Philosophie /

Strafe

Strafe

 ,,Strafe"
in der
Philosophie
Aljosha Kamp / 11. Schuljahr Inhalt
Definition von Strafe..
Geschichtlicher Hintergrund
Straftheorien ........

Strafe

user profile picture

A. K.

93 Followers

Teilen

Speichern

57

 

11/12/10

Präsentation

Referat über das Thema Strafe, Theorien, Definition, Auswirkungen... (Philosophie)

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

,,Strafe" in der Philosophie Aljosha Kamp / 11. Schuljahr Inhalt Definition von Strafe.. Geschichtlicher Hintergrund Straftheorien ........ Entstandene Fragen Quellenangaben ..... 2 3 6 .8 9 Definition von Strafe Strafe ist die Sanktion eines Fehlverhaltens durch eine dazu autorisierte Instanz. Dies können Lehrer, Eltern, Polizisten, Richter o.ä. sein. Die Strafe erfolgt nach einem festgelegten Strafmaß. Sie dient nicht der persönlichen Rache. Staatliche Strafen dürfen nur von beauftragten Vertretern des Staates ausgeübt werden. Der demokratische Rechtsstaat ängt seine Strafen nach Gesetzen und somit nach den Regeln, die sich das Staatsvolk selbst gegeben hat. Die Sanktionen, die unser heutiges Strafrecht ausmachen, sind im Strafgesetzbuch (StGB) zusammengefasst. 3 Geschichtlicher Hintergrund In früheren Zeiten soll die Strafe sich aus der Rache entwickelt haben. Es wurde als menschlich angesehen, wenn jemand für erlittenes Unrecht Vergeltung üben wollte. Schon Platon räumte Opfern von Verbrechen ein, durch Rache Genugtuung zu erfahren. Als vernünftig wurde es jedoch nicht angesehen. Im frühen Mittelalter sollte durch Gesetze und Strafen vor allem die Blutrache unterbunden werden. Zum Beispiel waren es die Germanen gewöhnt, sich selbst das zu nehmen, das ihnen ihrer Meinung nach zustand und sich an allen zu rächen, die ihnen etwas angetan hatten. Durch staatliche Rechtsprechung sollte die Gesellschaft stabilisiert und die Herrschaft gestärkt werden. Um das Jahr 600 sahen die Strafen im Frankenreich beispielsweise folgendermaßen aus: Ein Mord konnte auf verschiedene Arten gesühnt werden; entweder durch Blutrache, durch Zahlung eines Wergeldes...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

oder durch öffentliche Hinrichtung. Hierbei kam es auf den Stand des Täters an. Es wurde unterschieden zwischen Bußen für Freie und Strafen für Unfreie. So konnte es sein, dass ein freier Mensch für einen Diebstahl nur eine Bußzahlung leisten musste, während ein Unfreier eine Prügelstrafe bekam. Es galt also immer noch das Prinzip der Sühne, auch wenn dies eher nach Regeln ablief, erst ab dem elften Jahrhundert entwickelte sich daraus die Strafe. Die Geldbuße oder ähnliches als Schadensersatz für die Opfer oder die Erben eines Ermordeten verschwand allmählich, stattdessen stand die Bestrafung des Täters im Vordergrund. Ab dem 12. Jahrhundert kam die Todesstrafe im Rechtswesen vor. Dabei galt das Hängen als unehrliche Todesstrafe, im Gegensatz zur Hinrichtung mit dem Schwert. Es war aber für die freien Bürger mer noch möglich, Vergehen mit einer Geldbuße zu sühnen, wenn alle Beteiligten einverstanden waren. Körperliche Strafen und Todesstrafen waren noch keine allgemeingültigen Prinzipien und es gab im mittelalterlichen Recht noch keine festgelegten Strafnormen, die in jedem Fall galten. Außerdem gab es die Möglichkeit der Begnadigung. Ein allgemeingültiges Strafsystem gab es auch im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit noch nicht, jedoch kommunizierten die Städte miteinander, um ihre Rechtspflege wenigstens anzugleichen. Im 14. Jahrhundert kam die Folter als Mittel zur Wahrheitsfindung auf und wurde in die Strafverfahren integriert. Außerdem entstand die sogenannte Offizialklage, dies bedeutet, dass auch Taten als strafwürdig empfunden wurden, für die es eigentlich keinen Kläger gab. Die verbreitetste Strafe war (wie auch heute) die Geldbuße. Dies war auch die Einnahmequelle für Gerichtsherren, Richter oder andere Amtleute. Als Körperstrafen gab es die Prügelstrafe, die, wie schon erwähnt, meist für arme oder unfreie Menschen genutzt wurde. Weitere körperliche Strafen waren das Abschneiden von Körperteilen (z.B. Ohren oder Hand), die Blendung oder die Brandmarkung. Todesstrafen wurden durch Hängen oder Enthaupten durchgeführt. Hinrichtungen fanden in der Öffentlichkeit statt. Sie sollten jedoch nicht der Abschreckung dienen, sondern beweisen, dass diese Hinrichtungen rechtmäßig waren, also nicht ,,versteckt" werden mussten. 4 Gefängnisstrafen waren eher selten, die Gefängnisse dienten hauptsächlich zur Untersuchungshaft und zur Verwahrung der Gefangenen bis zur Hinrichtung. Im 18. Und 19. Jahrhundert veränderte sich die Sichtweise stark, statt körperlichen Strafen wurden Haftstrafen immer üblicher. Strafen sollten nicht mehr Unrecht vergelten, sondern abschreckend wirken. 5

Philosophie /

Strafe

user profile picture

A. K.  

Follow

93 Followers

 ,,Strafe"
in der
Philosophie
Aljosha Kamp / 11. Schuljahr Inhalt
Definition von Strafe..
Geschichtlicher Hintergrund
Straftheorien ........

App öffnen

Referat über das Thema Strafe, Theorien, Definition, Auswirkungen... (Philosophie)

Ähnliche Knows

user profile picture

32

Todesstrafe Ethik

Know Todesstrafe Ethik thumbnail

87

 

10

user profile picture

2

Die Todesstrafe-Albert Camus

Know Die Todesstrafe-Albert Camus thumbnail

10

 

11/10

user profile picture

44

Todesstrafe (Präsentation)

Know Todesstrafe (Präsentation) thumbnail

4

 

9

user profile picture

Todesstrafe

Know Todesstrafe thumbnail

59

 

10

,,Strafe" in der Philosophie Aljosha Kamp / 11. Schuljahr Inhalt Definition von Strafe.. Geschichtlicher Hintergrund Straftheorien ........ Entstandene Fragen Quellenangaben ..... 2 3 6 .8 9 Definition von Strafe Strafe ist die Sanktion eines Fehlverhaltens durch eine dazu autorisierte Instanz. Dies können Lehrer, Eltern, Polizisten, Richter o.ä. sein. Die Strafe erfolgt nach einem festgelegten Strafmaß. Sie dient nicht der persönlichen Rache. Staatliche Strafen dürfen nur von beauftragten Vertretern des Staates ausgeübt werden. Der demokratische Rechtsstaat ängt seine Strafen nach Gesetzen und somit nach den Regeln, die sich das Staatsvolk selbst gegeben hat. Die Sanktionen, die unser heutiges Strafrecht ausmachen, sind im Strafgesetzbuch (StGB) zusammengefasst. 3 Geschichtlicher Hintergrund In früheren Zeiten soll die Strafe sich aus der Rache entwickelt haben. Es wurde als menschlich angesehen, wenn jemand für erlittenes Unrecht Vergeltung üben wollte. Schon Platon räumte Opfern von Verbrechen ein, durch Rache Genugtuung zu erfahren. Als vernünftig wurde es jedoch nicht angesehen. Im frühen Mittelalter sollte durch Gesetze und Strafen vor allem die Blutrache unterbunden werden. Zum Beispiel waren es die Germanen gewöhnt, sich selbst das zu nehmen, das ihnen ihrer Meinung nach zustand und sich an allen zu rächen, die ihnen etwas angetan hatten. Durch staatliche Rechtsprechung sollte die Gesellschaft stabilisiert und die Herrschaft gestärkt werden. Um das Jahr 600 sahen die Strafen im Frankenreich beispielsweise folgendermaßen aus: Ein Mord konnte auf verschiedene Arten gesühnt werden; entweder durch Blutrache, durch Zahlung eines Wergeldes...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

oder durch öffentliche Hinrichtung. Hierbei kam es auf den Stand des Täters an. Es wurde unterschieden zwischen Bußen für Freie und Strafen für Unfreie. So konnte es sein, dass ein freier Mensch für einen Diebstahl nur eine Bußzahlung leisten musste, während ein Unfreier eine Prügelstrafe bekam. Es galt also immer noch das Prinzip der Sühne, auch wenn dies eher nach Regeln ablief, erst ab dem elften Jahrhundert entwickelte sich daraus die Strafe. Die Geldbuße oder ähnliches als Schadensersatz für die Opfer oder die Erben eines Ermordeten verschwand allmählich, stattdessen stand die Bestrafung des Täters im Vordergrund. Ab dem 12. Jahrhundert kam die Todesstrafe im Rechtswesen vor. Dabei galt das Hängen als unehrliche Todesstrafe, im Gegensatz zur Hinrichtung mit dem Schwert. Es war aber für die freien Bürger mer noch möglich, Vergehen mit einer Geldbuße zu sühnen, wenn alle Beteiligten einverstanden waren. Körperliche Strafen und Todesstrafen waren noch keine allgemeingültigen Prinzipien und es gab im mittelalterlichen Recht noch keine festgelegten Strafnormen, die in jedem Fall galten. Außerdem gab es die Möglichkeit der Begnadigung. Ein allgemeingültiges Strafsystem gab es auch im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit noch nicht, jedoch kommunizierten die Städte miteinander, um ihre Rechtspflege wenigstens anzugleichen. Im 14. Jahrhundert kam die Folter als Mittel zur Wahrheitsfindung auf und wurde in die Strafverfahren integriert. Außerdem entstand die sogenannte Offizialklage, dies bedeutet, dass auch Taten als strafwürdig empfunden wurden, für die es eigentlich keinen Kläger gab. Die verbreitetste Strafe war (wie auch heute) die Geldbuße. Dies war auch die Einnahmequelle für Gerichtsherren, Richter oder andere Amtleute. Als Körperstrafen gab es die Prügelstrafe, die, wie schon erwähnt, meist für arme oder unfreie Menschen genutzt wurde. Weitere körperliche Strafen waren das Abschneiden von Körperteilen (z.B. Ohren oder Hand), die Blendung oder die Brandmarkung. Todesstrafen wurden durch Hängen oder Enthaupten durchgeführt. Hinrichtungen fanden in der Öffentlichkeit statt. Sie sollten jedoch nicht der Abschreckung dienen, sondern beweisen, dass diese Hinrichtungen rechtmäßig waren, also nicht ,,versteckt" werden mussten. 4 Gefängnisstrafen waren eher selten, die Gefängnisse dienten hauptsächlich zur Untersuchungshaft und zur Verwahrung der Gefangenen bis zur Hinrichtung. Im 18. Und 19. Jahrhundert veränderte sich die Sichtweise stark, statt körperlichen Strafen wurden Haftstrafen immer üblicher. Strafen sollten nicht mehr Unrecht vergelten, sondern abschreckend wirken. 5