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Ost-West-Konflikt / Deutschland nach 1945 Merkzettel

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Ost-West-Konflikt / Deutschland nach 1945 Merkzettel

 GESCHICHTSKLAUSUR - DEUTSCHLAND NACH 1945
Kriegskonferenzen/ Nachkriegspläne der Alliierten
1. Die Siegermächte
→ Die Neuordnung der Welt
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Sehr ausführliche Zusammenfassung für LK Klausur Inhalte: - Ostpolitik Willy Brandt - Politik der Stärke Adenauer - Ost-West-Konflikt (Entstehung, Phasen, etc.) - Entstehung DDR / BRD - Flucht, Umsiedlung, Vertreibung - Nachkriegszeit

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GESCHICHTSKLAUSUR - DEUTSCHLAND NACH 1945 Kriegskonferenzen/ Nachkriegspläne der Alliierten 1. Die Siegermächte → Die Neuordnung der Welt 8. Mai 1945: Kapitulation des Deutschen Reiches 9. August 1945: Kapitulation Japans → Ende des zweiten Weltkriegs Ost-West-Konflikt nimmt Gestalt an → USA und Sowjetunion stiegen zu führenden Weltmächten auf → Frankreich und GB zwar Siegermächte, aber konnten keine Weltmachtpolitik mehr betreiben USA und Sowjetunion sahen sich wegen Sieg dazu bemächtigt, eine führende Rolle in der künftigen Weltpolitik zu haben Die Nachkriegspläne der USA Territorium der USA blieb vom Krieg verschont → USA war nach dem Krieg ökonomisch gestärkt → stärkste Volkswirtschaft → stärkste machtpolitische Position (Teile Europas, Südostasiens, pazifischen Raumes besetzt) → Verfügen über Atomwaffen als einziger Staat - Kriegsziele wurden in ,,Atlantik Charta" (1941) festgehalten: Die ,,vier Freiheiten": 1. Selbstbestimmungsrecht der Völker 2. Garantie der Unabhängigkeit der Staaten 3. Wirtschaftliche Gleichberechtigung 4. Verzicht auf territoriale Expansion → Fundament einer kollektiven Sicherheitsordnung ,,Open-door"-Prinzip = Alle Staaten sollen ungehinderten Zugang zur Weltwirtschaft erhalten - One-world"-Prinzip = Kein Staat sollte Gebiete für sich beanspruchen Gründung der United Nations (UN) war Ausdruck dieses Konzepts Nachfolger des Völkerbundes Konferenz von San Francisco 1945: 50 Staaten unterzeichnen UN-Charta → trat Herbst 1945 in Kraft Sicherheitsrat mit 5 Mitgliedern (USA, Großbritannien, Frankreich, UdSSR und China) erhielt Vetorecht Die Nachkriegspläne der Sowjetunion - Territorium war durch Krieg völlig zerstört - „Großer Vaterländische Krieg“ hatte Städte, Dörfer, Produktionsanlagen und Verkehrswege zerstört - Über 20 Millionen...

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Tote (am meisten Tote im Vergleich zu anderen Ländern) Seit Sieg in Stalingrad machtpolitisches Sicherheitsbedürfnis und ideologischer Führungsanspruch → Deshalb Errichtung eines „Sicherheitsgürtels“, abhängige Staaten vor der sowjetischen Westgrenze Länder des Sicherheitsgürtels: Baltische Staaten, Ostpolen, Bessarabien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Polen, Tschechoslowakei, Jugoslawien, Albanien - Krieg wurde wegen Bekämpfung des Faschismus bzw. Kapitalismus geführt Annektierte Staaten wurden nach 2. WK in sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnungen umgewandelt Das Potsdamer Abkommen Potsdamer Konferenz (17. Juli - 2. August 1945): Kriegspolitik musste zum Abschluss gebracht und Neuordnung der Welt angefangen werden Vertreter: Truman (USA), Stalin (Sowjetunion), Großbritannien (Churchill bzw. Attlee) Nur vorläufige Regelungen (Konfliktregelung), festsetzende Regelungen bei einem Friedensvertrag Misstrauen zwischen West und Osten steigt durch Entscheidungen territorialer Nachkriegsordnung - Sowjetunion beginnt nach Westverschiebung Polens mit Vertreibung der polnischen Bevölkerung - Widerspruch der Atlantik Charta Hier festgehaltene „ordnungsgemäße und humane Umsiedlungen" legitimierten brutale Zwangsumsiedlungen und Vertreibung Deutscher aus Polen, Tschechoslowakei und Ungarn Aufteilung Deutschlands / Berlin in vier Besatzungszonen → Zonen sollen eigenständig verwaltet werden ,,Alliierter Kontrollrat“ soll für einheitliche Verwaltung Deutschlands sorgen Wesentliche Inhalte: Territoriale Entscheidungen für Europa Westverschiebung Polens unter dem Vorbehalt einer „endgültigen Festlegung der Westgrenze Polens" in einem Friedensvertrag - Umsiedlung von Bevölkerungsgruppen Überführung deutscher Bevölkerungsteile aus Polen, Tschechoslowakei und Ungarn in deutsche Besatzungszonen - Umgang mit dem besiegten Deutschland Besatzung und Verwaltung Aufteilung in Besatzungszonen → Errichtung eines „Alliierten Kontrollrats“ zur gemeinsamen Verwaltung von Deutschland Politische Grundsätze (Vier D) → Denazifizierung: Verbot aller NS- Organisationen, Bestrafung der Kriegsverbrecher, Umerziehung der Bevölkerung → Demilitarisierung: Auflösung aller militärischen Verbände, Beseitigung der Rüstungsindustrie → Demokratisierung: Schaffung der Grundlagen für einen Neubeginn politischen Lebens → Dezentralisierung: Politische Dezentralisierung, Aufteilung von Großunternehmen Situation Deutschlands in der unmittelbaren Nachkriegszeit 2. Ein zerstörtes Land → Hunger und Not Deutsche Bevölkerung litt unter Kälte, Hunger und Wohnungsnot → Grundnahrungsmittel und Kohle sehr knapp, Tauschgeschäfte → Parks und Freiflächen wurden in Gemüsebeete umgewandelt Großstädte durch Bombenangriffe fast vollständig zerstört ✩ Menschliche und gesellschaftliche Probleme Viele traumatisierte (Kriegsgefangenschaft, Verlust von Angehörigen) Bevölkerung bestand zu zwei Dritteln aus Frauen → Mythos Trümmerfrauen: Sie haben nach dem Krieg geholfen, die Stadt wiederaufzubauen → Glorifizierung, da es nicht so ausgeprägt war wie oft dargestellt ✩ Vergangenheitsbewältigung NS-Propaganda und Herrschaft hatte Bevölkerung dermaßen stark geprägt, dass sozialpsychologisches Problem vorliegt Ablegen des NS-Wertesystems und Aufbau eines Neuen 3. Flucht und Vertreibung → Bevölkerungsbewegungen in Europa 16 Millionen, überwiegend Deutsche, betroffen Konsequenzen von Flucht: → Ursachen und Formen 2 Gruppen von Migrationsströmen: › „displaced persons“ (Alliierte Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Überlebende aus KZs) → ,,Flucht und Vertreibung": - Flüchtlinge, die vor der Roten Armee / polnischen & tschechoslowakischen Verbänden westwärts geflohen sind - Vertriebene, die gegen Kriegsende Opfer von „wilden Vertreibungen" oder Potsdamer Abkommen waren Viele Tote → Vergewaltigungen und Misshandlungen → Lange Strecken Bevölkerungsverschiebungen waren eine Kontinuität und nicht nur direkt im / nach dem Krieg ✩ Integration 12 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene, weshalb die Integration eine Herausforderung war Wurden als Konkurrenten um Wohnraum und Nahrung wahrgenommen Integration verlief unterschiedlich in Ost- und Westdeutschland - Menschen verloren Heimat, gewohnten Bezüge und menschliche Bindungen Deutsche Kriegsgefangene wurden je nach Gefangenschaft gut / schlecht behandelt Integration in DDR - DDR sah die Umsiedlungen als gerechtfertigt an (wegen „antifaschistischer" Grundhaltung") - SED betrieb Politik für Umsiedler, erklärte Integration aber ab 1950 für erfolgreich abgeschlossen - Integration der BRD Westzone sah Umsiedlung als Unrecht, was wiedergutzumachen sei große Rolle in der Öffentlichkeit Bei Gründung BRD Integration großes Problem → Flüchtlinge trafen auf ansässige Bevölkerung, die sich selber in Notlage befand Bevölkerung irritiert von Dialekten, Essgewohnheiten, Religionszugehörigkeiten In vielen Orten Widerstand gegen weitere Vertriebene Um gefährliche Situation zu lösen Bündel von Maßnahmen: Bundesvertriebenengesetz 1953: Vertriebene erhalten Sonderstatus, der ihnen theoretisches Rückkehrrecht und rechtliche Gleichstellung mit ansässiger Bevölkerung garantierte Lastenausgleichsgesetz (LAG) 1952: Vermögensabgaben ansässiger Bevölkerung für finanziellen Ausgleich der Vertriebenen → bewirkte gewaltigen Umverteilungsprozess Flüchtlinge profitierten vom Wirtschaftswunder, da Arbeitskräfte gebraucht wurden 1960er: Integration war weitgehend gelungen („Flüchtlingswunder“) - Integrationsproblematik konnte durch Hervorhebung der bisherigen Erfolge entschärft werden Dennoch hoch umstrittenes Thema - 2 Seiten: → Umsiedlung war ungerecht - Vorwurf, NS-Verbrechen zu verharmlosen Nachkriegsordnung muss so akzeptiert werden - Vorwurf, Leugner der Vertreibungen zu sein Flucht und Vertreibung am Ende des 2. Weltkriegs ✩ Alliierte Beschlüsse in den Kriegskonferenzen von Teheran und Jalta Grundlinien der Nachkriegsordnung wurden in Kriegskonferenzen von Teheran (November 1943) und Jalta (Februar 1945) festgelegt → von den ,,Großen Drei"; Roosevelt, Churchill, Stalin Westverschiebung Polens: Sowjetunion bekommt einen Teil Polen → Polen bekommt als Ausgleich die deutschen Ostprovinzen Pommern, Ostbrandenburg, Schlesien, südliches Ostpreußen Polnische Exilregierung opponierte dagegen, da es sich um polnisches Siedlungs- und Kulturland handele → polnische Bevölkerung war in Ostpolen aber vor dem Krieg in der Minderheit gewesen → Potsdamer Abkommen und Vertreibung der Deutschen im Osten Phase der wilden Vertreibungen: Deutsche Bevölkerung aus den damaligen Ostgebieten floh vor Roter Armee oder wurden von polnischer / russischer Seite zum Verlassen von Städte und Dörfern veranlasst - Potsdamer Konferenz bestätige territorialen Verschiebungen, aber beschließt, dass Vertreibungen ,,human und ordnungsgemäß“ erfolgen soll Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei Präsident der Tschechoslowakei erlässt zwei Dekrete (vor Potsdamer Konferenz): Aufweisungen und Enteignungen der sudeten-deutschen Bevölkerung → Abschiebung wird mit Münchner Abkommen begründet, denn friedliches Zusammenleben sei nicht mehr möglich Bis 1947: Enteignung und gewaltsame Ausweisung 3 Millionen Deutscher aus der Tschechoslowakei Die Volksdeutschen Volksdeutsche = Verbliebene Minderheiten in Südosteuropa Waren ebenfalls von Deportation und Ausweisung betroffen Vertreibung nicht-deutscher Bevölkerungsgruppen Millionen Polen mussten Ostpolen verlassen Weißrussen und Ukrainer mussten Polen verlassen - Ungarn und Tschechoslowakei führten „Bevölkerungsaustausch“ durch - Internationale Situation nach 45: Kalter Krieg 4. Merkmale des Ost-West-Konflikts → Der Ost-West-Konflikt Konflikt prägte Nachkriegszeit (1946 / 1947) und europäischen Wandel (1989/90) Konflikt lässt sich auf weltanschaulichen Systemgegensatz zurückführen → Unterschiede in Menschenbild, Demokratieverständnis, politisches System, Gesellschaftsstruktur, Wirtschaftsordnung, kulturelles Leben → Der ,,Kalte Krieg" Zentrales Mittel der machtpolitischen Auseinandersetzung: Aufrüstung mit Atomwaffen, die zu Rüstungswettlauf führte → führte zu atomaren Patt: Mit Einsatz der neuen Waffen kann der Gegner nicht zerstört werden, ohne sich selbst dabei zu zerstören atomares Patt war ausschlaggebende Grund dafür, dass Krieg kalt blieb 20 15 LO 5. Die Entwicklung des West-Ost-Konflikts ✩Wellenbewegung Konflikt war von Wellenbewegung geprägt: Schwanken zwischen scharfer Eskalation (Schwelle zum Einsatz atomarer Waffen) und Deeskalation (vertrauensbildende Maßnahmen) 5 Die Herausbildung des Ost-West-Gegensatzes (1944 - 1949) Systemgegensatz wurde bei der Frage der territorialen Neuordnung Europas deutlich → dadurch entstand Blockbildung in wirtschaftlichen, politischen und militärischen Bereichen, wodurch Grundstruktur des Kalten Krieges entstand Die Verschärfung des Ost-West-Gegensatzes zum „Kalten Krieg" (1949 - 1962) Nach Blockbildung Versuche, eigenen Einflussbereich auszudehnen und den Gegner zu destabilisieren USA betreibt keine Politik des ,,Containment" (= Eingrenzung) mehr, sondern „Roll-Back" (= tatsächlicher Zustand) → sowjetische Expansion aufhalten und zurückdrängen Sowjetunion will Westen erobern Pläne zur militärischen Eroberung Keine direkte militärische Konfrontation, sondern Propaganda und Unterstützung von Regimegegnern im jeweils anderen Lagern - Status quo wurde durch Gefahr des Atomkriegs respektiert → Beispiel: Aufstände in Osteuropa (DDR 1953, Polen und Ungarn 1956) wurden militärisch niedergeschlagen, ohne dass der Westen eingriff 10 1948: Berlin-Krise 1950-53: Koreakrieg 1947: Truman- Doktrin Marshall-Plan Region 1 Die ,,Fieberkurve" des Ost-West-Konflikts 1953: Tod Stalins 1961 Bau der Berliner Mauer 1956 Volksaufstand in Ungarn 1955: Genfer Gipfelkonferenz der Siegerm#chte 1963: Kubakrise 1963: Teststoppvertrag 1968: Prager Frühling 1968: Atomwaffensperr vertrag 0 1947 1948 1950-53 1953 1955 1956 1961 1963 1963 1968 1968 1979: NATO- Doppelbeschluss 1975: KSZE- Verhandlungen 1985: Beginn der Reformpolitik in der UdSSR 1975 1979 1985

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Tote (am meisten Tote im Vergleich zu anderen Ländern) Seit Sieg in Stalingrad machtpolitisches Sicherheitsbedürfnis und ideologischer Führungsanspruch → Deshalb Errichtung eines „Sicherheitsgürtels“, abhängige Staaten vor der sowjetischen Westgrenze Länder des Sicherheitsgürtels: Baltische Staaten, Ostpolen, Bessarabien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Polen, Tschechoslowakei, Jugoslawien, Albanien - Krieg wurde wegen Bekämpfung des Faschismus bzw. Kapitalismus geführt Annektierte Staaten wurden nach 2. WK in sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnungen umgewandelt Das Potsdamer Abkommen Potsdamer Konferenz (17. Juli - 2. August 1945): Kriegspolitik musste zum Abschluss gebracht und Neuordnung der Welt angefangen werden Vertreter: Truman (USA), Stalin (Sowjetunion), Großbritannien (Churchill bzw. Attlee) Nur vorläufige Regelungen (Konfliktregelung), festsetzende Regelungen bei einem Friedensvertrag Misstrauen zwischen West und Osten steigt durch Entscheidungen territorialer Nachkriegsordnung - Sowjetunion beginnt nach Westverschiebung Polens mit Vertreibung der polnischen Bevölkerung - Widerspruch der Atlantik Charta Hier festgehaltene „ordnungsgemäße und humane Umsiedlungen" legitimierten brutale Zwangsumsiedlungen und Vertreibung Deutscher aus Polen, Tschechoslowakei und Ungarn Aufteilung Deutschlands / Berlin in vier Besatzungszonen → Zonen sollen eigenständig verwaltet werden ,,Alliierter Kontrollrat“ soll für einheitliche Verwaltung Deutschlands sorgen Wesentliche Inhalte: Territoriale Entscheidungen für Europa Westverschiebung Polens unter dem Vorbehalt einer „endgültigen Festlegung der Westgrenze Polens" in einem Friedensvertrag - Umsiedlung von Bevölkerungsgruppen Überführung deutscher Bevölkerungsteile aus Polen, Tschechoslowakei und Ungarn in deutsche Besatzungszonen - Umgang mit dem besiegten Deutschland Besatzung und Verwaltung Aufteilung in Besatzungszonen → Errichtung eines „Alliierten Kontrollrats“ zur gemeinsamen Verwaltung von Deutschland Politische Grundsätze (Vier D) → Denazifizierung: Verbot aller NS- Organisationen, Bestrafung der Kriegsverbrecher, Umerziehung der Bevölkerung → Demilitarisierung: Auflösung aller militärischen Verbände, Beseitigung der Rüstungsindustrie → Demokratisierung: Schaffung der Grundlagen für einen Neubeginn politischen Lebens → Dezentralisierung: Politische Dezentralisierung, Aufteilung von Großunternehmen Situation Deutschlands in der unmittelbaren Nachkriegszeit 2. Ein zerstörtes Land → Hunger und Not Deutsche Bevölkerung litt unter Kälte, Hunger und Wohnungsnot → Grundnahrungsmittel und Kohle sehr knapp, Tauschgeschäfte → Parks und Freiflächen wurden in Gemüsebeete umgewandelt Großstädte durch Bombenangriffe fast vollständig zerstört ✩ Menschliche und gesellschaftliche Probleme Viele traumatisierte (Kriegsgefangenschaft, Verlust von Angehörigen) Bevölkerung bestand zu zwei Dritteln aus Frauen → Mythos Trümmerfrauen: Sie haben nach dem Krieg geholfen, die Stadt wiederaufzubauen → Glorifizierung, da es nicht so ausgeprägt war wie oft dargestellt ✩ Vergangenheitsbewältigung NS-Propaganda und Herrschaft hatte Bevölkerung dermaßen stark geprägt, dass sozialpsychologisches Problem vorliegt Ablegen des NS-Wertesystems und Aufbau eines Neuen 3. Flucht und Vertreibung → Bevölkerungsbewegungen in Europa 16 Millionen, überwiegend Deutsche, betroffen Konsequenzen von Flucht: → Ursachen und Formen 2 Gruppen von Migrationsströmen: › „displaced persons“ (Alliierte Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Überlebende aus KZs) → ,,Flucht und Vertreibung": - Flüchtlinge, die vor der Roten Armee / polnischen & tschechoslowakischen Verbänden westwärts geflohen sind - Vertriebene, die gegen Kriegsende Opfer von „wilden Vertreibungen" oder Potsdamer Abkommen waren Viele Tote → Vergewaltigungen und Misshandlungen → Lange Strecken Bevölkerungsverschiebungen waren eine Kontinuität und nicht nur direkt im / nach dem Krieg ✩ Integration 12 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene, weshalb die Integration eine Herausforderung war Wurden als Konkurrenten um Wohnraum und Nahrung wahrgenommen Integration verlief unterschiedlich in Ost- und Westdeutschland - Menschen verloren Heimat, gewohnten Bezüge und menschliche Bindungen Deutsche Kriegsgefangene wurden je nach Gefangenschaft gut / schlecht behandelt Integration in DDR - DDR sah die Umsiedlungen als gerechtfertigt an (wegen „antifaschistischer" Grundhaltung") - SED betrieb Politik für Umsiedler, erklärte Integration aber ab 1950 für erfolgreich abgeschlossen - Integration der BRD Westzone sah Umsiedlung als Unrecht, was wiedergutzumachen sei große Rolle in der Öffentlichkeit Bei Gründung BRD Integration großes Problem → Flüchtlinge trafen auf ansässige Bevölkerung, die sich selber in Notlage befand Bevölkerung irritiert von Dialekten, Essgewohnheiten, Religionszugehörigkeiten In vielen Orten Widerstand gegen weitere Vertriebene Um gefährliche Situation zu lösen Bündel von Maßnahmen: Bundesvertriebenengesetz 1953: Vertriebene erhalten Sonderstatus, der ihnen theoretisches Rückkehrrecht und rechtliche Gleichstellung mit ansässiger Bevölkerung garantierte Lastenausgleichsgesetz (LAG) 1952: Vermögensabgaben ansässiger Bevölkerung für finanziellen Ausgleich der Vertriebenen → bewirkte gewaltigen Umverteilungsprozess Flüchtlinge profitierten vom Wirtschaftswunder, da Arbeitskräfte gebraucht wurden 1960er: Integration war weitgehend gelungen („Flüchtlingswunder“) - Integrationsproblematik konnte durch Hervorhebung der bisherigen Erfolge entschärft werden Dennoch hoch umstrittenes Thema - 2 Seiten: → Umsiedlung war ungerecht - Vorwurf, NS-Verbrechen zu verharmlosen Nachkriegsordnung muss so akzeptiert werden - Vorwurf, Leugner der Vertreibungen zu sein Flucht und Vertreibung am Ende des 2. Weltkriegs ✩ Alliierte Beschlüsse in den Kriegskonferenzen von Teheran und Jalta Grundlinien der Nachkriegsordnung wurden in Kriegskonferenzen von Teheran (November 1943) und Jalta (Februar 1945) festgelegt → von den ,,Großen Drei"; Roosevelt, Churchill, Stalin Westverschiebung Polens: Sowjetunion bekommt einen Teil Polen → Polen bekommt als Ausgleich die deutschen Ostprovinzen Pommern, Ostbrandenburg, Schlesien, südliches Ostpreußen Polnische Exilregierung opponierte dagegen, da es sich um polnisches Siedlungs- und Kulturland handele → polnische Bevölkerung war in Ostpolen aber vor dem Krieg in der Minderheit gewesen → Potsdamer Abkommen und Vertreibung der Deutschen im Osten Phase der wilden Vertreibungen: Deutsche Bevölkerung aus den damaligen Ostgebieten floh vor Roter Armee oder wurden von polnischer / russischer Seite zum Verlassen von Städte und Dörfern veranlasst - Potsdamer Konferenz bestätige territorialen Verschiebungen, aber beschließt, dass Vertreibungen ,,human und ordnungsgemäß“ erfolgen soll Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei Präsident der Tschechoslowakei erlässt zwei Dekrete (vor Potsdamer Konferenz): Aufweisungen und Enteignungen der sudeten-deutschen Bevölkerung → Abschiebung wird mit Münchner Abkommen begründet, denn friedliches Zusammenleben sei nicht mehr möglich Bis 1947: Enteignung und gewaltsame Ausweisung 3 Millionen Deutscher aus der Tschechoslowakei Die Volksdeutschen Volksdeutsche = Verbliebene Minderheiten in Südosteuropa Waren ebenfalls von Deportation und Ausweisung betroffen Vertreibung nicht-deutscher Bevölkerungsgruppen Millionen Polen mussten Ostpolen verlassen Weißrussen und Ukrainer mussten Polen verlassen - Ungarn und Tschechoslowakei führten „Bevölkerungsaustausch“ durch - Internationale Situation nach 45: Kalter Krieg 4. Merkmale des Ost-West-Konflikts → Der Ost-West-Konflikt Konflikt prägte Nachkriegszeit (1946 / 1947) und europäischen Wandel (1989/90) Konflikt lässt sich auf weltanschaulichen Systemgegensatz zurückführen → Unterschiede in Menschenbild, Demokratieverständnis, politisches System, Gesellschaftsstruktur, Wirtschaftsordnung, kulturelles Leben → Der ,,Kalte Krieg" Zentrales Mittel der machtpolitischen Auseinandersetzung: Aufrüstung mit Atomwaffen, die zu Rüstungswettlauf führte → führte zu atomaren Patt: Mit Einsatz der neuen Waffen kann der Gegner nicht zerstört werden, ohne sich selbst dabei zu zerstören atomares Patt war ausschlaggebende Grund dafür, dass Krieg kalt blieb 20 15 LO 5. Die Entwicklung des West-Ost-Konflikts ✩Wellenbewegung Konflikt war von Wellenbewegung geprägt: Schwanken zwischen scharfer Eskalation (Schwelle zum Einsatz atomarer Waffen) und Deeskalation (vertrauensbildende Maßnahmen) 5 Die Herausbildung des Ost-West-Gegensatzes (1944 - 1949) Systemgegensatz wurde bei der Frage der territorialen Neuordnung Europas deutlich → dadurch entstand Blockbildung in wirtschaftlichen, politischen und militärischen Bereichen, wodurch Grundstruktur des Kalten Krieges entstand Die Verschärfung des Ost-West-Gegensatzes zum „Kalten Krieg" (1949 - 1962) Nach Blockbildung Versuche, eigenen Einflussbereich auszudehnen und den Gegner zu destabilisieren USA betreibt keine Politik des ,,Containment" (= Eingrenzung) mehr, sondern „Roll-Back" (= tatsächlicher Zustand) → sowjetische Expansion aufhalten und zurückdrängen Sowjetunion will Westen erobern Pläne zur militärischen Eroberung Keine direkte militärische Konfrontation, sondern Propaganda und Unterstützung von Regimegegnern im jeweils anderen Lagern - Status quo wurde durch Gefahr des Atomkriegs respektiert → Beispiel: Aufstände in Osteuropa (DDR 1953, Polen und Ungarn 1956) wurden militärisch niedergeschlagen, ohne dass der Westen eingriff 10 1948: Berlin-Krise 1950-53: Koreakrieg 1947: Truman- Doktrin Marshall-Plan Region 1 Die ,,Fieberkurve" des Ost-West-Konflikts 1953: Tod Stalins 1961 Bau der Berliner Mauer 1956 Volksaufstand in Ungarn 1955: Genfer Gipfelkonferenz der Siegerm#chte 1963: Kubakrise 1963: Teststoppvertrag 1968: Prager Frühling 1968: Atomwaffensperr vertrag 0 1947 1948 1950-53 1953 1955 1956 1961 1963 1963 1968 1968 1979: NATO- Doppelbeschluss 1975: KSZE- Verhandlungen 1985: Beginn der Reformpolitik in der UdSSR 1975 1979 1985