Themen, Techniken und künstlerische Strategien
Horns Kunst dreht sich komplett um den menschlichen Körper und seine Beziehung zu Raum und Zeit. Sie arbeitet mit Körperextensionen - Objekten, die den Körper erweitern oder einschränken, wie Masken, Fesseln oder spitze Stäbe. Diese symbolisieren oft das Gefühl des Gefangenseins aus ihrer Krankenhauszeit.
Ihre Installationen und Performances sind multisensorische Erlebnisse. Anders als bei einem Gemälde, wo du nur eine Perspektive hast, bist du bei ihren Werken mittendrin und erlebst sie aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie verwendet kinetische Objekte - Skulpturen, die sich bewegen - und kombiniert diese mit Filmen und poetischen Texten.
Die Materialien reichen von Federn und Eiern (Symbol für Leben) bis hin zu Krankenhaus-Gegenständen und Musikinstrumenten. Ihre Symbolsprache ist bewusst mehrdeutig: Ein Klavier kann für Tod stehen, Federn für Leichtigkeit oder Verletzlichkeit.
Als Zeitzeugin der Nachkriegszeit verarbeitet sie auch historische Themen wie die Judenvertreibung und den Kampf um Frauenrechte. Ihre Kunst will Grenzen überschreiten und dich emotional berühren.
Wichtig: Horn gehört zur Body Art - der Körper ist gleichzeitig Kunstmedium und Kunstobjekt.