Physik /

Atombomen

Atombomen

 Atombomben
Wer hat die Atombombe erfunden?
Er gilt als der Vater der Atombombe: Julius Robert Oppenheimer. Der US-amerikanische
Physiker le

Atombomen

user profile picture

Studentenfutter

218 Followers

Teilen

Speichern

43

 

8/9/10

Lernzettel

Eine kurze Zusammenfassung der Atombombe und die Geschichte dahinter

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Atombomben Wer hat die Atombombe erfunden? Er gilt als der Vater der Atombombe: Julius Robert Oppenheimer. Der US-amerikanische Physiker leitet ab 1942 das so genannte Manhattan-Projekt. Dabei entwickelt er mit tausenden Mitarbeitern die ersten US-amerikanischen Kernwaffen. Ein Wettlauf mit der Zeit, denn die USA befürchteten, dass Hitler-Deutschland ebenfalls kurz vor der Fertigstellung der Atombombe steht. Was das US-Militär nicht weiß: Die deutschen Wissenschaftler um Werner Heisenberg sind längst nicht so weit. Die USA sind schneller. Am 16. Juli 1945 wird "Trinity" in der Wüste New Mexicos gezündet: die erste Atombombe. Sie hat eine Sprengkraft von 21.000 Tonnen. Zum Vergleich: Die damals stärkste konventionelle Bombe der US-Armee erreichte gerade mal elf Tonnen Sprengkraft. Oppenheimer hadert zeitlebens mit seinem Gewissen. Bezogen auf diese erste Atombombenzündung zitiert Oppenheimer später verbittert einen Satz aus der Bhagavadgita, einer heiligen Schrift der Hindus: "Jetzt bin ich der Tod geworden, Zerstörer der Welten." Wie funktioniert eine Atombombe? Um Atombomben zur Explosion zu bringen, also den Kernspaltungsprozess in Gang zu setzen, wurden mehrere verschiedene Systeme entwickelt. Gun-Design: Das einfachste Prinzip besteht darin, mit einer konventionellen Sprengladung einen für sich allein unterkritischen Kernsprengstoffkörper auf einen zweiten, ebenfalls unterkritischen zu schießen, um die beiden Teile zu einer überkritischen Masse zusammenzufügen. Es werden entweder zwei Halbkugeln aus spaltbarem Material mit zwei Sprengstoffkapseln aufeinander geschossen oder ein zylinderförmiger Körper aus spaltbarem Material wird auf eine...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

Kugel mit einem entsprechenden Loch geschossen. Ein solcher Aufbau einer Atombombe wird Gun-Design genannt. Die von den USA am 6. August 1945 auf Hiroshima abgeworfene Atombombe Little Boy war nach diesem System gebaut und hatte eine Sprengkraft von 13 Kilotonnen TNT. Implosion: Eine weitere Methode ist die Implosion, bei der das spaltbare Material als Hohlkugel vorliegt. Diese ist von einer Schicht Sprengstoff umgeben, der bei der Explosion durch eine Anzahl elektrischer Zünder so gezündet wird, dass die entstehende Druckwelle das Spaltmaterial im Zentrum zusammendrückt. Durch diese Implosion erhöht sich dessen Dichte, ein überkritischer Zustand entsteht. Sowohl bei der Testbombe von Alamogordo als auch bei der am 9. August 1945 auf Nagasaki abgeworfenen Atombombe handelte es sich um Implosionsbomben. Diese hatten eine Sprengkraft von 20 Kilotonnen TNT. Atombomben heute: Zusammen haben alle Staaten heute ca. 13.865 Atomsprengköpfe; Mitte der 1980er Jahre waren es etwa 70.000. Das ist genug, um die Menschheit mehrfach zu vernichten (sog. Overkill). Weltweit, teilweise auch in den USA selbst, wird der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung als unmoralisch und ethisch nicht verantwortbar verurteilt. Die Entwicklung der Atombombe wird heute von vielen als das dunkelste Kapitel der Technik- und Wissenschaftsgeschichte angesehen, und die Atombombe ist zu einem Inbegriff des „Fluches der Technik" geworden. Die Weiterverbreitung von Kernwaffen zu verhindern, gilt als eine große Herausforderung für die internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert. Seit dem ersten Kernwaffeneinsatz wurde angesichts der katastrophalen humanitären Folgen und der Gefahr, die Kernwaffen und insbesondere ein Atomkrieg für die Menschheit darstellen, vielfach ihre komplette Abrüstung gefordert. Einige internationale Verträge haben zu Einschränkungen und Reduktionen der Kernwaffenarsenale (Rüstungskontrolle) und zu atomwaffenfreien Zonen geführt.

Physik /

Atombomen

user profile picture

Studentenfutter  

Follow

218 Followers

 Atombomben
Wer hat die Atombombe erfunden?
Er gilt als der Vater der Atombombe: Julius Robert Oppenheimer. Der US-amerikanische
Physiker le

App öffnen

Eine kurze Zusammenfassung der Atombombe und die Geschichte dahinter

Ähnliche Knows

user profile picture

Atombomben

Know Atombomben thumbnail

218

 

11/10

C

26

Atombombenabwurf auf Nagasaki und Hiroshima

Know Atombombenabwurf auf Nagasaki und Hiroshima thumbnail

123

 

9

user profile picture

Die Atombombe

Know Die Atombombe  thumbnail

45

 

11/12/10

user profile picture

15

die Atombombemexplosion von hiroshima und Nagasaki

Know die Atombombemexplosion von hiroshima und Nagasaki  thumbnail

7

 

11

Atombomben Wer hat die Atombombe erfunden? Er gilt als der Vater der Atombombe: Julius Robert Oppenheimer. Der US-amerikanische Physiker leitet ab 1942 das so genannte Manhattan-Projekt. Dabei entwickelt er mit tausenden Mitarbeitern die ersten US-amerikanischen Kernwaffen. Ein Wettlauf mit der Zeit, denn die USA befürchteten, dass Hitler-Deutschland ebenfalls kurz vor der Fertigstellung der Atombombe steht. Was das US-Militär nicht weiß: Die deutschen Wissenschaftler um Werner Heisenberg sind längst nicht so weit. Die USA sind schneller. Am 16. Juli 1945 wird "Trinity" in der Wüste New Mexicos gezündet: die erste Atombombe. Sie hat eine Sprengkraft von 21.000 Tonnen. Zum Vergleich: Die damals stärkste konventionelle Bombe der US-Armee erreichte gerade mal elf Tonnen Sprengkraft. Oppenheimer hadert zeitlebens mit seinem Gewissen. Bezogen auf diese erste Atombombenzündung zitiert Oppenheimer später verbittert einen Satz aus der Bhagavadgita, einer heiligen Schrift der Hindus: "Jetzt bin ich der Tod geworden, Zerstörer der Welten." Wie funktioniert eine Atombombe? Um Atombomben zur Explosion zu bringen, also den Kernspaltungsprozess in Gang zu setzen, wurden mehrere verschiedene Systeme entwickelt. Gun-Design: Das einfachste Prinzip besteht darin, mit einer konventionellen Sprengladung einen für sich allein unterkritischen Kernsprengstoffkörper auf einen zweiten, ebenfalls unterkritischen zu schießen, um die beiden Teile zu einer überkritischen Masse zusammenzufügen. Es werden entweder zwei Halbkugeln aus spaltbarem Material mit zwei Sprengstoffkapseln aufeinander geschossen oder ein zylinderförmiger Körper aus spaltbarem Material wird auf eine...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

Kugel mit einem entsprechenden Loch geschossen. Ein solcher Aufbau einer Atombombe wird Gun-Design genannt. Die von den USA am 6. August 1945 auf Hiroshima abgeworfene Atombombe Little Boy war nach diesem System gebaut und hatte eine Sprengkraft von 13 Kilotonnen TNT. Implosion: Eine weitere Methode ist die Implosion, bei der das spaltbare Material als Hohlkugel vorliegt. Diese ist von einer Schicht Sprengstoff umgeben, der bei der Explosion durch eine Anzahl elektrischer Zünder so gezündet wird, dass die entstehende Druckwelle das Spaltmaterial im Zentrum zusammendrückt. Durch diese Implosion erhöht sich dessen Dichte, ein überkritischer Zustand entsteht. Sowohl bei der Testbombe von Alamogordo als auch bei der am 9. August 1945 auf Nagasaki abgeworfenen Atombombe handelte es sich um Implosionsbomben. Diese hatten eine Sprengkraft von 20 Kilotonnen TNT. Atombomben heute: Zusammen haben alle Staaten heute ca. 13.865 Atomsprengköpfe; Mitte der 1980er Jahre waren es etwa 70.000. Das ist genug, um die Menschheit mehrfach zu vernichten (sog. Overkill). Weltweit, teilweise auch in den USA selbst, wird der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung als unmoralisch und ethisch nicht verantwortbar verurteilt. Die Entwicklung der Atombombe wird heute von vielen als das dunkelste Kapitel der Technik- und Wissenschaftsgeschichte angesehen, und die Atombombe ist zu einem Inbegriff des „Fluches der Technik" geworden. Die Weiterverbreitung von Kernwaffen zu verhindern, gilt als eine große Herausforderung für die internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert. Seit dem ersten Kernwaffeneinsatz wurde angesichts der katastrophalen humanitären Folgen und der Gefahr, die Kernwaffen und insbesondere ein Atomkrieg für die Menschheit darstellen, vielfach ihre komplette Abrüstung gefordert. Einige internationale Verträge haben zu Einschränkungen und Reduktionen der Kernwaffenarsenale (Rüstungskontrolle) und zu atomwaffenfreien Zonen geführt.