82 auf den Bruch des Friedens durch Nordkorea und autorisierte militärisches Eingreifen durch UNO-Truppen nach Resolution 85. Das Oberkommando über die Truppen hatte US-General Douglas MacArthur. Am 28.06 wurde dann die Südkoreanische Hauptstadt Seoul von den Nordkoreanern eingenommen. Die Regierung floh nach Daejeon. MacArthur befahl am darauffolgenden Tag Bombenangriffe auf die Brücken über dem Han-Fluss um Nachschub von Truppen & Ressourcen erstmal zu stoppen. Auch Truman ergriff Initiative und befahl den Einsatz von US-Bodentruppen in Korea. Am ersten Juli gab es den nächsten Rückschlag für die Südkoreanern, da sie die strategisch wichtige Stadt Suwon aufgeben mussten. Die USA intensivierte daraufhin ihr militärisches Engagement und formierte die Südkoreanische neu. Anfang September war fast das gesamte Land in der Kontrolle von Kim II Sungs Armee. Nur ein Teil im Südosten um Busan war noch hart umkämpft, aufgrund der amerikanischen Unterstützung, konnte man die Nordkoreaner erstmal aufhalten. Nach der Landung bei Incheon konnten US-Truppen Seoul zurückgewinnen und die nordkoreanische Armee einkesseln, der Kampf gegen die Nordkoreaner um südkoreanisches Territorium wird auch als Guerillakrieg bezeichnet, welcher viele Opfer auf Seiten der Nordkoreaner forderte. Nun schaltete sich China in den Krieg ein, da sie auf keinen Fall wollten, dass die US-Truppen nach Nordkorea einmaschieren. Drohungen der Chinesen wurden von der US Regierung als Bluff aufgefasst, weshalb sie weiter vorrückten. Somit überschritten sie den 38. Breitengrad am 30. September und daraufhin die Demarkationslinie am 08. Oktober, ohne dass die US-Armee um General MacArthur die Erlaubnis hierfür von der UNO erhalten hat. Mao Tse-tung, der Machthaber Chinas wollte keinen offenen Krieg mit der USA anzetteln, weshalb dieser eine 200.000 Mann starke Volksfreiwilligenarmee nach Korea schickte, um Kim Il Sung zu unterstützen. Seit Oktober hat auch die Sowjetunion die Nordkoreaner unterstützt. Sie haben Jagdfliegereinheiten getarnt als chinesische Soldaten in den Kampf geschickt. Truman verkündete am 24. November die Home- by-Christmas-Offensive. Dle USA unterschätzte seinen Gegner und wollten die Grenzregion hinter den Bergen überqueren, sie hatten mit einem Widerstand von 30.000 Truppen gerechnet, jedoch warteten 180.000 Soldaten auf die Südkoreaner und konnten ihren Vorstoß abwehren. Daraufhin plante die nordkoreanische Armee mit Hilfe der chinesischen schon einen Gegenangriff mit 500.000 Soldaten, welchen die UN-Streitkräfte nicht standhalten konnten. Mit einer Bitte an Truman forderte General MacArthur einen Abwurf von 34 Atombomben auf chinesisches Staatsgebiet. Im März 1951 konnte die erneut verlorene Stadt Seoul wieder zurückerobert werden. Anschließend erstarrte der Krieg an der Demarkationslinie zu einem Stellungskrieg, welcher auf beiden Seiten viele Opfer zu verzeichnen hatte. VR China 100 km Pjöngjang Chinesische Truppen 7/1953 muuTL Seoul 11/1950 Nordkoreanische Truppen Busan 1/1951 - US/UN- Truppen 9/1950 7. US-Flotte Carl, Jan & Alex CHINA 000 GELBES MEER 50 Kilometer Koreakrieg als Stellvertreterkrieg ● Pjongjang NORDKOREA Kaesong- Industriepark * Panmunjom -Demarkationslinie Seoul Schäden durch den Krieg: Insgesamt wurden rund 450.000 Tonnen Bomben über Nordkorea abgeworfen, am Ende waren rund 18 der 22 größten nordkoreanischen Städte zur Hälfte zerstört. Viele Industrieanlagen wurden durch die Bomben zerstört, nahezu jeder Nordkoreaner verlor einen Angehörigen durch diesen verheerenden Bombenkrieg. Außerdem wurden 32.357 Tonnen Napalm abgeworfen, dies hat zu noch schlimmeren Folgen als im Vietnamkrieg geführt, durch die hohe Bevölkerungsdichte und die viel existierende Industrie. 27/02/2021 JAPANISCHES MEER SÜDKOREA Demilitarisierte Zone Am 11. April 1951 entließ Truman General MacArthur, weil er die Richtlinien der Regierung und die der UN zur Kriegführung nicht eingehalten habe, an seiner Stelle übernahm General Matthew B. Ridgway die Führung der UN-Soldaten. Ein letztes Mal versuchten die UN-Truppen vorzurücken, um ihre Verhandlungsposition zu verbessern, die sogenannte Schlacht von Heartbreak Ridge forderte mehrere zehntausende Opfer, ohne jegliche Veränderung, dies führte dazu, dass beide Seiten sich einen Waffenstillstand erhofften. Jedoch wollte die UNO während der Zeit bis zum Waffenstillstand weiter Druck auf China und die UdSSR ausüben und ordnete ein Bombardement, ausgeführt von der US Air Force über Nordkorea an, diesem Bombenkrieg fielen schätzungsweise 500.000 bis 1.000.000 der nordkoreanischen Bevölkerung, darunter vor allem Zivilisten und Kinder, zum Opfer, ausgenommen von den Opfern, die wegen fehlender Häuser und Geld, an Hunger oder Unterkühlung starben. Bis heute gibt es noch Ruinen, die auf den Bombenkrieg zurückzuführen sind. NZZ-Infografik/efl. Kriegsgefangene / Kriegsverbrechen: Beide Nationen hatten zahlreiche Kriegsgefangene, zu Hoch Zeiten gab es im Lager von Koje, das größte aller Kriegsgefangenenlager, rund 170.000 Insassen. Kurz bevor der Krieg endete, ließ der südkoreanische Staatschef circa 26.000 Gefangene als Zivilisten frei. Manche, die die Rückkehr nach Nordkorea oder China verweigerten, begannen ein neues Leben in Südkorea oder Taiwan. Zudem kam es ebenso zu zahlreichen Carl, Jan & Alex Koreakrieg als Stellvertreterkrieg 27/02/2021 Kriegsverbrechen. Die Südkoreaner zum Beispiel gingen skrupellos gegen alles vor, was mit dem Kommunismus verbunden werden konnte. Beide schreckten auch nicht davor zurück Morde an Flüchtlingen oder Regimegegnern durchzuführen und häufig kam es sogar zu Massenhinrichtungen, eben auch an Unschuldigen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Getöteten, durch Kriegsverbrechen, auf knapp 300.000. Ausgang des Krieges: Am 27. Juli 1953 kam es zu einem Waffenstillstandsabkommen, dem beide Parteien zustimmten. Der 38. Breitengrad wurde als Grenze zwischen beiden Ländern bestimmt und besteht auch heute noch. Der Koreakrieg dauert auch immer noch an, es kommt immer wieder mal zu Auseinandersetzungen an der Grenze und die beiden jetzigen Machthaber sind auch immer noch verfeindet. Engagement Deutschlands: Deutschlands Beteiligung am gesamten Geschehen war nur wage, trotzdem wurde die BRD im Juni 2018, zur Gedenkveranstaltung zum 68. Jahrestags von der Republik Korea zur ,,Medical Support Nation" erklärt. Deutschland war noch stark vom 2. Weltkrieg geschwächt und Bundeskanzler Adenauer war der Ansicht, dass die Bevölkerung noch nicht für einen militärischen Einsatz in der Lage sei, weshalb sich Adenauer dazu entschied medizinische Hilfen zu entsenden. Die Hilfe der Deutschen kam erst am 17. Mai 1954 in Form, von einem Feldhospital, mit circa 80 Ärzten und Versorgungshilfen. Bis zur Heimkehr der Unterstützung, haben die deutschen Kräfte rund 6000 Kinder entbunden, 16.000 Operationen durchgeführt und rund 250.000 Patienten behandelt. Personal hat Deutschland zwar erst 1954 zur Hilfe entsandt, verschiffte jedoch schon im Sommer 1953 medizinisches Material nach Südkorea, für einige der Ärzte gab es im Nachgang sogar noch Auszeichnungen. Folgen des Koreakriegs: Viele internationale Mächte wollten auch noch nach Kriegsende die Wiedervereinigung Koreas und hatten dies auch auf ihrer Agenda, diese Versuche waren jedoch bis heute erfolglos, weshalb der Koreakrieg noch bis heute ein ungelöster Konflikt ohne Wiedervereinigung ist. Die Bombenangriffe haben Nordkorea schwer getroffen und viele Städte zerstört und ein enormer Verlust der Bevölkerung war die Folge, um den Wiederaufbau Nordkoreas zu finanzieren, hat sich das Land stark verschuldet und brauchte die Hilfe anderer Staaten. Die damalige südkoreanische Regierung bekam die Probleme der Bevölkerung nicht in den Griff, weshalb die Südkoreaner den damaligen Machthaber Rhee Syng-man absetzten, daraufhin konnte sich das Militär unter der Führung von Park Chung-Hee an die Macht putschen. 1990 wurde die Verfassung Südkoreas geändert und der Beginn der Demokratie nahm ihren Lauf. Heute ist Südkorea ein demokratisches Land, nach westlichen Standards und nahm 2017 sogar beim Bruttoinlandsprodukt den 11. Rang ein. Nordkorea hingegen ist ein verarmtes Entwicklungsland, dessen Wirtschaft auf das Militär ausgelegt ist und gemessen am BIP die höchsten Militärausgaben hat. Im Oktober 2007 versuchten die beiden damaligen Machthaber Kim Jong-il und Roh Moo- hyun einen erneuten Friedensversuch, welcher auch auf gutem Weg war, bis der Südkorea und Nordkorea: Ein harter Kontrast Einwohner in Millionen Lebenserwartung bei der Geburt in Jahren Geburtenrate Kinder je Frau Kindersterblichkeit Todesfälle je 1.000 Geburten Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Milliarden Kaufkraftparitäten-Dollar BIP je Einwohner in Kaufkraftparitäten-Dollar Arbeitslosenquote in Prozent Warenexport in Milliarden Dollar Wichtigster Exportpartner Anteil am Gesamtexport 2016 in Prozent Warenimport in Milliarden Dollar Wichtigster Importpartner Anteil am Gesamtimport 2016 in Prozent Stromverbrauch je Einwohner 2014 in Kilowattstunden CO₂-Emissionen je Einwohner 2014 in Tonnen Mobiltelefone 2016 je 100 Einwohner Südkorea 51,2 83 1,2 3 H 2.027 39.400 Wirtschaftsstruktur Anteil von Landwirtschaft/Industrie/2/39/59 25/41/34 Dienstleistungen in Prozent 25,6 (2013) 3,8 552,3 China 25 448,4 China 21 Nordkorea 10.497 11,6 123 25,2 71 1,9 22 40 (2015) 1.700 (2015) 3,0 (2016) China 86 3,7 (2016) China 90 600 1,61 13 Stand: Schätzungen für 2017, wenn nicht anders angegeben; Bruttoinlandsprodukt in Nordkorea: Extrapolation eines Werts für 1999 aus eine Studie von Angus Maddison für die OECD Quellen: CIA, Weltbank © 2018 IW Medien/iwd iwd Carl, Jan & Alex Koreakrieg als Stellvertreterkrieg 27/02/2021 neue jetzige Machthaber Nordkoreas Kim Jong-Un das Amt übernahm, seitdem hat sich die Beziehung beider Staaten enorm verschlechtert und mündete sogar in der Nordkorea-Krise 2013. Jedoch hatte der Koreakrieg nicht nur für die beiden koreanischen Staaten Folgen, sondern auch für die beiden Verbündeten China und die Sowjetunion, aufgrund eines Abkommens fand ein enormer Wissenstransfer zwischen beiden Staaten statt, welchen die Chinesen zur Aufrüstung ihres eigenen Landes nutzten. Durch Chinas Aufrüstung brauchten die Chinesen die Sowjetunion nicht mehr und trennten sich von dieser, was bis jetzt dazu führte, dass China mittlerweile mit vielen anderen Staaten eine Weltmacht ist, sowohl wirtschaftlich, als auch militärisch. Auch in Europa gab es die Befürchtung eines Konfliktes, vor allem in Deutschland an der Grenze der DDR und der BRD, weshalb sich eine westeuropäische Armee mithilfe der Bundeswehr aufbaute, um die Grenze zu verteidigen. Was ist ein Stellvertreterkrieg?: Ein Stellvertreterkrieg beschreibt einen Konflikt zwischen zwei Großmächten, welcher in und von verschiedenen Drittstaaten ausgeführt wird. Diese betroffenen Drittstaaten gelten als ,,Stellvertreter" für die Großmächte. Das führt dazu, dass die Großmächte nicht wirklich direkt am Geschehen beteiligt sind. Auch wenn keine direkte Beteiligung der Großmächte stattfindet, gibt es jedoch direkte und indirekte Maßnahmen, die ergriffen werden können. Beispielsweise gehört zu den indirekten Maßnahmen finanzielle, sowie militärische Unterstützung, in Form von Waffen oder anderen militärischen Mitteln, durch die Großmächte. Zu den direkten Maßnahmen zählt die militärische Unterstützung, durch Soldatengruppen, die von den Großmächten gestellt werden. Warum gibt es Stellvertreterkriege / Welchen Zweck hatten sie?: Der Grund für Stellvertreterkriege ist häufig der, dass die Großmächte ihre Interessensphäre erweitern oder ihre Einflussbereiche behalten wollen. Außerdem führt ein Stellvertreterkrieg eine Stabilisierung der eigenen Regierung mit sich, was ebenfalls ein Vorteil, für die Großmächte ist. Oftmals ist von den Großmächten selber keine direkte militärische Konfrontation erwünscht, weshalb dann andere Länder als ,,Stellvertreter" herangezogen werden. Dadurch wird zum einen die Eskalationsstufe im eigenen Land vermieden und die Kriegsführung läuft kontrolliert und konventionell ab. Wieso war der Koreakrieg ein Stellvertreterkrieg?: Der Koreakrieg war ein Stellvertreterkrieg, da Korea in die nördliche sowjetische- und südliche US- amerikanische Besatzungszone aufgeteilt war. Dadurch war keine Umsetzung von einem freien und vereinigten Korea möglich. Also stellte die UdSSR Truppen, Waffen und Piloten für die demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) zur Verfügung. Somit werden durch die UdSSR direkte und indirekte Maßnahmen zur Unterstützung ergriffen. Auch die vereinten Nationen und China nehmen Teil am Geschehen. China liefert Truppen als Freiwilligenarmee und die Vereinten Nationen schicken US-Truppen in den Krieg. Somit gilt Korea im Koreakrieg als Stellvertreter und die UdSSR, China und die USA sind die nicht direkt beteiligten Großmächte. Zweck des Koreakriegs und somit des Stellvertreterkrieges war es, die Interessensphären zu wahren und eine Wiedrvereinigung zu erreichen. Außerdem wurde ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Nord- und Südkorea geschaffen. Gibt es heute noch Stellvertreterkriege?: Heutzutage gibt es Stellvertreterkriege nicht im gleichen Ausmaß wie früher, was zum einen durch den Fall des Eisernen Vorhangs zu erklären ist. Allerdings hat sich der syrische Bürgerkrieg zu einem Stellvertreterkrieg entwickelt. Russland, der Iran, die Türkei und Saudi Arabien sind in den Krieg verwickelt. Beispielsweise lieferten der Iran und Russland kurz vor Zerfall der syrischen Armee Unterstützung.

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auch 6/25 genannt (Datum de

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Carl, Jan & Alex Koreakrieg als Stellvertreterkrieg Der Koreakrieg il Allgemeine Informationen: Der Koreakrieg, auch 6/25 genannt (Datum des Ausbruchs), dauerte drei Jahre an, von 1950 - 1953. Es war der erste heiße Konflikt des Kalten Krieges. An dem Krieg waren die beiden koreanischen Staaten, sowie die Vereinten Nationen, unter der Führung der USA, die Volksrepublik China und indirekt auch die Sowjetunion unter dem Kommando Stalins beteiligt. Hierbei war die Aufteilung nicht anders als nach dem 2. Weltkrieg. Nordkorea hatte sich mit den Chinesen und den Sowjets verschworen, Südkorea hingegen hatte die USA und die UNO, die sich zusammen verteidigt haben. Dem Krieg fielen 4,5 Millionen Personen zum Opfer darunter auch Zivilisten. Mehr als die Hälfte der Opfer mussten die Nordkoreaner beklagen, mit 2,5 Millionen. Darauf folgend die Chinesen und die Südkoreaner mit jeweils einer Millionen Opfer. Die USA musste während des ganzen Krieges ,,nur" 40.000 gefallene Soldaten beklagen. HIP 27/02/2021 Geschichtlicher Hintergrund: Korea war seit 1894 unter der Vorherrschaft Japans, bis diese den Staat 1910 annektiert (etwas gewaltsam in seinen Besitz bringen) haben. Nach dem 2. Weltkrieg wurden genauso wie viele andere Staaten auch Korea unter den Siegermächten aufgeteilt. Nordkorea war somit ein Teil der Sowjetunion und Südkorea gehörte den USA an. Die Grenze zwischen beiden Staaten wird auch heute noch als Systemgrenze beschrieben, da die Sowjetunion und auch die USA für beide Staaten unterschiedliche Ziele verfolgt hat. Die Sowjetunion...

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Außerdem konnte sich der kommunistische Politiker Mao Tse-tung in der Volksrepublik China durchsetzen und war somit Machthaber von mehreren hundert Millionen von Menschen, auch er war 560 ein Verbündeter Stalins. Vor allem Korea war eine Problemzone beider Weltmächte. Beide Staaten (Nord- & Südkorea) wollten eine Wiedervereinigung, jedoch auch nur einen Machthaber und nur eines der Systeme Kommunismus beziehungsweise Kapitalismus, deshalb gab es Wahlen in beiden Staaten, die jedoch von keiner unabhängigen dritten Partei kontrolliert wurden. Der Machthaber Südkoreas Rhee Syng-man hat sich zum Sieger deklariert und Kim Il Sung hat sich selber auch zum Sieger ernannt. Daraufhin folgte eine enorme Aufrüstung Nordkoreas mit der Hilfe von der Sowjetunion und China, aber auch die Südkoreaner haben sich mithilfe ihrer Verbündeten ein Heer aufgebaut, um auf einen möglichen Angriff der Nordkoreaner vorbereitet zu sein. Kim Il Sung plante schon länger eine Invasion Südkoreas und bat Stalin um seine Hilfe, beziehungsweise seine Einverständnis. Erst lehnte Stalin das Angebot Kims ab, zog dann jedoch alle sowjetischen Truppen aus Nordkorea zurück, daraufhin musste auch die USA, aus Carl, Jan & Alex Koreakrieg als Stellvertreterkrieg 27/02/2021 diplomatischen Gründen, ihre Truppen alle abziehen. Nachdem die USA ihre Truppen abgezogen hat, gab Stalin grünes Licht für Kims Invasion, wenn er sich die Unterstützung des chinesischen Machthabers sichern kann, da Stalin keinen direkten Konflikt mit der USA riskieren wollte. Als Mao Tse-tung, Kims Plan, nach längerer Überzeugungsarbeit zustimmte, bereitete sich Kim auf eine schnelle Übernahme Koreas, durch das Überraschungsmoment und die fehlende Unterstützung des US-Militärs, vor. Verlauf des Krieges: Am 25. Juni 1950 überschritten Truppen der nordkoreanischen Volksarmee die Staatsgrenze Südkoreas. Das Ziel der Nordkoreaner war dabei die wenn nötig gewaltsame Wiedervereinigung beider Staatsteile unter der Führung von Kim Il Sung. Sie konnte mehrere strategische Stützpunkte aufgrund des Überraschungsmoments zerstören und einnehmen, darunter den Luftwaffenstützpunkt Gimpo. Daraufhin ordnete damaliger US-Präsident Harry S. Truman die Hilfe der Far East Air Force (FEAF) und der Air Force (AF) an. Die südkoreanische Städte Chuncheon, Pocheon und Dongducheon wurden noch am selben Tag erobert. Alle Truppen der US-Armee, in der Nähe von Südkorea, wurden mobilisiert und nach Korea gebracht. Als die UNO von dem Vorfall erfuhr, wurde noch am selben Tag der UNO- Sicherheitsrat einberufen, dieser entschied aufgrund der Resolution 82 auf den Bruch des Friedens durch Nordkorea und autorisierte militärisches Eingreifen durch UNO-Truppen nach Resolution 85. Das Oberkommando über die Truppen hatte US-General Douglas MacArthur. Am 28.06 wurde dann die Südkoreanische Hauptstadt Seoul von den Nordkoreanern eingenommen. Die Regierung floh nach Daejeon. MacArthur befahl am darauffolgenden Tag Bombenangriffe auf die Brücken über dem Han-Fluss um Nachschub von Truppen & Ressourcen erstmal zu stoppen. Auch Truman ergriff Initiative und befahl den Einsatz von US-Bodentruppen in Korea. Am ersten Juli gab es den nächsten Rückschlag für die Südkoreanern, da sie die strategisch wichtige Stadt Suwon aufgeben mussten. Die USA intensivierte daraufhin ihr militärisches Engagement und formierte die Südkoreanische neu. Anfang September war fast das gesamte Land in der Kontrolle von Kim II Sungs Armee. Nur ein Teil im Südosten um Busan war noch hart umkämpft, aufgrund der amerikanischen Unterstützung, konnte man die Nordkoreaner erstmal aufhalten. Nach der Landung bei Incheon konnten US-Truppen Seoul zurückgewinnen und die nordkoreanische Armee einkesseln, der Kampf gegen die Nordkoreaner um südkoreanisches Territorium wird auch als Guerillakrieg bezeichnet, welcher viele Opfer auf Seiten der Nordkoreaner forderte. Nun schaltete sich China in den Krieg ein, da sie auf keinen Fall wollten, dass die US-Truppen nach Nordkorea einmaschieren. Drohungen der Chinesen wurden von der US Regierung als Bluff aufgefasst, weshalb sie weiter vorrückten. Somit überschritten sie den 38. Breitengrad am 30. September und daraufhin die Demarkationslinie am 08. Oktober, ohne dass die US-Armee um General MacArthur die Erlaubnis hierfür von der UNO erhalten hat. Mao Tse-tung, der Machthaber Chinas wollte keinen offenen Krieg mit der USA anzetteln, weshalb dieser eine 200.000 Mann starke Volksfreiwilligenarmee nach Korea schickte, um Kim Il Sung zu unterstützen. Seit Oktober hat auch die Sowjetunion die Nordkoreaner unterstützt. Sie haben Jagdfliegereinheiten getarnt als chinesische Soldaten in den Kampf geschickt. Truman verkündete am 24. November die Home- by-Christmas-Offensive. Dle USA unterschätzte seinen Gegner und wollten die Grenzregion hinter den Bergen überqueren, sie hatten mit einem Widerstand von 30.000 Truppen gerechnet, jedoch warteten 180.000 Soldaten auf die Südkoreaner und konnten ihren Vorstoß abwehren. Daraufhin plante die nordkoreanische Armee mit Hilfe der chinesischen schon einen Gegenangriff mit 500.000 Soldaten, welchen die UN-Streitkräfte nicht standhalten konnten. Mit einer Bitte an Truman forderte General MacArthur einen Abwurf von 34 Atombomben auf chinesisches Staatsgebiet. Im März 1951 konnte die erneut verlorene Stadt Seoul wieder zurückerobert werden. Anschließend erstarrte der Krieg an der Demarkationslinie zu einem Stellungskrieg, welcher auf beiden Seiten viele Opfer zu verzeichnen hatte. VR China 100 km Pjöngjang Chinesische Truppen 7/1953 muuTL Seoul 11/1950 Nordkoreanische Truppen Busan 1/1951 - US/UN- Truppen 9/1950 7. US-Flotte Carl, Jan & Alex CHINA 000 GELBES MEER 50 Kilometer Koreakrieg als Stellvertreterkrieg ● Pjongjang NORDKOREA Kaesong- Industriepark * Panmunjom -Demarkationslinie Seoul Schäden durch den Krieg: Insgesamt wurden rund 450.000 Tonnen Bomben über Nordkorea abgeworfen, am Ende waren rund 18 der 22 größten nordkoreanischen Städte zur Hälfte zerstört. Viele Industrieanlagen wurden durch die Bomben zerstört, nahezu jeder Nordkoreaner verlor einen Angehörigen durch diesen verheerenden Bombenkrieg. Außerdem wurden 32.357 Tonnen Napalm abgeworfen, dies hat zu noch schlimmeren Folgen als im Vietnamkrieg geführt, durch die hohe Bevölkerungsdichte und die viel existierende Industrie. 27/02/2021 JAPANISCHES MEER SÜDKOREA Demilitarisierte Zone Am 11. April 1951 entließ Truman General MacArthur, weil er die Richtlinien der Regierung und die der UN zur Kriegführung nicht eingehalten habe, an seiner Stelle übernahm General Matthew B. Ridgway die Führung der UN-Soldaten. Ein letztes Mal versuchten die UN-Truppen vorzurücken, um ihre Verhandlungsposition zu verbessern, die sogenannte Schlacht von Heartbreak Ridge forderte mehrere zehntausende Opfer, ohne jegliche Veränderung, dies führte dazu, dass beide Seiten sich einen Waffenstillstand erhofften. Jedoch wollte die UNO während der Zeit bis zum Waffenstillstand weiter Druck auf China und die UdSSR ausüben und ordnete ein Bombardement, ausgeführt von der US Air Force über Nordkorea an, diesem Bombenkrieg fielen schätzungsweise 500.000 bis 1.000.000 der nordkoreanischen Bevölkerung, darunter vor allem Zivilisten und Kinder, zum Opfer, ausgenommen von den Opfern, die wegen fehlender Häuser und Geld, an Hunger oder Unterkühlung starben. Bis heute gibt es noch Ruinen, die auf den Bombenkrieg zurückzuführen sind. NZZ-Infografik/efl. Kriegsgefangene / Kriegsverbrechen: Beide Nationen hatten zahlreiche Kriegsgefangene, zu Hoch Zeiten gab es im Lager von Koje, das größte aller Kriegsgefangenenlager, rund 170.000 Insassen. Kurz bevor der Krieg endete, ließ der südkoreanische Staatschef circa 26.000 Gefangene als Zivilisten frei. Manche, die die Rückkehr nach Nordkorea oder China verweigerten, begannen ein neues Leben in Südkorea oder Taiwan. Zudem kam es ebenso zu zahlreichen Carl, Jan & Alex Koreakrieg als Stellvertreterkrieg 27/02/2021 Kriegsverbrechen. Die Südkoreaner zum Beispiel gingen skrupellos gegen alles vor, was mit dem Kommunismus verbunden werden konnte. Beide schreckten auch nicht davor zurück Morde an Flüchtlingen oder Regimegegnern durchzuführen und häufig kam es sogar zu Massenhinrichtungen, eben auch an Unschuldigen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Getöteten, durch Kriegsverbrechen, auf knapp 300.000. Ausgang des Krieges: Am 27. Juli 1953 kam es zu einem Waffenstillstandsabkommen, dem beide Parteien zustimmten. Der 38. Breitengrad wurde als Grenze zwischen beiden Ländern bestimmt und besteht auch heute noch. Der Koreakrieg dauert auch immer noch an, es kommt immer wieder mal zu Auseinandersetzungen an der Grenze und die beiden jetzigen Machthaber sind auch immer noch verfeindet. Engagement Deutschlands: Deutschlands Beteiligung am gesamten Geschehen war nur wage, trotzdem wurde die BRD im Juni 2018, zur Gedenkveranstaltung zum 68. Jahrestags von der Republik Korea zur ,,Medical Support Nation" erklärt. Deutschland war noch stark vom 2. Weltkrieg geschwächt und Bundeskanzler Adenauer war der Ansicht, dass die Bevölkerung noch nicht für einen militärischen Einsatz in der Lage sei, weshalb sich Adenauer dazu entschied medizinische Hilfen zu entsenden. Die Hilfe der Deutschen kam erst am 17. Mai 1954 in Form, von einem Feldhospital, mit circa 80 Ärzten und Versorgungshilfen. Bis zur Heimkehr der Unterstützung, haben die deutschen Kräfte rund 6000 Kinder entbunden, 16.000 Operationen durchgeführt und rund 250.000 Patienten behandelt. Personal hat Deutschland zwar erst 1954 zur Hilfe entsandt, verschiffte jedoch schon im Sommer 1953 medizinisches Material nach Südkorea, für einige der Ärzte gab es im Nachgang sogar noch Auszeichnungen. Folgen des Koreakriegs: Viele internationale Mächte wollten auch noch nach Kriegsende die Wiedervereinigung Koreas und hatten dies auch auf ihrer Agenda, diese Versuche waren jedoch bis heute erfolglos, weshalb der Koreakrieg noch bis heute ein ungelöster Konflikt ohne Wiedervereinigung ist. Die Bombenangriffe haben Nordkorea schwer getroffen und viele Städte zerstört und ein enormer Verlust der Bevölkerung war die Folge, um den Wiederaufbau Nordkoreas zu finanzieren, hat sich das Land stark verschuldet und brauchte die Hilfe anderer Staaten. Die damalige südkoreanische Regierung bekam die Probleme der Bevölkerung nicht in den Griff, weshalb die Südkoreaner den damaligen Machthaber Rhee Syng-man absetzten, daraufhin konnte sich das Militär unter der Führung von Park Chung-Hee an die Macht putschen. 1990 wurde die Verfassung Südkoreas geändert und der Beginn der Demokratie nahm ihren Lauf. Heute ist Südkorea ein demokratisches Land, nach westlichen Standards und nahm 2017 sogar beim Bruttoinlandsprodukt den 11. Rang ein. Nordkorea hingegen ist ein verarmtes Entwicklungsland, dessen Wirtschaft auf das Militär ausgelegt ist und gemessen am BIP die höchsten Militärausgaben hat. Im Oktober 2007 versuchten die beiden damaligen Machthaber Kim Jong-il und Roh Moo- hyun einen erneuten Friedensversuch, welcher auch auf gutem Weg war, bis der Südkorea und Nordkorea: Ein harter Kontrast Einwohner in Millionen Lebenserwartung bei der Geburt in Jahren Geburtenrate Kinder je Frau Kindersterblichkeit Todesfälle je 1.000 Geburten Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Milliarden Kaufkraftparitäten-Dollar BIP je Einwohner in Kaufkraftparitäten-Dollar Arbeitslosenquote in Prozent Warenexport in Milliarden Dollar Wichtigster Exportpartner Anteil am Gesamtexport 2016 in Prozent Warenimport in Milliarden Dollar Wichtigster Importpartner Anteil am Gesamtimport 2016 in Prozent Stromverbrauch je Einwohner 2014 in Kilowattstunden CO₂-Emissionen je Einwohner 2014 in Tonnen Mobiltelefone 2016 je 100 Einwohner Südkorea 51,2 83 1,2 3 H 2.027 39.400 Wirtschaftsstruktur Anteil von Landwirtschaft/Industrie/2/39/59 25/41/34 Dienstleistungen in Prozent 25,6 (2013) 3,8 552,3 China 25 448,4 China 21 Nordkorea 10.497 11,6 123 25,2 71 1,9 22 40 (2015) 1.700 (2015) 3,0 (2016) China 86 3,7 (2016) China 90 600 1,61 13 Stand: Schätzungen für 2017, wenn nicht anders angegeben; Bruttoinlandsprodukt in Nordkorea: Extrapolation eines Werts für 1999 aus eine Studie von Angus Maddison für die OECD Quellen: CIA, Weltbank © 2018 IW Medien/iwd iwd Carl, Jan & Alex Koreakrieg als Stellvertreterkrieg 27/02/2021 neue jetzige Machthaber Nordkoreas Kim Jong-Un das Amt übernahm, seitdem hat sich die Beziehung beider Staaten enorm verschlechtert und mündete sogar in der Nordkorea-Krise 2013. Jedoch hatte der Koreakrieg nicht nur für die beiden koreanischen Staaten Folgen, sondern auch für die beiden Verbündeten China und die Sowjetunion, aufgrund eines Abkommens fand ein enormer Wissenstransfer zwischen beiden Staaten statt, welchen die Chinesen zur Aufrüstung ihres eigenen Landes nutzten. Durch Chinas Aufrüstung brauchten die Chinesen die Sowjetunion nicht mehr und trennten sich von dieser, was bis jetzt dazu führte, dass China mittlerweile mit vielen anderen Staaten eine Weltmacht ist, sowohl wirtschaftlich, als auch militärisch. Auch in Europa gab es die Befürchtung eines Konfliktes, vor allem in Deutschland an der Grenze der DDR und der BRD, weshalb sich eine westeuropäische Armee mithilfe der Bundeswehr aufbaute, um die Grenze zu verteidigen. Was ist ein Stellvertreterkrieg?: Ein Stellvertreterkrieg beschreibt einen Konflikt zwischen zwei Großmächten, welcher in und von verschiedenen Drittstaaten ausgeführt wird. Diese betroffenen Drittstaaten gelten als ,,Stellvertreter" für die Großmächte. Das führt dazu, dass die Großmächte nicht wirklich direkt am Geschehen beteiligt sind. Auch wenn keine direkte Beteiligung der Großmächte stattfindet, gibt es jedoch direkte und indirekte Maßnahmen, die ergriffen werden können. Beispielsweise gehört zu den indirekten Maßnahmen finanzielle, sowie militärische Unterstützung, in Form von Waffen oder anderen militärischen Mitteln, durch die Großmächte. Zu den direkten Maßnahmen zählt die militärische Unterstützung, durch Soldatengruppen, die von den Großmächten gestellt werden. Warum gibt es Stellvertreterkriege / Welchen Zweck hatten sie?: Der Grund für Stellvertreterkriege ist häufig der, dass die Großmächte ihre Interessensphäre erweitern oder ihre Einflussbereiche behalten wollen. Außerdem führt ein Stellvertreterkrieg eine Stabilisierung der eigenen Regierung mit sich, was ebenfalls ein Vorteil, für die Großmächte ist. Oftmals ist von den Großmächten selber keine direkte militärische Konfrontation erwünscht, weshalb dann andere Länder als ,,Stellvertreter" herangezogen werden. Dadurch wird zum einen die Eskalationsstufe im eigenen Land vermieden und die Kriegsführung läuft kontrolliert und konventionell ab. Wieso war der Koreakrieg ein Stellvertreterkrieg?: Der Koreakrieg war ein Stellvertreterkrieg, da Korea in die nördliche sowjetische- und südliche US- amerikanische Besatzungszone aufgeteilt war. Dadurch war keine Umsetzung von einem freien und vereinigten Korea möglich. Also stellte die UdSSR Truppen, Waffen und Piloten für die demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) zur Verfügung. Somit werden durch die UdSSR direkte und indirekte Maßnahmen zur Unterstützung ergriffen. Auch die vereinten Nationen und China nehmen Teil am Geschehen. China liefert Truppen als Freiwilligenarmee und die Vereinten Nationen schicken US-Truppen in den Krieg. Somit gilt Korea im Koreakrieg als Stellvertreter und die UdSSR, China und die USA sind die nicht direkt beteiligten Großmächte. Zweck des Koreakriegs und somit des Stellvertreterkrieges war es, die Interessensphären zu wahren und eine Wiedrvereinigung zu erreichen. Außerdem wurde ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Nord- und Südkorea geschaffen. Gibt es heute noch Stellvertreterkriege?: Heutzutage gibt es Stellvertreterkriege nicht im gleichen Ausmaß wie früher, was zum einen durch den Fall des Eisernen Vorhangs zu erklären ist. Allerdings hat sich der syrische Bürgerkrieg zu einem Stellvertreterkrieg entwickelt. Russland, der Iran, die Türkei und Saudi Arabien sind in den Krieg verwickelt. Beispielsweise lieferten der Iran und Russland kurz vor Zerfall der syrischen Armee Unterstützung.