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philemon und baucis

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 Rayk Flickinger 11
Latein Philemon und Baucis
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Rayk Flickinger 11 Latein Philemon und Baucis Gliederung: V. 618 - V. 626 Beschreibung der Umgebung V. 626 - V. 638 Die Götter stoßen auf verschlossene Türen. Nur das alte Ehepaar öffnet ihnen die Tür V. 638 - V. 651 Die Götter betreten das Haus und das alte Ehepaar bereitet das Essen zu V. 651-V. 672 Die Armut des Ehepaares wird beschrieben und der Hauptgang wird gegessen V. 674 - V. 678 Der Nachtisch wird serviert 1. V. 678 - V. 689 Die Götter offenbaren sich V. 689 - V. 692 Philemon und Baucis werden von den Göttern verschont V. 692 - V. 702 Das alte Ehepaar geht mit den Göttern zum Berg und die Hütte verwandelt sich in einen Tempel V. 702 - V. 707 Der Wunsch und die Belohnung des Ehepaares V. 707 - V. 720 Das Schicksal des Ehepaares V. 720-V. 724 Die Gedanken von Jupiter Übersetzung: Der Sohn des Saturnus sprach mit besänftigenden Mund: ,,Sprecht, ordentlicher Greis und Frau des rechtmäßig würdigen Gatten, was ihr wünscht!" Nach wenig Reden mit Baucis offenbarte Philemon das gemeinsame Urteil zum Obrigen: „Wir verlangen Priester zu sein und euer Heiligtum zu schützen, weil wir nun unsere Jahre in Eintracht ausführen. Die selbe Stunde soll uns zwei wegtragen, nicht soll ich jemals das Grab meiner Gattin sehen und ich soll nicht...

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von dieser begraben sein." Den Bitten folgt Erfüllung. Den Schutz des Tempels haben, solange das Leben gegeben ist. Von Jahr und Alter geschwächt standen sie vor der heiligen Stufe und zufällig am Schicksal des Ortes, wie sie erzählen würden. Baucis sah den Greis Philemon belaubt, Philemon Baucis belaubt. Schon wachsen über beider Gesichter Baumwipfel, sie wechselten miteinander Worte, solange es möglich war, „Leb wohl" und ,,Oh Gatte! (Oh Gattin!)" sie sprachen zugleich, zugleich verschwanden ihre Münder bedeckt mit Laubwerk. Bis jetzt zeigt es dort den thynesischen Bürgern von beider benachbarten Baumstämmen aus Menschen. 2. Philemon und Baucis sind arm (vgl. V. 633). Diese Armut akzeptieren jedoch beide und beschweren sich nicht (vgl. V. 634). Philemon und Baucis befehligen sich gegenseitig. Das bedeutet, dass beide sich respektieren und dem anderen auch vertrauen (vgl. V. 636). Als die Götter das Haus betraten, hat Baucis beide zum Ausruhen aufgefordert. Sie zeigt damit, dass sie überaus gastfreundlich ist (vgl. V. 638 f.). Baucis entfacht ein Feuer und stärkt es mit „ihrem altersschwachen Atem" (Z.40. aus der Übersetzung). Dies zeigt, dass Baucis vom Alter gezeichnet ist und ihr diese Tätigkeit schwerfällt (vgl. V. 643). Das alte Ehepaar kocht sogar für die Gäste (vgl. V. 647 f.). Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, unterhalten sie sich mit den Gästen (vgl. V. 651). All diese Taten zeugen von Gastfreundschaft und Respekt gegenüber den fremden Gästen. Das essen wurde so ordentlich, wie möglich zubereitet (vgl. V. 664-667). Baucis und Philemon sind sehr glücklich und schaffen es, dass keine ärmliche Atmosphäre entsteht. (vgl. V. 681 f.). Nachdem sie Zeugen der Götter wurden, bekommen beide Angst und wollen sofort ihre letzte Gans opfern (vgl. V. 685). Daraus lässt sich erschließen, dass sie sehr gottesfürchtig sind und die Götter sehr ehren. Der Wunsch von Philemon und Baucis lässt auf eine sehr tiefe Verbindung schließen. Sie wünschen sich, dass sie zur selben Zeit sterben (vgl. V. 708 f.). Daraus lässt sich schließen, dass beide niemals den Tod des anderen beweinen wollen und niemals Zeit ohne den jeweils anderen verbringen wollen. Beide wollen nicht ohne den anderen leben. Das bedeutet, dass beide sich sehr stark lieben. Die Götter sind gnädig zu dem alten Ehepaar. Die Götter wurden von ihnen verehrt und sind ihnen wohl gesonnen. Deswegen erfüllen sie den Wunsch. 3. Metamorphose (Verwandlung): Die Funktion der Verwandlung war, dass das alte Ehepaar für immer beieinander sein kann. Bäume trotzen den Naturgewalten und leben nahezu ewig. So wurde der Wunsch des Ehepaares erfüllt. Die Ursache für die Verwandlung war, dass Philemon und Baucis die zwei Götter gut behandelt und geehrt haben. Als Belohnung wurde ihnen ein Wunsch erfüllt. Sie wünschten sich zusammen zu sterben. Jupiter erfüllte diesen Wunsch und setzte die Verwandlung als Bonus drauf. Das alte Ehepaar war ja schon mit dem gemeinsamen Tod zufrieden. Das Wesen der Metamorphose ist, dass das alte Ehepaar zu Bäumen verwandelt wurden. Sie blieben sich ein Leben lang treu und wollten nicht ohne den jeweils anderen existieren. Die zwei Bäume stehen nun für immer zusammen. Das Zeil der Metamorphose war es, dass das Ehepaar niemals wieder getrennt ist. Es war eine zusätzliche Belohnung von Jupiter, weil die zwei so gastfreundlich und gottesfürchtig waren. Jupiter wollte vermutlich die Aufrichtigkeit und Treue zwischen den beiden belohnen. Vor der Verwandlung sind die Körper von beiden sehr alt und gebrechlich. Allerdings sind beide eng verbunden und führen eine glückliche Ehe. Das lässt sich an dem Wunsch, den sie an Jupiter abgeben, erkennen. Während der Verwandlung werden beide zeitgleich mit Laub bedeckt und verwandeln sich in Bäume. Während sie verwandelt werden, reden sie noch so lange, wie es möglich ist miteinander. Das zeigt mal wieder die enge Verbundenheit, die die beiden haben. Sie reden, bis sie nicht mehr können. Nach der Verwandlung sind nur noch 2 Bäume übrig. Die zwei Bäume stehen bis zum Ende beieinander. 4. Das Bild stammt von Peter Paul Rubens und trägt den Titel „Jupiter und Merkur bei Philemon und Baucis". Gemalt wurde das Bild ungefähr 1620. Zusehen ist eine alte und ärmliche Hütte. In der Mitte steht ein kleiner Tisch mit blauer Tischdecke. Auf dem Tisch steht ein Obstkorb mit verschiedenen Früchten darin. An dem Tisch sitzen 3 Personen. Ein alter Mann (vermutlich Philemon) und 2 junge und muskulöse Männer. Der vordere ist vermutlich Jupiter, weil er älter aussieht und der hintere ist vermutlich Merkur. Philemon unterhält sich mit Merkur. Vor Philemon jagt noch eine alte Frau (Baucis) eine Gans. Der Unterschied zu der originalen Metamorphose ist schnell zu sehen. Das Bild zeigt den Moment, nachdem die Götter sich offenbarten. Also den Moment nach dem Wunder. Gemeinsamkeiten sind, dass Baucis eine Gans jagt, um diese den Göttern zu opfern. Auch die Hütte sieht alt und ärmlich aus. Ebenfalls sind die handelnden Personen gut getroffen. Das alte Ehepaar sieht wirklich sehr alt aus und die Götter sehen aus, wie man sich die Götter vorgestellt hat. Ein Unterschied ist jedoch das Essen. Es fehlt der Hauptgang, den Baucis so aufwendig, wie möglich zubereitet hat. Falls dieser schon vorbei ist, dann weicht der Nachtisch auch vom Original ab. Es ist weder Honig, noch Äpfel oder Nüsse zu sehen. Der größte Unterschied ist jedoch das Verhalten von Philemon. Er wirkt nicht angsterfüllt. Er scheint gelassen mit Merkur zu reden. Im Original streckt er angsterfüllt die Hände zum Himmel. Falls er den Göttern gerade den Wunsch mitteilt, dann dürfte Baucis die Gans nicht jagen, weil Jupiter das zu diesem Zeitpunkt schon verboten hatte. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Bild optisch nah an das Original herankommt. Der eine zeitliche Fehler ist zwar sehr deutlich zu erkennen, aber ansonsten kann ich nicht zu viele Unterschiede feststellen. Hierbei war die künstlerische Freiheit größer, als die Wahrheit der Geschichte. Material 4 Philemon und Baucis (4) Ovid, Metamorphosen VIII, 703-720 Talia tum placido' Saturnius² edidit ore: ,Dicite, iuste senex et femina coniuge iusto 705 digna, quid optetis!' Cum Baucide³ pauca locutus iudicium superis aperit commune Philemonª: Esse sacerdotes delubraques vestra tueri poscimus, et quoniam concordes egimus annos, auferat hora duos.eadem, nec coniugis umquam 710 busta' meae videam neu sim tumulandus ab illa.' Vota fides¹0 sequitur: Templi tutela" fuere, donec¹2 vita data est. Annis aevoque¹³ soluti¹4 ante gradus¹5 sacros cum starent forte locique narrarent casus¹, frondere" Philemona Baucis, 715 Baucida conspexit senior¹8 frondere Philemon. lamque super geminos¹ crescente cacumine²⁰ vultus mutua, dum licuit, reddebant dicta²¹ ,vale' que ,o coniunx!' dixere simul, simul abdita²² texit ora frutex23: Ostendit adhuc Thyneïus²4 illic 720 incola²5 de gemino, vicinos26 corpore truncos". Ovid, Metamorphosen VIII, 721-724 Haec mihi non vani (neque erat, cur fallere vellent) narravere senes. Equidem pendentia vidi serta super ramos ponensque recentia dixi: Cura deum di sint, et, qui coluere, colantur.' Vokabelhilfen 1 placidus, a, um: sanft - 2 Säturnius, i m.: Sohn des Saturn; hier gemeint: luppiter 3 Baucis, cidis f. (griech. Akk. Baucida): Eigen- name 4 Philēmōn, onis m. (griech. Akk. Philemona): Eigenname 5 dēlubrum, in.: Tempel, Heiligtum 6 concors, dis: einträchtig, in Eintracht 7 bustum, i n.: Grab(stätte), Grabhügel 8 tumuläre: begraben 9 vötum, i n.: Wunsch, Bitte 10 fidës, ei f.: hier. Erfüllung - 11 tūtēla, ae f.: Schutz, Aufsicht, Hüter - 12 dönec: solange - 13 aevum, in.: hier. Alter 14 solūtus, a, um: hier: geschwächt - 15 gradus, us m.: Stufe 16 loci căsus (Pl.): Schicksal des Ortes, Geschichte des Ortes - 17 frondêre, eō: belaubt sein - 18 senior: hier = senex 19 geminus, a, um: zweifach, beide, doppelt - 20 cacumen, minis n.: Baumwipfel - 21 mutua dicta reddere: miteinander Worte wechseln - 22 abdere, ō, didi, ditum: verbergen; pass. verschwinden 23 frutex, ticis m.: Gesträuch, Laubwerk24 Thynëïus, a, um: thyneisch; Thynia ist die nördliche Landschaft von Bithy- nien, deshalb auch allg. bithynisch - 25 incola, ae m.: Einwohner, Bewohner - 26 vicinus, a, um: benachbart, nebeneinanderstehend 27 truncus, i m.: Baumstamm Übersetzung (721) Das haben mir glaubwürdige alte Männer erzählt es gab auch keinen Grund, weshalb sie mich hätten anlügen sollen. Ich selbst sah Blumengewinde von den Ästen herabhängen, und als ich ein neues dazuhängte, sagte ich: Als Lieblinge der Götter sollen sie selbst Götter sein. Und diejenigen, die verehrten, sollen verehrt werden."

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Sie zeigt damit, dass sie überaus gastfreundlich ist (vgl. V. 638 f.). Baucis entfacht ein Feuer und stärkt es mit „ihrem altersschwachen Atem" (Z.40. aus der Übersetzung). Dies zeigt, dass Baucis vom Alter gezeichnet ist und ihr diese Tätigkeit schwerfällt (vgl. V. 643). Das alte Ehepaar kocht sogar für die Gäste (vgl. V. 647 f.). Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, unterhalten sie sich mit den Gästen (vgl. V. 651). All diese Taten zeugen von Gastfreundschaft und Respekt gegenüber den fremden Gästen. Das essen wurde so ordentlich, wie möglich zubereitet (vgl. V. 664-667). Baucis und Philemon sind sehr glücklich und schaffen es, dass keine ärmliche Atmosphäre entsteht. (vgl. V. 681 f.). Nachdem sie Zeugen der Götter wurden, bekommen beide Angst und wollen sofort ihre letzte Gans opfern (vgl. V. 685). Daraus lässt sich erschließen, dass sie sehr gottesfürchtig sind und die Götter sehr ehren. Der Wunsch von Philemon und Baucis lässt auf eine sehr tiefe Verbindung schließen. Sie wünschen sich, dass sie zur selben Zeit sterben (vgl. V. 708 f.). Daraus lässt sich schließen, dass beide niemals den Tod des anderen beweinen wollen und niemals Zeit ohne den jeweils anderen verbringen wollen. Beide wollen nicht ohne den anderen leben. Das bedeutet, dass beide sich sehr stark lieben. Die Götter sind gnädig zu dem alten Ehepaar. Die Götter wurden von ihnen verehrt und sind ihnen wohl gesonnen. Deswegen erfüllen sie den Wunsch. 3. Metamorphose (Verwandlung): Die Funktion der Verwandlung war, dass das alte Ehepaar für immer beieinander sein kann. Bäume trotzen den Naturgewalten und leben nahezu ewig. So wurde der Wunsch des Ehepaares erfüllt. Die Ursache für die Verwandlung war, dass Philemon und Baucis die zwei Götter gut behandelt und geehrt haben. Als Belohnung wurde ihnen ein Wunsch erfüllt. Sie wünschten sich zusammen zu sterben. Jupiter erfüllte diesen Wunsch und setzte die Verwandlung als Bonus drauf. Das alte Ehepaar war ja schon mit dem gemeinsamen Tod zufrieden. Das Wesen der Metamorphose ist, dass das alte Ehepaar zu Bäumen verwandelt wurden. Sie blieben sich ein Leben lang treu und wollten nicht ohne den jeweils anderen existieren. Die zwei Bäume stehen nun für immer zusammen. Das Zeil der Metamorphose war es, dass das Ehepaar niemals wieder getrennt ist. Es war eine zusätzliche Belohnung von Jupiter, weil die zwei so gastfreundlich und gottesfürchtig waren. Jupiter wollte vermutlich die Aufrichtigkeit und Treue zwischen den beiden belohnen. Vor der Verwandlung sind die Körper von beiden sehr alt und gebrechlich. Allerdings sind beide eng verbunden und führen eine glückliche Ehe. Das lässt sich an dem Wunsch, den sie an Jupiter abgeben, erkennen. Während der Verwandlung werden beide zeitgleich mit Laub bedeckt und verwandeln sich in Bäume. Während sie verwandelt werden, reden sie noch so lange, wie es möglich ist miteinander. Das zeigt mal wieder die enge Verbundenheit, die die beiden haben. Sie reden, bis sie nicht mehr können. Nach der Verwandlung sind nur noch 2 Bäume übrig. Die zwei Bäume stehen bis zum Ende beieinander. 4. Das Bild stammt von Peter Paul Rubens und trägt den Titel „Jupiter und Merkur bei Philemon und Baucis". Gemalt wurde das Bild ungefähr 1620. Zusehen ist eine alte und ärmliche Hütte. In der Mitte steht ein kleiner Tisch mit blauer Tischdecke. Auf dem Tisch steht ein Obstkorb mit verschiedenen Früchten darin. An dem Tisch sitzen 3 Personen. Ein alter Mann (vermutlich Philemon) und 2 junge und muskulöse Männer. Der vordere ist vermutlich Jupiter, weil er älter aussieht und der hintere ist vermutlich Merkur. Philemon unterhält sich mit Merkur. Vor Philemon jagt noch eine alte Frau (Baucis) eine Gans. Der Unterschied zu der originalen Metamorphose ist schnell zu sehen. Das Bild zeigt den Moment, nachdem die Götter sich offenbarten. Also den Moment nach dem Wunder. Gemeinsamkeiten sind, dass Baucis eine Gans jagt, um diese den Göttern zu opfern. Auch die Hütte sieht alt und ärmlich aus. Ebenfalls sind die handelnden Personen gut getroffen. Das alte Ehepaar sieht wirklich sehr alt aus und die Götter sehen aus, wie man sich die Götter vorgestellt hat. Ein Unterschied ist jedoch das Essen. Es fehlt der Hauptgang, den Baucis so aufwendig, wie möglich zubereitet hat. Falls dieser schon vorbei ist, dann weicht der Nachtisch auch vom Original ab. Es ist weder Honig, noch Äpfel oder Nüsse zu sehen. Der größte Unterschied ist jedoch das Verhalten von Philemon. Er wirkt nicht angsterfüllt. Er scheint gelassen mit Merkur zu reden. Im Original streckt er angsterfüllt die Hände zum Himmel. Falls er den Göttern gerade den Wunsch mitteilt, dann dürfte Baucis die Gans nicht jagen, weil Jupiter das zu diesem Zeitpunkt schon verboten hatte. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Bild optisch nah an das Original herankommt. Der eine zeitliche Fehler ist zwar sehr deutlich zu erkennen, aber ansonsten kann ich nicht zu viele Unterschiede feststellen. Hierbei war die künstlerische Freiheit größer, als die Wahrheit der Geschichte. Material 4 Philemon und Baucis (4) Ovid, Metamorphosen VIII, 703-720 Talia tum placido' Saturnius² edidit ore: ,Dicite, iuste senex et femina coniuge iusto 705 digna, quid optetis!' Cum Baucide³ pauca locutus iudicium superis aperit commune Philemonª: Esse sacerdotes delubraques vestra tueri poscimus, et quoniam concordes egimus annos, auferat hora duos.eadem, nec coniugis umquam 710 busta' meae videam neu sim tumulandus ab illa.' Vota fides¹0 sequitur: Templi tutela" fuere, donec¹2 vita data est. Annis aevoque¹³ soluti¹4 ante gradus¹5 sacros cum starent forte locique narrarent casus¹, frondere" Philemona Baucis, 715 Baucida conspexit senior¹8 frondere Philemon. lamque super geminos¹ crescente cacumine²⁰ vultus mutua, dum licuit, reddebant dicta²¹ ,vale' que ,o coniunx!' dixere simul, simul abdita²² texit ora frutex23: Ostendit adhuc Thyneïus²4 illic 720 incola²5 de gemino, vicinos26 corpore truncos". Ovid, Metamorphosen VIII, 721-724 Haec mihi non vani (neque erat, cur fallere vellent) narravere senes. Equidem pendentia vidi serta super ramos ponensque recentia dixi: Cura deum di sint, et, qui coluere, colantur.' Vokabelhilfen 1 placidus, a, um: sanft - 2 Säturnius, i m.: Sohn des Saturn; hier gemeint: luppiter 3 Baucis, cidis f. (griech. Akk. Baucida): Eigen- name 4 Philēmōn, onis m. (griech. Akk. Philemona): Eigenname 5 dēlubrum, in.: Tempel, Heiligtum 6 concors, dis: einträchtig, in Eintracht 7 bustum, i n.: Grab(stätte), Grabhügel 8 tumuläre: begraben 9 vötum, i n.: Wunsch, Bitte 10 fidës, ei f.: hier. Erfüllung - 11 tūtēla, ae f.: Schutz, Aufsicht, Hüter - 12 dönec: solange - 13 aevum, in.: hier. Alter 14 solūtus, a, um: hier: geschwächt - 15 gradus, us m.: Stufe 16 loci căsus (Pl.): Schicksal des Ortes, Geschichte des Ortes - 17 frondêre, eō: belaubt sein - 18 senior: hier = senex 19 geminus, a, um: zweifach, beide, doppelt - 20 cacumen, minis n.: Baumwipfel - 21 mutua dicta reddere: miteinander Worte wechseln - 22 abdere, ō, didi, ditum: verbergen; pass. verschwinden 23 frutex, ticis m.: Gesträuch, Laubwerk24 Thynëïus, a, um: thyneisch; Thynia ist die nördliche Landschaft von Bithy- nien, deshalb auch allg. bithynisch - 25 incola, ae m.: Einwohner, Bewohner - 26 vicinus, a, um: benachbart, nebeneinanderstehend 27 truncus, i m.: Baumstamm Übersetzung (721) Das haben mir glaubwürdige alte Männer erzählt es gab auch keinen Grund, weshalb sie mich hätten anlügen sollen. Ich selbst sah Blumengewinde von den Ästen herabhängen, und als ich ein neues dazuhängte, sagte ich: Als Lieblinge der Götter sollen sie selbst Götter sein. Und diejenigen, die verehrten, sollen verehrt werden."