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Kursabeit Woyzeck: Materialistisches und idealistisches Menschenbild

Kursabeit Woyzeck: Materialistisches und idealistisches Menschenbild

 A) Inhaltliche Leistung
Kursarbeit 12/1/ Bewertungsbogen
(Georg Büchner: Woyzeck)
Inhaltliche Leistung Aufgabe 1
sinnvolle Einleitung
→ ein

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Elena Sofia

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11/12/13

Klausur

14 Punkte Kursarbeit über „Woyzeck“ von Georg Büchner: Analyse der Textstelle mit Hauptmann und Woyzeck sowie Analyse einen Briefes von Büchner

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A) Inhaltliche Leistung Kursarbeit 12/1/ Bewertungsbogen (Georg Büchner: Woyzeck) Inhaltliche Leistung Aufgabe 1 sinnvolle Einleitung → ein Vertreter des Idealismus wird lächerlich gemacht. - Einbindung prägnanter sprachlicher Gestaltungsmittel in ihrer Funktion, z.B. Fragen, Wiederholungen, etc. Die Schülerin/Der Schüler erschließt die Gestaltung und den Standpunkt Woyzecks mit Bezug zu einer allgemein philosophischen Ebene, untersucht die Dialogführung und die sprachliche Gestaltung der Redebeiträge Woyzecks und erläutert und analysiert ihre Wirkung: Pkt. max. 2 Die Schülerin/Der Schüler gibt den Inhalt des zu analysierenden Dialogs treffend und sachgemäß abstrahiert und fokussiert wieder (kompakt in einem separaten Teil oder im Laufe der Analyse an geeigneten Stellen) und ordnet den Textauszug in den Kontext des Stückes ein. Anregungen: Trotz relativ uneindeutiger Position des Auszugs (relativ zu Beginn des Dramas) lassen sich Aussagen zur Kontextualisierung treffen: Bedeutung eher auf philosophisch- weltanschaulicher Ebene (Verdeutlichung der Position in der Idealismus-Materialismus- Debatte), als auf der Handlungsebene/ Einführung der Figur des Hauptmanns/ Aufzeigen der vernünftigen Seite Woyzecks (im Kontrast zum psychisch kranken W.)/ Veranschaulichung der Lebensverhältnisse Woyzecks (einfacher Soldat, uneheliches Kind) zu Beginn 18 Die Schülerin/Der Schüler erschließt die Gestaltung und den Standpunkt des 20 Hauptmannes mit Bezug zu einer allgemein philosophischen Ebene, untersucht die Dialogführung und die sprachliche Gestaltung der Redebeiträge des Hauptmanns und erläutert und analysiert ihre Wirkung. Z. B: - Verhältnis Hauptmanns-Woyzeck (Vorgesetzter aus der Obrigkeit und Untergebener, unterschiedliche soziale Schichten) mit entsprechenden Textbelegen (Hauptmann duzt, verspottet, gibt sich überlegen und...

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gönnerhaft), Hauptmann nimmt insbesondere zu Beginn des Dialogs die deutlich überlegene Position gegenüber seinem Untergebenen ein, obwohl er inhaltlich z.T. Unsinniges von sich gibt. Gesprächsverlauf/-verhalten: Hauptmann spricht Woyzeck direkt an, Versuch, ein Gespräch zu führen, Aufforderung an W. zu reden; verspotten und herabwürdigen Woyzecks (ganz abscheulich dumm"); konfrontiert W. mit dessen kirchenmoralischer Verfehlung (Kind ohne Segen der Kirche); überforderte Reaktion auf Woyzecks sinnvolle Antwort („Er macht mich ganz konfus") und Vorwurf, W. habe seinen Sexualtrieb im Gegensatz zu ihm selbst nicht im Griff (Fleisch und Blut? Wenn ich am Fenster lieg [...], - da kommt mir die Liebe. Ich hab auch Fleisch und Blut. Aber [...] die Tugend!"); gönnerhafte Entlassung Woyzecks aus der Gesprächssituation Hauptmann als Karikatur eines Gebildeten von gehobenem Stand, der idealistische Phrasen im Munde führt, selbst aber einem idealistischen Menschenbild, zu dem das Humanitätsideal gehört, nicht entspricht und zudem dümmlich und von Langeweile geplagt wirkt (W. solle sich nicht hetzen, pseudophilosophisches Geschwafel über die Zeit als Hinweis auf die Langeweile des Hauptmanns, die sich aus seiner materiell abgesicherten Position ergibt, gehaltlose Definition" von Moral, nicht hetzen" als Ausweis von Moralität, unkritische Übernahme von Kirchenmoral bzgl. des unehelichen Kindes von W., offenbar hält der Hauptmann gutes Benehmen (nicht hetzen) und fragwürdige Kirchenmoral für tugendhaft). - Verhältnis Hauptmann-Woyzeck: (Vorgesetzter aus der Obrigkeit und Untergebener, unterschiedliche soziale Schichten) mit entsprechenden Textbelegen (Woyzeck antwortet anfangs knapp und lässt Spott über sich ergehen)/ intellektuell scheint Woyzeck dem Hauptmann aber überlegen: zwar spricht Woyzeck fehlerhaftes Deutsch der Unterschicht, seine Gedankengänge und Argumente sind aber logisch Gesprächsverlauf/-verhalten: Woyzeck zeigt zu Beginn des Dialogs unterwürfiges Verhalten des Untergebenen, der den teils unsinnigen Ausführungen des Hauptmanns 8 28 18 2 15 einfach zustimmt, Wendepunkt Hauptmann wirft seinem Sohn vor, dass er unehelich ist, Woyzeck reagiert mit sinnvoller Verteidigung auf Basis der Bibel (Autoritätsargument) im Sinne einer aufklärerischen Kirchenmoral und führt den Zusammenhang von Geld und Moral aus (spricht dabei aber fehlerhaftes Deutsch eines offenbar Bildungsfernen); den Vorwurf des Hauptmann, seinen Sexualtrieb nicht unter Kontrolle zu haben, pariert er, indem er erneut den Zusammenhang von materieller Sicherheit und Tugend ausführt - Woyzeck ist hier der (intellektuell) deutlich überlegene Gesprächsteilnehmer (Kontrast zum Anfang) Woyzeck als Vertreter einer materialistischen Weltsicht (argumentativ gegenüber dem Hauptmann und als Beispielfigur), der seinen Sohn verteidigt Einbindung prägnanter sprachlicher Gestaltungsmittel in ihrer Funktion, z. B. fehlerhaftes Deutsch; wiederholte kurze, militärische Replik (Jawohl, Herr Hauptmann"), Kontrastierung arme/gemeine Leut vs Wohlhabende; „Wir arme Leut"; in Himmel kämen [...] donnern helfen" etc. Inhaltliche Leistung Aufgabe 2 Ein- bzw. Überleitung Wiedergabe des Gedankengangs. Etwa: Was und wie man wird, liege allein an den Umständen, (gleiche Umstände -> alle gleich), dies gelte auch für Geistesfähigkeiten. Wegen dieser Zufälligkeiten, die einen Menschen auszeichneten oder eben nicht, verachtet B. niemanden. Hass aber, der wie Liebe erlaubt sei, hege er gegen jene, welche verachten: Das seien diejenigen, die wegen einer Äußerlichkeit wie Bildung ihre Mitmenschen verachten Dies zeichne vor allem den „Aristokratismus" aus. Hier kämpfe er mit den gleichen Mitteln: Hochmut vs Hochmut und Spott vs Spott. Die Schülerin/Der Schüler erkennt Büchners materialistisches Menschenbild im Allgemeinen und erläutert es. (Wesentlich: Zusammenhang von materieller Existenz/Sein und Bewusstsein) Es werden Bezüge zur vorliegenden Szene hergestellt: Etwa: Woyzeck vertritt ein streng materialistisches Menschenbild und sieht Tugend in Abhängigkeit von finanziellen und sozialen Rahmenbedingungen und den Menschen als von seinen Bedürfnissen geleitet. Der Hauptmann, ein „Idealist", vertritt den Idealismus nur floskelhaft und vordergründig. Den Tugendbegriff kann er nicht mit Sinn füllen. Seine Tugendhaftigkeit erstreckt sich darauf, nicht zu hetzen. Woyzeck hingegen vertritt, bezogen auf uneheliche Kinder, einen modernen kirchenmoralischen Standpunkt. So hat er als Ungebildeter mehr Moral als der Hauptmann, der sich selbst für tugendhaft hält. Der Hauptmann erscheint als Witzfigur: Das ist der Spott gegen die Aristokraten, von dem Büchner in seinem Brief spricht. Büchner wendet seinen Spott hier gegen eine bestimmte Klasse und Weltanschauung (den Idealismus). Der Hauptmann zeigt die kritisierte oberflächliche Bildung. Woyzeck hingegen ist (in dieser Szene) ein intelligenter Beobachter der Situation. Möglicher widersprüchlicher Bezug: Warum ist jemand, der wie der Hauptmann unter guten materiellen Bedingungen aufgewachsen ist, so dumm? Ist materielle Sicherheit der Intelligenz etwa nicht zuträglich? Würden doch nicht alle gleich oder gar so dümmlich wie der Hauptmann, wenn es ihnen materiell gut geht? 48 43 Pkt. max. 2 7 ४ त 2 15 10 24 19 B) Darstellungsleistung Anforderung • kohärente, schlüssige, stringente und gedanklich klare Strukturierung des Aufsatzes ● angemessene Gewichtung der Teilaufgaben ● schlüssige Verbindung der einzelnen Arbeitsschritte • schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen 0 ● ● ● ● ● ● ● Formulierung unter Beachtung der fachsprachlichen Anforderungen Trennung von Handlungs- und Metaebene Begründeter Bezug von beschreibenden, deutenden und wertenden Aussagen Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang Beachtung der Tempora Korrekte Redewiedergabe (Modalität) Aussagen durch angemessenes und korrektes Zitieren belegt Formulierung lexikalisch und syntaktisch sicher, variabel und komplex (und zugleich klar) Äußere Form Summe Pkt. max. Summe insgesamt (inhaltliche u. Darstellungsleistung):__96 Die Kursarbeit wird mit der Note Sehr gust clu liss-P. 10 Sprachliche Richtigkeit (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik, Satzbau, Modalität) 19 55 5 88 5 15 2 2 35 34 von 107 Punkten. bewertet. LK 12/1 1. Kursarbeit im Leistungskurs Deutsch Aufgabenstellung: Thema 2 Aufgabe 1 Analysiere den vorliegenden Auszug aus Georg Büchners Drama ,,Woyzeck" (M1). Beziehe bei der Analyse eine philosophische Deutungsebene mit Bezug zu einem materialistischen und/oder idealistischen Menschenbild ein. Beachte bei der Analyse: - die Einbettung in den Kontext des Dramas -die Art und Weise des Sprechens und die (gegenseitige) Beeinflussung durch entsprechende Sprachhandlungen - die Emotionen und die Einstellungen der Figuren - die Beziehung der Gesprächspartner zueinander - was die Figuren repräsentieren/wofür sie stehen - die deutlich werdenden Ansichten bezüglich Tugend und Moral - eine philosophische Deutungsebene hinsichtlich des materialistischen und/oder des idealistischen Menschenbilds. Aufgabe 2 Gib den Gedankengang des folgenden kurzen Auszugs aus Büchners Brief an die Familie (M2) vom Februar 1834 knapp in eigenen Worten wieder. (ca. 70% der inhaltlichen Note) Ordne ihn hinsichtlich des deutlich werdenden Menschenbilds begründet der materialistischen oder der idealistischen Sicht auf den Menschen zu und zeige sodann Bezüge zwischen dem Briefauszug und der vorliegenden Dramenszene auf. M2 Textvorlage zur zweiten Aufgabe Brief Büchners an seine Familie (ca. 30% der inhaltlichen Note) (Auszug, Rechtschreibung Büchners) Briet gibt Büchners Meinung bezüglich der Aristokratie wieder Gießen, im Februar 1834 [...] Ich verachte Niemanden, am wenigsten wegen seines Verstandes oder seiner Bildung, weil es in Niemands Gewalt liegt, kein Dummkopf oder kein Verbrecher zu werden, weil wir durch gleiche Umstände wohl Alle gleich würden, und weil die Umstände außer uns liegen. [...] Der Haß ist so gut erlaubt als die Liebe, und ich hege ihn im vollsten Maße gegen die, welche verachten. Es ist deren eine große Zahl, die im Besitze einer lächerlichen Äußerlichkeit, die man Bildung, oder eines toten Krams, den man Gelehrsamkeit heißt, die große Masse ihrer Brüder ihrem verachtenden Egoismus opfern. Der Aristokratismus* ist die schändlichste Verachtung des heiligen Geistes im Menschen; gegen ihn kehre ich seine eigenen Waffen; Hochmut gegen Hochmut, Spott gegen Spott. [...]" *Aristokratismus: dünkelhaftes, eingebildetes, elitäres Denken und Verhalten, Standesdünkel - 10 15 20 Wendepunid 30 H.: redel sich ein er habe Tugend und Moral->Hoffnung W.: sagt, dass er aufgrund seiner Armut, nie Tugend und Moral haben hann ->hoffnungslos 40 M1 Beim Hauptmann Woyzeck: Jawohl, Herr Hauptmann. macht sich über Woyzeck lächerlich und beleidigt ihn Hauptmann: Ha, ha ha! Süd-Nord! Ha, ha, ha! Oh, Er ist dumm, ganz abscheulich dumm! Gerührt: Woyzeck, Er ist ein guter Mensch - aber - Mit Würde: Woyzeck, Er hat keine Moral! Will Moral, das ist, wenn man moralisch ist, versteht Er. Es ist ein gutes Wort. Er hat ein Kind ohne Spricht 25 belehenden Segen der Kirche, wie unser hocherwürdiger Herr Garnisionsprediger sagt - ohne den ber s. uneheliches Segen der Kirche, es ist nicht von mir. kind erster größerer Redecinteil->Widerspricht dem 4. Woyzeck: Herr Hauptmann, der liebe Gott wird den armen Wurm nicht drum ansehen, ob das Amen drüber gesagt ist, eh er gemacht wurde. Der Herr sprach: Lasset die Kleinen zu mir kommen. machte W. Antwort nicht akzeptieren. Hauptmann: Was sagt Er da? Was ist das für eine kuriose Antwort? Er macht mich ganz konfus mit seiner Antwort. Wenn ich sag': Er, so mein' ich Ihn, Ihn - wird unterbrochen Hauptmann auf dem Stuhl, Woyzeck rasiert ihn. gibt Befehle - überlegenheit Hauptmann: Langsam, Woyzeck, langsam; eins nach dem andern! Er macht mir ganz schwindlig. Was soll ich dann mit den 10 Minuten anfangen, die Er heut zu früh fertig wird? Woyzeck, bedenk Er, Er hat noch seine schönen dreißig Jahr zu leben, dreißig Jahr! Macht dreihundertsechzig Monate! und Tagel Stunden! Minuten! Was will Er denn mit der ungeheuren Zeit all anfangen? Fragen Teil Er sich ein, Woyzeck! 45 Woyzeck: Jawohl, Herr Hauptmann. antwortet wie beim Militar (Jawohl") -> Unterlegenheit Anrede: Herr" Hauptmann: Es wird mir ganz Angst um die Welt, wenn ich an die Ewigkeit denke. Beschäftigung, Woyzeck, Beschäftigung! Ewig: das ist ewig, das ist ewig - das siehst du ein; nur ist es aber wieder nicht ewig, und das ist ein Augenblick, ja ein Augenblick - Woyzeck, es schaudert mich, wenn ich denke, dass sich die Welt in einem Tag herumdreht. Was eine Zeitverschwendung! Wo Fragen ->will W. soll das hinaus? Woyzeck, ich kann kein Mühlrad mehr sehen, oder ich werd melancholisch. Zum Woyzeck: Jawohl, Herr Hauptmann. diskutiert nicht mit, sondem Stimmut nur zu Hauptmann: Woyzeck, Er sieht immer so verhetzt aus! Ein guter Mensch tut das nicht, ein guter ringen Mensch, der sein gutes Gewissen hat. - Red er doch was Woyzeck! Was ist heut für Wetter? sprechen Woyzeck: Schlimm, Herr Hauptmann, schlimm: Wind! rst nach Auffordening fängt er an zu Hauptmann: Ich spür's schon. Es ist so was Geschwindes draußen: so ein Wind macht mir den Effekt wie eine Maus. - Pfiffig: Ich glaub', wir haben so was aus Süd-Nord? estet" Woyzeck Interjektionen -7 Da setz Aufregung Woyzeck: Wir arme Leut-Sehn Sie, Herr Hauptmann: Geld, Geld! Wer kein Geld hat denkt einmal eines seinesgleichen auf die Moral in der Welt! Man hat auch sein Fleisch und Blut. W. man nur durch unsereins ist doch einmal unselig in der und der andern Welt. Ich glaub', wenn wir in Himmel Geld Moralkämen, so müssten wir donnern helfen. sieht auch nach dem Tod keinen Weg aus dem Elend hat 35 Hauptmann: Woyzeck, Er hat keine Tugend! Er ist kein tugendhafter Mensch! Fleisch und Blut? Wenn ich am Fenster lieg', wenn's geregnet hat, und den weißen Strümpfen nachseh', wie sie über die Gassen springen - verdammt, Woyzeck, da kommt mir die Liebe! Ich hab' auch Fleisch und Blut. Aber, Woyzeck, die Tugend! Die Tugend! Wie sollte ich dann die Zeit rumbringen? Ich Mensch-gerührt:-, ein guter Mensch, ein guter sag' mir immer: du bist ein que bist ein tugendhafter Tugend hat" Mensch. Dialekt unterer Sland Woyzeck: Ja, Herr Hauptmann, die Tugend - ich hab's noch nit so aus. Sehn Sie: wir gemeine Leut, das hat keine Tugend, es kommt nur so die Natur; aber wenn ich ein Herr wär und hätt' ein' Hut und eine Uhr und eine Anglaise und könnt' vornehm rede, ich wollt' schon tugendhaft sein. Es muss was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann. Aber ich bin ein armer Kerl! behaupte von sich selbst, keine Tugend Hauptmann: Gut, Woyzeck. Du bist ein guter Mensch, ein guter Mensch. Aber du denkst zuviel, das 20 hon zehrt; du siehst immer so verhetzt aus. Der Diskurs hat mich ganz angegriffen. Geh jetzt, und renn nicht so; langsam, hübsch langsam die Straße hinunter! er beendet Konversation ->hat die Position dazu gibt ihm Bachle H. will sich nur amüsieren und interessiert sich nicht für Ws. Situation

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gönnerhaft), Hauptmann nimmt insbesondere zu Beginn des Dialogs die deutlich überlegene Position gegenüber seinem Untergebenen ein, obwohl er inhaltlich z.T. Unsinniges von sich gibt. Gesprächsverlauf/-verhalten: Hauptmann spricht Woyzeck direkt an, Versuch, ein Gespräch zu führen, Aufforderung an W. zu reden; verspotten und herabwürdigen Woyzecks (ganz abscheulich dumm"); konfrontiert W. mit dessen kirchenmoralischer Verfehlung (Kind ohne Segen der Kirche); überforderte Reaktion auf Woyzecks sinnvolle Antwort („Er macht mich ganz konfus") und Vorwurf, W. habe seinen Sexualtrieb im Gegensatz zu ihm selbst nicht im Griff (Fleisch und Blut? Wenn ich am Fenster lieg [...], - da kommt mir die Liebe. Ich hab auch Fleisch und Blut. Aber [...] die Tugend!"); gönnerhafte Entlassung Woyzecks aus der Gesprächssituation Hauptmann als Karikatur eines Gebildeten von gehobenem Stand, der idealistische Phrasen im Munde führt, selbst aber einem idealistischen Menschenbild, zu dem das Humanitätsideal gehört, nicht entspricht und zudem dümmlich und von Langeweile geplagt wirkt (W. solle sich nicht hetzen, pseudophilosophisches Geschwafel über die Zeit als Hinweis auf die Langeweile des Hauptmanns, die sich aus seiner materiell abgesicherten Position ergibt, gehaltlose Definition" von Moral, nicht hetzen" als Ausweis von Moralität, unkritische Übernahme von Kirchenmoral bzgl. des unehelichen Kindes von W., offenbar hält der Hauptmann gutes Benehmen (nicht hetzen) und fragwürdige Kirchenmoral für tugendhaft). - Verhältnis Hauptmann-Woyzeck: (Vorgesetzter aus der Obrigkeit und Untergebener, unterschiedliche soziale Schichten) mit entsprechenden Textbelegen (Woyzeck antwortet anfangs knapp und lässt Spott über sich ergehen)/ intellektuell scheint Woyzeck dem Hauptmann aber überlegen: zwar spricht Woyzeck fehlerhaftes Deutsch der Unterschicht, seine Gedankengänge und Argumente sind aber logisch Gesprächsverlauf/-verhalten: Woyzeck zeigt zu Beginn des Dialogs unterwürfiges Verhalten des Untergebenen, der den teils unsinnigen Ausführungen des Hauptmanns 8 28 18 2 15 einfach zustimmt, Wendepunkt Hauptmann wirft seinem Sohn vor, dass er unehelich ist, Woyzeck reagiert mit sinnvoller Verteidigung auf Basis der Bibel (Autoritätsargument) im Sinne einer aufklärerischen Kirchenmoral und führt den Zusammenhang von Geld und Moral aus (spricht dabei aber fehlerhaftes Deutsch eines offenbar Bildungsfernen); den Vorwurf des Hauptmann, seinen Sexualtrieb nicht unter Kontrolle zu haben, pariert er, indem er erneut den Zusammenhang von materieller Sicherheit und Tugend ausführt - Woyzeck ist hier der (intellektuell) deutlich überlegene Gesprächsteilnehmer (Kontrast zum Anfang) Woyzeck als Vertreter einer materialistischen Weltsicht (argumentativ gegenüber dem Hauptmann und als Beispielfigur), der seinen Sohn verteidigt Einbindung prägnanter sprachlicher Gestaltungsmittel in ihrer Funktion, z. B. fehlerhaftes Deutsch; wiederholte kurze, militärische Replik (Jawohl, Herr Hauptmann"), Kontrastierung arme/gemeine Leut vs Wohlhabende; „Wir arme Leut"; in Himmel kämen [...] donnern helfen" etc. Inhaltliche Leistung Aufgabe 2 Ein- bzw. Überleitung Wiedergabe des Gedankengangs. Etwa: Was und wie man wird, liege allein an den Umständen, (gleiche Umstände -> alle gleich), dies gelte auch für Geistesfähigkeiten. Wegen dieser Zufälligkeiten, die einen Menschen auszeichneten oder eben nicht, verachtet B. niemanden. Hass aber, der wie Liebe erlaubt sei, hege er gegen jene, welche verachten: Das seien diejenigen, die wegen einer Äußerlichkeit wie Bildung ihre Mitmenschen verachten Dies zeichne vor allem den „Aristokratismus" aus. Hier kämpfe er mit den gleichen Mitteln: Hochmut vs Hochmut und Spott vs Spott. Die Schülerin/Der Schüler erkennt Büchners materialistisches Menschenbild im Allgemeinen und erläutert es. (Wesentlich: Zusammenhang von materieller Existenz/Sein und Bewusstsein) Es werden Bezüge zur vorliegenden Szene hergestellt: Etwa: Woyzeck vertritt ein streng materialistisches Menschenbild und sieht Tugend in Abhängigkeit von finanziellen und sozialen Rahmenbedingungen und den Menschen als von seinen Bedürfnissen geleitet. Der Hauptmann, ein „Idealist", vertritt den Idealismus nur floskelhaft und vordergründig. Den Tugendbegriff kann er nicht mit Sinn füllen. Seine Tugendhaftigkeit erstreckt sich darauf, nicht zu hetzen. Woyzeck hingegen vertritt, bezogen auf uneheliche Kinder, einen modernen kirchenmoralischen Standpunkt. So hat er als Ungebildeter mehr Moral als der Hauptmann, der sich selbst für tugendhaft hält. Der Hauptmann erscheint als Witzfigur: Das ist der Spott gegen die Aristokraten, von dem Büchner in seinem Brief spricht. Büchner wendet seinen Spott hier gegen eine bestimmte Klasse und Weltanschauung (den Idealismus). Der Hauptmann zeigt die kritisierte oberflächliche Bildung. Woyzeck hingegen ist (in dieser Szene) ein intelligenter Beobachter der Situation. Möglicher widersprüchlicher Bezug: Warum ist jemand, der wie der Hauptmann unter guten materiellen Bedingungen aufgewachsen ist, so dumm? Ist materielle Sicherheit der Intelligenz etwa nicht zuträglich? Würden doch nicht alle gleich oder gar so dümmlich wie der Hauptmann, wenn es ihnen materiell gut geht? 48 43 Pkt. max. 2 7 ४ त 2 15 10 24 19 B) Darstellungsleistung Anforderung • kohärente, schlüssige, stringente und gedanklich klare Strukturierung des Aufsatzes ● angemessene Gewichtung der Teilaufgaben ● schlüssige Verbindung der einzelnen Arbeitsschritte • schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen 0 ● ● ● ● ● ● ● Formulierung unter Beachtung der fachsprachlichen Anforderungen Trennung von Handlungs- und Metaebene Begründeter Bezug von beschreibenden, deutenden und wertenden Aussagen Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang Beachtung der Tempora Korrekte Redewiedergabe (Modalität) Aussagen durch angemessenes und korrektes Zitieren belegt Formulierung lexikalisch und syntaktisch sicher, variabel und komplex (und zugleich klar) Äußere Form Summe Pkt. max. Summe insgesamt (inhaltliche u. Darstellungsleistung):__96 Die Kursarbeit wird mit der Note Sehr gust clu liss-P. 10 Sprachliche Richtigkeit (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik, Satzbau, Modalität) 19 55 5 88 5 15 2 2 35 34 von 107 Punkten. bewertet. LK 12/1 1. Kursarbeit im Leistungskurs Deutsch Aufgabenstellung: Thema 2 Aufgabe 1 Analysiere den vorliegenden Auszug aus Georg Büchners Drama ,,Woyzeck" (M1). Beziehe bei der Analyse eine philosophische Deutungsebene mit Bezug zu einem materialistischen und/oder idealistischen Menschenbild ein. Beachte bei der Analyse: - die Einbettung in den Kontext des Dramas -die Art und Weise des Sprechens und die (gegenseitige) Beeinflussung durch entsprechende Sprachhandlungen - die Emotionen und die Einstellungen der Figuren - die Beziehung der Gesprächspartner zueinander - was die Figuren repräsentieren/wofür sie stehen - die deutlich werdenden Ansichten bezüglich Tugend und Moral - eine philosophische Deutungsebene hinsichtlich des materialistischen und/oder des idealistischen Menschenbilds. Aufgabe 2 Gib den Gedankengang des folgenden kurzen Auszugs aus Büchners Brief an die Familie (M2) vom Februar 1834 knapp in eigenen Worten wieder. (ca. 70% der inhaltlichen Note) Ordne ihn hinsichtlich des deutlich werdenden Menschenbilds begründet der materialistischen oder der idealistischen Sicht auf den Menschen zu und zeige sodann Bezüge zwischen dem Briefauszug und der vorliegenden Dramenszene auf. M2 Textvorlage zur zweiten Aufgabe Brief Büchners an seine Familie (ca. 30% der inhaltlichen Note) (Auszug, Rechtschreibung Büchners) Briet gibt Büchners Meinung bezüglich der Aristokratie wieder Gießen, im Februar 1834 [...] Ich verachte Niemanden, am wenigsten wegen seines Verstandes oder seiner Bildung, weil es in Niemands Gewalt liegt, kein Dummkopf oder kein Verbrecher zu werden, weil wir durch gleiche Umstände wohl Alle gleich würden, und weil die Umstände außer uns liegen. [...] Der Haß ist so gut erlaubt als die Liebe, und ich hege ihn im vollsten Maße gegen die, welche verachten. Es ist deren eine große Zahl, die im Besitze einer lächerlichen Äußerlichkeit, die man Bildung, oder eines toten Krams, den man Gelehrsamkeit heißt, die große Masse ihrer Brüder ihrem verachtenden Egoismus opfern. Der Aristokratismus* ist die schändlichste Verachtung des heiligen Geistes im Menschen; gegen ihn kehre ich seine eigenen Waffen; Hochmut gegen Hochmut, Spott gegen Spott. [...]" *Aristokratismus: dünkelhaftes, eingebildetes, elitäres Denken und Verhalten, Standesdünkel - 10 15 20 Wendepunid 30 H.: redel sich ein er habe Tugend und Moral->Hoffnung W.: sagt, dass er aufgrund seiner Armut, nie Tugend und Moral haben hann ->hoffnungslos 40 M1 Beim Hauptmann Woyzeck: Jawohl, Herr Hauptmann. macht sich über Woyzeck lächerlich und beleidigt ihn Hauptmann: Ha, ha ha! Süd-Nord! Ha, ha, ha! Oh, Er ist dumm, ganz abscheulich dumm! Gerührt: Woyzeck, Er ist ein guter Mensch - aber - Mit Würde: Woyzeck, Er hat keine Moral! Will Moral, das ist, wenn man moralisch ist, versteht Er. Es ist ein gutes Wort. Er hat ein Kind ohne Spricht 25 belehenden Segen der Kirche, wie unser hocherwürdiger Herr Garnisionsprediger sagt - ohne den ber s. uneheliches Segen der Kirche, es ist nicht von mir. kind erster größerer Redecinteil->Widerspricht dem 4. Woyzeck: Herr Hauptmann, der liebe Gott wird den armen Wurm nicht drum ansehen, ob das Amen drüber gesagt ist, eh er gemacht wurde. Der Herr sprach: Lasset die Kleinen zu mir kommen. machte W. Antwort nicht akzeptieren. Hauptmann: Was sagt Er da? Was ist das für eine kuriose Antwort? Er macht mich ganz konfus mit seiner Antwort. Wenn ich sag': Er, so mein' ich Ihn, Ihn - wird unterbrochen Hauptmann auf dem Stuhl, Woyzeck rasiert ihn. gibt Befehle - überlegenheit Hauptmann: Langsam, Woyzeck, langsam; eins nach dem andern! Er macht mir ganz schwindlig. Was soll ich dann mit den 10 Minuten anfangen, die Er heut zu früh fertig wird? Woyzeck, bedenk Er, Er hat noch seine schönen dreißig Jahr zu leben, dreißig Jahr! Macht dreihundertsechzig Monate! und Tagel Stunden! Minuten! Was will Er denn mit der ungeheuren Zeit all anfangen? Fragen Teil Er sich ein, Woyzeck! 45 Woyzeck: Jawohl, Herr Hauptmann. antwortet wie beim Militar (Jawohl") -> Unterlegenheit Anrede: Herr" Hauptmann: Es wird mir ganz Angst um die Welt, wenn ich an die Ewigkeit denke. Beschäftigung, Woyzeck, Beschäftigung! Ewig: das ist ewig, das ist ewig - das siehst du ein; nur ist es aber wieder nicht ewig, und das ist ein Augenblick, ja ein Augenblick - Woyzeck, es schaudert mich, wenn ich denke, dass sich die Welt in einem Tag herumdreht. Was eine Zeitverschwendung! Wo Fragen ->will W. soll das hinaus? Woyzeck, ich kann kein Mühlrad mehr sehen, oder ich werd melancholisch. Zum Woyzeck: Jawohl, Herr Hauptmann. diskutiert nicht mit, sondem Stimmut nur zu Hauptmann: Woyzeck, Er sieht immer so verhetzt aus! Ein guter Mensch tut das nicht, ein guter ringen Mensch, der sein gutes Gewissen hat. - Red er doch was Woyzeck! Was ist heut für Wetter? sprechen Woyzeck: Schlimm, Herr Hauptmann, schlimm: Wind! rst nach Auffordening fängt er an zu Hauptmann: Ich spür's schon. Es ist so was Geschwindes draußen: so ein Wind macht mir den Effekt wie eine Maus. - Pfiffig: Ich glaub', wir haben so was aus Süd-Nord? estet" Woyzeck Interjektionen -7 Da setz Aufregung Woyzeck: Wir arme Leut-Sehn Sie, Herr Hauptmann: Geld, Geld! Wer kein Geld hat denkt einmal eines seinesgleichen auf die Moral in der Welt! Man hat auch sein Fleisch und Blut. W. man nur durch unsereins ist doch einmal unselig in der und der andern Welt. Ich glaub', wenn wir in Himmel Geld Moralkämen, so müssten wir donnern helfen. sieht auch nach dem Tod keinen Weg aus dem Elend hat 35 Hauptmann: Woyzeck, Er hat keine Tugend! Er ist kein tugendhafter Mensch! Fleisch und Blut? Wenn ich am Fenster lieg', wenn's geregnet hat, und den weißen Strümpfen nachseh', wie sie über die Gassen springen - verdammt, Woyzeck, da kommt mir die Liebe! Ich hab' auch Fleisch und Blut. Aber, Woyzeck, die Tugend! Die Tugend! Wie sollte ich dann die Zeit rumbringen? Ich Mensch-gerührt:-, ein guter Mensch, ein guter sag' mir immer: du bist ein que bist ein tugendhafter Tugend hat" Mensch. Dialekt unterer Sland Woyzeck: Ja, Herr Hauptmann, die Tugend - ich hab's noch nit so aus. Sehn Sie: wir gemeine Leut, das hat keine Tugend, es kommt nur so die Natur; aber wenn ich ein Herr wär und hätt' ein' Hut und eine Uhr und eine Anglaise und könnt' vornehm rede, ich wollt' schon tugendhaft sein. Es muss was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann. Aber ich bin ein armer Kerl! behaupte von sich selbst, keine Tugend Hauptmann: Gut, Woyzeck. Du bist ein guter Mensch, ein guter Mensch. Aber du denkst zuviel, das 20 hon zehrt; du siehst immer so verhetzt aus. Der Diskurs hat mich ganz angegriffen. Geh jetzt, und renn nicht so; langsam, hübsch langsam die Straße hinunter! er beendet Konversation ->hat die Position dazu gibt ihm Bachle H. will sich nur amüsieren und interessiert sich nicht für Ws. Situation