Descartes' Meditationen und der Dualismus
Descartes setzt seinen Zweifel in den Meditationen fort. In der zweiten Meditation findet er im Denken selbst das gesuchte Fundament. Selbst wenn ein "listiger Geist" oder "Gott" uns täuschen würde, müsste es ein denkendes Ich geben, das getäuscht wird.
In der dritten Meditation untersucht Descartes die Natur des Ichs und entwickelt seinen berühmten Dualismus zwischen Geist (res cogitans) und Körper (res extensa).
Definition: Res cogitans (denkende Substanz) bezeichnet bei Descartes den Geist oder die Seele, die nicht räumlich oder materiell ist.
Definition: Res extensa (ausgedehnte Substanz) bezieht sich auf den Körper und die materielle Welt, die räumlich und zeitlich sind.
Dieser Dualismus führt zum sogenannten Leib-Seele-Problem: Wie können Geist und Körper interagieren, wenn sie grundsätzlich verschiedener Natur sind?
Highlight: Descartes' Dualismus zwischen Geist und Körper prägt die philosophische Diskussion bis heute.
Descartes unterscheidet auch zwischen angeborenen Ideen, selbst gebildeten Ideen und von außen kommenden Ideen. Diese Unterscheidung ist wichtig für sein Verständnis von Erkenntnis und Wissen.
Beispiel: Die Idee eines Einhorns ist laut Descartes selbst gebildet, indem man die Ideen von Pferd und Horn kombiniert.


































