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Gedichtsanalyse „Einsamkeit“ von Andreas Gryphius

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 01.09.2022
Gedichtsanalyse: Einsamkeit (Andreas Gyrphius)
Aufgabe: Interpretiere das vorliegende Sonett „Einsamkeit von Andreas Gryphius im

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01.09.2022 Gedichtsanalyse: Einsamkeit (Andreas Gyrphius) Aufgabe: Interpretiere das vorliegende Sonett „Einsamkeit von Andreas Gryphius im Hinblick auf die sprachlich-stilistische Gestaltung (insbesondere die Antithetik). Das Sonett ,,Einsamkeit" von Andreas Gryphius, das 1658 entstanden ist und somit der Epoche des Barocks zuzuordnen ist, handelt von der Vergänglichkeit und die damit verbundenen Gedanken und Gefühle. Das Sonett besteht aus zwei Quartetten, die jeweils vier Verse umfassen und zwei Terzetten, die jeweils aus drei Versen bestehen. Folglich hat das Sonett also insgesamt 14 Verse. Das Reimschema der Quartetten unterscheidet sich von dem der Terzetten, denn in den beiden Quaretten sind jeweils in Vers 1 und 4 umarmende Reime und jeweils in Vers 2 und 3 Paarreime verwendet worden. Die beiden Terzetten hingegen enthalten jeweils einen Paarreim in den ersten beiden Versen und einen strophenübergreifenden Schweifreim, der die beiden Terzetten miteinander verbindet. Im Gegensatz zum Reimschema, ist das Metrum im ganzen Sonett gleichmäßig, nämlich ein 6-hebiger Jambus mit Mittelzäsur und somit ist es in Alexandrinern verfasst. Während die erste Quartette (V. 1 - 4) von der ungestörten Einsamkeit des lyrischen Ichs an einem stillen und verlassenen Ort handelt, befasst sich die zweite Quarzette (V. 5 - 8) mit der Abgeschiedenheit von der Zivilisation, die dem lyrische Ich ermöglicht, zu erkennen, dass alles auf dieser Welt vergänglich ist und...

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nichts für immer besteht. In der ersten Terzette (V. 9 - 11) wird nochmals auf die Vergänglichkeit des Lebens eingegangen und die damit verbundene Angst wird ebenfalls behandelt. Schließlich thematisiert die zweite Terzette (V. 12 - 14), dass man mit Hilfe des Glaubens an Gott die Vergänglichkeit umgehen kann. Im Folgenden wird das Sonett nun auf die sprachliche und stilistische Gestaltung untersucht. Dabei wird insbesondere die Antithetik beleuchtet. In der ersten Quartette wird mit der Hyperbel ,,mehr denn öden Wüsten“ (V. 1) die Einsamkeit des lyrischen Ichs betont und mithilfe des Vergleichs, der ebenfalls an dieser Stelle vorliegt, wird die Abgeschiedenheit und die Stille des Ortes, an dem sich das lyrische Ich befindet, hervorgehoben. An diesem Ort beschaut das lyrische Ich jenes Tal und dieser Felsen Höh" (V. 3) und somit bedient sich der Verfasser an dieser Stelle an der Antithetik. Dieser Gegensatz zeigt, dass das lyrische Ich sich in einem Ort in den Bergen befindet und symbolisiert auch eine gewisse Überlegenheit des lyrischen Ichs. Außer Eulen und „stillen Vögeln" (V. 4) ist es ganz allein an diesem Ort und somit kann es ungestört seine Einsamkeit genießen. In der zweiten Quarette wird wie schon erwähnt die Distanz zur der Zivilisation und der restlichen Menschheit thematisiert, die durch die Metapher weit von Pöbels Lüsten" (V. 5) unterstrichen wird. Wörtlich kann man Pöbel als ungebildete, unkultivierte und gewaltbereite Menschen definieren, im Bezug auf das Sonett hingegen steht der Begriff für die reichen und verschwenderischen Adeligen, die somit abgewertet werden. Die Kombination von Unkultiviertheit und Reichtum ist ein Gegensatz und somit verwendet der Verfasser hier eine Antithese, um die eigentliche Wahrheit dieser Aussage hervorzuheben. Das hier die Adeligen gemeint sind, kann man daran erkennen, dass das lyrische Ich seinen Standort als ,,fern von dem Palast" (V. 5) beschreibt. Im Anschluss daran wird ein Symbol verwendet, denn das lyrische Ich stellt fest wie der Mensch in Eitelkeit vergeh(t)" (V. 6), wobei die Eitelkeit für die Vergänglichkeit steht, was sehr typisch in dieser Epoche ist. Folglich wird dem lyrischen Ich bewusst, dass das Leben und alles, was es beinhaltet, vergänglich ist und um dies nochmals zu verdeutlichen, verwendet der Verfasser die Metapher „wie, auf nicht festem Grund all unser Hoffen steh' (V. 7). Diese Metapher steht dafür, dass es an Halt und Sicherheit fehlt und dieser instabile und unsicherer Zustand macht dem lyrischen Ich Angst. Im Anschluss daran wird mit ,,wie die vor Abend schmähn, die vor dem Tag uns grüßten" (V. 8) nochmals eine Metapher verwendet. In diesem Fall steht der Abend für den Tod und somit dem Ende des Lebens, da er mit dem Abend und die darauffolgende Dunkelheit. Es wird verdeutlicht, dass der Tod beängstigend für die Menschen ist, auch wenn sie diese Furcht tagsüber nicht bekunden. Auch die Anapher „Wie,.../Wie..." (V. 7 und 8) unterstützt diese Beziehung des Menschen und der Vergänglichkeit. In der darauffolgenden ersten Terzette wird weiter auf die Vergänglichkeit eingegangen, indem der Verfasser die Kumulation: „Die Höhl, der raue Wald, der Totenkopf, der Stein" (V. 9) verwendet. Diese Aufzählung wird eingesetzt, um das Motiv des Memento Mori darzustellen, dass dafür steht, dass die Menschen sich über die Vergänglichkeit des Lebens und dem Tod bewusst sein sollten. Die Metapher des Steins, „den auch die Zeit auffrisst", (V. 10) stellt heraus, dass nicht mal ein Stein beständig, sondern auch er vergänglich, ist. Der Stein sowie auch die Menschen bleibt nichts anderes übrig, als zu akzeptieren, dass niemand sich dem Ende des Lebens widersetzen kann und diese Situation unveränderlich ist. Das Skelett ist das Einzige, was zurückbleibt und somit an den Menschen erinnert, was die die abgezehrten Bein" (V. 10) deutlich macht. In der zweiten Terzette wird wie schon erwähnt der Ausweg aus der Vergänglichkeit thematisiert. Hier erkennt das lyrische Ich, dass „alles, ohn ein Geist, den Gott selbst hält, muss wanken“ (V. 14). Das bedeutet folglich, dass nur Menschen, die an Gott glauben, eine Chance haben, die Vergänglichkeit zu umgehen und somit auf ein Leben nach dem Tod. Denn das Einzige auf dieser Welt, was nicht vergänglich ist, ist Gott und somit ist der Glaube an Gott Voraussetzung für die Flucht vor der Vergänglichkeit. An dieser Stelle wird die Antithetik sehr deutlich, denn nun erscheint dem lyrischen Ich der Mauren alter Graus, dies ungebaute Land [...] schön und fruchtbar" (V. 12), somit erkennt er in etwas Vergänglichen keine Bedrohung, denn seine Erkenntnis, dass es eine Chance auf ein ewiges Leben hat, stimmt es positiv. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Sonett die Vergänglichkeit aus der Perspektive des lyrischen Ichs beleuchtet, aber somit auch die Ansichten der Menschen, die in dieser Epoche gelebt haben, aufgreift. Doch es kommt zu dem Schluss, dass der Tod nicht zwingend das Ende sein muss, sondern die Erlösung mithilfe Gottes erfolgen kann. Die sprachliche und stilistische Gestaltung unterstützt die Darstellung des Gedankengangs des lyrischen Ichs und besonders die Antithetik unterstützt die Wirkung des Sonetts. Außerdem kann man durch die genaue Untersuchung des Sonetts feststellen, dass das Gedicht oft das Vanitas-Motiv sowie das Memento mori- Motiv aufgreift und somit typische Merkmale der Epoche des Barocks erfüllt.

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Dieser Gegensatz zeigt, dass das lyrische Ich sich in einem Ort in den Bergen befindet und symbolisiert auch eine gewisse Überlegenheit des lyrischen Ichs. Außer Eulen und „stillen Vögeln" (V. 4) ist es ganz allein an diesem Ort und somit kann es ungestört seine Einsamkeit genießen. In der zweiten Quarette wird wie schon erwähnt die Distanz zur der Zivilisation und der restlichen Menschheit thematisiert, die durch die Metapher weit von Pöbels Lüsten" (V. 5) unterstrichen wird. Wörtlich kann man Pöbel als ungebildete, unkultivierte und gewaltbereite Menschen definieren, im Bezug auf das Sonett hingegen steht der Begriff für die reichen und verschwenderischen Adeligen, die somit abgewertet werden. Die Kombination von Unkultiviertheit und Reichtum ist ein Gegensatz und somit verwendet der Verfasser hier eine Antithese, um die eigentliche Wahrheit dieser Aussage hervorzuheben. Das hier die Adeligen gemeint sind, kann man daran erkennen, dass das lyrische Ich seinen Standort als ,,fern von dem Palast" (V. 5) beschreibt. Im Anschluss daran wird ein Symbol verwendet, denn das lyrische Ich stellt fest wie der Mensch in Eitelkeit vergeh(t)" (V. 6), wobei die Eitelkeit für die Vergänglichkeit steht, was sehr typisch in dieser Epoche ist. Folglich wird dem lyrischen Ich bewusst, dass das Leben und alles, was es beinhaltet, vergänglich ist und um dies nochmals zu verdeutlichen, verwendet der Verfasser die Metapher „wie, auf nicht festem Grund all unser Hoffen steh' (V. 7). Diese Metapher steht dafür, dass es an Halt und Sicherheit fehlt und dieser instabile und unsicherer Zustand macht dem lyrischen Ich Angst. Im Anschluss daran wird mit ,,wie die vor Abend schmähn, die vor dem Tag uns grüßten" (V. 8) nochmals eine Metapher verwendet. In diesem Fall steht der Abend für den Tod und somit dem Ende des Lebens, da er mit dem Abend und die darauffolgende Dunkelheit. Es wird verdeutlicht, dass der Tod beängstigend für die Menschen ist, auch wenn sie diese Furcht tagsüber nicht bekunden. Auch die Anapher „Wie,.../Wie..." (V. 7 und 8) unterstützt diese Beziehung des Menschen und der Vergänglichkeit. In der darauffolgenden ersten Terzette wird weiter auf die Vergänglichkeit eingegangen, indem der Verfasser die Kumulation: „Die Höhl, der raue Wald, der Totenkopf, der Stein" (V. 9) verwendet. Diese Aufzählung wird eingesetzt, um das Motiv des Memento Mori darzustellen, dass dafür steht, dass die Menschen sich über die Vergänglichkeit des Lebens und dem Tod bewusst sein sollten. Die Metapher des Steins, „den auch die Zeit auffrisst", (V. 10) stellt heraus, dass nicht mal ein Stein beständig, sondern auch er vergänglich, ist. Der Stein sowie auch die Menschen bleibt nichts anderes übrig, als zu akzeptieren, dass niemand sich dem Ende des Lebens widersetzen kann und diese Situation unveränderlich ist. Das Skelett ist das Einzige, was zurückbleibt und somit an den Menschen erinnert, was die die abgezehrten Bein" (V. 10) deutlich macht. In der zweiten Terzette wird wie schon erwähnt der Ausweg aus der Vergänglichkeit thematisiert. Hier erkennt das lyrische Ich, dass „alles, ohn ein Geist, den Gott selbst hält, muss wanken“ (V. 14). Das bedeutet folglich, dass nur Menschen, die an Gott glauben, eine Chance haben, die Vergänglichkeit zu umgehen und somit auf ein Leben nach dem Tod. Denn das Einzige auf dieser Welt, was nicht vergänglich ist, ist Gott und somit ist der Glaube an Gott Voraussetzung für die Flucht vor der Vergänglichkeit. An dieser Stelle wird die Antithetik sehr deutlich, denn nun erscheint dem lyrischen Ich der Mauren alter Graus, dies ungebaute Land [...] schön und fruchtbar" (V. 12), somit erkennt er in etwas Vergänglichen keine Bedrohung, denn seine Erkenntnis, dass es eine Chance auf ein ewiges Leben hat, stimmt es positiv. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Sonett die Vergänglichkeit aus der Perspektive des lyrischen Ichs beleuchtet, aber somit auch die Ansichten der Menschen, die in dieser Epoche gelebt haben, aufgreift. Doch es kommt zu dem Schluss, dass der Tod nicht zwingend das Ende sein muss, sondern die Erlösung mithilfe Gottes erfolgen kann. Die sprachliche und stilistische Gestaltung unterstützt die Darstellung des Gedankengangs des lyrischen Ichs und besonders die Antithetik unterstützt die Wirkung des Sonetts. Außerdem kann man durch die genaue Untersuchung des Sonetts feststellen, dass das Gedicht oft das Vanitas-Motiv sowie das Memento mori- Motiv aufgreift und somit typische Merkmale der Epoche des Barocks erfüllt.