Grundlagen des Pflegeprozesses
Der Pflegeprozess ist euer Werkzeugkasten für systematische Patientenbetreuung. Er besteht aus sechs klaren Schritten: Informationssammlung, Problemerkennung, Zielplanung, Maßnahmenplanung, Durchführung und Evaluation.
Das Ganze funktioniert nach den W-Fragen: Welche Infos liegen vor? Was ist das Problem? Was hilft? Was ist das Ziel? Was wird gemacht? Wie überprüft ihr das Ziel? Diese Fragen sind euer roter Faden.
Bei der Informationssammlung unterscheidet ihr verschiedene Datentypen. Subjektive Daten kommen direkt vom Patienten ("Mir tut alles weh"), objektive Daten könnt ihr messen (Größe, Gewicht). Biografische Daten geben Kontext (Alter, Wohnsituation), während indirekte Daten aus Dokumenten stammen.
Merktipp: Die drei Therapieziele kurativ=Heilung,rehabilitativ=Selbststa¨ndigkeitwiederherstellen,palliativ=Leidenlindern bestimmen euren ganzen Pflegeprozess!
Das Erstgespräch läuft in drei Phasen ab: Orientierung (Kennenlernen), Arbeitsphase (Probleme sammeln) und Schlussphase (Zusammenfassung). Rechtlich seid ihr durch das Pflegeberufsgesetz abgesichert - bestimmte Aufgaben sind nur für Pflegefachpersonen vorbehalten.