Renaissance: Revolution der Perspektive
Die Renaissance brachte bahnbrechende Entwicklungen in der Landschaftsmalerei. Die Entdeckung der Zentral-, Farb- und Luftperspektive revolutionierte die Darstellung von Räumlichkeit und Tiefe in Gemälden.
Highlight: Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer schufen die ersten reinen Landschaftsdarstellungen in Form von Naturstudien, ohne religiöse Szenen oder menschliche Figuren.
Diese Künstler zeichneten und aquarellierten ihre Naturstudien erstmals ohne narrative Elemente. Obwohl sie die Landschaft nicht als eigenständiges Bildthema weiterentwickelten, finden sich in ihren Gemälden vergleichbare Landschaftsinformationen als Hintergründe von Porträts und Heiligenbildern.
Vocabulary: Sfumato: Eine von Leonardo da Vinci entwickelte Maltechnik, bei der die Konturen durch feine Farbübergänge aufgelöst werden.
In der italienischen Malerei wurde die Natur zum wichtigen Bestandteil eines Bildes, wobei menschliche Figuren stets einbezogen wurden. Im Norden Europas orientierten sich Künstler bevorzugt an der heimischen Landschaft und agierten unkonventioneller.
Example: Albrecht Dürer brachte von seiner Italienreise die ersten aquarellierten Porträtlandschaften der europäischen Malerei mit.
Albrecht Altdorfer schuf das erste autonome Landschaftsbild in Ölfarbe, obwohl sich die autonome Landschaftsmalerei erst 80-100 Jahre später allgemein durchsetzte.
Quote: "Das humanistische Welt- und Menschenbild setzt sich immer mehr durch und eröffnet einen neuen Blick auf die Schönheiten der Wirklichkeit."
Bedeutende Künstler der Renaissance waren:
- Frührenaissance : Piero della Francesca, Sandro Botticelli
- Hochrenaissance : Leonardo da Vinci, Michelangelo Buonarotti, Tiziano Vecellio, Raffael Santi, Albrecht Dürer, Hans Holbein
- Spätrenaissance : Jacopo Tintoretto, Pieter Brueghel









