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Der Lotse geht von Bord

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Bismarcks Entlassung In der Karikatur „Der Lotse geht von Bord" von 1890, die in der Zeitschrif

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Karikaturanalyse ,,Der Lotse geht von Bord" Bismarcks Entlassung In der Karikatur „Der Lotse geht von Bord" von 1890, die in der Zeitschrift "Punch" veröffentlicht wurde, erkennt man einen Ausschnitt eines Schiffes. Die ganze Karikatur ist schwarz-weiß gehalten. Auf dem Schiff befinden sich zwei Männer. Im Hintergrund, am oberen Bildrand, ist ein junger Mann zu sehen. Er stützt sich auf das Deck und schaut auf eine Treppe, die vom Schiff wegführt. Nur sein Oberkörper wird abgebildet. Er trägt eine Krone und ein typisches Gewand für einen Kaiser, daher kann man auf Kaiser Wilhelm II. schließen. Seine Arme sind verschränkt und sein Blick richtet sich auf den anderen Mann. Der andere Mann scheint etwas älter zu sein. Er geht die Treppe hinunter und man erkennt ihn als (Ex-) Reichskanzler Otto von Bismarck. Bismarck wird mit seinem ganzen Körper und etwas größer als Wilhelm II. abgebildet. Beim Hinabsteigen der Treppe umschließt er mit einer Hand das Treppengeländer und mit der anderen stützt er sich an der Schiffswand ab. Unter seine, an der Schiffswand stützenden Hand, befindet sich eine Luke. Seine Haltung wirkt selbstsicher. Er hält seinen Kopf gerade und nach vorne blickend. Er trägt einen Matrosenanzug, der aus einem Mantel und einer Kappe besteht. Dies bildet einen Kontrast zwischen der kaiserlichen Uniform und der Arbeitskleidung. Vor der Treppe...

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schwimmt ein kleines Boot, das am Schiff angebunden ist. Links in der Ecke, am oberen Bildrand, befindet sich ein Gegenstand, den man nicht identifizieren kann. Anhand des Titels der Karikatur kann man davon ausgehen, dass Otto von Bismarck der Lotse ist und von Bord geht. Per Definition ist ein Lotse ein „erfahrener Seemann, der Schiffe durch schwieriges, ihm genau bekanntes Fahrwasser führt."¹ Das kann man auf Bismarcks Außenpolitik beziehen. Er hat die Außenpolitik gelenkt, gesagt wo es lang geht und versucht, gut das Ziel zu erreichen. Mit dem Hinabsteigen der Treppe wird seine Entlassung als Reichskanzler verdeutlicht. Er gibt das Steuer ab und Wilhelm II. übernimmt das Schiff. Das Schiff steht hier symbolisch für das Deutsche Reich. Bismarck hat das Deutsche Reich gelenkt und für eine sichere Fahrt zum Ziel gesorgt. Von ihm ist die Sicherheit des Deutschen Reichs abhängig. Durch das Abstützen Bismarcks am Schiff wird deutlich, dass es ihm schwer fällt zu gehen. Sein trauriger Gesichtsausdruck zeigt seine Sorge um das Schiff bzw. das Deutsche Reich. Denn er ist sich bewusst, was es bedeutet, wenn Wilhelm II. die Politik übernehmen wird. Wilhelm II. lehnt sich mit einer Leichtigkeit über die Reling und schaut Bismarck mit einem selbstgefälligen Blick hinterher. Er freut sich schon darauf, selber das Steuer in die Hand zu nehmen. Er ist der Meinung, dass Bismarck nicht mehr gebraucht wird. Daher drängte er ihn zum Rücktritt. Wilhelm II. hat wenig Respekt vor Bismarck, er schaut auf Bismarck herab. Ohne den Lotsen auf dem Schiff kommt es zu Schwierigkeiten sich zu orientieren und das Ziel zu finden. Es kann zu Verunglückungen kommen. Damit einhergehend bedeutet das den Untergang der Stabilität im Deutschen Reich. Das kleine Boot, welches am Schiff befestigt ist, 1 https://www.dwds.de/wb/Lotse (18.03.2022) könnte als Rettungsboot für Bismarck bereit stehen. Bismarck ist die Rettung, er schwimmt mit dem Boot weg und damit gibt es keine Rettung mehr für das große Schiff ohne Lotse und Rettungsboot. Zeitlich befinden wir uns im Jahr 1890, Bismarcks Entlassung als Reichskanzler. Bismarck war für seine Außenpolitik bekannt. Nach 1871 bestand seine Außenpolitik daraus, einen Krieg unter allen Umstände zu vermeiden. Sein Ziel war es, die Wirtschaft zu stärken und den Zusammenhalt des Kaiserreichs zu wahren. Sein größte Aufgabe bestand darin, Frankreich zu isolieren. Denn wenn Frankreich ein Bündnis mit Russland eingegangen wäre, wäre ein Zwei- frontenkrieg gegen Deutschland möglich. Um dies zu verhindern, schloss das Deutsche Reich ein Bündnis mit Russland und Österreich. Bismarck besaß diplomatische Fähigkeiten, die ihn bei seiner Politik sehr weiterhalfen. Mit der Zeit entstand ein großes System von verschiedenen Bündnissen auf der Welt. Bismarck vermittelte zwischen den einzelnen Ländern. Er versuchte den richtigen Weg ins Ziel zu finden. 1884 änderte sich seine Zielsetzung der Politik. Er wollte nun das Deutsche Reich erweitern. 1890 zerfiel Bismarcks Bündnissystem und der neue Kaiser Wilhelm II. wollte Bismarck nicht mehr die Außenpolitik Deutschlands überlassen. Wilhelm I. vertraute Bismarck, sie verstanden sich, er befolgte Bismarcks Ratschläge. Nach seinem Tod regierte Wilhelm II. Er und Bismarck verstanden sich nicht gut und hatten unterschiedliche Ansichten. Wilhelm II. wollte seine eigenen Entscheidungen treffen.² So drängte Wilhelm II. 1890 Bismarck zum Rücktritt. Wilhelm II. war bekannt dafür, dass er falsche und sprunghafte Entscheidungen traf und sich von seinen Gefühlen bei wichtigen Entscheidungen leiten ließ. Von anderen Meinungen ließ er sich schnell beeinflussen. Nach Bismarcks Entlassung verschlechterte sich die Lage des Reichs. Einige Bündnisse brachen auseinander und Bismarcks Bündnissystem wurde nicht weiter geführt. Wilhelm II. handelte unvernünftig und konnte mit Kritik sehr schwer umgehen. Er wollte keine zurückhaltende Außenpolitik. Er führte eine aggressive Politik und brachte das Kaiserreich in Konflikte. Er strebte eine Weltmacht an. Das Deutsche Reich wurde wegen ihm schlecht geredet und machte einen schlechten Eindruck auf andere Länder. Das Reich wurde isoliert und als Bedrohung angesehen - unter anderem wegen des Ausbaus der Flotte. Durch all die endstanden Konflikte und Krisen kam es 1914 zum Ausbruch des ersten Weltkrieges. Man kann davon ausgehen, dass unter Bismarcks Führung dies nicht geschehen wäre. Der Untergang des Deutschen Reiches begann mit Bismarcks Verlassen des Schiffs/der Politik. Dies wird durch die Karikatur dargestellt. "Noch kurz vor seinem Abgang hatte Bismarck den Regenten als „Brausekopf“ bezeichnet, der nicht schweigen könne, vor allem Schmeichlern zugänglich sei und Deutschland womöglich in einen Krieg stürzen könnte." Bismarck war sich bewusst, was das für das Reich bedeutete und wie es 2 https://www.kinderzeitmaschine.de/neuzeit/nationalstaaten/ereignisse/dt-reich/der-lotse-geht-von-bord/ (19.03.2022) 3 https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article228552321/Otto-von-Bismarck-Er-hielt-Wilhelm-II-fuer- einen-Brausekopf.html (20.03.2022) ausgehen könnte, wenn er nicht mehr die Richtung angibt. Mit Wilhelms Persönlichkeit hat er sich und das Reich direkt in ein Unwetter geführt und ein (Schiffs-)Unglück erlitten. Er hatte keinen mehr, der ihm half, wieder auf den richtigen Kurs zu kommen. Mit seiner Überheblichkeit brachte er das Schiff zum Kentern. Bismarck brachte sich mit dem Rettungsbot in Sicherheit. Die Karikatur ist überzeugend. Ich finde die Karikatur verdeutlicht in einer verständlichen und einfachen Weise die Situation um Bismarck und Wilhelm II., sowie die Folgen von Bismarcks Entlassung. Die Auswahl des Karikaturisten eines Schiffes und eines Lotsen, als bildhaften Vergleich, verdeutlicht die Auswirkungen, wenn Bismarck nicht mehr die Richtung angibt. Durch die Haltung und Gesichtsausdrücke beider, werden die Gefühle der einzelnen Personen hervorgehoben. Der Karikaturist scheint, aufgrund seiner bildlichen Darstellung von Bismarcks Entlassung, nicht erfreut gewesen zu sein. Quellen https://www.geschichte-abitur.de/deutsches-kaiserreich/ausenpolitik (21.03.2022) https://www.dwds.de/wb/Lotse (18.03.2022) https://www.kinderzeitmaschine.de/neuzeit/nationalstaaten/ereignisse/dt-reich/der-lotse-geht- von-bord/ (19.03.2022) https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article228552321/Otto-von-Bismarck-Er-hielt- Wilhelm-II-fuer-einen-Brausekopf.html (20.03.2022) https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Lotse_geht_von_Bord (20.03.2022) Literaturverzeichnis Karikatur: https://www.google.com/url?sa=i&url=https%3A%2F%2Fwww.bismarck- stiftung.de%2F2020%2F03%2F25%2Fein-steuermann-kein-lotse-vor-130-jahren-erschien-dropping-the- pilot%2F&psig=AOvVaw0wCmkqMemt6pMqtMlBSX1a&ust=1648044252644000&source=images&cd =vfe&ved=0CAgQjRxqFwoTCNjv8rPx2fYCFQAAAAAAAAAABAE (18.03.2022)

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schwimmt ein kleines Boot, das am Schiff angebunden ist. Links in der Ecke, am oberen Bildrand, befindet sich ein Gegenstand, den man nicht identifizieren kann. Anhand des Titels der Karikatur kann man davon ausgehen, dass Otto von Bismarck der Lotse ist und von Bord geht. Per Definition ist ein Lotse ein „erfahrener Seemann, der Schiffe durch schwieriges, ihm genau bekanntes Fahrwasser führt."¹ Das kann man auf Bismarcks Außenpolitik beziehen. Er hat die Außenpolitik gelenkt, gesagt wo es lang geht und versucht, gut das Ziel zu erreichen. Mit dem Hinabsteigen der Treppe wird seine Entlassung als Reichskanzler verdeutlicht. Er gibt das Steuer ab und Wilhelm II. übernimmt das Schiff. Das Schiff steht hier symbolisch für das Deutsche Reich. Bismarck hat das Deutsche Reich gelenkt und für eine sichere Fahrt zum Ziel gesorgt. Von ihm ist die Sicherheit des Deutschen Reichs abhängig. Durch das Abstützen Bismarcks am Schiff wird deutlich, dass es ihm schwer fällt zu gehen. Sein trauriger Gesichtsausdruck zeigt seine Sorge um das Schiff bzw. das Deutsche Reich. Denn er ist sich bewusst, was es bedeutet, wenn Wilhelm II. die Politik übernehmen wird. Wilhelm II. lehnt sich mit einer Leichtigkeit über die Reling und schaut Bismarck mit einem selbstgefälligen Blick hinterher. Er freut sich schon darauf, selber das Steuer in die Hand zu nehmen. Er ist der Meinung, dass Bismarck nicht mehr gebraucht wird. Daher drängte er ihn zum Rücktritt. Wilhelm II. hat wenig Respekt vor Bismarck, er schaut auf Bismarck herab. Ohne den Lotsen auf dem Schiff kommt es zu Schwierigkeiten sich zu orientieren und das Ziel zu finden. Es kann zu Verunglückungen kommen. Damit einhergehend bedeutet das den Untergang der Stabilität im Deutschen Reich. Das kleine Boot, welches am Schiff befestigt ist, 1 https://www.dwds.de/wb/Lotse (18.03.2022) könnte als Rettungsboot für Bismarck bereit stehen. Bismarck ist die Rettung, er schwimmt mit dem Boot weg und damit gibt es keine Rettung mehr für das große Schiff ohne Lotse und Rettungsboot. Zeitlich befinden wir uns im Jahr 1890, Bismarcks Entlassung als Reichskanzler. Bismarck war für seine Außenpolitik bekannt. Nach 1871 bestand seine Außenpolitik daraus, einen Krieg unter allen Umstände zu vermeiden. Sein Ziel war es, die Wirtschaft zu stärken und den Zusammenhalt des Kaiserreichs zu wahren. Sein größte Aufgabe bestand darin, Frankreich zu isolieren. Denn wenn Frankreich ein Bündnis mit Russland eingegangen wäre, wäre ein Zwei- frontenkrieg gegen Deutschland möglich. Um dies zu verhindern, schloss das Deutsche Reich ein Bündnis mit Russland und Österreich. Bismarck besaß diplomatische Fähigkeiten, die ihn bei seiner Politik sehr weiterhalfen. Mit der Zeit entstand ein großes System von verschiedenen Bündnissen auf der Welt. Bismarck vermittelte zwischen den einzelnen Ländern. Er versuchte den richtigen Weg ins Ziel zu finden. 1884 änderte sich seine Zielsetzung der Politik. Er wollte nun das Deutsche Reich erweitern. 1890 zerfiel Bismarcks Bündnissystem und der neue Kaiser Wilhelm II. wollte Bismarck nicht mehr die Außenpolitik Deutschlands überlassen. Wilhelm I. vertraute Bismarck, sie verstanden sich, er befolgte Bismarcks Ratschläge. Nach seinem Tod regierte Wilhelm II. Er und Bismarck verstanden sich nicht gut und hatten unterschiedliche Ansichten. Wilhelm II. wollte seine eigenen Entscheidungen treffen.² So drängte Wilhelm II. 1890 Bismarck zum Rücktritt. Wilhelm II. war bekannt dafür, dass er falsche und sprunghafte Entscheidungen traf und sich von seinen Gefühlen bei wichtigen Entscheidungen leiten ließ. Von anderen Meinungen ließ er sich schnell beeinflussen. Nach Bismarcks Entlassung verschlechterte sich die Lage des Reichs. Einige Bündnisse brachen auseinander und Bismarcks Bündnissystem wurde nicht weiter geführt. Wilhelm II. handelte unvernünftig und konnte mit Kritik sehr schwer umgehen. Er wollte keine zurückhaltende Außenpolitik. Er führte eine aggressive Politik und brachte das Kaiserreich in Konflikte. Er strebte eine Weltmacht an. Das Deutsche Reich wurde wegen ihm schlecht geredet und machte einen schlechten Eindruck auf andere Länder. Das Reich wurde isoliert und als Bedrohung angesehen - unter anderem wegen des Ausbaus der Flotte. Durch all die endstanden Konflikte und Krisen kam es 1914 zum Ausbruch des ersten Weltkrieges. Man kann davon ausgehen, dass unter Bismarcks Führung dies nicht geschehen wäre. Der Untergang des Deutschen Reiches begann mit Bismarcks Verlassen des Schiffs/der Politik. Dies wird durch die Karikatur dargestellt. "Noch kurz vor seinem Abgang hatte Bismarck den Regenten als „Brausekopf“ bezeichnet, der nicht schweigen könne, vor allem Schmeichlern zugänglich sei und Deutschland womöglich in einen Krieg stürzen könnte." Bismarck war sich bewusst, was das für das Reich bedeutete und wie es 2 https://www.kinderzeitmaschine.de/neuzeit/nationalstaaten/ereignisse/dt-reich/der-lotse-geht-von-bord/ (19.03.2022) 3 https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article228552321/Otto-von-Bismarck-Er-hielt-Wilhelm-II-fuer- einen-Brausekopf.html (20.03.2022) ausgehen könnte, wenn er nicht mehr die Richtung angibt. Mit Wilhelms Persönlichkeit hat er sich und das Reich direkt in ein Unwetter geführt und ein (Schiffs-)Unglück erlitten. Er hatte keinen mehr, der ihm half, wieder auf den richtigen Kurs zu kommen. Mit seiner Überheblichkeit brachte er das Schiff zum Kentern. Bismarck brachte sich mit dem Rettungsbot in Sicherheit. Die Karikatur ist überzeugend. Ich finde die Karikatur verdeutlicht in einer verständlichen und einfachen Weise die Situation um Bismarck und Wilhelm II., sowie die Folgen von Bismarcks Entlassung. Die Auswahl des Karikaturisten eines Schiffes und eines Lotsen, als bildhaften Vergleich, verdeutlicht die Auswirkungen, wenn Bismarck nicht mehr die Richtung angibt. Durch die Haltung und Gesichtsausdrücke beider, werden die Gefühle der einzelnen Personen hervorgehoben. Der Karikaturist scheint, aufgrund seiner bildlichen Darstellung von Bismarcks Entlassung, nicht erfreut gewesen zu sein. Quellen https://www.geschichte-abitur.de/deutsches-kaiserreich/ausenpolitik (21.03.2022) https://www.dwds.de/wb/Lotse (18.03.2022) https://www.kinderzeitmaschine.de/neuzeit/nationalstaaten/ereignisse/dt-reich/der-lotse-geht- von-bord/ (19.03.2022) https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article228552321/Otto-von-Bismarck-Er-hielt- Wilhelm-II-fuer-einen-Brausekopf.html (20.03.2022) https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Lotse_geht_von_Bord (20.03.2022) Literaturverzeichnis Karikatur: https://www.google.com/url?sa=i&url=https%3A%2F%2Fwww.bismarck- stiftung.de%2F2020%2F03%2F25%2Fein-steuermann-kein-lotse-vor-130-jahren-erschien-dropping-the- pilot%2F&psig=AOvVaw0wCmkqMemt6pMqtMlBSX1a&ust=1648044252644000&source=images&cd =vfe&ved=0CAgQjRxqFwoTCNjv8rPx2fYCFQAAAAAAAAAABAE (18.03.2022)