Komposition in der Bildanalyse
Die Komposition ist ein zentrales Element der Bildanalyse Kunst und beschreibt die Anordnung der Teile eines Bildes sowie die Richtungen innerhalb des Bildraums. Sie ist ein wichtiges Gestaltungsmittel neben Farbe, Form und raumschaffenden Mitteln.
Grundbausteine der Komposition sind die Bildelemente, die in formale (abstrakte) und inhaltliche (gegenständliche) Elemente unterteilt werden können. Zu den formalen Elementen gehören Farben, Texturen und Formen, während inhaltliche Elemente Figuren, Objekte und Lichtgebung umfassen.
Definition: Kompositionsskizzen sind ein wichtiges Werkzeug in der Bildanalyse. Sie reduzieren die Darstellung auf das Wesentliche und machen zeichnerisch deutlich, was verbal schwer zu artikulieren ist.
Bei der Erstellung von Kompositionsskizzen sollten immer die Mittelsenkrechte und -waagerechte eingezeichnet und benannt werden. Jede Skizze behandelt ein spezifisches Themenfeld und sollte in Proportion und Format der Vorlage entsprechen.
Vocabulary:
- Statik: Bringt Ruhe ins Bild, wirkt geordnet und unbewegt.
- Dynamik: Bringt Bewegung ins Bild, wirkt ungeordnet und chaotisch.
Kompositionslinien und -elemente können statisch (z.B. senkrechte oder waagerechte Linien, Kreise, Ellipsen oder Dreiecke) oder dynamisch (z.B. Schrägen, Gegenschrägen oder dynamische Formen) sein. Diese Elemente dienen der Organisation der Bildfläche und tragen wesentlich zur Bildwirkung bei.
Example: In Friedrichs "Wanderer über dem Nebelmeer" könnte man eine zentrale vertikale Linie durch die Figur des Wanderers und eine horizontale Linie entlang des Horizonts identifizieren, die zusammen eine Kreuzkomposition bilden.





