Paul Gauguin

 B.QU
#
Hr
PAUL GAUGUIN
Wegbereiter der Moderne
S 1870
▪ 1873:
1874
▪ 1883:
▪ 1887:
▪ nach Tod des Vaters Rückkehr nach Frankreich und Besuc

Paul Gauguin

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Nastja Marsov

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11/12/13

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Wegbereiter der Moderne

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B.QU # Hr PAUL GAUGUIN Wegbereiter der Moderne S 1870 ▪ 1873: 1874 ▪ 1883: ▪ 1887: ▪ nach Tod des Vaters Rückkehr nach Frankreich und Besuch eines internationalen Internates in Orleans ▪ mehere Jahre auf See verbracht, Reisen nach Südamerika WORK Arbeit in Paris als Angestellter in Geldinstitut lernte Malerei des Impressionismus kennen und begann selbst zu malen und am Ausstellungen teilzunehmen heiratete Dänin Mette-Sophie Gad, bekamen 5 gmeinsame Kinder lernte Camille Pissarro kennen und verbrachten Sommermonate gemeinsam Paul Gauguin gibt seine Arbeit auf um sich der Kunst hinzugeben und führt ein Wanderleben (Rouen, 1885 Dänemark, 1886 Bretagne, Pont-Aven) Reise nach Panama und anschließend nach Martinique mit Charles Laval Besuch von Van Gogh in Arles, lebten im Gelben Haus, nach Van Goghs Zusammenbruch verlässt er Arles und kehrt nach Paris zurück ▪ 1888: ▪ 1891: ▪ 1893: ▪ 1895: Si 38 ▪ 1901: PAUL GAUGUIN Wegbereiter der Moderne DAS LEBEN DES PAUL GAUGUIN Einflussreicher französischer Maler geboren: 7. Juni 1848 in Paris, ▪ gestorben: 8. Mai 1903 in Atuano auf Hiva Oa ▪ wächst als Sohn eines liberalen Journalisten in Lima auf Reise nach Tahiti, kam Anfang Juni in Papeete an, lebte und malte unter Eingeborenen Arrangierte Hochzeit mit der 13-jährigen Tehamana kehrte krank und mittellos nach Paris zurück, trotz finanziellen Misserfolg erlangte 1897: Erzähulung "Noa Noa" veröffentlicht 1898: Selbstmordversuch er jedoch die Aufmerksamkeit der Pariser Kunstkritik Hatte ein Atelier in Paris in der Rue de la Grande Chaumire, später...

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in der Rue Vercingetorix Ging Beziehung mit javanischer Geliebten Anna ein pflegte einen aufwendigen exotischen Lebensstil erneutes Auswandern nach Tahiti um sich von Europa zu distanzieren Verlassen von Tahiti, Reise zu Marquesainseln ▪ 8.Mai,1903: Paul Gauguin starb am in Atuano auf Hiva Ova 65 Die glücklichen Bewohner eines unbeachteten Paradieses in Ozeanien kennen vom Leben nichts anderes als seine Süße ~ Paul Gauguin Malweise Typisch für seine Gemälde sind große Farbflächen, die durch reine, leuchtende Farben hervorstechen und von kurvigen Linien umrandet werden. Dabei verzichtet er vor allem auf eine naturrealistische Darstellung, sowie auch Räumlichkeit und Schatten. Ebenso vereinfacht und verzerrt er Formen in seinen Gemälden und setzt auf eine unnatürliche, gesteigerte Farbwahl und flächige Malweise. Somit kann man seine Gemälde dem Synthetismus zuordnen und er gilt somit nicht nur als ein Vertreter des Post- Impressionismus, sondern auch neben Vincent Van Gogh und Paul Cézanne als ein Wegbereiter der Moderne. Der Post-Impressionismus war ein Überbegriff der verschiedenen, nach dem Impressionismus entstandenen Stile der Malerei zwischen 1880 und 1905, vorrangig in Frankreich. Neben dem Sythetismus gehört zum Beispiel auch unter anderem der Symbolismus, sowie auch der Neo- Impressionismus dazu. Die Künstler des Post Impressionismus lehnten die derzeitigen Ideale der Kunst ab und es entwickelten sich viele unterschiedliche Strömungen, welche teilweise nur die Reaktion auf den Impressionismus gemeinsam hatten und sich eher Motiven mit einer persönlichen oder symbolischen Bedeutung widmeten, sowie eigenen Erinnerungen oder Emotionen. Dabei varrierte die Technik von Künstler zu Künstler. 1890 POLYNESISCHE KULTUR NAFEA FAA IPOIPO? "Wann heiratest du?" >> verkörpert durch die vordere Frau Sie trägt traditionelle polynesische Kleidung. Traditionell steht eine weiße Blüte hinter dem linken Ohr für den Beziehungsstatus" vergeben", während Blüte hinter dem rechten Ohr für " single" steht. Somit symbolisiert die vordere Frau, dass sie bereits vergeben ist. Es ist möglicherweise eine Referenz zu dem Titel "Wann heiratest du". Möglicherweise bezieht sich der Titel auf die sich hinter ihr befindende Frau. ECKDATEN Titel: "Nafea faa ipoipo" ("Wann heiratest du?") Entstehungsjahr: 1892 (erste Reise nach Tahiti) Material: Öl auf Leinwand Maße: 101,1x77cm Geschätzter Verkaufspreis: 300 Millionen Dollar KURZBESCHREIBUNG Es handelt sich um ein Gemälde von Paul Guuguin welches zwei Polynesierinnen in einer hügeligen Südseelandschaft darstellt. Besonders sticht dabei die unterschiedliche Kleidung hervor. Die vordere Frau trägt eine Blume hinter dem Ohr, sowie eine freizuügigeres weißes Oberteil und einen roten Rock, während die Frau im Hintergrund eine einzelne Blüte in den Fingern hält. Ihr hochgeschlossenes orangenes Kleid umhüllt ihren gesamten Körper. DEUTUNG Die polynesische Kultur und die europäische Kultur wurden einander gegenübergestellt, somit zeigt das Gemälde ein Aufeinandertreffen beider Kulturen an dem ersehnten exotischen und idealisierten Paradies, welches sich Paul Gauguin erhofft hat. Durch die Nutzung warmer Farbtöne wird dennoch eine Harmonie vermittelt, daher ist von einem freundlichen und friedlichen Miteinander auszugehen. EUROPÄISCHE KULTUR »die hintere Frau spiegelt westliche Einflüsse wieder Sie trägt ein Missionarsgewand und bricht symbolisch die polynesische Tradition (einzelne Blüte in der Hand) HINTERGRUND Das Gemälde basiert vor allem auf Paul Gauguins Wunsch nach einem exotischen irdischen Paradies, welches er trotz seines Wanderlebens noch nicht für sich entdeckt hatte. Mit der Intention den europäischen Einflüssen zu entgehen beschloss er 1891 nach Tahiti zu reisen, wo er jedoch enttäuscht wurde. Auch auf Tahiti waren bereits europäische Einflüsse unverkennbar, die Hauptstadt Papeete war eine französische Kolonialstadt und der christliche Glauben hatte sich bereits verbreitet. Trotz seiner Enttäuschung versuchte er dennoch durch seine Gemälde das erhoffte Südseeparadies darzustellen. 6x OFKAH MERVE A ATTENDANCE ■ DEUTUNG . Rongorongo Glyphen der Osterinsel (bis heute nicht entziffert) ▪ Tehamana trägt ein europäisches Missionarskleid geflochtener Palmenfächer in der linken Hand trägt rote Blume hinter ihrem linken Ohr ▪ zwei Mangos, die sich links neben ihr befinden ▪ Geister rechts und links MERAHI METUA NO TEHAMANA "Tehamana hat viele Eltern" Paul Gauguin NOA NOA The Tahitian Journal ECKDATEN Titel: Merahi metua no tehamana ("Tehamana hat viele Eltern", Titel basiert möglichweise darauf, dass Tehamara Adoptiveltern sowie auch ihre biologischen Eltern hatte) Entstehungsjahr: 1893 Material: Öl auf Leinwand Maße: 75 x 53cm Standort: Art Institute of Chicago KURZBESCHREIBUNG Das Ölgemälde zeigt die 13- jährige Tehamana, welche der Künstler Paul Gauguin auf seiner ersten Reise nach Tahiti kennenlernte und heiratete. Das Gemälde vereint Merkmale der polynesischem Kultur, sowie ebenfalls europäische Einflüsse und zeigt wiederum, dass er ein Zeichen gegen die Unterdrückung der ethischen Kultur durch Missionare setzten wollte. ||| Fotografie von Charles Georges Spitz, ca.1888: Portrait von Tehamana, jedoch ist es noch unklar ob es sich wirklich um Tehamana handelt) repräsentiert westliche Einflüsse Symbol für Schönheit Symbol für verheiratet Symbol für Fruchtbarkeit Symbol für einen Zwiespalt zwischen Gut und Böse sollen die polynesische Kultur repräsentieren HINTERGRUND Tehamana war die minderjährige Ehefrau ( nach Aussage von Paul Gauguin zu dem Zeitpunkt der Hochzeit erst 13 Jahre alt), die er während seines ersten Aufenthalts auf Tahiti 1891 kennenlernte. Es handelte sich um eine, durch die Familie des Mädchens arrangierte Ehe um gesellschaftliches Ansehen sowie auch eine finanzielle Sicherheit zu erlangen. Im Gegenzug dazu war es damals üblich für französische Kolonisten ein minderjähriges Mädchen zu heiraten um ihre sexuellen Bedürfnisse auszuleben und genügend Nahrung, welche von den Frauen gesammelt wurde, als Akt der Nächstenliebe zu erhalten. Die Ehe soll an einem einzigen Nachmittag geschlossen worden sein. Im Jahr 1892, Ende des Sommers erwartete Tehamana ein Kind von Paul Gauguin. Dennoch gibt es keine weiteren Aufzeichnungen über das gemeinsame Kind. 2 Nachdem Paul Gauguin Tahiti verließ und im Jahr 1895 zurückkehrte, teilte er Monfreid in einem Brief mit, dass sie bereits erneut geheiratet hatte und nur noch eine einzige Woche mit ihm verbrachte um danach wieder zu ihrem Ehemann zurückzukehren. Auch in weiteren Kunstwerken (z.b. "der Geist der Toten wacht") greift Paul Gauguin Tehamana auf, sowie auch in dem Buch "Noa Noa", welches Briefe und Erzählungen von der Südsee beinhaltet. Paul Gauguin soll auch zwei weitere minderjährige Ehefrauen gehabt haben und somit ist er besonders in der heutigen Zeit kritisch zu beurteilen. ? 70 ? PAUL GAUGUIN EIN UMSTRITTENER KÜNSTLER ,,Gauguin hat zweifellos seine Position als privilegierter Westler ausgenutzt, um das Beste aus den ihm zur Verfügung stehenden sexuellen Freiheiten zu machen." ~ Wandtext in der Natinal Gallery in London ,,Die Auseinandersetzung mit der Künstlerpersönlichkeit Gauguins führt aber keineswegs zwingend zu einem moralischem Urteil über seine Kunst, sondern fügt der Betrachtung seines Œuvres vielmehr neue Facetten hinzu." Ralph Gleis, Direktor Alte Nationalgalerie "Er war ein arroganter, überbewerteter, herablassender Pädophiler, um ganz offen zu sein." ~Ashley Remer, eine in Neuseeland lebende amerikanische Kuratorin, die 2009 girlmuseum.org gründete SOLLTEN DIE WERKE VON PAUL GAUGUIN HEUTZUTAGE NOCH AUSGESTELLT WERDEN? Meiner Meinung nach ist die Ausstellung der Werke von Paul Gauguin besonders bedenklich und unter keinen Umständen zeitgerecht. Als besonders kritisch empfinde ich die Gemälde, die Tehamana zeigen, denn sie sind schlichtweg von einem Mann gemalt worden, welcher ein 13 jähriges junges Mädchen geheiratet hat, mit ihr ein Kind gezeugt hat und dann wieder nach Paris zurückgekehrt ist. Meiner Meinung nach verharmlost das Ausstellen dieser Gemälde die Pädophilie des Künstlers und macht ein moralisches Urteil über seine Kunst unvermeidbar. Des Weiteren hat Paul Gauguin Aussagen getroffen, welche mittlerweile ohne Zweifel als kritisch und sexistisch angesehen werden können. "I don't think, any longer, that it's enough to say, 'Oh well, that's the way they did it back then,'” CHRISTOPHER RIOPELLE ,,Am schönsten sind die Frauen so, wie Gott sie geschaffen hat; die Schneider können sie nur verderben." -Paul Gauguin

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Somit kann man seine Gemälde dem Synthetismus zuordnen und er gilt somit nicht nur als ein Vertreter des Post- Impressionismus, sondern auch neben Vincent Van Gogh und Paul Cézanne als ein Wegbereiter der Moderne. Der Post-Impressionismus war ein Überbegriff der verschiedenen, nach dem Impressionismus entstandenen Stile der Malerei zwischen 1880 und 1905, vorrangig in Frankreich. Neben dem Sythetismus gehört zum Beispiel auch unter anderem der Symbolismus, sowie auch der Neo- Impressionismus dazu. Die Künstler des Post Impressionismus lehnten die derzeitigen Ideale der Kunst ab und es entwickelten sich viele unterschiedliche Strömungen, welche teilweise nur die Reaktion auf den Impressionismus gemeinsam hatten und sich eher Motiven mit einer persönlichen oder symbolischen Bedeutung widmeten, sowie eigenen Erinnerungen oder Emotionen. Dabei varrierte die Technik von Künstler zu Künstler. 1890 POLYNESISCHE KULTUR NAFEA FAA IPOIPO? "Wann heiratest du?" >> verkörpert durch die vordere Frau Sie trägt traditionelle polynesische Kleidung. Traditionell steht eine weiße Blüte hinter dem linken Ohr für den Beziehungsstatus" vergeben", während Blüte hinter dem rechten Ohr für " single" steht. Somit symbolisiert die vordere Frau, dass sie bereits vergeben ist. Es ist möglicherweise eine Referenz zu dem Titel "Wann heiratest du". Möglicherweise bezieht sich der Titel auf die sich hinter ihr befindende Frau. ECKDATEN Titel: "Nafea faa ipoipo" ("Wann heiratest du?") Entstehungsjahr: 1892 (erste Reise nach Tahiti) Material: Öl auf Leinwand Maße: 101,1x77cm Geschätzter Verkaufspreis: 300 Millionen Dollar KURZBESCHREIBUNG Es handelt sich um ein Gemälde von Paul Guuguin welches zwei Polynesierinnen in einer hügeligen Südseelandschaft darstellt. Besonders sticht dabei die unterschiedliche Kleidung hervor. Die vordere Frau trägt eine Blume hinter dem Ohr, sowie eine freizuügigeres weißes Oberteil und einen roten Rock, während die Frau im Hintergrund eine einzelne Blüte in den Fingern hält. Ihr hochgeschlossenes orangenes Kleid umhüllt ihren gesamten Körper. DEUTUNG Die polynesische Kultur und die europäische Kultur wurden einander gegenübergestellt, somit zeigt das Gemälde ein Aufeinandertreffen beider Kulturen an dem ersehnten exotischen und idealisierten Paradies, welches sich Paul Gauguin erhofft hat. Durch die Nutzung warmer Farbtöne wird dennoch eine Harmonie vermittelt, daher ist von einem freundlichen und friedlichen Miteinander auszugehen. EUROPÄISCHE KULTUR »die hintere Frau spiegelt westliche Einflüsse wieder Sie trägt ein Missionarsgewand und bricht symbolisch die polynesische Tradition (einzelne Blüte in der Hand) HINTERGRUND Das Gemälde basiert vor allem auf Paul Gauguins Wunsch nach einem exotischen irdischen Paradies, welches er trotz seines Wanderlebens noch nicht für sich entdeckt hatte. Mit der Intention den europäischen Einflüssen zu entgehen beschloss er 1891 nach Tahiti zu reisen, wo er jedoch enttäuscht wurde. Auch auf Tahiti waren bereits europäische Einflüsse unverkennbar, die Hauptstadt Papeete war eine französische Kolonialstadt und der christliche Glauben hatte sich bereits verbreitet. Trotz seiner Enttäuschung versuchte er dennoch durch seine Gemälde das erhoffte Südseeparadies darzustellen. 6x OFKAH MERVE A ATTENDANCE ■ DEUTUNG . Rongorongo Glyphen der Osterinsel (bis heute nicht entziffert) ▪ Tehamana trägt ein europäisches Missionarskleid geflochtener Palmenfächer in der linken Hand trägt rote Blume hinter ihrem linken Ohr ▪ zwei Mangos, die sich links neben ihr befinden ▪ Geister rechts und links MERAHI METUA NO TEHAMANA "Tehamana hat viele Eltern" Paul Gauguin NOA NOA The Tahitian Journal ECKDATEN Titel: Merahi metua no tehamana ("Tehamana hat viele Eltern", Titel basiert möglichweise darauf, dass Tehamara Adoptiveltern sowie auch ihre biologischen Eltern hatte) Entstehungsjahr: 1893 Material: Öl auf Leinwand Maße: 75 x 53cm Standort: Art Institute of Chicago KURZBESCHREIBUNG Das Ölgemälde zeigt die 13- jährige Tehamana, welche der Künstler Paul Gauguin auf seiner ersten Reise nach Tahiti kennenlernte und heiratete. Das Gemälde vereint Merkmale der polynesischem Kultur, sowie ebenfalls europäische Einflüsse und zeigt wiederum, dass er ein Zeichen gegen die Unterdrückung der ethischen Kultur durch Missionare setzten wollte. ||| Fotografie von Charles Georges Spitz, ca.1888: Portrait von Tehamana, jedoch ist es noch unklar ob es sich wirklich um Tehamana handelt) repräsentiert westliche Einflüsse Symbol für Schönheit Symbol für verheiratet Symbol für Fruchtbarkeit Symbol für einen Zwiespalt zwischen Gut und Böse sollen die polynesische Kultur repräsentieren HINTERGRUND Tehamana war die minderjährige Ehefrau ( nach Aussage von Paul Gauguin zu dem Zeitpunkt der Hochzeit erst 13 Jahre alt), die er während seines ersten Aufenthalts auf Tahiti 1891 kennenlernte. Es handelte sich um eine, durch die Familie des Mädchens arrangierte Ehe um gesellschaftliches Ansehen sowie auch eine finanzielle Sicherheit zu erlangen. Im Gegenzug dazu war es damals üblich für französische Kolonisten ein minderjähriges Mädchen zu heiraten um ihre sexuellen Bedürfnisse auszuleben und genügend Nahrung, welche von den Frauen gesammelt wurde, als Akt der Nächstenliebe zu erhalten. Die Ehe soll an einem einzigen Nachmittag geschlossen worden sein. Im Jahr 1892, Ende des Sommers erwartete Tehamana ein Kind von Paul Gauguin. Dennoch gibt es keine weiteren Aufzeichnungen über das gemeinsame Kind. 2 Nachdem Paul Gauguin Tahiti verließ und im Jahr 1895 zurückkehrte, teilte er Monfreid in einem Brief mit, dass sie bereits erneut geheiratet hatte und nur noch eine einzige Woche mit ihm verbrachte um danach wieder zu ihrem Ehemann zurückzukehren. Auch in weiteren Kunstwerken (z.b. "der Geist der Toten wacht") greift Paul Gauguin Tehamana auf, sowie auch in dem Buch "Noa Noa", welches Briefe und Erzählungen von der Südsee beinhaltet. Paul Gauguin soll auch zwei weitere minderjährige Ehefrauen gehabt haben und somit ist er besonders in der heutigen Zeit kritisch zu beurteilen. ? 70 ? PAUL GAUGUIN EIN UMSTRITTENER KÜNSTLER ,,Gauguin hat zweifellos seine Position als privilegierter Westler ausgenutzt, um das Beste aus den ihm zur Verfügung stehenden sexuellen Freiheiten zu machen." ~ Wandtext in der Natinal Gallery in London ,,Die Auseinandersetzung mit der Künstlerpersönlichkeit Gauguins führt aber keineswegs zwingend zu einem moralischem Urteil über seine Kunst, sondern fügt der Betrachtung seines Œuvres vielmehr neue Facetten hinzu." Ralph Gleis, Direktor Alte Nationalgalerie "Er war ein arroganter, überbewerteter, herablassender Pädophiler, um ganz offen zu sein." ~Ashley Remer, eine in Neuseeland lebende amerikanische Kuratorin, die 2009 girlmuseum.org gründete SOLLTEN DIE WERKE VON PAUL GAUGUIN HEUTZUTAGE NOCH AUSGESTELLT WERDEN? Meiner Meinung nach ist die Ausstellung der Werke von Paul Gauguin besonders bedenklich und unter keinen Umständen zeitgerecht. Als besonders kritisch empfinde ich die Gemälde, die Tehamana zeigen, denn sie sind schlichtweg von einem Mann gemalt worden, welcher ein 13 jähriges junges Mädchen geheiratet hat, mit ihr ein Kind gezeugt hat und dann wieder nach Paris zurückgekehrt ist. Meiner Meinung nach verharmlost das Ausstellen dieser Gemälde die Pädophilie des Künstlers und macht ein moralisches Urteil über seine Kunst unvermeidbar. Des Weiteren hat Paul Gauguin Aussagen getroffen, welche mittlerweile ohne Zweifel als kritisch und sexistisch angesehen werden können. "I don't think, any longer, that it's enough to say, 'Oh well, that's the way they did it back then,'” CHRISTOPHER RIOPELLE ,,Am schönsten sind die Frauen so, wie Gott sie geschaffen hat; die Schneider können sie nur verderben." -Paul Gauguin