Die Geburt der Republik
Der Weg zur Weimarer Republik begann schon vor dem Ersten Weltkrieg mit dem Erstarken der SPD als Arbeiterpartei. Als Deutschland 1918 den Krieg zu verlieren drohte, hofften viele auf einen milden Frieden durch den 14-Punkte-Plan der USA.
Die Oktoberrevolution 1918 brachte erste Proteste von Arbeitern und Soldaten auf die Straße. Im November folgte die Novemberrevolution mit dem berühmten Matrosenaufstand - plötzlich wechselten sogar Polizei und Militär zu den Aufständischen über.
Am 9. November 1918 wurde gleich zweimal eine Republik ausgerufen: Philipp Scheidemann wollte eine demokratische, Karl Liebknecht eine sozialistische Republik. Diese Spaltung zwischen gemäßigten und radikalen Sozialisten sollte die gesamte Weimarer Zeit prägen.
Wichtig zu wissen: Der Waffenstillstand wurde von Zentrumspolitikern unterzeichnet, nicht vom Militär - das führte zur verhängnisvollen Dolchstoßlegende.



