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Tier und Mensch - Kluft oder Untergang?

Tier und Mensch - Kluft oder Untergang?

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Von höherem Rang?
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Philosophische Texte geben in der Regel Antworten auf Fragen b

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-anthropologische Differenz

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28 Von höherem Rang? > RENKOMPETEN Die Problemstellung eines Textes erfassen Philosophische Texte geben in der Regel Antworten auf Fragen bzw. Lösungsvorschläge zu Problemen: Verschaffen Sie sich einen ersten Überblick über den Inhalt des Textes, markieren Sie ggf. unbekannte Ausdrücke und unklare Sachverhalte und klären Sie diese durch gezieltes Nachfragen oder mithilfe geeigneter Nachschlagewerke. Lesen Sie den Text gründlich unter folgenden Aspekten: - Auf welche Frage will der Text antworten bzw. welches Problem will er lösen? Markieren Sie die Textstellen, die darauf verweisen. (Die Frage bzw. das Problem ist entweder im Text selbst formuliert oder liegt dem Text unausgesprochen zugrunde.) Wie lautet die zentrale These des Textes? Markieren Sie diese Textstellen in einer anderen Farbe. Seien Sie sparsam mit Ihren Markierungen. Wer zu viel hervorhebt, hat letztlich nichts hervorgehoben. Nutzen Sie den Rand, um sich Notizen zu der Frage / dem Problem und der zentralen These zu machen. Doppelte Verneinung = Bejahung Es ist sehr bemerkenswert, dass es keine so stumpfsinnigen und dummen Menschen gibt, sogar die sinnlosen nicht ausgenommen, die nicht fähig wären, verschiedene Worte zusammenzuordnen und daraus eine Rede zu bilden, wodurch sie ihre Gedanken verständlich machen; wogegen es kein s anderes noch so vollkommenes und noch so glücklich veranlagtes Tier gibt, das etwas Ähnliches tut. Das kommt nicht von der mangelhaften Be- schaffenheit ihrer Organe, denn man sieht, dass...

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die Spechte und Papa- geien ebenso gut Worte hervorbringen können wie wir, und doch können sie nicht ebens! gut wie wir reden, das heißt zugleich bezeugen, dass sie denken, was sie sagen; während Menschen, die taubstumm geboren, also ohne die Organe sind, die anderen zum Sprechen dienen, ebenso oder mehr als die Tiere einige Zeichen von selbst zu erfinden pflegen, um sich denen verständlich zu machen, die im täglichen Zusammensein mit ihnen Muße haben, ihre Sprache zu lernen. Dies beweist nicht bloß, dass die Tiere weni- 15 ger Vernunft als die Menschen, sondern dass sie gar keine haben. Denn wie man sieht, gehört nur sehr wenig dazu, um sprechen zu können. [...] Auch ist es sehr bemerkenswert, dass, obwohl manche Tiere in manchen Hand- lungen mehr Geschicklichkeit zeigen als wir, man doch sieht, dass eben dieselben Tiere in vielen anderen Handlungen gar keine zeigen; so dass, was sie besser als wir machen, keineswegs Geist beweist, denn in diesem Falle würden sie mehr Gaben besitzen als einer von uns und es auch in allen anderen Dingen besser machen, sondern [es zeigt sich] vielmehr, dass sie keinen Geist haben und allein die Natur in ihnen nach der Disposition ihrer Organe handelt. Man sieht ja auch, dass ein Uhrwerk, das bloß aus Rädern und Federn besteht, richtiger als wir mit aller unserer Klugheit die Bespele Stunden zählen und die Zeit messen kann. Abhandlung über die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs (1637) Organ (griech.) = Werkzeug 20 René Descartes: Über Mensch und Tier Der französische Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler René Descartes (1597-1650) gilt als einer der Begründer der neuzeitlichen Philosophie. Disposition = hier: Beschaffenheit Frage: Können Tiere ebenso wie Menschen denken (d. h. besitzen sie Geist bzw. Ver- nunft) und können sie ihre Gedanken durch Worte verständlich machen? Zentrale These: Tiere besitzen nicht weniger Vernunft (Geist) als Menschen, sondern gar keine. (Das zeigt sich darin, dass sie - selbst wenn sie mit Organen ausgestattet sind, Worte zu bilden - durch ihre Worte keine Gedanken ausdrücken können.) Können Tiere denken? (25 Michel de Montaigne: Einbildung und Stolz des Menschen Der französische Politiker und Philosoph Michel de Montaigne (1533-1592) wurde wegen seiner Essays (wörtl: Versuche) berühmt. Darin reflektiert er philosophische Fragen aufgrund subjektiver Erfahrung. Aus [] Binbildung [.) maßt sich [der Mensch] göttliche Eigenschaften an, sondert sich als vermeintlich Auserwählter von all den anderen Geschöpfen ab, schneidert den Tieren, seinen Gefährten und Mitbrödern, ihr Teil zurecht und weist ihnen so viel Fähigkeiten und Kräfte zu, wie er für angemessen halt. Wie aber will er durch die Bemühung seines Verstandes die inneren und geheimen Regungen der Tiere erkennen können? Durch welchen Vergleich zwischen ihnen und uns schließt er denn auf den Unverstand, den er ihnen unterstellt? warum Wenn ich mit meiner Katze spiele - wer weiß, ob ich nicht mehr ihr zum Zeitvertreib diene als sie mir? Die närrischen Spiele, mit denen wir uns vergnügen, sind wechsel- seitig. Ebenso oft wie ich bestimmt sie, wann es losgehn oder aufhören soll. [...] Die Unfähigkeit zur Kommunikation zwischen ihnen [den Tieren] und uns sollte sie nicht ebenso unsere sein wie ihre? Es bleibt eine offne Frage, wessen Fehler es ist, dass wir uns nicht verstehen, denn wir verstehen sie keineswegs besser als sie uns! So können sie uns mit gleichem Recht für vernunftlose Tiere halten wie wir sie. [...] Ich behaupte [...], dass es keinen vernünftigen Grund gibt, zu meinen, die Tiere täten aus zwanghaftem Naturtrieb, was wir aufgrund eigener Wahl und erworbner Kunstfer- tigkeit tun. Von gleichen Ergebnissen müssen wir vielmehr auf gleiche Kräfte schlie- Ben und folglich zugeben, dass eben der Verstand und eben der Weg, die unser Werken und Wirken bestimmen, im selben Maße auch für sie bestimmend sind, wenn.nicht in höherem. Warum vermuten wir bei ihnen solch zwanghaften Naturtrieb, wo wir doch 20 bei uns nicht dergleichen wahrnehmen? [...] Geben Sie die Frage und zentrale These des Descartes-Textes mithilfe der Anleitung zur Textanalyse wieder. M1 - Erläutern Sie Descartes' Auffassung an Bei- spielen aus dem Text und aus Ihrer eigenen Er- fahrung. M1 5 Wenn es recht und billig ist, jedem das ihm Geschuldete zu geben, zeigt sich im Ver halten der Tiere eine ziemliche Ähnlichkeit mit unserer eigenen Auffassung, denn sie lieben ihre Wohltäter, dienen ihnen und verteidigen sie, während sie jene, die die- sen etwas zuleide tun, ebenso wie Fremde angreifen und verfolgen und auch darin, 25 dass sie bei allem, was sie ihren Jungen zukommen lassen, gerechterweise auf völlige Gleichbehandlung achten. [...] 3 Wenden Sie die Anleitung zur Textanalyse auf den Montaigne-Text an und erarbeiten Sie die 10 Daraus erhellt, dass wir uns nicht kraft wahrhaft vernünftiger Überlegung, sondern eines uneinsichtigen, hirnverbrannten Stolzes für höherrangig als die andren Lebewe- sen halten und von ihrer Daseinsweise und Gesellschaft absondern. Essays (1580) 30 15 29 zugrunde liegende Frage und die zentrale These. M2 Erläutern Sie Montaignes Auffassung an Bei- spielen aus dem Text und aus Ihrer eigenen Er- fahrung. M2 Nehmen Sie Stellung zu den Auffassungen von Descartes und Montaigne. Welche finden Sie überzeugender und warum? M1/M2 Tier und Mensch kluft ou gang? AUFGABE A •Die anthropologischer Differenz" ist eine Tier- Mensch-Unterscheidung. •Der Mensch ist ein Tier plus X Die anthropologische Differenz identifiziert bestimmtes Merkmal, das den Men: vom Tier unterscheidet schen Die Merkmale sind grundlegend für alle weiteren Unterschiede zwischen Tier und Mensch. Der Mensch ist eine Abzweigung der Tier welt, denn Tiere sind anders aufgrund ihrer Bekleidung Die Tiere leben in der Natur, aber Menschen erbauen sich ihre Existenz. AUFGABE 2 Es gibt verschiedene Positionen zur anthropologischen Differenz

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[...] Auch ist es sehr bemerkenswert, dass, obwohl manche Tiere in manchen Hand- lungen mehr Geschicklichkeit zeigen als wir, man doch sieht, dass eben dieselben Tiere in vielen anderen Handlungen gar keine zeigen; so dass, was sie besser als wir machen, keineswegs Geist beweist, denn in diesem Falle würden sie mehr Gaben besitzen als einer von uns und es auch in allen anderen Dingen besser machen, sondern [es zeigt sich] vielmehr, dass sie keinen Geist haben und allein die Natur in ihnen nach der Disposition ihrer Organe handelt. Man sieht ja auch, dass ein Uhrwerk, das bloß aus Rädern und Federn besteht, richtiger als wir mit aller unserer Klugheit die Bespele Stunden zählen und die Zeit messen kann. Abhandlung über die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs (1637) Organ (griech.) = Werkzeug 20 René Descartes: Über Mensch und Tier Der französische Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler René Descartes (1597-1650) gilt als einer der Begründer der neuzeitlichen Philosophie. Disposition = hier: Beschaffenheit Frage: Können Tiere ebenso wie Menschen denken (d. h. besitzen sie Geist bzw. Ver- nunft) und können sie ihre Gedanken durch Worte verständlich machen? Zentrale These: Tiere besitzen nicht weniger Vernunft (Geist) als Menschen, sondern gar keine. (Das zeigt sich darin, dass sie - selbst wenn sie mit Organen ausgestattet sind, Worte zu bilden - durch ihre Worte keine Gedanken ausdrücken können.) Können Tiere denken? (25 Michel de Montaigne: Einbildung und Stolz des Menschen Der französische Politiker und Philosoph Michel de Montaigne (1533-1592) wurde wegen seiner Essays (wörtl: Versuche) berühmt. Darin reflektiert er philosophische Fragen aufgrund subjektiver Erfahrung. Aus [] Binbildung [.) maßt sich [der Mensch] göttliche Eigenschaften an, sondert sich als vermeintlich Auserwählter von all den anderen Geschöpfen ab, schneidert den Tieren, seinen Gefährten und Mitbrödern, ihr Teil zurecht und weist ihnen so viel Fähigkeiten und Kräfte zu, wie er für angemessen halt. Wie aber will er durch die Bemühung seines Verstandes die inneren und geheimen Regungen der Tiere erkennen können? Durch welchen Vergleich zwischen ihnen und uns schließt er denn auf den Unverstand, den er ihnen unterstellt? warum Wenn ich mit meiner Katze spiele - wer weiß, ob ich nicht mehr ihr zum Zeitvertreib diene als sie mir? Die närrischen Spiele, mit denen wir uns vergnügen, sind wechsel- seitig. Ebenso oft wie ich bestimmt sie, wann es losgehn oder aufhören soll. [...] Die Unfähigkeit zur Kommunikation zwischen ihnen [den Tieren] und uns sollte sie nicht ebenso unsere sein wie ihre? Es bleibt eine offne Frage, wessen Fehler es ist, dass wir uns nicht verstehen, denn wir verstehen sie keineswegs besser als sie uns! So können sie uns mit gleichem Recht für vernunftlose Tiere halten wie wir sie. [...] Ich behaupte [...], dass es keinen vernünftigen Grund gibt, zu meinen, die Tiere täten aus zwanghaftem Naturtrieb, was wir aufgrund eigener Wahl und erworbner Kunstfer- tigkeit tun. Von gleichen Ergebnissen müssen wir vielmehr auf gleiche Kräfte schlie- Ben und folglich zugeben, dass eben der Verstand und eben der Weg, die unser Werken und Wirken bestimmen, im selben Maße auch für sie bestimmend sind, wenn.nicht in höherem. Warum vermuten wir bei ihnen solch zwanghaften Naturtrieb, wo wir doch 20 bei uns nicht dergleichen wahrnehmen? [...] Geben Sie die Frage und zentrale These des Descartes-Textes mithilfe der Anleitung zur Textanalyse wieder. M1 - Erläutern Sie Descartes' Auffassung an Bei- spielen aus dem Text und aus Ihrer eigenen Er- fahrung. 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M2 Nehmen Sie Stellung zu den Auffassungen von Descartes und Montaigne. Welche finden Sie überzeugender und warum? M1/M2 Tier und Mensch kluft ou gang? AUFGABE A •Die anthropologischer Differenz" ist eine Tier- Mensch-Unterscheidung. •Der Mensch ist ein Tier plus X Die anthropologische Differenz identifiziert bestimmtes Merkmal, das den Men: vom Tier unterscheidet schen Die Merkmale sind grundlegend für alle weiteren Unterschiede zwischen Tier und Mensch. Der Mensch ist eine Abzweigung der Tier welt, denn Tiere sind anders aufgrund ihrer Bekleidung Die Tiere leben in der Natur, aber Menschen erbauen sich ihre Existenz. AUFGABE 2 Es gibt verschiedene Positionen zur anthropologischen Differenz