Epikureismus II
Der Epikureismus unterscheidet zwischen zwei Arten von Lust:
- Die statische Lust, die als Schmerzfreiheit verstanden wird.
- Die dynamische Lust, die durch unmittelbare Sinnesempfindungen entsteht.
Ein wichtiges Konzept im Epikureismus sind die Begierden (cupiditates), die in drei Kategorien eingeteilt werden:
- Natürliche und notwendige Begierden: Diese sind leicht zu erfüllen.
- Natürliche, aber nicht notwendige Begierden: Auch diese sind relativ leicht zu befriedigen.
- Weder natürliche noch notwendige Begierden: Diese sind nie vollständig erfüllbar und werden als Luxus betrachtet.
Highlight: Epikur lehnt den Luxus, den er als "libidinosae voluptates" bezeichnet, entschieden ab. Nach seiner Lehre ist dieser nicht erstrebenswert und kann sogar hinderlich für ein glückliches Leben sein.
Definition: Epikureismus einfach erklärt: Eine Lebensphilosophie, die Lust als höchstes Gut betrachtet, aber dabei Mäßigung und Vernunft betont. Ziel ist ein zufriedenes Leben in Seelenruhe, frei von unnötigen Begierden und Ängsten.






































