Passungssysteme und Passungsarten
Passungssysteme dienen dazu, eines der beiden zusammenpassenden Werkstücke möglichst einheitlich zu fertigen und die notwendigen Toleranzen auf das andere Werkstück zu verlegen. Es gibt zwei Hauptsysteme:
- Einheitswelle: Wird weniger häufig verwendet. Wellen können einfach auf das gewünschte Maß abgedreht werden.
- Einheitsbohrung: Wird am häufigsten verwendet, da verschiedene Bohrungen nur mit Aufwand produziert werden können (für jede Bohrung wird eine spezielle Reibahle benötigt).
Definition: Das Passungssystem Einheitsbohrung ist in der Industrie weit verbreitet, da es die Fertigung standardisiert und den Austausch von Teilen erleichtert.
Es gibt drei Hauptarten von Passungen:
- Spielpassung: Die Welle weist immer Spiel zur Bohrung auf. Es gilt: GUB > Gow
- Übergangspassung: Je nach Fertigung ist entweder eine Spiel- oder Übermaßpassung möglich. Es gilt: GUB < Gow und GOB > Guw
- Übermaßpassung: Die Welle ist immer größer als die Bohrung und muss mit Kraft montiert werden. Es gilt: GoB < Guw
Highlight: Bei der Übermaßpassung besteht die Gefahr von Beschädigungen während der Montage.
Das größte Passmaß (PH = GoB - Guw) beschreibt den größtmöglichen Abstand zwischen Bohrung und Welle, während das kleinste Passmaß (PM = GUB - Gow) den kleinstmöglichen Abstand angibt.
Example: Bei einer Spielpassung könnte eine Welle mit einem Durchmesser von 49,98 mm problemlos in eine Bohrung mit 50,02 mm Durchmesser eingeführt werden, da ein Spiel von 0,04 mm vorhanden ist.
Abschließend wird erwähnt, dass die Hauptnutzungszeit die Dauer eines spezifischen Arbeitsschrittes in der Fertigung beschreibt. Diese Information ist wichtig für die Planung und Optimierung von Fertigungsprozessen.



























