Rechte und Pflichten im Staat nach Hobbes
In Hobbes' Staatstheorie überträgt der Gesellschaftsvertrag weitreichende Rechte an den Souverän, während die Untertanen bestimmte Pflichten übernehmen.
Die Rechte des Souveräns umfassen:
- Das Recht, die Person der Untertanen zu verkörpern
- Das Recht, sich selbst zu schützen
- Die Befugnis, alle als notwendig erachteten Maßnahmen zu ergreifen
Highlight: Der Souverän darf laut Hobbes' Staatstheorie nahezu uneingeschränkt handeln, da die Untertanen ihn durch den Gesellschaftsvertrag autorisiert haben.
Die wichtigste Pflicht des Souveräns ist der Schutz der Untertanen. Wenn der Souverän diesen Schutz nicht mehr gewährleisten kann, sind die Untertanen nicht mehr zum Gehorsam verpflichtet.
Die Pflichten der Untertanen beinhalten:
- Die Anerkennung aller Handlungen des Souveräns als eigene
- Kein Widerstand gegen den Souverän
- Keine Infragestellung der Autorität des Souveräns
Example: Ein Untertan muss beispielsweise eine vom Souverän erlassene Steuer akzeptieren und darf sich nicht dagegen auflehnen, auch wenn er persönlich damit nicht einverstanden ist.
Hobbes' Kontraktualismus begründet somit einen starken Staat, der die Sicherheit und den Frieden gewährleisten soll, im Gegenzug aber weitreichende Befugnisse erhält. Diese Theorie hatte großen Einfluss auf die Entwicklung moderner Staatstheorien und Demokratietheorien, auch wenn viele spätere Denker Hobbes' Vorstellung eines absoluten Herrschers kritisch sahen.
Vocabulary: Kontraktualismus bezeichnet in der politischen Philosophie Theorien, die die Legitimität staatlicher Herrschaft aus einem (hypothetischen) Vertrag zwischen den Bürgern ableiten.


































